DD202236A5 - Unkrautbekaempfungsmittel mit zwei wirkstoffen - Google Patents

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DD202236A5
DD202236A5 DD24167282A DD24167282A DD202236A5 DD 202236 A5 DD202236 A5 DD 202236A5 DD 24167282 A DD24167282 A DD 24167282A DD 24167282 A DD24167282 A DD 24167282A DD 202236 A5 DD202236 A5 DD 202236A5
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Zsolt Dombay
Jozsefne Grega
Enikoe Koppany
Ferenc Mogyorodi
Jozsef Nagy
Istvan Toth
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Eszakmagyar Vegyimuevek
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein verbessertes, zwei Wirkstoffe enthaltendes Unkrautbekaempfungsmittel, durch deren kombinierte Anwendung eine synergetische Wirkung auftritt. Erfindungsgemaess enthaelt das Mittel als ersten Wirkstoff N,N-di-n-Propyl-thioharnstoffsaeure-S-aethylester (EPTC) und als zweiten Wirkstoff bestimmte Thioharnstoffsaeurederivate,wie Butylate, Perbulate, Vernolate, Cycloate oder Molinate. Der Gehalt an beiden Wirkstoffen betraegt zusammen 10 bis 80 Gew.-%. Weitere Bestandteile des Mittels sind 14 bis 80% mindestens eines fluessigen Kohlenwasserstoffes mit einem Siedepunkt zwischen 150 und 320 Grad C, vorzugsweise Kerosin, und 5 bis 15 Gew.-% uebliche Zusatzstoffe. Das Gewichtsverhaeltnis zwischen den beiden Wirkstoffen liegt zweckmaessig zwischen 9,5:0,5 und 4:6. Als Zusatzstoffe werden bevorzugt Tensiofix AS, Tensiofix IS und Dichloracetyl-1-oxa-4-azaspiro(4,5)decan (Handelsbezeichnung AD-67) verwendet.

Description

15 137 58
-ή~ 241 6 72
Unkrautbekämpfungsmittel mit zwei Wirkstoffen
Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Erfindung betrifft ein Unkrautbekämpfungsmittel, das als Wirkstoff insgesamt 10-80 Gew.-% einer Verbindung der Formel (I)
H-C-S- G
(D
und einer_Verbindung der allgemeinen Formel (II)
0 !1
- S - R.
(ID
enthält.
120ί1Ι193?*Ό4ί;2ο5
- 2 —
ι b/2 3
In der allgemeinen Formel (II) kann R1 ein Äthyl-, n-Propyl-, i-Butyl- oder Cyclohexyl-Radikal sein; Rq kann für ein Äthyl-, n-Propyl-, η-Butyl- oder i-Butyl-Radikal stehen; oder es können R.. und Rp zusammen ein Hexamethylen-Radikal bilden. R_ kann ein Äthyl- oder n-Propyl -Radikal sein'; jedoch mit der Einschränkung, daß wenn R~ ein Äthyl-Radikal ist, R. und Rp nicht gleichzeitig ein n-Propyl-Radikal sein können.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen;
Aus der Fachliteratur sind die υ,ϊΙ-Dialkyl-thioharnstoffsäure-S-alkylester etwa seit zwanzig- Jahren bekannt (siehe z.B. die US-PS 2 913 327, 3 087 853, 3 175 897, 3-185 720, 3 198 786 und 3 582 314). Die mit dem Sammelnamen Thiolcarbamate bezeichneten Herbizide werden in erster Linie zum Schutz gegen einkeimblättriges Unkraut erfolgreich eingesetzt.
Die bisher entwickelten Derivate: der H,U-Diisobutyl-thioharnstoffsäure-S-äthylester (Butylate), der ΪΤ,Η-di-n-Propyl- -thioharnstoffsäure-S-äthylester (SPTC), der N,IT-di-n-Propyl- -thioharnstoffsäure-S-n-propylester (l/ertailate), der IT-Äthyl- -IT-n-butyl-thioharnstoffsäure-S-n-propylester (Peculate), _d_er_]J-Äthyl-N-cyclohes;yl-thioharns toff säure-S-äthylester (Cycloate) und der Ή,N-Hesamethylen-thioharnstoffsäure-S- -äthylester (Molinate) können bei unterschiedlichen Pflanzenkulturen verwendet werden. Sie weisen eine abweichende Selektivität gegenüber den Kulturpflanzen und den Unkrautpflanzen auf . Ihre physikalisch-chemischen Eigenschaften (Wasserlöslichkeit, Dampfdruck usw.), die ihre Wirkung beeinflussen, weichen stark voneinander ab.
So beträgt z.B. die Wasserlöslichkeit von Butylate nur zwölf Prozent der Wasserlöslichkeit von EPTC (bei 200C 45 mg/1 gegenüber 370 mg/1), während sein Dampfdruck etwas weniger als die Hälfte beträgt (bei 25 0C 1,73 Pa gegenüber 4,53 Pa). .
Die Verwendung der N,lT~di-substituierten Thioharnstoffsäure-S-alkylester im Pflanzenschutz hängt wegen ihrer unterschiedlichen physikalisch-chemischen Eigenschaften stark von'den Wittertmgsbedingungen (Temperatur, Niederschlag) ab wodurch, ihrer Anwendbarkeit Grenzen gesetzt werden. Ihr Eachteil besteht ferner darin, daß zweikeimblättrige Unkräuter in geringerem Maß' vernichtet werden und sie außerdem bei einer Anwendung in einer für,eine' wirksame Unkrautbekämpfung notwendigen Dosis von Fall zu Pail auf die zu schützenden Kulturpflanzen phytotoxisch wirken. Zur Verbesserung der Unkrautbekämpfungswirkung bei zweikeimblättrigem Unkraut wird die kombinierte Anwendung von Thioharnstoffsäurederivaten mit s-Triazinderivaten vorgeschlagen, während sie mit Verbindungen sogenannter Antidotwirkung kombiniert werden, um die Phy.totoxizität zu senken (siehe z.B. HU-PS 165 736).
Ziel der Erfindung:
Mit der Erfindung sollen verbesserte Unkrautbekämpfungsmittel mit zwei Wirkstoffen bereitgestellt werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung;
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die genannten Nachteile erheblich verringert, bzw. beseitigt werden können, wenn die Kombination von zwei solchen Verbindungen in einem bestimmten Verhältnis so angewendet wird, daß die eine. Verbindung immder der Ι,Ν-di-n-Propyl-thioharnstoffsäu-.re-S-äthylester (EPTC) der Formel (I) und die andere eines der Thioharnstoffsäurederivate der allgemeinen Formel. (II), und zwar Butylate, Peculate, Vernolate, Cycloate oder Molinate ist.
Untersuchungen bestätigten, daß das Unkrautbekämpfungsmit- . tel, das ein Gemisch der beiden genannten Verbindungen enthält, nicht nur unabhängig vom Wetter angewendet werden
241572 3
kann, sondern bei bestimmten Verhältnissen Synergismus gegenüber dem Unkraut aufweist.
Die Erfindung betrifft auf Grund dieser Erkenntnisse ein Unkrautbekämpfungsmittel, das ein Gemisch von zwei Wirkstoffenenthält, worin der eine in jedem Fall der F,F-di-n-Propyl-thioharnstoffsäure-S-äthylester (EPTC) der Formel-(I) und der andere eines der Thioharnstoffsäurederivate der allgemeinen Formel (II) ist. In der allgemeinen Formel (II) kann R- für ein Äthyl-, n-Propyl-, i-Butyl- oder Cyclohexyl-Radikal stehen; Rp kann ein Äthyl-, n-Propyl-, η-Butyl- oder i-Butyl-Radikal sein; oder es können R-. und Rp zusammen ein Hesamethylen-Radikal bilden. R. kann für ein Äthyl- oder n-Propyl-Radikal stehen. Wenn jedoch H- ein Äthyl-Radikal ist, können R- und Rp nicht gleichzeitig für ein n-Propyl- -Radikal stehen. Das erfindungsgemäße Unkrautbekämpfungsmittel enthält die beiden Wirkstoffe in einer Menge von insgesamt 10-80 Gew.-% sowie 14-80 Gew.-% flüssige Kohlenwasserstoff e mit einem Siedepunkt zwischen 150 und 320 0C und ferner S-A 5 Gew.-% übliche Zusatzstoffe. Das Gewichtsverhältnis der Verbindung der Formel (I) zur Verbindung der allgemeinen Formel (II) beträgt 9,5:0,5 bis 4:6.
Von den flüssigen Kohlenwasserstoffen, ist die Anwendung von Petroleum oder Kerosin vorteilhaft, während bei den Zusatzstoffen die Anwendung von oberflächenaktiven Stoffen und gegebenenfalls von Verbindungen mit Antidotwirkung vorteilhaft ist.
Ausführungsbeispiele:
Die erfindungsgemäßigen flüssigen Unkrautbekämpfungsmittel, die die zwei Thioharnstoffsäure-Derivate enthalten, und ihre biologische Wirksamkeit werden anhand der folgenden Beispiele veranschaulicht, die jedoch den Schutzumfang der Erfindung nicht einschränken sollen.
24.1 6 7
Beispiel 1
In einen mit einem Rührer versehenen Rundkolben werden entsprechend der folgenden Tabelle verschiedene Mengen EPTC und Butylate so eingewogen, daß ihre gesamte Menge 80 Gewichtsteile beträgt, dann v/erden unter Rühren 14 Gewichtsteile Kerosin sowie 6 Gewichtsteile oberflächenaktiver Stoff zugesetzt. Das Rühren wird solange fortgesetzt, bis das Gemisch homogen wird, dann wird es filtriert. So wird ein-80 Gew.-%iges emulsionsbildendes Konzentrat erhalten.
Tabelle 1
Stoff
Einwaage (in Gewichtsteilen)
EPTC
Butylate Kerosin
Tensiofix AS
Tensiofix IS
72,0 64,0 56,0 48,0 40,0 32,0
8,0 16,0 24,0 32,0 40,0 ' 48,0
14,0 14,0 14,0 14,0 14,0 -14,0
3,8
2,2
3,9
2,1
4,0
2,0
4,1 1,9
4,2. .4,3
1,8
1,7
Beispiel 2
Man geht ähnlich wie im Beispiel 1 vor, mit dem Unterschied, daß die Gewichtsverhältnisse der Komponenten geändert werden und ein 10 Gew.-%iges emulsionsbildendes Konzentrat hergestellt wird.
6 -
Tabelle 2 ·
241672 3
Stoff
Einwaage (in Gewichtsteilen)
EPTC 9,0
Butylate 1,0
Kerosin 80,0
Tensiofix
AS 5,3
Tensiofix
IS 4,7
8,0 7,0 6,0 5,0
2,0 3,0 . 4,0 5,0
80,0 · 80,0 80,0 80,0 5,6
4,4
5,9
4,1.
6,2
3,8
6,5
3,5
4,0
6,0
80,0
6,8 3,2
Beispiel 3
Man geht wie im Beispiel 1 vor, mit dem Unterschied,- daß dem BPTG Pe/bulate zugesetzt und als Zusatzstoff Dichloracetyl-1-oxa-4-azaspiro/4,jjjdecan (AD-67) als Antidotverbindung eingesetzt und dadurch ein 72 Gew.-%iges emulsions bildendes Konzentrat hergestellt wird.
E i η w a Tabelle 3 Gewichts teilen)
64,0 56,0 40,0 32,0
Stoff 8,0 16,0 age (in 32,0 40,0
EPTC 8,0 8,0 48,0 8,0 8,0
Pe/bulate 24,0
AD-67 4,0 3,8 8,0 3,4 3,2
Tensiofix .
AS 2,0 2,2 3,6 ' 2,6 2,8
Tensiofix 14,0 14,0 14,0 14,0
IS 2,4
Kerosin 14,0
241672 3
Beispiel 4
Man geht wie im Beispiel 1 vor, mit dem Unterschied, daß das SPTC mit Yernolate kombiniert und dadurch ein 50 Gew.- %±ßea emulsionsbildendes Konzentrat hergestellt wird.
Tabelle 4
Stoff
Einwaage (in Gewichtsteilen)
EPTC 45,0 40,0 35,0 30,0 25,0
Yernolate 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0
ΑΏ-67 7,0 7,0 7,0 7,0 . 7,0
Kerosin 37,0 37,0 37,0 37,0 37,0
Tensiofix
AS 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0
Tensiofix
IS- 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0
Beispiel 5
Man geht wie im Beispiel 1 vor, mit dem Unterschied, daß das EPTC mit Cycloate kombiniert und dadurch ein 60 Gew.· %iges emulsionsbildendes Konzentrat hergestellt wird.
- 8 - Tabelle 5
2416 72
Einwaage (in Gewichtsteilen)
EPTC 54,0 48,0 • 42,0 36,0 30,0 24,0
Cycloate 6,0 12,0 18,0 24,0 30,0 36,0
Petroleum 34,0 ' 34,0 34,0 34,0 34,0 34,0
Evaimil A 2,0 2,2 2,4 2,6 2,8 3,0
Evamul B 4,0 3,8 3,6 3,4 3,2 3,0
Beispiel 6
Man geht wie im Beispiel 1 vor, mit dem Unterschied, daß das EPTC mit Molinate kombiniert und dadurch ein 70 Gew.-emulsionsbildendes Konzentrat hergestellt wird.
E'i η w a a Tabelle 6 Gewichtsteilen) 28,0
63,0 56,0 42,0 42,0
Stoff 7,0 14,0 ge (in 28,0 22,0
EPTC 22,0 22,0 49,0 22,0 0,8
Molinate 3,2 2,8 21,0 2,0 7,2 '
Petroleum 4,8 5,2 22,0 6,0
Evamul A 2,4
Evamul B 5,6
Beispiel 7
Man geht wie im Beispiel 1 vor, mit dem Unterschied, daß dem Gemisch von EPTC und Butylate AD-67 als Antidotverbindung zugesetzt und als flüssiger Kohlenwasserstoff Petroleum verwendet wird. So wird ein 46-48 Gew.-%iges emulsionsbildendes Konzentrat hergestellt.
Tabelle
Einwaage (in Gewichtsteilen)
EPTG 40,0 35,0 30,0 25,0 20,0
Butylate 6,0 11,5 17,0 22,5 28,0
AD-67 : 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0
Petroleum 42,0 '42,0 42,0 42,0 42,0
Evamul A 3,0 3,3 ' 3,6 .3,9 4,2
Evamul 3 5,0 4,7 4,4 4,1 3,8
Die in Beispielen 1-7 verwendeten oberflächenaktiven Stoffe sind die folgenden:
Tensiofix AS: Octylphenol-polyglycoläther (Erzeugnis der
Firma Tensia AG)
Tensiofis: IS: Honylphenol-polyglycoläther (Erzeugnis der
Firma Tensia AG)
Evamul A: . Gemisch von Fettalkohol-äthoxylat und
Dodecylbenzol-sulfonsäure im Verhältnis .20 : 80 (Erzeugnis der Firma Hoechst AG)
Evamul B: Gemisch von Fettalkohol-äthoxylat-und
Dodecylbenzolrsulfonsäure im Verhältnis 30 : 70 (Erzeugnis der Firma Hoechst AG)..
Die AntidotVerbindung AD-67 ist ein Erzeugnis der Pirma Uitrokemia Ipartelepek, Balatonfüzfö, Ungarn.
Beispiel 8
Im Laufe der Versuche wurde die unkrautbekämpfende Wirkung der nur jeweils ein Thioharnstoffsäurederivat (SPTC bzw. Butylate) enthaltenden emulsionsbildenden Konzentrate sowie der das Gemisch der beiden Derivate enthaltenden emulsionsbildenden Konzentrate untersucht. -
Die. Versuche wurden in.Zuchtgefäßen aus Kunststoff mit einer
Oberfläche von 1,2 dm wie folgt durchgeführt: In die Zuchtgefäße wurden jeweils 400 g laminarer Boden (Definition siehe z.B. Biologiai Lexikon, Band 3j S. 30Ί, Akademiai Kiado, Budapest, 1977)- eingewogen, dann wurden die Samen der Unkrautpflanzen Linum usitatissimus und Sinap^is alba in den Boden gelegt und die Samen jeweils mit 200 g Boden bedeckt. Dann wurden unterschiedliche Dosen von drei verschiedenen emulsionsbildenden Konzentraten (EPTC-, Butylate sowie EPTC und Butylate zusammen) auf den Boden gesprüht und dann noch je 100^ g Boden in die Gefäße gegeben. Die Unkrautpflanzen wurden mit' einer täglichen Beleuchtungsperiode von 12 Stunden (unter Tageslichtersatzlampen vom Typ HgMi/D mit einer Leistung von 400 ?/) gezüchtet. Täglich wurde Wasser bis zu 65 % der maximalen ?/asserkapazität ergänzt.
Bei der Zucht betrug.die durchschnittliche Temperatur des 'Treibhauses 24,3 0C (maximal 26,8 0C, minimal 21,8 0C), während der durchschnittliche relative Feuchtigkeitsgehalt der Luft 57,8 % betrug.
Die'Auswertung der Versuche erfolgte am 12. Tag nach den Behandlungen derart, daß der Teil der Unkrautpflanzen der
Lk \ b Il 4
sich über dem Boden befand, abgeschnitten und das Gewicht der gesamten Grünmasse ermittelt wurde.
Zur Wertung der zu erwartenden Wirkung der mit der die zwei Thioharnstoffsäurederivate enthaltenden Kombination durchgeführten Behandlung wurde die berechnete Wirkung mit der von Colby S.R. (Weeds, S. 20-22, 1967) ausgearbeiteten Formel festgelegt:
Σ.. . Y.
100
In der Formel ist T^ das bei einer Verwendungsmenge des Herbizids A. von "p" kg/ha gemessene Wachstum, ausgedrückt in Prozenten, bezogen auf die Kontrolle; Y- das bei einer Verwendungsmenge des Herbizids B von I1q!f kg/ha gemessene Wachstum, ausgedrückt in Prozenten, bezogen auf die Kontrolle, während B. bei Anwendung der Mengen "p + q" kg/ha der Herbizide A und B das zu erwartende Wachstum. - die additive Wirkung - (berechneter Wert), ausgedrückt in Prozenten, bezogen auf -die Kontrolle, ist.
Die Versuchsergebnisse,· und zwar die gemessenen und die berechneten Werte, sind in der Tabelle 8 enthalten, aus der hervorgeht, daß bei den Versuchen 2, 3, 4, 5, 6 und 7 das tatsächlich gemessene Unkrautgewicht bedeutend geringer als der voraussichtliche berechnete Wert ist, bei einer gemeinsamen Anwendung der beiden Wirkstoffe (EPTC und Butylate) in einem Verhältnis von 9,5:0,5-4: 6 also eine synergetische Wirkung auftritt.
- 12 -
Tabelle 8
Hr. "A" = EPTG 1B" = Butylate Gewicht der zweikeim blättrigen Kombihatic EPTC + kg/ha I Butylate= kg/ha gesamt Wirkst kg/ha 3 η Gewicht der zwei ke imblättrigen Un kräuter (%) gemessen
des Ver suchs kg/ha up» Gewicht der zwei- keimblätt- kg/ha iiqti Unkrauter(%) UpIl HqH "p+q" E.berechnet 75,9
1,0 rigen Un kraut er (%) 100,0 1,0 0,0; i,o i 75,9 81,4
1 0,9 75,9 0,0, 152,6 0,9 0,1 1,0 I 117,4 82,5
2 0,8 76,9 0,1 115,2 0,8 1,0 93,0 83,0
3 0,7 80,7 0,2 109,0 0,7 0,2· 1,0 90,6 83,3
4 0,6 83,1 0,3 108,3 0,6 0,3 1,0 109,3 87,5
5 0,5 100,9 0,4 120,0 0,5 0,4 1,0 143,8 80,8
6 0,4. 119,8 0,5 103,6 0,4 0,5 1,0 102,2 101,3
7 0,3 98,6 0,6 94,8 0,3 0,6 1,0 90,4 104,8
8 0,2 95,4 0,7 90,9 0,2 0,7* 1,0 97,4 119,4
9 0,1 107,2 0,8 93,2 0,1 0,8 1,0 96,1 96,1
10 3,0 103,2 0,9 96,1 0,0 0,9 1,0 96,1
11 100,0 1,0 1,0
-,3- 24 1 6 72 3
Beispiel 9
ähnlich wie im Beispiel 8 wurden nur EPTC oder Vernolate sowie die unkrautbekämpf ende Wirkung der das Gemisch, der beiden genannten Verbindungen enthaltenden emulsionsbildenden Konzentrate untersucht. Die Versuche wurden in Kunststoff-
zuchtgefäßen mit einer Oberfläche von 1,2 dm wie folgt durchgeführt: In die Zuchtgefäße wurden jeweils 400 g laminarer Boden eingewogen, dann wurden die Samen der Unkrautpflanse Echinocloa crus-galli in den 3oden gelegt und die Samen jeweils mit 200 g Boden bedeckt. Dann wurden verschiedene Dosen der drei unterschiedlichen (SPTC, Yernolate sowie BPTC und Vernolate zusammen) emulsionsbildenden Konsentrate auf den Boden gesprüht.und dann noch je 100 g Boden in die Gefäße gegeben.
Die Unkrautpflanzen wurden mit einer täglichen Beleuchtungsperiode von 12 Stunden (unter Tageslichtersatzlampen vom Typ HgMi/D mit einer leistung von "400 W) gezüchtet. Täglich wurde Wasser bis zu 65 % der maximalen Wasserkapazität ergänzt. Bei der Zucht betrug die durchschnittliche Temperatur des Treibhauses 24,3 0C (maximal 26,8 0C, minimal 21,8 0C), während die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit 57.,8 % betrug.
Die Versuche wurden am 12.. Tag nach den Behandlungen ausgewertet, indem der Teil der Unkrautpflanzen, der sich über dem Boden befand, abgeschnitten und das Gewicht der Grünmasse ermittelt wurde.
Zur Bewertung, der voraussichtlichen ?/irkung der.mit der die beiden Thioiiarnstoffsäurederivate enthaltenden Kombination durchgeführten Behandlung wurde die berechnete „Wirkung mit der von Colby ausgearbeiteten Formel wie im Beispiel 8 bestimmt.
- 14 -
Tabelle
Nr. "A" = EPTC •Β" β Vernolate Gewicht der einkeim blättrigen Unkräuter(%) V EPTO ig/ha HpU Ko m b i η a tion I 31,0 inkeim- ikräuter(^) gemessen
des Ver such kg/ha s "ρ" Gewicht der einkeim blättrigen Unkrauter(% 2i kg/ha "q" 100,00 1 ,60 Vernolate kg/ha t,q gesamter Wirk stoff ig/ha "p+q" Gewicht der e blättrigen Un E.. berechnet 14,0 10,1
1 1 ,60 10,1 0,00 107,4 1,56 0,00 1,60 10,1 17,7 11,2
2 1,56 12,3' 0,04 100,0 1,52 0,04 1 ,60 13,2 14,0 8,7
3 1,52 17,3 0,08 90,4 1,44 0,08 1,60 17,3 i 13,0 5,1
4 1,44 32,7 0,16 78,2 1,28 O,16| 1 ,60 29,6 I 16,8 4,3
5 1,28 39,6 0,32 36,5 0,96 0,32 1 ,60 14,3 0,0
6 0,96 38,3 0,64 34,6 0,80 0,64 1 ,60 9,8 7,1
7 0,80 51,1 0,80 19,2 . 0,64 0,80 1 ,60 13,4 15,4
8 D, 64 73,1 0,96 17,3 0,32 0,96 1,60 15,4
9 0,32 75,0 1 ,28 1.8,2 0,16 1,28 1 ,60 21,2
10 3,16 92,3 1,44 15,4 0,08 1,44 1,60 18,9
11 3,08 93,0 1,52 9,6 · 0,04 1,52 [ 1,60 11,5
12 3,04 101,9 1,56 13,4 0,00 1,56 i 1 ,60 13,4
13 3,00 100,0 1,60 1 ,60 1 ,60
14 ! ID / I
Tabelle 9 zeigt die Ergebnisse der Versuche, und zwar die gemessenen und die berechneten Werte. Daraus kann abgelesen werden, daß bei gleicher Dosis das gesondert angewendete EPTC und Vernolate eine schwächere unkrautbekäinpfende Wirkung als das beide zusammen enthaltende Unkrautbekämpfungsmittel ausüben. Ferner ist die Tatsache ersichtlich, daß ' bei den Versuchen 2, 3 A,, 5, 6 und 7 das tatsächlich gemessene Unkrautgewicht wesentlich niedriger als der voraussichtliche berechnete Wert ist, also bei einer gemeinsamen Anwendung der beiden Wirkstoffe (EPTC und Vernolate) im Verhältnis 97,5 : 2,5 - 50 : 50 eine -synergetische Wirkung auftritt.
Beispiel 10
?/ie im Beispiel -9 beschrieben und unter gleichen Bedingungen wurde die unkrautbekämpfende 'Wirkung von EPTC. und Cycloate untersucht, die sie gesondert bzw. zusammen (im Gemisch) angewendet, auf die Unkrautpflanze Echinocloa crus- -galli ausüben.
Der Versuch wurde wie im Beispiel 9 durchgeführt und bewertet, die Ergebnisse sind aus Tabelle 10 ersichtlich.
Tabelle 10
Nr. "A" = EPTC Gewicht de einkeim blättrigen Unkräuter 11B" = Cycloate Gewicht der einkeim blättrigen Unkräuter(%) BPTC kg/ha Upii K ο m b i η a t i ο η inkeim- kreuter gemessen
des Ver suchs kg/ha "p"' 10,1 r kg/ha 100,0 1,60 Cycloate kg/ha gesamter Wirkstoff kg/ha ?p+qn Gewicht der e blättrigen Un E. berechnet 10,1
1 1 ,60 12,3 0,00 106,1 1,56 0,00 1,60 10,1 7,1
2 1,56 17,3 0,04 98,3 1,52 0,04 1,60 13,1 12,5
3 1,52 32,7 0,08 91,4 1,44 0,08 Ί,60 17,0 1.5,1 .....
4 1,44 39,6 0,16 83,2 1,28 0,16 1,60 29,9 19,3
5 1,28 38,3 , 0,32 79,6 0,96 0,32, 1,60 33,0 25,4
.6 3,96 51,1 0,64 79,0 0,80 0,64 1,60 30,5 28,3
7 0,80 73,1 . 0,80 63,1 0,64 0,80 1,60 40,4 27,1
8 0,64 75,0 0,96 42,2 0,32 0,96 1,60 46,1 ^26,5
9 0,32 92,3 1,28 j 38,0 0,16 1,28 1,60 31,7 31,0
10 0,16 93,0 1,44 27,1 0,08 1,44 1,60 35,1 28,3
11 . 0,08 101,9 1,52 28,0 0,04 1,52 1 ,60 25,2 26,1
12 0,04 100,0 1,56 23,9 0,00 1,56 1,60 28,5 23,9
13 0,00 1 ,60 1,60 1,60 23,9
16 7 2 3
Aus der Tabelle 10 kann abgelesen v/erden, daß bei gleicher Dosis EPTC und Cycloate, gesondert angewendet, eine schwächere unkrautbekämpfende Wirkung ausüben als. das beide zusammen enthaltende Unkrautbekämpfungsmittel. Ferner ist ersichtlich, daß bei den Versuchen 2, 3, 4, 5., β , 7, 8, 9 und 10 das tatsächlich gemessene Unkrautgev/icht wesentlich niedriger als der voraussichtliche berechnete Wert ist, also bei einer gemeinsamen'Anwendung der beiden 7/irkstoffe (EPTC und Cycloate) in einem Verhältnis von 97,5 : 2,5 10-90 eine synergetische Wirkung auftri-
-tt.

Claims (1)

  1. - 18 Erfindungsanspruch:
    1. Unkrautbekämpfungsmittel mit zwei Wirkstoffen, gekennzeichnet dadurch, daß es als Wirkstoff insgesamt 10-80 Gew.-% einer Verbindung der Formel (I),
    C3H^7 0
    -C-S- C2H5 (I)
    und einer Verbindung der allgemeinen Formel (II),
    -G-S-R. (II)
    worin R1 ein Äthyl-, n-Propyl-, i-Butyl- oder Cyclohexyl-Radikal ist, R2 für ein Äthyl-, n-Propyl-, η-Butyl- oder i-Butyl-Radikal steht, oder aber EL und R2 zusammen ein Hexamethylen-Radikal bilden, R- ein Äthyl- oder n-Propyl-Radikal ist, mit der Einschränkung, daß wenn R_ ein Äthyl-Radikal isty-Rr-^and-Rp— nicht gleichzeitig ein n-Propyl-Radikal können, ferner 14-80 Gew.-% mindestens eines flüssigen Kohlenwasserstoffes mit einem Siedepunkt zwischen 150 und 320 G, vorzugsweise Kerosin, sowie 5-15 Gew.-% übliche Zusatzstoffe enthält.
    Unkrautbekämpfungsmittel nach Punkt 1,· gekennzeichnet dadurch, daß das Gewichtsverhältnis der Verbindung der Formel (I) zur Verbindung der allgemeinen Formel (II), worin R1, R2, R_ wie oben definiert sind, 9,5 : 0,5 bis 4 : 6 beträgt.
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