DD160582A3 - Herstellung von albumin unter verwendung von waermeuebertragersystemen - Google Patents

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DD160582A3
DD160582A3 DD22070280A DD22070280A DD160582A3 DD 160582 A3 DD160582 A3 DD 160582A3 DD 22070280 A DD22070280 A DD 22070280A DD 22070280 A DD22070280 A DD 22070280A DD 160582 A3 DD160582 A3 DD 160582A3
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plasma
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heating
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DD22070280A
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Gerd Ebeling
Werner Guddat
Karl Hillger
Lutz Stahl
Original Assignee
Gerd Ebeling
Werner Guddat
Karl Hillger
Lutz Stahl
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine besondere Verfahrensweise bei der Technologie der Hitzefraktionierung zur Gewinnung von Albuminen. Das Ziel der Erfindung besteht darin, das Risiko der Verkeimung und damit der Bildung pyrogener Stoffe in o.g. Verfahren auszuschalten, die Zeitdauer des Verfahrens zu verkuerzen, die Waermebelastung des Humanplasma zu reduzieren sowie energetisch effektivere Verfahrensweisen anzuwenden. Anwendungsgebiete sind (industrielle) Plasmafraktionierungseinrichtungen fuer Humanalbumin und tierische Albumine.

Description

220702".
Herstellung von Albumin unter Verwendung; von Wärmeübertragersystemen
Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Erfindung betrifft eine Verfahrenstechnologie zur Isolierung von Albumin aus menschlichen und tierischen Seren und Plasmen. Besonders geeignet ist das Verfahren für alle Einrichtungen, in denen die Plasmafraktionierung zur Gewinnung von Infusionsalbumin industriemäßig betrieben wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Isolierung von Albumin aus Plasmen und Seren im technischen Maßstab werden im Wesentlichen 2 Verfahrenswege beschr.itten. Das ist einmal die Cohn-Methode (J.Am.Chem.Soc.68, 459 (1946)) sowie Varianten dieser Methode.
Sie liefert in einer Ausbeute von etwa 70 % Albumin mit einer Reinheit von 95 - 98 % am Ende eines 5-stufigen Fraktionierungsprozessea. Die gesamte fraktionierte Abtrennung nach -der Cohn-Methode' erfordert bei normalen 8-Stunden-Arbeitstagen einen Zeitaufwand von etwa 6-8 Tagen.
Des weiteren müssen alle Arbeiten bei Temperaturen unter O0C durchgeführt werden.
Demgegenüber stellt der zweite Verfahrensweg, die Hitzedenaturierung aller Plasmaproteine mit Ausnahme des Albumins und seine Abtrennung, eine entschiedene Verbesserung dar. (P 2415079) DE, DDR V/P Hl 025
220702
Mit über 90%iger Ausbeute wird ein Produkt mit fast 100%iger Reinheit erhalten. Der Zeitaufwand beträgt bezogen auf normale 8-Stundentage 3 Tage. Der technische Aufwand ist bei dieser Verfahrensweise gegenüber der Cohn-Methode wesentlich verringert.
Der entscheidende Teilschritt der Hitzefraktionierung besteht darin, das Albumin enthaltende Plasma oder Serum unter Zusatz von Alkohol bzw. PEG und Substanzen mit stabilisierenden Eigenschaften auf 60-800C zu erhitzen. Unter diesen Bedingungen werden die Globuline vollständig ausgefällt, während das Albumin in Lösung bleibt. Die Abtrennung der Globuline erfolgt durch Anschwemmfiltrat ion.
Das Albumin ist im Filtrat in reiner Form enthalten und wird entweder durch Fällungsreagenzien oder durch Ultrafiltration auf die gewünschte Konzentration gebracht.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Verbesserung eines wichtigen technischen Teilschrittes im Hitzefraktionierungsverfahren zur Herstellung von Infusionsalbumin, indem durch die Vermeidung des Bakterienwachstums während der Aufheizzeit pyrogene Kontaminationen unterbleiben und neben der Reduzierung von Arbeitszeit und Energie eine effektivere Wärmeübertragung und eine bessere Kontrollfähigkeit des Denaturierungsprozesses ermöglicht werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Bei den bekannten Verfahren der Hitzefraktionierung erfolgt der Erhitzungsprozeß des Ausgangsmaterials unter ständigem Rühren in Doppelmanteldruckbehältern oder durch eine Wärmeübertragung über Heizschlangen, die im Rührkesael untergebracht sind.
Diese Verfahrensweise hat den Nachteil, daß zur Erwärmung größerer Plasmavolumina von +40C auf 680C bzw. 760C bis zu 5 Stunden gebraucht werden, Während dieser Zeit wird im Bereich zwischen 15-450C die Wachstumsrate vorhandener Mikro-Organismen besonders begünstigt und damit auch die Bildung
pyrogen wirkender Bakterienstoffwechselprodukte.
Ein weiterer Nachteil dieser Verfahrensweise ist, daß die Temperaturdifferenzen zwischen den Heizflächen und dem Medium groß gewählt werden müssen, um bei der relativ kleinen Heizfläche eine Aufheizung in vertretbarer Zeit zu erreichen. Das führt an der Oberfläche zu Denaturierungen und somit zu Ausbeuteverlusten und Qualitätseinbußen am Infusionsalbumin.
Die Energieausnutzung zur Erwärmung des Plasmas oder Serums ist mit diesen Systemen, Heizschlangen oder Doppelmanteldruckbehältern, wenig effektiv.
Diese Probleme bei der TemperaturÜbertragung und die daraus folgenden Nachteile wie Bakterienwachstum, Zeitaufwand, Energieausnutzung, treten auch in der Abkühlphase auf.
Erfindungsgemäß wurden diese Nachteile durch den Einsatz von WärmeÜbertragersystemen zur Isolierung von Infusionsalbumin im technischen Maßstab beseitigt.
Erfindungsgemäß ist das Verfahren durch nachstehende Schritte gekennzeichnet:
- Einsatz von gepooltem Plasma mit einer Temperatur von +40C - +60C ohne vorherige Sterilfiltration
- Erhitzen des Plasmas in Anwesenheit von Polyethylenglycol oder Alkohol und einer stabilisierenden Substanz im Durchfluß in einem Wärmeübertragersystem auf 760C bzw. 680C
- Portsetzung des Erhitzungsprozesses in einem Heißhaltebehälter mit Rührwerk für 30 Minuten bei 76°C bzw. 68°C
- Abkühlung des Gemisches in einer 2. Sektion des Wärmeübertragersystems auf ^j +100C
- Anschwemmfiltration zur Abtrennung der denaturierten Globuline
- Aufarbeitung des AlbuminÜberstandes zu Infusions-Albumin in bekannter Weise
Die Realisierung der Verfahrensschritte kann nach folgenden technischen Varianten erfolgen:
2207UZ
Das Erhitzen des Plasmas oder Serums erfolgt im Durchfluß in einem Wärmeübertragersystem. Durch die rasche Erhitzungszeit von<N/8 see. und die noch kürzere Bebrütungsphase zwischen + 15 und +450C, die nur *>/ 5 see. in Anspruch nimmt, wird eine Bakterienvermehrung ausgeschlossen. Damit ist der Einsatz von gepooltem Material ohne vorherige Sterilfiltration möglich. Vom Wärmeübertragersystem gelangt das erhitzte Produkt in einen Heißhaltebehälter mit Rührwerk, in dem es 30 Min. bei dieser Temperatur gehalten wird. Nach dieser Zeit wird die entstandene Suspension im Durchfluß durch ein WärmeÜbertragersystem rasch auf +100G abgekühlt. Die Abkühlzeit beträgt etwa 9 see.
Die ausgefällten Globuline werden mittels Anschwemmfiltration oder Zentrifugen abgetrennt. Das Albumin kann mit herkömmliehen Fällungsmitteln aus dem Überstand ausgefällt werden* Vorteilhafter ist es jedoch, Reinigung und Konzentrierung des Albumins gleichzeitig in einem Diafiltrationsschritt durchzuführen.
Ausführungsbeispiel· 1
Als Ausgangsmaterial dient Spenderplasma, welches HB3-Ag negativ ist und normale Transaminasewerte aufweist. Dem Ausgangsplasma wird bei einer Temperatur von +40C Natrium-Caprylat in einer Konzentration von 0,01 Mol zugefügt, mit 3% Polyethylenglycol MG 4OOO versetzt und mit 1 η HCl auf einen pH-Wert von 6,5 eingestellt. Das Gemisch wird im Durchlauf in einem Wärmeübertragersystem (17 l/min auf 76>°C) erhitzt und in einem Heißhaltebehälter unter Rühren 30 Min. bei dieser Temperatur gehalten. Aus dem Heißhaltebehälter fördert man das Produkt über die Kühlsektion des Wärmeübertragersystems in einen auf 10 C gekühlten Vorratsbehälter mit Rührwerk.
In diesem wird mit 1 η Salzsäure der pH-Wert auf 5,0 eingestellt, mit einem Filterhilfsmittel versetzt und durch eine Anschwemmfiltration klar filtriert, Der Filterkuchen wird gewaschen und das klare Waschwasser mit dem Filtrat vereinigt.
2Z07ÜZ
Die vereinigten Filtrate werden über Tiefenfilter filtriert und mit Polyethylenglycol bis auf einen Gehalt von 22% versetzt, wobei das Albumin als Paste abgeschieden wird. Die Albuminpaste wird durch Zentrifugation abgetrennt, in bi~ destilliertem Wasser aufgenommen, dialysiert sowie der gewünschte Proteingehalt und die Osmolalität eingestellt. Nach Filtration erfolgt die Abfüllung in Infusionsbehältnisse und die Pasteurisierung des Albumins 10 h bei 600C unter Zusatz von Stabilisatoren.
Ausführungsbeispiel· 2
Als Ausgangsplasma wird wie unter 1 beschrieben Plasma eingesetzt. Dieses wird mit Uatriumcaprylat 0,01 Mol und 3% Methanol versetzt. Mit 1 η Salzsäure wird die Lösung auf einen pH-Wert von 6,5 eingestellt. Im Durchlauf wird das Gemisch in einem Wärmeübertragersystem auf 680C erhitzt und bei dieser Temperatur in einem Heißhaltebehälter unter Rühren 30 Min gehalten. Aus diesem wird die erhaltene Suspension im Durchlauf in einem Wärmeübertragersystem auf 100C abgekühlt. Danach wird das Produkt wie in Beispiel 1 v/eiterverarbeitet.

Claims (1)

  1. Brf indungsans pruch
    Verfahren zur Isolierung von Albumin aus menschlichem oder tierischem Plasma bzw. Bluteiweiße enthaltenden Fraktionen in Gegenwart von Polyethylenglycol oder Alkoholen und
    Stabilisatoren, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasmen
    bzw. Fraktionen in Wärmeübertragersystemen erhitzt und die erhitzten Suspensionen ebenfalls in Wärmeübertragersystemen abgekühlt werden.
    -9?!HV. Ι?Ή
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