DD201659A5 - Verfahren zur herstellung von kunststoffbeschichteten fluessigkeitsverpackungen - Google Patents

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Abstract

Das erfindungsgemaesse Verfahren bezieht sich auf das Herstellen von Verpackungen, wie sie in der Getraenkeindustrie Verwendung finden. Ziel der Erfindung ist ein Verfahren, das die Vorteile der bekannten Verfahren nutzt, ohne dabei die mit ihnen verbundenen Nachteile in Kauf nehmen zu muessen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, das ein problemloses Perforieren, anschliessendes Beschichten und ein nachtraegliches passerhaltiges Bedrucken und Weiterverarbeiten des Kartons gewaehrleistet. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass die laufende Kartonbahn erst in vorgegebenen Abstaenden an der vorgesehenen Stelle perforiert und gleichzeitig mit Rastermarken versehen wird, worauf die Kartonbahn mit Kunststoff beschichtet und beschichtete Kartonbahnen bedruckt und zu Packungen weiterverarbeitet wird.

Description

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Verfahren zur Herstellung von kunststoffbeschichteten Flüssigkeitsverpackungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von kunststoffbeschichteten Flüssigkeitsverpackungen, wie sie in der Getränkeindustrie Verwendung findet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind zwei Verfahren zur Herstellung von mit Aufdruck und Aufreiß- oder Trinkhalm-Einstechloch-Perforation versehenen Flüssigkeitsverpackungen aus einer Kartonbahn durch Beschichten, Perforieren, Bedrucken, Falten und Verkleben bekannt.
Das eine Verfahren besteht darin, daß zunächst eine Kartonbahn beschichtet und dann bedruckt und gleichzeitig an der gewünschten Stelle so weit angeschnitten und dadurch geschwächt wird, daß eine Sollbruchstelle entsteht, die das J spätere Einstechen bzw. Aufreißen erleichtert, wobei j allerdings das Material nicht in seiner vollen Dicke ' perforiert werden darf. Mindestens die innere Kunststoffschicht muß unverletzt erhalten bleiben, um die Dichtigkeit der Verpackung zu gewährleisten. Dieses Verfahren
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ist deshalb unbefriedigend, weil es in der Praxis schwierig ist, den Anschnitt so vorzunehmen, daß die Schwächung des beschichteten Kartons an der Aufreiß- bzw. Durchstechstelle in genau der tolerierbaren Tiefe erfolgt- .
Die Arbeitsbreiten der Druckmaschine und der Beschichtungsanlage müssen gleich groß sein. Während jedoch aus wirtschaftlicher Sicht die Arbeitsbreite moderner Beschichtungsanlagen möglichst groß gewählt wird, kann für die Druckmaschine in Abhängigkeit von Auflagehöhe und Druckverfahren eine kleinere Arbeitsbreite vorteilhaft sein. Beides ist nicht vereinbar.
Bei dem anderen bekannten Verfahren wird zunächst der Karton bedruckt, im selben Arbeitsgang die Perforierung des Kartons vorgenommen und schließlich der bedruckte und perforierte Karton beschichtet und zu Packungen weiterverarbeitet. Dieses bekannte Verfahren gestattet ein vollständiges Perforieren an der Aufreiß- bzw. Einstechstelle, weil die Beschichtung durch den Perforierungsvorgang nicht beeinträchtigt wird.
Auch dieses Verfahren hat jedoch Nachteile:
Das vom Kunden vorgeschriebene Druckbild kann erst nach Auftragserteilung aufgebracht werden. Da das Beschichten erst nach dem Bedrucken erfolgt, bedeutet dies eine Verzögerung der Abwicklung eines Auftrages. Dies ist bei
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eiligen Aufträgen, wie sie gerade in der Getränkeindustrie üblich sind, nachteilig.
Da das Bedrucken als erster Arbeitsgang, also auf unbeschichtetem Karton erfolgt, ist die erzielbare Druckqualität von der Oberflächenstruktur des Kartons abhängig. Diese kann sich innerhalb größerer Materialmengen oder bei Bezug von verschiedenen Lieferanten in spürbarem Maße
! ändern.
Daher bietet sich aus wirtschaftlichen und aus technischen Gründen das erstgenannte Verfahren des Beschichtens und anschließenden Perforierens und Bedrückens an, obwohl dieses die geschilderte Schwierigkeit des Perforierens bis zu genau vorgegebener Tiefe der Kartonbahn aufweist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, die Vorteile der beiden bekannten Verfahren zu vereinen, ohne dabei die mit ihnen verbundenen Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung leigt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, das ein problemloses Perforieren an der Trinkhalm-Einstechlochstelle bzw. Aufreißstelle und anschließendes Beschichten in wirtschaftlicher Kartonbahnbreite
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ermöglicht und dennoch ein nachträgliches passerhaltiges Bedrucken und Weiterverarbeiten gewährleistet.
j Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß die laufende ! Kartonbahn erst in vorgegebenen Abständen an der vorgesehenen Stelle perforiert und gleichzeitig mit Rastermarken versehen wird, worauf die Kartonbahn mit Kunststoff beschichtet, die beschichtete Kartonbahn bedruckt und zu Packungen weiterverarbeitet wird.
Vorzugsweise wird im Lauf des Perforierend, der Abstand der aufeinanderfolgenden Rastermarken gemessen und beim Auftreten einer Abstandsänderung die Antriebsgeschwindigkeit der Perforiereinrichtung relativ zu der des Hauptmaschinenantriebs geregelt.
Zweckmäßig wird im Laufe des Bedrückens der beschichteten Kartonbahn die relative Position der Rastermarken zu den Druckwalzen gemessen und bei Auftreten einer Änderung die Antriebsgeschwindigkeit eines Antriebsrillenpaares geregelt.
Die Rastermarken können entweder in einem der bekannten Druckverfahren, z.B. als Striche, auf die Kartonbahn aufgedruckt werden oder man bringt Ausstanzungen in die Kartonbahn in geeigneter Form, etwa Schlitzform, ein. Das Abtasten der Rastermarken kann mit bekannten z.B. fotoelektrischen Mitteln erfolgen.
Das erfindungsgemäße Verfahren bietet gegenüber bekannten folgende Vorteile:
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-das Perforieren der Kartonbahn kann vor dem Beschichten in einem Arbeitsgang mit diesem durchgeführt werden.
-die Qualität der Perforation ist gleichgleibend gut, die sonst bekannten Schwierigkeiten bei der Einstellung der Anschnittstiefe ergeben sich nicht, weil die Kartonbahn voll durchgelocht werden kann,
-das erfindungsgemäße Verfahren ist wirtschaftlicher, weil für das Beschichten die maximale Breite handelsüblicher leistungsfähiger Beschichtungsanlagen ausj genutzt werden kann, auch wenn das Bedrucken und
j Weiterverarbeiten auf schmaleren Maschinen erfolgen soll, i
-die neutrale, d.h. unbedruckte, aber schon beschichtete Kartonbahn kann in beliebiger Breite auf Lager genommen und nachträglich mit dem gewünschten Druck versehen werden,
-das Bedrucken und die Weiterverarbeitung kann auch dezentral durchgeführt werden (was eine schnelle Belieferung des Kunden bei kurzen Transportwegen gestattet), ohne daß an allen dezentralen Weiterverarbeitungsstätten jeweils auch eine kapitalintensive Beschichtungsanlage installiert werden muß,
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-das Bedrucken der schon kunststoffbeschichteten Bahn macht von der Kartonbahnoberflächenstruktur unabhängig.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es also, unabhängig vom Vorliegen von Auftragen beschichtete Kartonbahnen herzustellen und diese auf Lager zu nehmen. Bei Auftragserteilung kann die Kartonbahn, auf dem Zuschnitt entsprechende Breiten längsgeteilt, bedruckt, weiterverarbeitet und kurzfristig ausgeliefert werden, was wegen Abhängigkeit der Nachfrage von der Witterung für Getränkelieferanten von großer Bedeutung ist.
Ausführungsbeispiel ·
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden
Im einzelnen zeigen:
Fig. 1
schematisch eine Perforier- und Beschichtungsanlage in Seitenansicht;
Fig. 2 Fig. 3
den Gegenstand der Fig. 1 in Draufsicht;
eine Anlage zum Bedrucken der beschichteten Kartonbahn mit Regeleinrichtung in Seitenansicht.
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In der Perforier- und Beschichtungsanlage 1 wird von einer Rolle 2 die Kartonbahn 3 abgewickelt und durchläuft zunächst die Perforierstation 4, die ein rotierendes Perforationswerkzeug 5 und ein Druckwerk 6 enthält. Das
j Druckwerk 6 druckt die für die späteren Arbeitsgänge erforderlichen Rastermarken 7 auf die Kartonbahn. Das Druckwerk 6 arbeitet vorzugsweise im Tiefdruckverfahren, es kann jedoch auch jedes andere bekannte Druckverfahren
j angewendet werden. Das Perforationswerkzeug 5 und das
Druckwerk 6 sind innerhalb der Perforierstation 4 durch einen gemeinsamen Antrieb 8 so gekoppelt, daß Perforationen 9 einerseits und Rastermarken 7 andererseits zwangsläufig immer im gleichen Abstand und in gleicher Position zuein-
ander stehen.
Anschließend wird die perforierte und mit Rastermarken 7 bedruckte Kartonbahn 3 in einer oder mehreren Beschichtungsstationen 10 ein- oder beidseitig mit Kunststoff beschichtet. Zusätzlich kann eine (hier nicht dargestellte) Kaschierung mit einem weiteren Substrat, z.B. einer Aluminiumfolie, vorgenommen werden.
Die Kartonbahn 3 läuft dann unter zwei fotoelektronischen Abtastköpfen 11 hindurch, die die vom Druckwerk 5 aufgebrachten Rastermarken 6 abtasten. Der Abstand der Abtastköpfe 11 entspricht dem Sollwert des gewünschten Perforationsabstandes und ist durch Feineinstellschrauben justierbar. Habendie Rastermarken 7 und damit auch die
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Perforationen 9 beim Durchlauf unter den Abtastköpfen 11 genau den gewünschten Sollabstand, dann erhalten die Abtastköpfe 11 ihre Abtastsignale genau zum gleichen Zeitpunkt. Ändert sich der Rastermarkenabstand jedoch durch Ungleichmäßigkeiten im Maschinenantrieb, durch Schwankungen im Elastizitätsverhalten der Kartonbahn, durch Schwankungen im Reibwert der Kartonoberfläche oder aus anderen Gründen, dann tritt eine Zeitdifferenz zwischen-den Abtastsignalen der beiden Abtastköpfe auf. In diesem Fall wird durch einen Regelverstärker 12 der Antrieb 8 der Perforierstation 4 relativ zum übrigen Maschinenantrieb beschleunigt oder verlangsamt. Diese Geschwindigkeitsänderung kann durch Überlagerung eines Gleichstromantriebes oder durch Verstellung eines mechanischen Regelgetriebes erfolgen.
Die perforierte und beschichtete Kartonbahn 3 wird - falls erforderlich - auf die gewünschte Arbeitsbreite geteilt und kann dann beliebig lange und auch dezentral gelagert werden, bis ein konkreter Auftrag für die Lieferung von Flüssigkeitsverpackungen erteilt wird.
Die beschichtete Kartonbahn 3 muß dann nur noch mit dem gewünschten Text-Muster-Druckbild bedruckt und weiterverarbeitet werden. Die Lieferung an den Kunden kann auch in Form von Einzelzuschnitten oder Rollen erfolgen die von ihm weiterverarbeitet werden.
Zum Bedrucken wird die gegebenenfalls zuvor längsge-
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teilte, kunststoffbeschichtete Kartonbahn 3 der in Fig. gezeigten Druckmaschine T3 zugeführt. Sie durchläuft zunächst ein angetriebenes Zugwalzenpaar 14, passiert danach zwei fotoelektrische Abtastköpfe 15 und durchläuft dann mindestens ein Druckwerk 16, dem - je nach Bedarf - weitere Druckwerke in beliebiger Anzahl nachgeschaltet sein können. Die Abtastköpfe 15 sind im Sollabstand der Rastermarken 7 angebracht und durch Feineinstellung justierbar. Die Impulse dieser Abtastköpfe 15 werden von einem Meß- und Regelverstärker 17 ausgewertet und der variable Antrieb 18 des Zugwalzenpaares 14 derart geregelt, daß die Bahnspannung und damit die Dehnung der laufenden Kartonbahn 3 so beeinflußt wird, daß der Abstand zweier aufeinanderfolgender Rastermarken 7 genau dem gewünschten Sollwert entspricht. Damit ist eine der beiden Voraussetzungen für das passerhaltige Aufbringen des Druckbildes erfüllt.
Kurz nach dem Durchlauf der Kartonbahn 3 durch das Druckwerk 16 ist ein weiterer-fotoelektrischer Abtastkopf 19 angeordnet, der die Lage der Rastermarken 7 mit der Winkelstellung eines der Druckzylinder vergleicht, und zwar über einen am Druckzylinder angebrachten Winkel-Impulsgeber 20. Treffen die Impulse des Abtastkopfes 19 und des Winkel-Iirpulsgebers 20 zur gleichen Zeit ein, so ist sichergestellt, daß die Rastermarken das Druckwerk 16 immer bei gleicher Winkelstellung des Druckzylinders durchlaufen. Dies ist Voraussetzung, um das Druckbild
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passerhaltig zu den schon vorhandenen Rastermarken 7 und damit zu den Perforationen 9 aufzubringen. Bei einer unerwünschten Rastermarkenverschiebung, die sich durch eine zeitliche Differenz der Impulse des Abtastkopfes 19 und des Winkel-Impulsgebers 20 ausdrückt, wird über einen Verstärker 21 der Antrieb 22 des Druckwerks 16 kurzzeitig so verändert, daß die Impulsgleichheit und damit die Passerhaltigkeit wieder erzielt wird.

Claims (3)

  1. Erfindungsanspruch
    Verfahren zur Herstellung von mit Aufdruck und Aufreiß- oder'Trinkhalm-Einstechloch-Perforation versehenen Flüssigkeitsverpackungen aus einer Kartonbahn, durch Beschichten,.Perforieren, Bedrucken, Falten und Verkleben, gekennzeichnet dadurch, daß .die Kartonbahn erst in vorgegebenen Abständen an der vorgesehenen Stelle perforiert und gleichzeitig mit Rastermarken versehen wird, worauf die Kartonbahn mit Kunststoff beschichtet und die beschichtete Kartonbahn bedruckt und zu Packungen weiterverarbeitet wird.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß im Laufe des Perforierens der Abstand der aufeinanderfolgenden Rastermarken gemessen und beim Auftreten einer Abstandsänderung die Antriebsgeschwindigkeit der Perforiereinrichtung relativ zu der des Hauptmaschinenantriebs geregelt wird.
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  3. 3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß
    im Laufe des Bedrückens der beschichteten Kartonbahn die relative Position der Rastermarken zu den Druckwalzen gemessen und bei Auftreten einer Änderung die Antriebsgeschwindigkeit eines Antriebsrollenpaares
    geregelt wird.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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