DD201028A1 - Verfahren zur gewinnung von extraktionswasser - Google Patents

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DD201028A1
DD201028A1 DD23377681A DD23377681A DD201028A1 DD 201028 A1 DD201028 A1 DD 201028A1 DD 23377681 A DD23377681 A DD 23377681A DD 23377681 A DD23377681 A DD 23377681A DD 201028 A1 DD201028 A1 DD 201028A1
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DD
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ammonia
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condensate
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extraction water
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DD23377681A
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Gerold Jaeckel
Mara Klang
Dietrich Petzold
Manfred Schopf
Dieter Urban
Siegfried Wuensch
Original Assignee
Gerold Jaeckel
Mara Klang
Dietrich Petzold
Manfred Schopf
Dieter Urban
Siegfried Wuensch
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Gewinnung von ammoniakarmen Extraktionswasser aus ammoniakhaltigem Kondensat, wie es im Verarbeitungsprozess der Zuckerrueben zu Zucker anfaellt. Durch das erfindungsgemaesse Verfahren wird das Ammoniak mit Wasserdampf, vorzugsweise mit Vakuumbrueden aus dem Kondensat ausgetrieben.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Gewinnung von Extraktionswasser
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren zur Gewinnung ammoniakarmen Extraktionswassers für die Extraktion von Zuckerrüben. .
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Extraktion der Saccharose aus Zuckerrübenschnitzeln erfolgt im allgemeinen durch mehr oder weniger stark mit anorganischen und organischen Stoffen belastetes Brauchwasser. Dieses.muß hinsichtlich des pH-Wertes und der Temperatur den verfahrenstechnischen Erfordernissen genügen« Das Wasser wird daher mit verschiedenen anorganischen Säuren, wie Phosphorsäure, Schwefelsäure oder Salzsäure bzw. mit gasförmigen Säureanhydriden, wie Schwefeldioxid oder Kohlendioxid, auf einen pH-Wert von 5,5 bis 6,0 und durch Erwärmen auf eine Temperatur von 60 bis 65 0C gebracht.
Durch die Säurezugabe erhöht sich der Gehalt des Brauchwassers an Mchtsaeeharosestoffen, die in den Extrakt übergehen und die Saccharoseausbeute verringern
Es ist bekannt, daß die Verwendung von ammoniakhaltigem Kondensat anstelle von Brauchwasser die lichtsaccharosekonzentration im Extraktwasser reduziert, aber zur Einstellung des pH-Wertes nach wie vor die Zugabe von anorganischen Säuren oder gasförmigen Säureanhydriden erfordert.
Außerdem werden Kationenauatauscher zur Entfernung des Ammoniaks aus dem Kondensat eingesetzt. Damit entfällt zwar die Ansäuerung des Extraktionswassers, jedoch ist der apparative Aufwand und der Abwasseranfall außerordentlich hoch*
5. Bedingt durch den in den letzten Jahren angestiegenen Amid-Stickstoffgehalt der Zuckerüben hat der Ammoniakgehalt dea Kondensats wesentlich zugenommen. Das führt zu erhöhten Aufwendungen sowohl für den Zusatz an anorganischen Säuren bzw. gasförmigen Säureanhydriden, als auch für die 10. Entfernung des Ammoniaks durch Ionenaustauscher.
Es ist weiterhin bekannt, daß das aus dem Heizbrüden entstehende ammoniakhaltige Kondensat zur Entfernung des Ammoniaks einer Veränderung des Druckniveaus unterworfen und durch Wärmezufuhr zum Sieden gebracht werden kann. Diese Verfahrensweise hat den Uachteil des zusätzlichen Energiebedarfs.
Ziel der Erfindung -
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines wirtschaftlichen, ohne Chemikalienzusatz arbeitenden und mit geringem apparativen Aufwand realisierbaren Verfahrens zur Gewinnung von ammoniakarmen Extraktionswasser für die Extraktion von Zuckerrüben aus dem im Verarbeitungsprozeß der Zuckerrüben zu Zucker anfallenden Kondensat.
Darlegung des Wesens der Erfindung .
Der Erfindung liegt die Aufgabe . zu Grunde., ein nichtsaccharosearmesExtraktionswasser aus ammoniakhaltigern Kondensat zu gewinnen. Dabei soll der Ammoniakgehalt soweit reduziert werden, daß der Verbrauch an anorganischen Säuren oder gasförmigen Säureanhydriden zur Einstellung des pH-Wertes auf 5,5 bis 6,0 wesentlich gesenkt bzw» ganz eingespart werden kann. .
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe' dadurch gelöst, daß ammoniakhaltiges Kondensat, wie es z. B. beim Einengen des .;:ι 'Dünnsaftes anfällt, in einer Kolonne im Gegenstrom mit Wasserdampf, vorzugsweise mit Vakuumbrüden, wie er bei der
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Verdampfungskristallisation entsteht, intensiv vermischt wird ♦ '
Das ammoniakhaltige Kondensat, das einen Gehalt von 25 bis 500 mg ITH-/1 aixfweist, ist vor dem Eintritt in die Kolonne auf die dem Bruckniveau entsprechende Siedetemperatur zu kühlen. .
Das erfindungsgemäße Verfahren wird in vorteilhafter Weise in einer Füllkörper-- oder Bodenkolonne durchgeführt. Der zum Austreiben des in dem Kondensat gelösten ungebundenen Ammoniaks eingesetzte Wasserdampf wird von unten in die Kolonne eingeleitet und durch die Füllkörper bzw. Böden der Kolonne gleichmäßig über den Kolonnenquerschnitt verteilt.
Das in die Kolonne eintretende, von oben nach unten strömende ammoniakhaltige Kondensat gibt den ungebunden vorliegenden Ammoniak an den aufsteigenden und sich so mit . Ammoniak anreichernden Wasserdampf ab. In dem Maße, wie das Kondensat von oben nach unten strömt, wird es vom Ammoniak befreit. Demgegenüber nimmt der Ammoniakgehalt des eingesetzten Wasserdampfes zu·
Der ammoniakhaltige Brüden wird aus dem Kopf der Kolonne abgeführt, der kondensiörbare Anteil in einem Oberflächenoder Mischkondensator verdichtet und der nicht kondensierbare Anteil durch eine Wasserringpumpe abgesaugt. Das von Ammoniak befreite Kondensat verläßt die Kolonne durch ein barometrisches Fallrohr und wird über einen Druckauagleichbehälter der weiteren Verarbeitung zugeführt."
Das entsprechend der Erfindung behandelte Kondensat weist einen Gehalt von max. 50 mg .UEU/1 auf und entspricht damit weitgehend den an das Extraktionswasser gestellten technologischen Anforderungen.
Ausführungsbeispiel
Das aufzubereitende Kondensat mit einem Gehalt von 250 mg NR,/1 und einer Temperatur von etwa 85°C wird vor dem Eintritt, in die Füllkörperkolonne auf die dem Druckniveau von 25 kPa entsprechende Siedetemperatur von 65°C gekühlt. Die Kühlung erfolgt in einem Wärmeaustauscher gegen den zu erwärmenden Extrakt.
Hach· erfolgter Kühlung wird das Kondensat der Füllkörperkolonne zuge.-führt, wobei der Unterdruck in der Kolonne dem Unterdruck im Brüdenraum der Verdampfungskristallisation entsprechen muß.
Das Kondensat tritt im oberen Drittel der Kolonne siedend ein und wird mber den Kolonnenquerschnitt durch die Einbauten gleichmäßig verteilt. Der bei der Verdampfungskristal- !isation anfallende'HTakuumbrüden tritt von unten in die Kolonne ein, strömt dem ammoniakhaltigen Kondensat, ebenfalls' durch die Einbauten über den Kolonnenquerschnitt gleichmäßig verteilt,.entgegen" und reichert sich dabei mit Ammoniak an.
Der als Schleppdampf verwendete, mit Ammoniak angereicherte Vakuumbrüden wird aus der Kolonne über einen nachgeschalteten Wärmeaustauscher abgeführt, der kondensierbare Anteil in einem Mischkondensator/niedergeschlagen und der nicht kondensierbare Anteil durch einen. Wasserringverdichter abgesaugt. Das vom Ammoniak weitgehend befreite Kondensat mit einem'Gehalt von 30 mg EfH-,/1 wird mittels einer barometrischen Säule aus der Kolonne in einen Sammelbehälter geleitet.
Das erfindungsgemäße Verfahren verläuft durch die ständige Zuführung von ammoniakhaltigern Kondensat und die ständige Abführung des ammoniakarmen Kondensats kontinuierlich«

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch ' *" ** w * ' w
    1. Verfahren zur Gewinnung von ammoniakarmen Extraktionswasser, dadurch gekennzeichnet, daß ammoniakhaltiges Kondensat mit einem Gehalt von 25 bis 500 mg HH.,/1 in einer Kolonne mit Wasserdampf, vorzugsweise Vakuumbrüden, intensiv vermischt wird.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das ammoniakhaltige Kondensat vor dem Eintritt in die Kolonne auf die dem in der Kolonne und des Wasserdampfes bzw. Vakuumferüdens entsprechende Siedetemperatur von
    60 .... 900C gekühlt wird.
    3· Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das im Kondensat gelöste Ammoniak bis auf einen Restgehalt von max. 50 mg MIU/1 ausgetrieben und zusammen
    mit dem Brüden abgeführt wird. -
DD23377681A 1981-10-01 1981-10-01 Verfahren zur gewinnung von extraktionswasser DD201028A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0503366A1 (de) * 1991-03-14 1992-09-16 Fette, Dorothea Verfahren zur Senkung des Stickoxid- und Schwefeloxidgehaltes in Feuerungsabgasen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0503366A1 (de) * 1991-03-14 1992-09-16 Fette, Dorothea Verfahren zur Senkung des Stickoxid- und Schwefeloxidgehaltes in Feuerungsabgasen

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