DD201326A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von chenille auf kettenwirkmaschinen - Google Patents
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Abstract
Mit dieser Erfindung ist es moeglich, gewirkte Chenille in den verschiedensten Formen, Farben und Breiten mit hoher Produktivitaet herzustellen, die eine gute Zupf- und Abriebfestigkeit besitzt.
Description
23293b S
- 1
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Chenille auf Kettenwirkmaschinen
Die Erfindung ist anwendbar bei der Herstellung von Chenille auf Kettenwirkmaschinen, insbesondere Häkelgalonmaschine mit Sohußfadenführern und Kettfadenführern für die Chenillevorware, einer Schneideinrichtung und Mittel zum Drehen der geschnittenen Ware.
Die Chenille besteht aus Fransenmaschenstäbchen und in diese eingebundene Schußfäden.
Einsetzbar ist diese Chenille vorzugsweise als Effektfaden zur Herstellung textiler Flächengebilde·
Das Ziel der Erfindung besteht darin, qualitativ hochwertige Chenille auf Häkelgalonmaschinen in einem Arbeitsgang mit hoher Produktivität herzustellen·
Es ist bekannt, Chenille auf Webmaschinen herzustellen (Reichspat ent schrift 373565), wo nach dem Weben der Vorware diese zerschnitten und anschließend in Form gebracht wird·
Des weiteren ist bekannt, Chenillegarn auf Maschinen zu drehen (DE-OS 2 345 541), wobei der Chenilleeffekt durch in Trägergarne verdrillte Effektfäden erzielt wird. Da bei diesen Chenillearten die Schußfadenteilchen nur durch Drehung der Kettfäden gehalten werd>?% fallen diese Schußfadenteilchen bei schon geringer Beanspruchung aus ihrer Bindung·
Um dieses Ausfallen der Schußfadenteilchen zu verringern, wurde bekannt, dieselben von Hand oder auf Eäkelgalonmaschinen in Maschen einer Maschenstäbchenreihe einzubinden (Reichspatentschrift 477705).
Diese Art der Chenilleherstellung ist sehr aufwendig, da in gesonderten Arbeitsgängen die Schußfäden geschnitten werden und nach dem Einbinden in Masohen eine Drehung der Maschenstäbchenreihe erfolgen muß.
Auch bei dieser Herstellung wird eine hohe Zupf- und Abriebfestigkeit nicht erreicht, da die Schußfadenteilchen in die Maschenschenkel quer zu denselben eingelegt, nur lose festgehalten werden können. Dieser Nachteil tritt besonders auf bei der Verwendung von hartem oder glattem Material für die Maschenstäbchenreihe.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren und die dazugehörige Vorrichtung zu entwickeln, um eine gewirkte Chenille mit hoher Zupf- und Abriebfestigkeit in einem Arbeitsgang herzustellen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine beliebig« Anzahl von Schußfäden einander gegengelegt mit mindestens einem Kettfaden in geschlossener Fransenbindung abgebunden wird· Das Abbinden der Schußfäden erfolgt in der Art, daß jede Masche die gegengelegten Umkehrstellen der Schußfäden abbindet. Wird unterschiedliches Material in Form
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und Farbe für die Sohußlegung verwendet, so können die verschiedensten Effekte in der Wirkchenille erzielt werden. Das Abbinden der gegengelegten Schußfäden durch geschlossene Fransenmaschenstäbchen kann bis zur vollen Arbeitsbreite der Häkelgalonmaschine erfolgen· Dabei entscheidet der Abr stand der Maschenstäbchenreihen den Durchmesser der Wirkohenille.
Die Maschenstäbchenreihe unterstützt noch das feste Einbinden der geknickten Schußfäden, wenn für den Wirkfaden elastisches Material verwendet wird.
Die so gebildete Chenillevorware wird anschließend zwischen den Maschenstäbchenreihen zerschnitten. Dazu befinden sich mittig zwischen den Maschenstäbchenreihen längs angeordnet Rundmesser, die die Chenillevorware in Schußfadenteilchen tragende Masohenstäbehenreihen zerschneidet. Die Chenillevorware wird den auf einer Welle sitzenden Rundmessern über eine Zuführungsleitschiene zugeführt, um eine exakt mittige Trennung zu erzielen.
Die dabei entstehende Flachchenille wird durch an sich bekannte Verdrehungseinrichtungen in S- oder Z-Drehung gebracht, wodurch eine gerundete Wirkchenllle entsteht. Die Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist eine Kettenwirkmaschine, insbesondere Häkelgalonmaschine mit einem jeder Wirknadel zugeordneten Kettfadenführer und mindestens zwei gegeneinander versetzbaren Schußfadenführern mit einer unterhalb der Wirkstelle angebrachten Rundmösaerwelle sowie einem sich hinter der Maschine befindlichen Verdrehvorrichtung·
Zur Herstellung von gewirkter Chenille mit gegengelegter Schußeintragung und Fransenmaschenstäbchen sind in Nadelaust riebrichtung einer jeden Wirknadel ein Kettfadenführer und mindestens zwei einander gegenverschiebbare Schußfadenführer zugeordnet.
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Zwischen der Wirksteile und den Abzugswalzen befindet siöh eine horizontal und vertikal in Richtung Nadelebene als auch quer zu derselben verstellbare Zuführungsleitschiene, die die Chenillevorware der nachgeordneten Schneidvorrichtung unter Spannung zuführt, um ein exaktes Schneiden der Vorware zu erzielen.
Zwischen den Wirknadeln mittig ist unterhalb der Wirkstelle unmittelbar nach der Zuführungsleitschiene eine Schneidvorrichtung angeordnet·
Durch eine Anordnung der Sohneidvorrichtung in diesem Bereich ist die Trennung der Chenillevorware in Flachchenille unmittelbar nach dem Wirkvorgang auf der Häkelgalonmaschine möglioh.
Zur Bildung der gewirkten Flachchenille in eine Rundchenille ist der Schneidvorrichtung nachgeordnet eine Verdreheinrichtung, welche aus einer jeden Wirknadel zugeordneten Aufspulstelle und dazugehöriger Flügel- oder Ringzwirnvorrichtung, bekannter Art, besteht.
Nachfolgend soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert werden:
Die Zeichnungen zeigen:
Fig. 1«: eine schematische Darstellung des Fadenverlaufes
der gewirkten Chenillevorware Fig. 2.: eine schematische Darstellung des Fadenverlaufes
der Flachchenille und · Fig. 3·: eine sohematische Darstellung zur Herstellung von Wirkchenille
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Die Chenillevorwarei besteht aus über mindestens zwei Nadelteilungen gelegten Schußfäden 2 und dazu ebenfalls über mindestens zwei Nadelteilungen gegengelegten Schußfäden 21, welche durch die geschlossenen Fransenmaschenstäbchen 3 abgebunden werden·
Die nach dem Schneiden der Chenillevorware 1 entlang der Linie 4 entstehende Flachchenille 11 besteht aus den Schußfäden 2j 21 die fest im Fransenmaschenstäbchen 3 eingebunden sind.
Die Häkelgalonmaschine zur Herstellung von gewirkter Chenille besitzt einer jeden Wirknadel 71 zugeordnet mindestens zwei SohttßfadenfUhrer 21 und einen Wirkfadenfth rer 73. Der sich unterhalb der Wirkstelle 7 befindlichen Zuführungsleitschiene 5 ist eine Sohneidvorrichtung 6 naohgeordnet. Die Zuführungsleitschiene 5 ist horizontal und vertikal in Richtung Nadelebene als auch quer zu derselben verstellbar, um die Chenille· vorware 1 der Schneidvorrichtung 6 unter Spannung zuführen zu können. Die Schneidvorrichtung 6 ist so angeordnet,. daß die Chenillevorware 1 jeweils zwisohen den Maschenstäbchen auf der Linie 4 zerschnitten wird. Unmittelbar nach der Schneidvorrichtung 6 befindet sich die Verdreheinrichtung Diese Verdreheinrichtung 8, ausgestattet mit einer Flügel- oder Ringzwirnvorrichtung verdreht die Flachchenille 11 in S- oder Z-Richtung und somit entsteht die gewirkte Rundchenille.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Chenille auf Kettenwirkmaschinen, gekennzeichnet dadurch,
- daß das Wirken der Chenillevorware (1) und Zerschneiden in Plachchenille (11) sowie deren Drehung in einem Arbeitsgang erfolgt}
- daß die gegengelegten Schußfäden (2; 2') an ihrer Umkehrstelle durch ein geschlossenes Fransenmaschenstäbchen (3) abgebunden werden;
- daß unmittelbar nach der Wirkstelle (7) die Chenillevorware (1) mittig zwischen zwei Maschenstäbohen (3) in Linie (4) in Plachchenille (11) zerschnitten wird und
- daß die Plachchenille (11) durch Drehung auf der Verdreheinrichtung (8) die Form der Rundchenille erhält.
2. Verfahren nach Punkt 1» gekennzeichnet dadurch, daß zum Abbinden der Schußfäden (2; 2') vorzugsweise elastisches Material verwendet wird.
3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch,
daß der Durchmesser der Chenille vom Abstand der Maschenstäbchen (3) bestimmt wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1» gekennzeichnet dadurch, daß die Zuführungsleitschiene (5) so angeordnet ist, daß sie sowohl horizontal und vertikal in Richtung Nadelebene als auch quer zu derselben verstellbar ist.
Hierzu A Seite Zeichnungen
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