DD202724A5 - Verfahren zur reinigung eines aus dem neutralstoff der rohseife des sulfatzellstoffprozesses isolierten beta-sitosteroles - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines, weniger als 5 % alpha-Sitosterol enthaltenden beta-Sitosteroles aus einer, aus dem Neutralstoff der Rohseife des Sulfatzellstoffprozesses isolierten Sterolmischung. Die Erfindung basiert auf der Kristallisation der Sterolmischung aus einer Mischung von einem organischen Loesungsmittel und Wasser, vorzugsweise 1,2-Dichloraethylen oder Methylaethylketon und Wasser. Mittels des erfindungsgemaessen Verfahrens wird aus 20 bis 25 % alpha-Sitosterol enthaltenden Ausgangsstoffen ein unter 5 % alpha-Sitosterol enthaltendes Produkt erhalten, welches bei Bedarf mittels des erfindungsgemaessen Verfahrens zwecks Ausgewinnung eines, weniger als 1 % alpha-Sitosterol enthaltenden beta-Sitosterols erneut behandelt werden kann. Wenn als organisches Loesungsmittel Methylaethylketon verwendet wird, wird d. beta-Sitosterol auch von dem im Ausgangsmaterial eventuell befindlichen Betulin gereinigt.
Description
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Verfahren zur Isolierung eines ß-Sitosterols aus dem SuI-fatzellstoffprozeß
Die Erfindung bezieht sich auf die Isolierung von einem, weniger als 5 % Ot-Sitosterol enthaltenden ß-Sitosteroles aus der, aus dem Neutralstoff der Hohseife des SuIfatzellstoffprozesses isolierten Sterolmischung.
Das ß-Sitosterol-ist eine Verbindung, welche in der Arzneimittelindustrie als Rohmaterial für Steroidzwischenprodukte oder auch an sich für pharmazeutische Zwecke benutzt werden kann. ' '
natürliche ß-Sitosterolquellen sind verschiedene, aus vegetabilischen Materialien isolierte unverseifbare Fraktionen, z. B. die unverseifbare Substanz der vegetabilischen Öle oder des Zuckerrohröles oder der aus dem 3ulfatzellstoffprozeß erhältliche Neutralstoff der Rohseife· Aus diesen Quellen isolierte Sterolprodukte enthalten jedoch oft als Verunreinigungen unerwünschte Verbindungen und erfüllen somit nicht die von der Arzneimittelindustrie auf das ß-Sitosterol gestellten ziemlich strengen Qualitätsbedingungen.
Es gibt einige Verfahren zur [Reinigung von aus dem Neutralst off der Sulfatseife isoliertem Sitosterol.
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FI-PS 57 956 behandelt eine c6-sitosterolhaltige Sterolniischung mit einer starken Säure, wonach das .-Sitosterol ziemlich rein von organischen Lösungsmitteln kristallisiert -werden kann. Der Nachteil dieses "Verfahrens istt daß das oL-Sitosterol, welches für andere als medizinische Zwecke verwendbar ist, z. B. in der Kosmetikindustrie, abgebaut wird·
FI-PS 58 333 beschreibt ein Verfahren, in dem das Oi-SItο-sterol aus ß-Sitosterolkonzentraten durch Behandlung des Konzentrates mit einer Lösungsmittelmischung, entfernt wird, welche Mischung aromatische und/oder alifatische Kohlenwasserstoffe und Ester und ferner eventuell geringe Mengen an Ketone, Alkohole, organische Säuren und Wasser enthält.
In der S1I-AS 59 4-16 wird das ß-Sitosterol aus einer Xylolen, Toluen oder Mesithylen zusammen mit Hexan oder Heptan, Methanol, Äthanol, Azeton oder Methylenchlorid und Wasser enthaltenden Lösungsmittelmischung kristallisiert.
.Der Nachteil der zwei letzterwähnten Verfahren ist die große Anzahl der Lösungsmittelkomponenten, was bei industrieller Ausführung zu großen Schwierigkeiten bei der Lösungsmittelregeneration und Stabilisation der Lösungsmittelzusammensetzung führt. Außerdem - besonders aus alifatische Kohlenwasserstoffe enthaltenden Lösungsmitteln - wird das Betulin, welches die Ausgangssterolmischung eventuell enthält, zusammen mit dem ß-Sitosterol konzentriert.
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines verbesserten Yerfahrens zur Isolierung von ß-Sitosterol aus dem
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SuIfatzellstoffprozeß, mit dem die Nachteile der bekannten Verfahren vermindert werden können und mit dem ß-Sitosterol von hoher Beinheit und einem minimalen Gehalt anC£-Sitosterol erhalten wird·
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das ß-Sitosterol, welches aus einer Stero!mischung isoliert wurde in derartiger ?/eise zu reinigen, daß die Anzahl der verwendeten Lösungsmittelkomponenten vermindert und die Schwierigkeiten bei der Lösungsmittelregeneration und Stabilisation der Lösungsmittelzusammensetzung vermieden werden.
Mittels des erfindungsgemäßeή Verfahrens kann ein ß-Sito~ sterol hergestellt werden, dessen Inhalt von Verunreinigungen, besonders die Menge von cC-Sitosterol sehr niedrig ist. Das Ausgangsmaterial im erfindungsgemäßen Verfahren ist eine, aus einer, aus der Hohseife des sowohl Nadelholz als Laubholz, besonders Birke als Eohmaterial benutzenden Zellstoffprozesses extrahierten unverssifbaren Fraktion, einem s.g. Neutralstoff isolierte Sterolmischung, welche Mischung typisch 65 bis 70 % ß-Sitosterol, 5 % Campesterol und 15 bis 25 % cc»-Sitosterol enthält. Die Sterolmischung kann außerdem 0 bis 10 % Betulin enthalten.
Folgendeis Verfahren ist für die Erfindung kennzeichnend: Die als Ausgangsmaterial benutzte OC-sitosterolhaltige Sterolmischung wird unter Aufwärmen in einem geeigneten. Lösungsmittel aufgelöst, welches Mittel Methy!keton, 1,2-Dichloräthylen oder Ithylazetat oder eine Mischung von diesen und eines alifatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffes ist, eine Menge an'Wasser wird zugesetzt,
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welche Menge > 2 % der Losungsmittelmengqfr-st, und das gereinigte Sitosterol wird durch Abkühlung der Mischung auf oder unter die Zimmertemperatur unter gleichzeitiger Umrührung ausgefällt. Alternativ kann das Wasser der Mischung bereits im Lösungsschritt zugesetzt werden.
Insbesondere wird in der Weise verfahren, daß
a) der Sterolmischung eine Mischung aus einem organischen Lösungsmittel und Wasser zugesetzt wird, wobei das organische Lösungsmittel vorzugsweise 1,2-Dichloräthylen oder Methylethylketon oder deren Mischung und eines alifatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffes ist, so daß das Gewichtsverhältnis der Sterolmischung zum organischen Lösungsmittel 1 : 3 bis 1 : 20, vorzugsweise 1 : 7 bis 1 : und die Menge an Wasser größer als 2 %, auf die Menge des organischen Lösungsmittels gerechnet, ist,
b) die erhaltene Mischung bis die Sterolmischung aufgelöst ist, aufgewärmt wird,.
c) das ß-sitosterolreiche Produkt durch Abkühlung der Mischung auf oder unter die Zimmertemperatur ausgefällt wird, und d) das ausgefällte ß-sitosterolreiche Produkt durch Filterung aus der Mutterlauge isoliert wird.
Für, das obenerwähnte Reinigungsverfahren sind somit eine große Zahl von Lösungsmitteln und Lösungsmittelmischungen geeignet. Generell kann behauptet werden, daß ein Lösungsmittel/eine Lösungsmittelmischung im obenerwähnten Verfahren als organische Lösungsmittel, in welches das Wasser begrenzt aufgelöst wird, wirken kann· Wenn ein einfaches Reinigungsverfahren angestrebt wird, ist es jedoch vorzuziehen, anstatt einer Lösungsmittelmischung, ein einziges Lösungsmittel zu verwenden· Besonders Methyläthylketon und Äthylendichlorid haben sich als effektiv erwiesen. Bei der Verwendung von Methyläthylketon bleibt das Betulin, welches
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eventuell in der Ausgangssterolmischung vorliegt, in der Mutterlauge·
Die Erfindung wird nachstehend an einigen Beiapielen, die in der nachstehenden Tabelle aufgeführt sind, näher erl.äutert.
Die Versuche der Tabelle sind in folgender ?/eise ausgeführt worden:
10 g Sterolmischung wurde unter Aufwärmen in eine Mischung aus einem organischen lösungsmittel und Wasser aufgelöst, die Mischung wurde auf 20 0G unter kontinuierlicher UmrührLing abgekühlt, wonach das Sitosterol filtriert wurde· In den Versuchen 8 bis 11 wurde das Wasser erst nach der Auflösung des Sitosterols in das organische Lösungsmittel zugesetzt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Isolierung eines, weniger als 5 % &»-Sitosterol enthaltenden ß-Sitosteroles aus einer, aus dem Neutralstoff der Höhstoffe des Sulfatzellstoffprozesses isolierten Sterο!mischung, gekennzeichnet dadurch, daß
a) der Sterolmischung eine Mischung aus einem organischen Lösungsmittel und Wasser zugesetzt wird, wobei das organische Lösungsmittel vorzugsweise 1,2-Dichloräthylen oder Methyläthylketon oder deren Mischung und eines alifatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffes ist, so daß das Gewichtsverhältnis der Sterolmischung zum organischen Lösungsmittel 1 : 3 - 1 : 20, vorzugsweise 1 : 7 - 1 : 10 und die Menge an Wasser größer als 2 %t auf die Menge des organischen Lösungsmittels gerechnet, ist,
b) die erhaltene Mischung bis die Sterolmischung aufgelöst ist, aufgewärmt wird,
c) das ß-sitosterolreiche Produkt durch Abkühlung der Mischung auf oder unter die Zimmertemperatur ausgefällt wird, und
d) das ausgefällte ß-sitosterolreiche Produkt durch Filterung aus der Mutterlauge isoliert wird.
2· Verfahren gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das erwähnte organische Lösungsmittel Ithylazetat oder eine Mischung dessen und eines alifatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffes ist.
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