DD160575A3 - Scheibe zur abdichtung von leitungsdurchfuehrung und kabelkanaelen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Durchfuehrung von Leitungen durch Bauwerkswaende sowie auf das Gebiet der Kabelfuehrung in rohartigen Kabelkanaelen. Sie hat das Ziel, rohrartige Hohlkoerper mit durchgefuehrten Leitungen gas- und wasserdicht zu verschliessen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloesst, dass eine gummiartige Scheibe bestimmter Dicke, die hinsichtlich Gestalt und Groesse an den abzudichtenden Hohlkoerper angepasst ist und Oeffnungen fuer die durchfuehrenden Leitungen hat, mittels aufweitend wirkender Presskoerper, die in zusaetzliche Oeffnungen der Scheibe gedrueckt oder gezogen werden, so verformt wird, dass ihre dichte Anpressung an den Hohlkoerper und die durchgefuehrten Leitungen erzielt wird. Bei Bedarf kann die Scheibe aufgeschnitten werden, um das Ueberschieben vom Leitungsende aus entbehrlich zu machen. Ausserdem koennen einzelne oder alle Presskoerper als Hohlkoerper ausgebildet werden, um die Durchfuehrung fluessiger oder gasfoermiger Stoffe zu ermoeglichen.
Description
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Scheibe zur Abdichtung von Leitungsdurchführungen und Kabelkanälen
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Durchführung von Leitungen durch Bauwerkswände und auf das Gebiet der Kabelführung in rohrartigen Kabelkanälen. Sie dient in beiden Gebieten dazu, rohrartige Hohlkörper mit durchgeführten Leitungen oder Kabeln, im folgenden einheitlich als Leitungen bezeichnet, gasdicht zu verschließen. Die Erfindung ist für Leitungen beliebiger Art und Anzahl geeignet. Ihr Hauptanwendungsgebiet sind Leitungsdurchführungen durch Bauwerkswände.
Die bekannteste Lösung für die Abdichtung eines rohrartigen Plohlkörpers mit durchgeführten Leitungen ist die Lösung mit einer elastischen Dichtungsscheibe und zwei beidseitig angeordneten Preßscheiben. Durch Zusammenziehen der beiden Preßscheiben dehnt sich die Dichtungsscheibe in Querrichtung aus und bildet so eine gasdichte Wand. Dieses Prinzip liegt der DD-PS 33093, der DD-PS 43879 sowie der US-PS 4,256,920 zugrunde. Die Lösung ist sehr aufwendig, insbesondere dann, wenn, die beiden Preßscheiben nicht vom Ende der durchzuführenden Leitungen aus übergeschoben werden können und deshalb zweiteilig ausgebildet werden müssen. Eine ökonomisch günstige Lösung zur Abdichtung von Leitungsdurchführungen ist in der Ehi-AS 2727996 angegeben.
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Die Leitungen werden mit Elementen aus leicht verformbarem Schaumstoff umgeben, der zusammengepreßt eine für Vergußstoff dichte Wand bildet. Derart gebildete Wände sind jedoch nicht gasdicht und damit nur zur Begrenzung von Vergußräumen geeignet. Ähnliche Lösungen zur Abdichtung rohrartiger Hohlkörper mit durchgeführten Leitungen sind enthalten in DE-OS 2654806, Di-OS 2829837 und DE-OS 2909890. Bei diesen Lösungen wird die nicht durch Leitungen ausgefüllte Querschnittsfläche innerhalb des rohrartigen Hohlkörpers durch elastische Paßstücke verschlossen, wobei durch unterschiedliche Maßnahmen eine jeweils ausreichende Zusammenpressung der den Hohlkörperquerschnitt ausfüllenden Paüstücke bewirkt wird. Alle derartigen Lösungen sind hauptsächlich zur Bildung von Querwänden für das Vergiessen von Durchführungen bestimmt, weil dabei Gasdichtheit nicht erforderlich ist. Die Lösung nach US-PS 2,919»300, bei der ein durch ein Gehäuse oder Chassis führender konisch ausgebildeter Leiter in einen gummiartigen Hohlzylinder gezogen wird, der sich dadurch an die DurchführungsÖffnung anpreßt, ergibt demgegenüber eine gasdichte und mechanisch belastbare Durchführung. Diese Lösung ist aber zur Abdichtung von Leitungsdurchführungen und Kabelkanälen nicht anwendbar, weil dabei nur Leitungen mit jeweils in der gesamten Länge gleichem Querschnitt auftreten und die nachträgliche konische Ausbildung der Leitungen mit vertretbarem Aufwand nicht möglich ist.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat zum Ziel, einen rohrartigen Hohlkörper, durch aen eine oder mehrere Leitungen geführt sind, so abzudichten, daß Gas- und Wasserdichtheit bis zu einem jeweils bestimmten Überdruck gewährleistet wird; insbesondere soll Dichtheit für Vergußstoff jeder Art bis zu einem Überdruck von etwa 20 kPa gewährleistet werden. Die Abdichtung soll für Leitungen beliebiger Art und Anzahl mit gegenüber ,den bekannten Lösungen wesentlich geringerem technischen und ökonomischen Aufwand ermöglicht v/erden. Bei der Anwendung der Erfindung zur Begrenzung von Vergußräumen soll außerdem die Durchführung flüssiger oder gasförmiger Stoffe ermöglicht werden. Das grundlegende Ziel der Erfindung ist die Verbesserung des Schutzes gegen
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Gas- und Wasserzudrang zu Bauwerken oder Bauwerkteilen sowie die Ausdehnung dieses Schutzes innerhalb von Kabelkanalanlagen, wo er aus ökonomischen Gründen gegenwärtig in nur ungenügendem Umfang gewährleistet werden kann.
Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst werden soll, besteht darin, einen rohrförmigen Hohlkörper, durch den eine oder mehrere Leitungen geführt sind, mit geringem Aufwand so abzudichten, daß Gas- und Wasserdichtheit bis zu einem jeweils bestimmten Überdruck gewährleistet wird. Insbesondere soll Dichtheit für alle Arten von Vergußstoffen bis zu 20 IcPa überdruck gewährleistet werden, ßrfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine guiuiui&rtige Scheibe bestimmter Dicke, die hinsichtlich Gestalt und Größe an den abzudichtenden Hohlkörper angepaßt ist und öffnungen für die durchzuführenden Leitungen hat, mit zusätzlichen Öffnungen versehen ist, die nach dem Einsetzen der Scheibe in den abzudichtenden Hohlkörper mit Preßkörpern verschlossen werden, deren querschnittsflache die der jeweils zugehörigen öffnung übersteigt. Durch diese Preßkörper, die eingedrückt oder eingezogen werden können, wird die dichtende Anpressung der Scheibe an den sie umschließenden Hohlkörper und die durchgeführten Leitungen bewirkt.
Die Scheibe kann vor ihrer Verwendung auch aufgeschnitten werden, um das Überschieben vom Leitungsende aus entbehrlich zu machen. Diese wichtige Möglichkeit für das Abdichten bereits bezogener Kabelkanäle oder Durchführungsrohre in Gebäuden ist im Gegensatz zu den bekannten Lösungen mit zwei Preßscheiben mit keinerlei Mehraufwendungen verbunden. Gleichfalls ohne Mehraufwendungen kann die Möglichkeit geschaffen werden, einen oder mehrere der Preßkörper als Hohlkörper auszubilden, um die Durchführung gasförmiger oder flüssiger Stoffe zu ermöglichen.
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Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Figur 1: einen Längsschnitt durch einen zum Vergießen bestimmten Abschnitt einer Leitungsdurchführung durch eine Bauwerkswand mit zwei Scheiben zur Abdichtung,
Figur 2: die Innenseite der in Figur 1 im Schnitt dargestellten Scheibe zur Abdichtung am Rohrende.
Die in Figur 1 dargestellte Leitungsdurchführung besteht hauptsächlich aus einem einbetonierten Rohrabschnitt 1 mit einer öffnung zur Luftabführung 2, der durchgeführten Leitung 2> einer Scheibe zur Abdiclitung am Rohrende 4 und einer Scheibe zur Abdichtung im Rohrinneren 5· Die Scheibe zur Abdichtung im Rohrinneren befindet sich in ihrem Endzustand, der durch die eingeschobenen Preßkörper 6 gekennzeichnet ist· In die Scheibe zur Abdichtung am Rohrende ist ein Rohrabschnitt zur Vergußstoffzuführung 7 eingesteckt, der außerdem die-Funktion eines Preßkörpers 8 erfüllt. Da der Preßkörper 8 noch nicht in die Preßkörperöffnung 9 eingedrückt ist, liegt die Scheibe zur Abdichtung 4 noch nicht dicht an der durchzuführenden Leitung 3 an. Der Schlitz 10 wird geschlossen, wenn der Preßkörper 8 in die Preßkörperöffnung 9 eingedrückt wird.
Figur 2 zeigt die Innenseite der Scheibe zur Abdichtung am Rohrende 4 im ursprünglichen Zustand. Erkennbar sind ein Kranz aus mehreren öffnungen 11 für Preßkörper 8 und einer öffnung 12 für einen Rohrabschnitt zur Vergußstoffzuführung 7; außerdem eine öffnung 13 für die durchzuführende Leitung 3 und die Anschlagfläche 14 der Scheibe zur Abdichtung am Rohrende 4 gegenüber der Stirnfläche des einbetonierten Rohrabschnittes 1.
Die zv/ei dargestellten Abdichtungen mittels einer Scheibe zur Abdichtung im Rohrinneren 5 und einer Scheibe zur Abdichtung am Rohrende 4 werden auf folgende Weise hergestellt:
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Die Scheibe zur Abdichtung im Rohrinneren 5 wird aufgeschnitten und von der Seite aus über die durchzuführende Leitung 3 geschoben. Dabei sind Durchmeeserdifferenzen zwischen der Öffnung 13 und der Leitung 3 bie ungefähr 2 mm zulässig, je nachdem, wie groß die Anzahl der ringförmig angeordneten Preßkörper ist und wie genau der Außendurchmesser der Scheibe zur Abdichtung 5 an den Innendurchmesser des Rohres 1 angepaßt ist.
Nachdem die Scheibe 5 in ihre vorgesehene Position gebracht worden ist, werden Preßkörper 8 in die dafür bestimmten Öffnungen der Scheibe 5 gedrückt. Dies erfolgt zweckmäßig unter Zuhilfenahme eines mit einem Griff versehenen Stahlstabes, an dessen Spitze sich ein Hohlzylinder befindet, der den Preßkörper & genau umfaßt. Da der von diesem Hohlzylinder umschlossene Teile des Preßkörper· 8 nicht in die Scheibe 5 eingedrückt werden kann, wird eine einheitliche Eindringtiefe der Preßkörper 8 gewährleistet.
Bei lockersitzenden Scheiben 5 MiQ während des Eindrückens der ersten Preßkörper 3 das Verschieben der Scheibe 5 mit zweckmäßigen Hilfsmitteln verhindert werden.
Die Montage der Scheibe zur Abdichtung am Bohrende 4 erfolgt prinzipell wie die der Scheibe zur Abdichtung im Bohrinneren 5. Sie ist jedoch einfacher, weil durch die Anschlagfläche 14 das Verschieben der Scheibe 4 beim Eindrücken von Preßkörpern 8 verhindert wird und die Scheibe 4 nur ungefähr 20 mm tief in das Bohr 1 eingeschoben werden muß. Dies ermöglicht die Anwendung von Scheiben 4, deren Außendurchmesser den Innendurchmesser des Rohres 1 etwas übersteigt. Nachdem die Scheibe 4 bis zum Anschlag in das Bohr eingeschoben worden ist, wird zuerst der Bohrabschnitt 7 in die Scheibe 4 eingesteckt; dann folgen die Preßkörper 8. Sind die Scheiben 4 und 5 montiert, so kann eine pneumatische Dichtheitsprüfung des zwischen den beiden Scheiben gebildeten Baumes erfolgen. Erfahrungsgemäß hält ein erfindungsgemäß abgedichteter Baum einem Gasüberdruck von mindestens 20 kPa sicher stand; erzielbar ist jedoch auch Gasdichtheit bei höherem Überdruck.
Claims (2)
- 228569 7.^rf indun&sanspruch1. Scheibe zur Abdichtung von Leitungsdurchführungen und Kabollcaniilen aus gummiarti£üia Stoff bestimmter Dicko, die hinsichtlich Gestalt und Größe an den abzudichtenden rohrartigen Hohlkörper angepaßt ist und öffnungen für die durchzuführenden Leitungen hat, gekennzeichnet dadurch, daß die Scheibe (4 «set; 5) mit zusätzlichen öffnungen (9) versehen ist und daß diese öffnungen mit Preßkörpern (8) verschlossen v/erden, deren Querschnittsfläche die Querschnittsfläche der jeweils zugehörigen öffnung übersteigt·
- 2. Scheibe zur Abdichtung von Leitungsdurchführungen und Kabelkanälen nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein Teil der Preßkörper (7·&&& 8) oder sämtliche Preßkörper Hohlkörper (7) sind.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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