DE143304C - - Google Patents
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- DE143304C DE143304C DENDAT143304D DE143304DA DE143304C DE 143304 C DE143304 C DE 143304C DE NDAT143304 D DENDAT143304 D DE NDAT143304D DE 143304D A DE143304D A DE 143304DA DE 143304 C DE143304 C DE 143304C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B13/00—Circular knitting machines with fixed spring or bearded needles, e.g. loop-wheel machines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Knitting Of Fabric (AREA)
- Knitting Machines (AREA)
Description
^Z'li'^V'l'
9VMWM, ^ΪΛ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zwecks Herstellung durchbrochener Wirkwaren der verschiedenen Bindungen (Petinet-,
Ananas-, ä jour-Ware usw.) werden Maschenreihen mit entsprechend längeren Maschen hergestellt,
im Gegensatze zur glatten, geschlossenen Ware, welche nur kurze Maschen aufweist.
Bei solchen Wirkwaren nun, die teils durchbrochen, teils geschlossen gearbeitet sind, wie
z. B. bei langgestreiften, bei denen durchbrochene Streifen mit glatten, geschlossenen
abwechseln, oder bei durchbrochen gemusterten Waren, bei denen ein beliebiges, durchbrochenes
Muster in den glatten, geschlossenen Stoff eingewirkt ist, werden reihenweise lange
Maschen hergestellt. In diesen Reihen machen sich diejenigen Stellen unangenehm bemerkbar,
wo geschlossen gearbeitet wurde, indem diese Stellen der Ware scharf hervortreten. Die
Ware wird hierdurch unansehnlich und für viele Artikel sogar unverwendbar.
Durch das vorliegende Verfahren wird diesem Übelstande abgeholfen, indem die Maschenhenkel
in einer Reihe ungleich lang, in beliebiger Anzahl und Folge kuliert werden, derart,
daß die für durchbrochene bestimmten und die glatten Maschenhenkel je die gewünschte
Lage erhalten.
Ungleich lange Maschenhenkel in einerReihenfolge auf Kulierstühlen zu bilden, ist zwar bekannt.
Neu ist deren Anwendung zwecks Herstellung durchbrochen gemusterter Wirkwaren, Längsstreifen und dergl., bei denen
durchbrochene und geschlossene Maschen je in beliebiger Anzahl nacheinander folgen. Neu
ist auch für diesen Zweck die Anwendung eines Nadelhub- oder Nadeldruckrades, welches,
unterhalb oder oberhalb der Nadeln an der Kulierstelle angebracht, einzelne beliebige Nadeln
nach oben bezw. nach unten drückt und durch die so erlangte ungleiche Nadelstellung die
Bildung ungleicher Maschenhenkel ermöglicht, oder die Benutzung eines Kulierrades, durch
das die Maschenleger ungleich tief kuliert werden.
Eine besondere Schwierigkeit, lange und kurze Maschenhenkel in der angegebenen Weise
auf Rundwirkstühlen zu erzeugen, besteht darin, daß bei Verwendung von Fadenregulatoren
(Fournisseure) der Faden durch diese in stetig gleichen Mengen der Kulierstelle (Einlegen des
Fadens in die Nadeln) zugeführt wird, während aber doch wegen der ungleich langen Fadenhenkel
eine stetig ungleiche Kulierung des Fadens zu erfolgen hat. Diese Schwierigkeit wird durch bekannte Mittel dadurch behoben,
daß vor der Kulierstelle ein Fadenaufnehmer angeordnet wird, der den in gleichen Mengen
gelieferten Faden aufnimmt bezw. zurückhält, so daß die Kulierstelle den Faden in ungleichen
Mengen von demselben abnehmen kann, wie es die verschieden langen Henkel bedingen.
Der Vorgang ist in der Zeichnung Fig. 1 bis 5 dargestellt.
Während bei allen anderen Wirkwaren auf eine möglichst gleiche Maschenlänge zu sehen
ist, wird im vorliegenden Falle hiervon abgewichen.
Die Maschenbildung erfolgt in bekannter Weise, indem der Faden f durch Maschen-
leger (Platinen, Maschenbilder) ρ zwischen die Nadeln η gelegt, kuliert wird (Fig. i, 2, 2'a bis
Hierbei ist angenommen, daß die langen Henkel h für die durchbrochenen und die kurzen
h' für die glatten, geschlossenen Stellen in der Ware verarbeitet werden. Zwei Ausführungsarten, ungleich lange Maschenhenkel zu bilden,
zeigen die Fig. 3, 3" und 4, 4A Bei beiden
sind Räder N und K verwendet, welche am äußersten Umfange eine entsprechende Teilung
haben, wie aus Fig. 5 ersichtlich. Die Lücken entsprechen der Nadelteilung oder der Teilung
der Maschenleger an der Eingriffstelle. Die weniger tiefen Einschnitte wirken auf die
Nadeln η bezw. Maschenleger p, während die tiefen Einschnitte ohne Einwirkung sind. In
Fig. 3, 3" ist das Rad N als Nadelhubrad unterhalb
der Nadeln an der Kulierstelle angebracht.
Entsprechend der am Umfange befindlichen Lücken werden einzelne beliebige Nadeln η
aus ihrer normalen Ebene gehoben, andere nicht. An der höchsten Stelle des Rades N
legen die Maschenleger ρ den Faden zwischen die Nadeln, indem sie gleichmäßig tief durch
das Rößchen r nach abwärts gedrückt werden, und da die Stellung der Nadeln η hier eine
ungleiche ist, so müssen hierdurch ungleich lange Henkel h h' entstehen. Das Gleiche findet
statt, wenn das Rad N, oberhalb der Nadeln angebracht, als Nadeldruckrad verwendet wird.
Auf den Nadeln, die tief stehen, werden kurze und auf den hochstehenden lange Henkel gebildet.
In Fig. 4, 4a bleiben die Nadeln in gleicher Stellung. Die Maschenleger ρ werden
durch Rößchen r in bekannter Weise gleichmäßig tief zwischen die Nadeln η geführt, und
diejenigen Maschenleger ρ, welche lange Henkel h bilden sollen, erhalten noch eine weitere
Bewegung durch ein Kulierrad K. Dieses hebt die betreffenden Maschenleger ρ, die bei s in
den Führungsplatten des Maschenrades gehalten bezw. gestützt sind, so daß sie mit dem
längeren Ende weiter nach abwärts schwingend den Faden f in gewünschter Tiefe in die
Nadeln η legen. Das Gleiche ließe sich auch noch durch verschiedene andere Ausführungsarten ermöglichen.
Die auf Rundwirkstühlen mit Fadenregulatoren
stelig gleichmäßige Zuführung des Fadens wird im vorliegenden Falle entsprechend der
erforderlichen ungleichen Fadenzufuhr zur Kulierstelle geändert durch einen Fadenaufnehmer,
welcher vor der Kulierung angebracht ist.
Eine Ausführungsart ist in Fig. 1 dargestellt. Über eine Rolle c ist eine Schnur e gelegt, an
deren einem Ende ein Gewicht g, an dem anderen ein Drahthaken d befestigt ist. Der
Faden/ gelangt durch die Fadenräder a a' des Fadenregulators über den Fadenführerdraht /,
den Drahthaken d und den Fadenführer t zur Kulierung ζ zwischen die Nadeln. Der Faden- aufnehmer
deg empfängt den durch die Fadenräder a a' in stetig gleichen Mengen gelieferten
Faden/, hält denselben durch das Gewicht in gleicher Spannung, während die Maschenleger ρ
solchen in stetig ungleichen Mengen vom Fadenaufnehmer wieder empfangen, wie es die
langen und kurzen Maschenhenkel bedingen. Der Fadenaufnehmer kann sowohl in dieser
als in jeder beliebigen anderen geeigneten Ausführung angewendet werden, sei es durch
Federn, Hebel, Rollenfadenspanner, wie sie an Nähmaschinen zur Verwendung kommen, und
dergl. mehr.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung durchbrochener Wirkware auf dem französichen
Rundwirkstuhl, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verhängenden Maschen einer Maschenreihe
aus länger kulierten Henkeln hergestellt werden als die auf ihren Nadeln verbleibenden
Maschen.
2. Ein französischer Rundwirkstuhl zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung verschieden langer Fadenhenkel mittels verschieden
tief kulierender Platinen oder dadurch ermöglicht wird, daß die Nadeln beim Kulieren durch Musterräder aus der Nadelcontur
dem Muster entsprechend angehoben werden.
3. Ein französischer Rundwirkstuhl zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Fadenzufuhr entsprechend dem Bedarf
an Fadenmaterial bei der Herstellung der verschieden großen Henkel durch einen
Fadenaufnehmer geschieht,· welcher zwischen den Fadenzubringerrädchen und der Kulierstelle
seine Wirkung auf den Faden ausübt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE143304C true DE143304C (de) |
Family
ID=410806
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT143304D Active DE143304C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE143304C (de) |
-
0
- DE DENDAT143304D patent/DE143304C/de active Active
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