DD158812A1 - Verfahren zum zuenden und betreiben von kohlenstaubfeuerungen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuenden von Kohlenstaubfeuerungen und zum Betreiben derselben mit Teillast, vorzugsweise fuer Dampferzeuger, mit dem Ziel, den fuer diesen Prozess erforderlichen grossen Heizoelbedarf oder -gasbedarf weitgehend zu reduzieren. Erfindungsgemaess wird dies dadurch erreicht, dass die im Verbrennungsprozess anderer Dampferzeuger erzeugte Waerme direkt fuer die Inbetriebsetzung der kohlenstaubgefeuerten Dampferzeuger sowie deren zeitweiliger Betrieb mit Teillast ausgenutzt wird. Die im Verbrennungsprozess der anderen Dampferzeuger erzeugten heissen Rauchgase werden dabei zur Vorwaermung des anzufahrenden Dampferzeugers und zur Erzeugung und Erwaermung eines zuendfreudigen Brennstaubes sowie zur Erwaermung d. erforderlichen Verbrennungsluft herangezogen, wobei fuer die Brennstauberzeugung zwei verschiedene Varianten moeglich sind.
Description
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Verfahren sum Zünden und Betreiben von Kohlenstaubfeuerungen
Anwendungsgebiet .der Erfindung
Dia. Erfindung betrifft ein Verfahren sum Zünden -von Kohlenstaubfeuerungen und sum Betreiben derselben mit Teillast, vorzugsweise für Dampferzeuger,
Char a kit er ist Jk- 1 de r ^ be kannten t e chnis ohen Lü s_ung en
Bei der Inbetriebsetzung und während des Betriebes von Kohlenstaubfeuerungen sind solche Bedingungen zu schaffen und au halten, daß der Kohlenstaub sicher zündet und mit stabiler Flamme brennt.
Bekannt ist das Zünden des Kohlenstaubes durch ein Zündfeuer von Holz und Briketts auf besonderen Zündrosten. Bei den meisten Kohlenstaubfeuerungen werden jedoch als Zündquellenhauptsächlich Gas- und Ölbrenner verwendet« Dabei sind diese Zundbrenner bis 'zur Inbetriebnahme der Kohlenstaubbrenner und darüber hinaus zur Stabilisierung der Kohlenstaubflanme als Stützbrenner ständig in Betrieb. Zu dem gleichen Zweck v/erden diese Brenner auch bei Teillast oder bei Abfahrprozessen betrieben. Der zum Betrieb der Zündbrenner erforderliche Heizöl- oder gaseinsatz erreicht oft einen beträchtlichen Anteil vom gesamten Brennstoffbedarf.
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brauch an Heiaol oder -^ac zu senken.
So Ist bekannt, einen Dampferzeuger vor dein Zünden der Zündbrenner wasserseitig ~>it Dampf zu beschicken, um den
ji'euerraum vorzuwärmen.
Obv/ohl dadurch eine Heizöl- oder -gaseinsparung möglich ist,'reicht die Vorv;ärmtemperatur nicht aus, um ein sicheres Zünden 'der ICohlestaubbrenner zu gewährleisten, so daß die Zündbrenner auch weiterhin betrieben ".'erden müssen. Diese IvIe t ho de ist für Teillastbetrieb und für Abfahrprosesse nicht an v/endbar·
Es ist auch bekannt, die Kohlenstaubaufbereitung durch einen Ölbrenner zu verbessern, der sich in der üauchgasrücksaugung befindet, um damit die Zündfrsüßigkeit des Kohlenstaubes zu erhöhen. I1LIr dieses Verfahren sind jedoch umfangreiche Anlagen erforderlich und der Heizöl- oder -gasvercrauch wird nur unwesentlich gesenkt.
Bekannt ist auch, die Strömung des Kohlenstaubes in mehrere Teilströme aufzugliedern und kohlenstaubgefeuerte Kfebenbrenner zu betreiben. V/eiterhin ist nachy-PS I4I 249 bekannt, den Teillastbetrieb einer Kohlenstaubfeuerung zu verbessern, indem ein aus Rauchgas, Wasserdampf und !Falschluft bestehender Ballastanteil eingeblasen v/ird. Diese Verfahren sind bei normalem Dauerbetrieb, aber nicht für An- und Abfahrprozesse anwendbar.
Ein bekanntes Verfahren ist auch der Einsatz eines speziellen zündfreudigen Brennstaubes zum Betreiben von Zündbrennern und Zündhilfsbrennern« ^azu sind jedoch umfangreiche Anlagen für die Herstellung, den Transport, die lagerung und den Einsatz des Brennstaübes erforderlich.
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Th
In der/~?S 120 533 wird ein Verfahren beschrieben, mil: deesen Hilfe der zum Betreiben der IIoiilenstaabsLindbrenner erforderliche ξ Lind fr c-uct ige Brennstaub während des Betriebes des Dampferzeugers von Dampferzeuger selbst erzeugt wird und nach Zwischenlagerung für den anfahrprozeß und sum Betreiben der Stützbrenner bei Teillastbetrieb zur Verfügung steht. Aueh dieses Verfahren erfordert einen umfangreichen apparativen' Aufwand und ist durch die Lagerung des heißen Brennstaubes nicht unproblematisch.
Die vorgenannten !"achteile werden durch das vorgeschlagene Verfahren ausgeschaltet.
Ziel der Erfindung
Siel der Erfindung ist es,, den zur Inbetriebnahme und zum Betreiben mit Teillast erforderlichen hohen Heizöl- oder -gaseinsatz von Kohlenstaubfeuerungen vorzugsv/eise an Dampferzeugern erheblich au senken.
Darlegung des Wesens.der Erfindung
Brfindungsgemäß wird die Einsparung von Heizöl oder -gas dadurch erzielt, daß die im Verbrennungsprozeß erzeugte wärme anderer Dampferzeuger direkt für die Inbetriebsetzung der kohlenstaubgefeuerten Dampferzeuger sowie deren zeitweiliger Betrieb mit Teillast ausgenutzt und das Verfahren mit bekannten Verfahren kombiniert wird»
Die im Verbrennungsprozeß erzeugte V/ärme der' anderen Dampferzeuger wird dabei zur Vorwärmung des Ireuerraumes, zur Erzeugung und Erwärmung eines zLlndfreudigen Brennstaubes sowie zur Erwärmung der erforderlichen Verbrennungsluft für den anzufahrenden oder mit Teillast betriebenen Dampferzeuger herangezogen. Dabei kann der zündfreudige Brennstaub sowohl durch die Zuführung heißer Rauchgase anderer Dampferzeuger vom anzufahrenden Dampferzeuger selbst hergestellt
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v/erden als auch, aus den Llahlkreis anderer Dampferzeuger entnommen und dem anzufahrenden Dampferzeuger direkt zugeführt v/erden.
Der Vorteil der Erfindung gegenüber bekannten Verfahren besteht darin, daß der technologische und apparative Aufwand gering ist, daß nur noch geringe !,!engen Heizöl oder -gas zum Sunden der Xohlenstaubbrenner erforderlich sind und daß das Verfahren sowohl sur Inbetriebsetzung als auch für den Seillastbetrieb sov;ie zum Abfahren von Dampferzeugern geeignet ist und eine Zwischenlagerung von Brennstaub entfällt.
In den Figuren 1 und 2 sind zwei Varianten des Verfahrens dargestellt»
Fig. 1 : zeigt das technologische Schema dec Verfahrens, wobei der zündfreudige Brennstaub im Wahlkreis des anzufahrenden Dampferzeugers mittels heißer Rauchgase eines benachbarten Dampferzeugers hergestellt wir d ·
I?ig. 2: zeigt das technologische Schema des Verfahrens, wobei der zündfreudige Brennstaub aus dem Wahlkreis eines benachbarten Dampferzeugers entnommen wird.
Die Brennkammer 1 des anzufahrenden Dampferzeugers wird zunächst nach dem bekannten Verfahren durch wasserseitige Beschickung des Dampferzeugers mit Dampf vorgewärmt· Anschließend wird der Dampferzeuger mit heißem Speisewasser aufgespeist β Danach wird mit Hilfe des Schornsteinsuges oder des Saugzugea im anzufahrenden Dampferzeuger ein möglichst großer Unterdruck erzeugt. Durch öffnen des Absperrorgans 4 wird über den Verbindungskanal 3 aus der Brennkammer 2 des benachbarten Dampferzeugers heißes Rauchgas in die Brennkammer 1 des anzufahrenden Dampferzeugers ge-
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saugt« 3obald die Temperatur In der .brennkammer 1 des anzufahrenden Dampferzeugers dem Beharrungssustand zu-, strebt5 wird das Absperrorgan 4 im Verbindungakanal 3 geschlossene liach dem Anfahren der LILUiIe 15 wird das Absperrorgan S im Verbindungskanal 7 zwischen den Ilauchgasrücksaugungen 5 und 6 der beiden Dampferzeuger geöffnet. Das Absperrorgan 9 in der Rauchgasrückaaugung 5 des anzufahrenden Dampferzeugers ist geschlossen. Somit ward heißes Hauchgas aus der Brennkammer 2 des Uachbardampferzeugers in den Mahlkreis 14 "des anzufahrenden Dampferzeugers gesaugt und der Ilaiilkreis vorgewärmt. Gleichzeitig wird aus dem Heißluftkanal 11 des benachbarten Dampferzeugers über den Heißluftverbindungskanal 12 durch Offnen des Absperrorgans 13 den Kohlenstaubbrennern 19 des anzufahrenden Dampferzeugers vorgewärmte Verbrennungsluft zugeführt.
Ist der Uahlkreis 14 des anzufahrenden Dampferzeugers ausreichend vorgewärmt, wird er über den Kohlezuteiler IS mit Kohle beschickt,, Die Zündung des Kohlenstaubes erfolgt durch kurzzeitige Inbetriebnahme der heizöl- oder -gasgespeisten Zündbrenner 24. In Abhängigkeit vom Temperaturanstieg in der Brennkammer 1 wird das Absperrorgan 3 in der Sauchgasrücksaugung 5 des anzufahrenden Dampferzeugers allmählich geöffnet und das Absperrorgan S im Verbindungεkanal 7 geschlossen. JJach Erreichen einer ausreichenden Heißlufttemperatur wird der anzufahrende Dampferzeuger auf Eigenluftversorgung umgestellt und das Absperrorgan 13 ia Eeißluftverbindungskanal 12 geschlossen. Damit ist der Anfahrprozeß abgeschlossen«,
Der Anfahrprozeß nach Pigur 2 verläuft analog« Es entfällt jedoch der Verbindungskanal 7« Statt dessen sind in das Steigrohr 20 des Uachbardampferzeugers ein ümschaltorgan und im Steigrohr 17 des anzufahrenden Dampferzeugers ein Umschaltorgan 23 eingebaut« Somit ist es möglich, aus dem Uachbardampferzeuger zündfreudigen Brennstaub über einen Verbindungskanal 21 dem Kohlenstaubbrenner 19 oder einem
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ICo ill ens taubhilf s brenner des anzufahrenden jjarapf erzeuger s 3 us uf uhren.
Bei Teillastbetriec odsr beibi Abfahren einsn Dampferzeugers wird nach den gleichen Verfahren entweder entsprechend Pig. 1 heißee Rauchgas aus. den: Wahlkreis , eines Jiachbardainpferseugers entnommen und dem Uahlkreis des mit Teillast fahrenden Dampferzeugers zugeführt oder es ?;ird nach Fig. 2 aus dem Wahlkreis einee ilachcardanpferssugers siindfreudiger Brennstoff abgezweigt Lmd den Ivohienstaucbrennern oder den Kohlenstaubhilisbrennern des mit Teillast fahrenden Dampferzeugers zugeführt.
Claims (5)
1. Verfahren sum Zünden, und Betreiben von AOnlensxaubfeuerungen und zum Betreiben derselben mit Teillast, vorzugsweise für Dampferzeuger, dadurch gekennzeichnet, daß die erforderlichen Bedingungen sun Sünden und Brennen des ICo ill ens taub es unter Ausnutzung des Verbrennungsprozesses und der Aggregate eines anderen Dampferzeugers hergestellt werden.
2. Verfahren zum Zünden und Betreiben von Kohlenstaubfeuerungen nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß sura Anwärmen heißes Rauchgas aus der Brennkammer (2) eines in Betrieb befindlichen Dampferzeugers in die Brennkammer (1) des anzufahrenden Dampferzeugers überfuhrt wird.
3. Verfahren zum Zünden und Betreiben von Kohlenstaub-
zur Erzeugung eines zündfreudigen Brennstaubes heiiBes Rauchgas eines anderen Dampferzeugers in den. Kahlkreis- lauf des anzufahrenden oder mit Seillast betriebenen Dampferzeugers eingesetzt v/ird.
4. Verfahren zum Zünden und Betreiben von Kohlenstaubfeuerungen nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zündfreudige Brennstaub auch im Mahlkreis eines anderen Dampferzeugers erzeugt werden kann und ohne Zwischenbunkerung den. Kohlenstaubbrennern oder Kohlenstaubhiifsbrennern des anzufahrenden oder mit Teillast betriebenen Dampferzeugers zugeführt wird.
5. Verfahren zum Zünden und Betreiben von Kohlenstaubfeuerungen nach Punkt 1,3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die für den anzufahrenden Dampferzeuger erforderliche heiße Verbrennungsluft von einem anderen Dampferzeuger entnommen., wird· · -
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Co Verfahren sum Zünden und Betreiben von Kohlenstaubfeuerungen nacii Punkt 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Verfahren mit anderen bekannten Verfahren kombiniert werden kann»
Verfahren sum Zünden und Betreiben von Kohlenstaubfeuerungen nach Punkt 2, 3» 5j dadurch gekennzeichnet, daß die erforderlichen Verbindungskanäle wechselseitig wirksam sein können.
Hierzu ^Z. .SeitenZeichnungen
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