DD160171C4 - Herbizide zusammensetzungen - Google Patents

Herbizide zusammensetzungen

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine neue Klasse von Derivaten von 2-Nitro-5-(substituiertes Phenoxy)benzoatestern von Hydroxyalkansäuren, die im Vor- und Nachauflaufverfahren herbizide Eigenschaften aufweisen. Erfindungsaufgabe ist die Bereitstellung neuer Herbizide. Es sind dies Verbindungen der allgemeinen Formel

Description

, v;orin H,, und Hr- Wasserstoff oder АІІГ7І
mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen sind;
R2 und R3 gleich oder verschieden sein können und unter Wasserstoff; Alkyl mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen; QCOOR6, worin Q Alkylen mit O bis 3 Kohlenstoffatomen ist, R6 Alkyl mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, Wasserstoff, ein Kation der Gruppe Alkalimetalle, Erdalkalimetalle, Ammonium, Alkyl mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und Dialkylammonium mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen ist; und
ausgewählt sein Icönnen;
und worin R1 zusätzlich COOR7 sein kann, wobei R7 Alkyl mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen sein kann, wenn a) R2 und R3 beide Alkyl sind oder b) wenn zumindest einer der beiden Reste R2 oder R3 ausgewählt wird unter QCOOR6 und QCON-R4, sowie geeignete Trägerstoffe.
2. Zusammensetzung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß R2 und R3 beide Wasserstoff sind.
3. Zusammensetzung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß R2 und R3 jeweils Alkyl mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen sind.
4. Zusammensetzung nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß R1 gleich COOR7 ist.
5. Zusammensetzung nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß R2 und R3 jeweils Alkyl mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen sind.
6. Zusammensetzung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß R2 Wasserstoff ist und R3 aus einer der Gruppen, die nicht Wasserstoff ist, ausgewählt wird.
7. Zusammensetzung nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch, daß R3 gleich OCOOR6 ist.
8. Zusammensetzung nach Punkt 7, gekennzeichnet dadurch, daß R1 gleich COOR7 ist.
9. Zusammensetzung nach Punkt 7, gekennzeichnet dadurch, daß Q gleich Alkyl mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen ist.
10. Zusammensetzung nach Punkt 7, gekennzeichnet dadurch, daß R6 unter den genannten Kationen ausgewählt wird.
11. Zusammensetzung nach Punkt 7, gekennzeichnet dadurch, daß R6 Wasserstoff ist.
12. Zusammensetzung nach Punkt 7, gekennzeichnet dadurch, daß R6 Alkyl mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen ist.
13. Zusammensetzung nach Punkt 7, gekennzeichnet dadurch, daß R3 gleich COOR6 ist.
14. Zusammensetzung nach Punkt 7, gekennzeichnet dadurch, daß R1 gleich COOH ist.
15. Zusammensetzung nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch, daß R2 Alkyl mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen darstellt.
16. Zusammensetzung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß R3 die Gruppe
QCON darstellt·
17. Zusammensetzung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß R2 und R3 gleich QCOOR6 sind.
18. Zusammensetzung nach Punkt 17, gekennzeichnet dadurch, daß R1 gleich COOR7 ist.
19. Verfahren zur Bekämpfung unerwünschten Pflanzenwachstums, gekennzeichnet dadurch, daß man die Pflanzen mit einer herbicid wirksamen Menge einer Verbindung nach Punkt 1 in Kontakt bringt.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf bestimmte herbicid wirkende 2-Nitro-5-(substituiert Phenoxy)-benzoatester der Hydroxyalkansäure und Derivaten davon.
Bekannte technische Lösungen
2-Nitro-5-(substituiert Phenoxy)-benzoesäure-Derivate einschließlich Salz, Alkyl und Cycloalkylester sind bereits bekannt. Die US-PS 3652645,3784635, 3873302, 3983168 und 3907866 beschreiben bestimmte Phenoxybenzoesäure-Derivate, die sich als Herbicide verwenden lassen.
-2- 227 380
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, weitere Phenoxybenzoesäure-Derivate zu ermitteln, die als Herbicide eine gute Wirkung zeigen, und damit den Stand der Technik zu bereichern.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue Herbicide bereitzustellen.
Erfindungsgemäß sind diese Verbindungen innerhalb der Klasse der 2-Nitro-5-(substituiert Phenoxyl-benzoatester von Hydroxyalkansäuren und Derivaten davon, worin im Alkansäureteil bis zu 6 Kohlenstoff atome enthalten sind. Bevorzugte Vertreter dieser Klasse sind die a-Hydroxyalkansäuren und Derivate der folgenden allgemeinen Formel:
darin sind X1 ... Halogen
X2 wird ausgewählt aus Halogen und Wasserstoff sowie
Z eine Halogen enthaltende Gruppe wie eine Polyhalo^alkyl^-Gruppe, z. B. CF3, CHF2, C4F9, CF2CH2CH3 und CH2CI. R1 wird ausgewählt aus COOH, COOM, worin M ein Kation ist, das ausgewählt wird aus Alkalimetallen, Erdalkalimetallen, Ammonium, Alkyl^ und Dialkyl^ammonium, und CON (R4 R5), worin R4 und R5 ausgewählt werden aus Wasserstoff und
Alkyli-6-R2 und R3 können gleich oder verschieden sein und werden jeweils ausgewählt aus Wasserstoff, Alkyl-1_s, QCOOR6, worin Q ein Alkyleno-3, R6 ein AIlCyI1-5, Wasserstoff oder ein Kation ist, ausgewählt aus Alkalimetallen, Erdalkalimetallen, Ammonium und AIkYl1-6 und Dialkyl^ammonium oder QCON(R4R5).
R1 kann zusätzlich ein COOR7 sein, worin R7 ein Alkyl·,^ ist, wenn a) R2 und R3 beide Alkylgruppen sind oder b) mindestens eines der R2 und R3 ausgewählt wird aus QCOOR6 und QCON(R4R5).
Der Ausdruck „Alkyl" bedeutet geradkettige oder verzweigte Kohlenstoffketten, deren Länge durch die Indizes angegeben sind.
Nachfolgend werden die speziellen Verbindung der 2-Nitro-5-(substituiert Phenoxy)-benzoatester beschrieben. Ein Verfahren zur Darstellung dieser Verbindungen ist die Anwendung der Äther-Synthese von Ullmann als eine Reaktion zwischen dem Alkalimetallsalz (Na, K) eines.geeignet substituierten Phenols, z. B. m-Benzoesäure oder m-Cresol, mit einem aktiven, halogensubstituierten Aromaten, z.B. 3.4-Dichlorobenzotrifluorid. Das erhaltene Zwischenprodukt kann nitriert und nachfolgend zum Derivat übergeführt werden. Bei Verwendung von m-Cresol als Ausgangssubstanz kann das erhaltene Produkt oxydiert und nachfolgend nitriert werden, bevor es nachfolgend in das Derivat übergeführt wird. Die Schritte der Überführung in die Derivate können nach den bekannten Verfahren ausgeführt werden. Ein solches Verfahren ist die Reaktion einer geeigneten halogensubstituierten Alkansäure oder eines Derivats mit dem Salz der speziellen 2-Nitro-5-(substituiert Phenoxy (-benzoesäure. Ein weiteres Verfahren ist die Reaktion der gewünschten Hydroxyalkansäure oder eines Derivats mit dem speziellen 2-Nitro-5-(substituiert Phenoxy)-benzoylhalogenid
Die folgenden Beispiele dienen der Illustration
Verbindung 1
O O
σ OCH2 CiTOCH(I
0 —/ C*) V-NO2
Darstellung von (2-Propylaminocarbonyl)-methyl-5-(2-chloro-4-(trifluoromethyl)-phenoxy)-2-nitrobenzoat.
Zu einer Lösung von 5-(2-Chloro-4-(triflupromethyl)-phenoxy)-2-nitrobenzoesäure (3,62g, 0,01 mol) in Methanol (25ml) wird Kalium-t-butoxid (1,12g, 0,01 mol) zugesetzt. Die Lösung wird für die Dauer von einer halben Stunde gerührt, bis sich ein fester Niederschlag bildet. Das Lösungsmittel wird auf einem Rotationsverdampfer abgetrieben. Der resultierende Feststoff wird sodann in Dimethylacedamid (25ml) aufgelöst und N-lsopropyl-a-chloroacedamid (1,36g, 0,01 mol) zugesetzt. Die Lösung wird unter Rühren bei 800C für eine Dauer von 15 Stunden erhitzt, gekühlt und in Wasser gegossen (75ml). Es bildet sich ein gelber Feststoff, der abfiltriert, gewaschen und getrocknet wird und 4,17 g ergibt (Fp. 100 bis 1020C).
IR-Spektrum (Nujol):
C = O 1733 und 1665cm-1 MKR-Spektrum (CDCI31.
Dublett1.18x10 (J=4,0Hz, 6H)
Multiple« 4,20 x 10"6(1 H) Singulett 4,8OxIO-6 (2H) breites Dublett 6,30 χ 10"6(1H) komplexes Multiplett 7,1 bis 8,0 χ 10"β(1Η).
-з- 227 380 4
Verbindung 2
Darstellung von 5-(2-Chloro-4-(trifluoromethyl)-phenoxy)-2-nitrobenzoat
Zu einer Lösung von 5-(2-Chloro-4-(trifluoromethyl)-penoxy)-2-nitrobenzoylchlorid (19,0g, 0,05mol) in Äther (50ml) wird Triäthylamin (5,05g, 0,05mol) unter Rühren zugesetzt, gefolgt von einer tropfenweisen Zugabe einer Lösung von Glycolsäure (3,8g, 0,05mol) in Äther (175ml). Es kommt sofort zu einer starken Ausfällung, wenn die Temperatur auf über 35°C ansteigt. Die Lösung wird unter dem Rückfluß für eine Dauer von 22 Stunden gerührt, gekühlt und der Niederschlag des Triäthylaminchlorids abfiltriert und getrocknet und liefert 7,3g mit einem Schmelzpunkt von 235 bis 242°C. Die Ätherlösung wurde mit gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen und danach zweimal mit einer Natriumcarbonatlösung extrahiert. Die angesäuerte (HCI) basische Lösung ergab 20,5g eines klebrigen Öls, das in einer Mischung von 60:40 von kochendem Heptan-Benzol aufgelöst wurde. Der erste Niederschlag lieferte entsprechend der Säure des Ausgangstoffs einen etwas weißen festen Stoff. Die zweite Fraktion bestand aus einem dicken braunen Öl, das sich langsam verfestigte und 16,0g eines harten, festen Kuchens ergab. Der Feststoff wurde zerstoßen und mit Hexan-Äther angerieben. Der resultierende, lockere, weißliche feste Stoff wurde filtriert und getrocknet und ergab 6,0g mit einem Schmelzpunkt bei 177 bis 179°C. IR-Spektrum (Nujol, Pulver): C = O (breit 1 610 und 1 685cm"1 MKR-Spektrum UMSO): breites Singulett 6,15 χ 10~6(2H) komplexes Multiple« 7,0 bis 8,2 χ 10"6 (7H) Verbindung 3
C - OCH2COONa
Darstellung von Carboxymethyl-5-(2-chlor-4-(trifluoromethyl(-phenoxy)-2-nitrobenzoat, Natriumsalz Eine Lösung von Carboxymethyl-5-(2-chloro-4-(trifluoromethyl(-phenoxy)-2-nitrobenzoat (2,1 g, 0,005mol) und Natriummetoxid (0,27 g, 0,005mol) in absolutem Methanol wird für eine Dauer von 3 Minuten auf 50cC erhitzt. Das Lösungsmittel wurde auf einem Rotationsverdampfer entfernt und der Rückstand im Vakkum bei 90 bis 100° für eine Dauer von 2 Stunden getrocknet
und ergab einen Feststoff mit einem Schmelzpunkt bei 180 bis 1900C.
IR-Spektrum (Nujol):
C = O sehr breit 1600 bis 1650cm"1
Weitere a-Hydroxyalkansäuren und Derivate der vorliegenden Erfindung werden zur Veranschaulichung in Tabelle I
zusammengestellt, die die folgende Formel aufweisen:
Cl
-4- 227 380 4
Tabelle I
R1 R2 Fi3
COOC2 H
COOC2H5
COOH CH2COOH CH2COOH
CONHCH3 H H
CON(C2H5J2 H H
COOC4H9 CH3 CH3
COONH2(CH3I2 CH3 CH3
COOH CH3 CH3
CON(C3H7I2 H C2H5
COOH H C3H7
CONHC2H5 CH3 CH3
COOCH3 C4H9 C4H9
COOCH3 H (CH2I3COOCH3
COONa H CH2COONa
COOC2H5 C2H5 CH3
CONH2 H CONH2
COOH H COOH
COOH COOH CH3
Alkansäuren und Derivate der vorliegenden Erfindung umfassen weitere Verbindungen außer den hierin beschriebenen a-Hydroxytyp. Derartige Verbindungen enthalten ungesättigte Alkansäurederivate, z.B. wenn Q ein Alkenyl mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen ist. Weitere Alkansäuren und Derivate der vorliegenden Erfindung umfassen Verbindungen der Formel I, worin R1 eine Carboxyalkylgruppe oder ein Derivat davon ist, wie beispielsweise wenn QCOOR6 für R1 gesetzt wird, wobei Q ein Alkyl mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen ist.
Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung können zur Erzielung der Herbicidwirkung auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden. Sie können als Feststoffe oder in verdampfter Form eingesetzt werden, werden jedoch bevorzugt als toxische Komponente in Pestizidzusammensetzungen der Verbindung und eines Trägerstoffs verwendet. Diese Zusammensetzungen werden bevorzugt unmittelbar auf den Boden aufgebracht und oftmals in ihn eingearbeitet. Die Zusammensetzungen können angewendet werden als Granulate, Stäube, als flüssige Sprays oder als Sprays mit Gastreibmittel und können zusätzlich zum Trägerstoff Zusätze enthalten, wie beispielsweise Emulgiermittel, Bindemittel, komprimierte Flüssiggase, Geruchsmittel, Stabilisatoren u.a. Es kann eine große Vielzahl von flüssigen und festen Trägerstoffen verwendet werden. Nichteinschränkende Beispiele für feste Trägerstoffe umfassen Talg, Bentonit, Kieselgur, Pyrophyllit, Bleicherde, Gips, Mehl aus Baumwollsamen und Nußschalen sowie verschiedene natürliche und synthetische Tone mit einem pH-Wert, der 9,5 nicht überschreitet. Nichteinschränkende Beispiele für flüssige Trägerstoffe umfassen Wasser, organische Lösungsmittel wie Alkohole, Ketone, Leichtöle und Rohöle sowie Pflanzenöle wie Baumwollsamenöl. In der Praxis wird der Herbicideinsatz in Form von kg Herbicid bezogen auf aufgebrachte Fläche angegeben. Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung sind effektive Herbicide, wenn sie in Mengen zwischen 0,2 und 10 kg/ha aufgebracht werden.
Pestizidzusammensetzungen enthalten den aktiven Bestandteil und den Trägerstoff und können entweder als fertige Zusammensetzungen oder als Konzentrate geliefert werden. Konzentrate enthalten im allgemeinen einen höheren Anteil des aktiven Bestandteils als die gebrauchsfertigen Zusammensetzungen und erfordern dementsprechend vor dem Einsatz eine Verdünnung. Sowohl die gebrauchsfertigen Zusammensetzungen als auch die Konzentrate können in flüssiger oder fester Form vorliegen, das heißt mit dem aktiven Bestandteil in einem flüssigen oder festen Trägerstoff gemischt. Die Menge des aktiven Bestandteils in der Zusammensetzung hängt hauptsächlich davon ab, ob die Zusammensetzung als Konzentrat oder als gebrauchsfertige Zusammensetzung verwendet wird. Konzentrate enthalten im allgemeinen zwischen 5 und 95Gew.-%, bevorzugt 10 bis 80Gew.-% der aktiven Substanz. Die Konzentration des aktiven Bestandteils in den gebrauchsfertigen Zusammensetzungen hängt von der in Frage kommenden Anwendungsmethode und von der gewünschten Aufbringungsmenge ab. In der Regel enthalten die gebrauchsfertigen Zusammensetzungen zwischen 0,001 bis 1, bevorzugt 0,01 und 0,1 Gew.-% des aktiven Bestandteils. So können die Zusammensetzungen zwischen 0,001 und 95Gew.-% aktive Substanz enthalten, wobei die tatsächliche Menge von der Beschaffenheit der Zusammensetzung und der Aufbringungsmethode abhängt. Konzentrate können entweder flüssig oder fest verwendet werden und sind in der Regel mit Wasser unter Bildung von Emulsionen oder Suspensionen zu verdünnen, die einen kleineren Anteil der aktiven Substanz enthalten. Andererseits können flüssige oder feste Konzentrate mit flüssigen oder festen Trägerstoffen gestreckt werden, um eine gebrauchsfertige Zusammensetzung zu ergeben. Flüssige Konzentrate enthalten bevorzugt den aktiven Bestandteil und ein Emulgiermittel, das in einem flüssigen Lösungsmittel aufgelöst ist, zum Beispiel ein organisches Lösungsmittel von der bereits genannten Art. Das Emulgiermittel ist vorteilhaft ein anionisches, kationisches oder nichtionogenes Emulgiermittel, zum Beispiel Natriumdcdecylbenzolsulfonat oder ein Äthylenoxid-Derivat eines Alkylphenols, eines Mercaptans, eines Amins oder einer Carbonsäure. Flüssige Konzentrate können vorteilhaft zwischen 10 und 30Gew.-%, zum Beispiel 25Gew.-%, des aktiven Bestandteils enthalten, zum Beispiel 1 kg aktive Substanz auf 4kg Konzentrat.
Benetzbare Pulver sind eine weitere bevorzugte Form des Konzentrats, die vorteilhaft die aktive Substanz, einen fein verteilten, festen Trägerstoff und mindestens ein oberflächenaktives Mittel enthalten, um eine Benetzbarkeit oder Dispergierfähigkeit zu erzielen. Feste Trägerstoffe, die zur Aufbereitung benetzbarer Pulverrezepturen geeignet sind, können entweder organischer oder anorganischer Natur sein. Geeignete Trägerstoffe sind organische Sojabohnen, Wallnüsse oder Holzmehl oder Tabakstaub, während geeignete anorganische Trägerstoffe Tone des Bentonits sind, des Kaonits, der Bleicherde, Siliciumoxide wie Kieselgur, Silicate wie Kalk, Pyrophyllit oder Erdalkalisilicate wie Calcium, und Magnesiumcarbonate. Der Träger kann einzelne Substanz oder eine Mischung von verteilten festen Stoffen sein. In der Regel liegen eine oberflächenaktive Substanz oder eine Mischung von oberflächenaktiven Stoffen in einer Menge von 1 bis 10Gew.-% der benetzbaren Pulverzusammensetzung vor. Geeignete Dispergiermittel sind Natriumformaldehydnaphthalinsulfonat oder Natriumligninsulfonat. Benetzungsmittel umfassen höhere Alkylarylsulfonate („höheres Alkyl" bedeutet eine Alkylgruppe mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen), wie beispielsweise Ca-Dodecylbenzolsulfonat, Alkoholsulfate, Alkylphenoxyäthoxyäthoxyäthyl-Natriumsolfonat, Na-Dioctylsulfosuccinat und Äthylenoxid-Addukte mit Fettalkoholen, Fettsäuren und höheren Alkylphenolen, wie beispielsweise
-5- 227 380 4
Octylphenoxypolyäthoxyäthanol. Haftmittel oder Verlaufmittel können ebenfalls einbezogen werden, wie beispielsweise Glycerinmanitollaurat oder ein Kondensat des Polyglycerins oder einer Phthalsäureanhydrid modifizierten Ölsäure. Der aktive Bestandteil im benetzbaren Pulver kann im Bereich zwischen 20 und 80Gew.-% liegen, wobei jedoch Konzentrationen im Bereich zwischen 50% und 80% bevorzugt werden.
Stäube können durch Einarbeiten der aktiven Substanz in einen festen Träger wie beispielsweise fein verteilte Tone, Talg, Siliciumoxid und synthetische Silicate, Erdalkalicarbonate und Streckmittel natürlicher Herkunft wie Tabakstaub oder Mehl aus Wallnußschalen erzielt werden, Granulatzusammensetzungen können von festen Trägerstoffen eines ähnlichen Typs mit der Ausnahme aufbereitet werden, daß die Teilchengröße im Bereich zwischen 15 und 60 Maschen (US-Standardsiebgrößen) etwas größer ist. In diese festen Zusammensetzungen läßt sich eine kleine Menge eines Dispergiermittels mit einbeziehen. Die Konzentration der aktiven Bestandteile in diesen Stäuben oder Granulaten kann im Bereich zwischen 1 und 20Gew.-% liegen. Die bei diesen Zusammensetzungen verwendeten festen Trägerstoffe können im wesentlichen inert sein oder ganz oder teilweise Düngemittel enthalten, wie beispielsweise Ammoniumsulfat oder andere Ammoniumsalze, Harnstoff, Calciumphosphate, Kaliumchlorid oder getrocknetes Blut.
tin besonders bequemes Verfahren zur Herstellung fester Zusammensetzungen ist die Behandlung eines festen Trägerstoffs mit dem in einem Lösungsmittel aufgelösten aktiven Bestandteilen, wonach man das Lösungsmittel abdampfen läßt. Hierdurch erzielt man, daß der Trägerstoff, der in der Regel in Form fein verteilter Teilchen vorliegt, mit den aktiven Teilchen imprägniert wird. Ein weiteres Verfahren besteht in der Einbringung einer Mischung von aktiven Bestandteilen im geschmolzenen Zustand oder durch Sprühen.
Die Konzentration des aktiven Bestandteils in der gebrauchsfertigen Zusammensetzung hängt nicht nur von der gewünschten Einsatzmenge ab (wie erwähnt in der Regel im Bereich zwischen 0,2 und 10 kg/ha), sondern auch von der Aufbringungsmethode, die zum Einsatz kommen soll. Benetzbare Pulver und flüssige Konzentrate werden in der Regel als wäßrige Sprays in Mengen zwischen 10 und 1 500l/ha aufgebracht. Bei bogengebundenen Geräten müssen die Aufbringungsmengen im Bereich zwischen 100und500l/ha liegen, während bei fliegenden Sprühanlagen in der Regel 50 bis 80l/ha benutzt werden.
Die HerbiciawirKung Methoden der Anpflanzung der Prüfarten
Die Spezies der Pflanzen und Nutzkräuter werden in verrottbaren Horden aus Fasermaterial 8" χ 10" gepflanzt, die Blumenerde enthielten, um in jeder Horde eine 4"-Reihe aller Prüfarten zu ermöglichen. Bei den.Nutzpflanzen wurden Mais (CN), Sportrasen (CG), Baumwolle (CT) und Sojabohnen (SB) gewählt. Die Unkrautarten bestanden aus „Fuchshirse" (FM), „green foxtail" (GF), „Velvetleaf" (VL), Kornrade (CB), Ackersenf (WM und „pigweed" (PW).
Je nach Spezies bestanden Baumwoll-, Mais-, Sojabohnen- und Kornrade aus 4 bis 5 Samenkörnern pro Reihe. Die kleinersamigen Arten („velvetleaf", Ackersenf, „pigweed", „foxtail millet" und „green foxtail") wurden nicht gezählt, jedoch in ausreichender Zahl gepflanzt, um eine geschlossene Reihe von Sämlingen zu erzielen.
Die Pflanzungen für die Vor-Auflauf- und Nach-Auflauf-Anteile der Prüfung sind entsprechend den Sämlingen identisch. Die Wassergaben bis zum Auflaufen erfolgen anfänglich von oben. Die Vor-Auflauf-Phase wurde im voraus ausgebreitet, und zum Zeipunkt der Behandlung war ein entsprechendes Entwicklungsstadium der Pflanzen vorhanden. Die Pflanzungen für die Vor-Auflauf-Phase wurden früher als einen Tag vor der Behandlung vorgenommen.
Das gewünschte Entwicklungsstadium für die Nach-Aoflauf-Behandlung der breitblättrigen Spezies (CT, SB, CB, VL, WM, PW) ist ein ganzes Blatt oder das erste dreiblättrige Blattstadium. Das gewünschte Stadium für den Mais ist eine Höhe von 3 bis 4", während bei den Gräsern eine Höhe von 2" ausreicht.
Behandlungsmethoden
Die Aufbringung durch Sprühen erfolgt mit der Handspritze gleichzeitig auf einer Horde der angewachsenen Pflanzen für die Nach-Auflauf-Phase und in einer neu angesäten Horde für die Vor-Auflauf-Phase. Die Behandlungsmenge von 10lb/Acre entspricht einer Menge von gleichförmig verteilten 116mg der zu prüfenden Verbindung auf der gemeinsamen Fläche der beiden Horden (160in.2). Die Aufbringung erfolgt in einer Lösungsmittelmischung, die aus 40ml Aceton und 40ml Wasser sowie einer Konzentration eines oberflächenaktiven Stoffes von 0,1 % besteht.
Nach der Aufbringung durch Sprühen werden die Horden in das Gewächshaus zurückgebracht, wo die Wassergaben für die Nach-Auflauf-Phase lediglich von unten erfolgen. Die Vor-Auflauf-Phase lediglich von unten erfolgen. Die Vor-Auflauf-Phase wird durch berieseln von oben bewässert, bis die Sprühspezies aufgelaufen sind. Die nachfolgende Bewässerung erfolgt von unten.
Zwei Wochen nach der Behandlung wird die Beschädigungs- und Vernichtungsrate im Vor-Auflauf und Nach-Auflauf-Versuch nach einer Bewertung von 0 bis 100% ausgewertet. Spezielle physiologische Auswirkungen werden auch zu diesem Zeitpunkt hinsichtlich der Intensität bewertet.
Die für die Verbindungen 1 bis3 aufgezeichneten Daten der Herbicidprüfung wurden mit Aufbringungsmengen von 10Ib bis herab zu 1AIb pro Acre erhalten. In der nachfolgenden Liste sind die jeweiligen metrischen Angaben aufgeführt.
Aufbringungsmenge metrisch-kg/ha
US-lb/Acre 11,2
10,0 4,48
4,0 2,24
2,0 1,12
1.0 0,56
0,5 0,28
0,25
Die Prüfergebnisse sind in Tabelle Il (Vor-Auflauf-Phase) und Tabelle III (Nach-Auflauf-Phase) zusammengestellt.
-6- 227 380
Tabelle II Vor-Auflauf
Verb. Dosierung V2 10 CG FM GF VL CB Nach-Auflauf CB WM PW CT CN SB
Nr. Ib/Acre 1A 4 90 90 20 60 100 100 10 0
1 2 2 90 90 10 30 VL 90 100 20 10 0
1 60 30 10 0 90 60 0 0 0
V2 100 100 100 50 100 100 70 80 10
2 1A 100 100 90 20 100 100 30 40 0
10 100 90 90 20 100 100 40 10 10
4 90 90 80 0 100 90 0 0 0
2 90 90 50 0 100 90 0 0 0
1 0 10 20 0 80 0 10 10 10
1/2 100 100 100 100 100 100 90 90 0
3 1A 100 100 100 90. 100 100 40 70 0
100 90 90 90 100 100 20 60 10
100 90 60 30 100 100 10 40 0
Dosierung 90 90 20 0 100 90 10 0 0
Ib/Aere 70 60 70 10 100 20 0 10 10
Tabelle III
Verb. CG FM GF WM PW CT CN SB
Nr.
1A 10
V2
1A 10
V2
1A
100
100
100
100
100
100
100
100
90
100
100
100
100
100
100
100
100
100 100
90 100 100 100 100
90
70 100 100 100 100 100
70
100
90
60
100
100
100
100
90
100
100
100
100
100
90
90
100 100 90 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100
100 100 90 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100
100
100
100
100
100
100
100
90
40
40
100
100
90
90
70
30
100
100
100
80
70
20
70 40 50 70 50 40 40 30 50 60 40 50 30 30 10

Claims (1)

  1. -ι- 227 380 4
    Erfindungsansprüche:
    1. Herbizide Zusammensetzungen, gekennzeichnet dadurch, daß sie eine herbizid wirksame Menge einer Verbindung der allgemeinen Formel
    о H
    enthalten, worin R1 ausgewählt ist aus COOH; COOM, worin M ein unter Alkalimetallen, Erdalkalimetallen, Ammonium, Alkyl mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und Dialkylammonium mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen ausgewähltes Kation ist; und

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