DD202861B5 - Verfahren zur Herstellung von Kaliduengemitteln und Magnesiumchloridloesung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kaliduengemitteln und Magnesiumchloridloesung Download PDF

Info

Publication number
DD202861B5
DD202861B5 DD23709682A DD23709682A DD202861B5 DD 202861 B5 DD202861 B5 DD 202861B5 DD 23709682 A DD23709682 A DD 23709682A DD 23709682 A DD23709682 A DD 23709682A DD 202861 B5 DD202861 B5 DD 202861B5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
brine
magnesium chloride
evaporation
solution
chloride solution
Prior art date
Application number
DD23709682A
Other languages
English (en)
Other versions
DD202861A1 (de
Inventor
Heinz Dipl-Chem Dr Scherzberg
Ingomar Dipl-Chem Dr Fitz
Juergen Dipl-Chem D Kuerschner
Wolfgang Dipl Oek Ulrich
Hubert Dipl-Chem Dr Roeser
Rainer Dipl-Ing Foersterling
Juergen Dipl-Phys Bach
Original Assignee
Heinz Dipl-Chem Dr Scherzberg
Juergen Dipl-Chem D Kuerschner
Ulrich Wolfgang Dipl-Oek
Rainer Dipl-Ing Foersterling
Juergen Dipl-Phys Bach
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinz Dipl-Chem Dr Scherzberg, Juergen Dipl-Chem D Kuerschner, Ulrich Wolfgang Dipl-Oek, Rainer Dipl-Ing Foersterling, Juergen Dipl-Phys Bach filed Critical Heinz Dipl-Chem Dr Scherzberg
Priority to DD23709682A priority Critical patent/DD202861B5/de
Publication of DD202861A1 publication Critical patent/DD202861A1/de
Publication of DD202861B5 publication Critical patent/DD202861B5/de

Links

Landscapes

  • Fertilizers (AREA)

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verarbeitung von Carnallitsole, die durch Aussolung einer Carnallititlagerstätte gewonnen wird. Diese Carnallitsole ist der Ausgangsrohstoff zur Herstellu ng von Kalidüngemitteln, während Magnesiumchlorid und Brom bisher in eingeschränkt gewinnbarer Form angefallen sind.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Herstellung von Kalidüngemitteln aus Carnallitsole wurde bereits im WP 200020 (Ausführungsbeispiel 1, Figur 2) beschrieben. Eine Herstellung von konzentrierter MgCI2-Lösung ist nach der beschriebenen Arbeitsweise nicht möglich. Danach wird durch Aussolung einer Carnallititlagerstätte mit heißem MgCI2-haltigen Lösemittel eine bei erhöhter Temperatur an Carnallit mehr oder weniger gesättigte Carnallitsole gewonnen. Durch einen kombinierten Aufheiz- und Kühlungsprozeß, unter maximaler Selbstverdampfung von Wasser während des Kühlens, kristallisiert der Carnallit aus. Durch Behandeln des Kristallisates mit einer KCI-MgC^-Lösung, vorzugsweise mit ebenfalls durch Aussolen einer Carnallitlagerstätte gewonnener Kaltsole, kann ein Gemisch von Kalium- und Natriumchlorid für eine Kalidüngemittefherstellung sowie eine etwa 300 bis 320g/l MgCI2 enthaltende bei etwa 200C an KCI- und NaCI-gesättigte Zersetzungslösung hergestellt werden. Diese wird bei bekannter Arbeitsweise zum Teil zur Herstellung des für die Heißsolung erforderlichen Lösemittels verwendet, welches eine bestimmte hohe Konzentration von Magnesiumchlorid aufweisen muß. Da der beim Kühlen erreichbare Wasserentzug nicht ausreicht, wird bei dieser Arbeitsweise die gesamte hochkonzentrierte Carnallitmutterlauge zur Lösemittelherstellung verwendet und nur eine Teilmenge der niedrigkonzentrierten Zersetzungslösung dafür eingesetzt. Die verbleibende Restmenge an Zersetzungslösung wird aus dem Verarbeitungsprozeß ausgeführt. Die Produkte bei dieser Arbeitsweise sind einerseits ein Gemisch aus Kalium- und Natriumchlorid für eine Düngemittelherstellung und eine etwa 300 bis 320g/l MgCI2 enthaltende Magnesiumchloridlösung sowie eine für die Aussolung von Carnallitlagerstätten in Menge und Konzentration genau abgestimmte heiße Lösung. Weder eine Gewinnung des Bromids noch eine direkte Verwendung der Magnesiumchloridlösung sind bei dieser Arbeitsweise möglich, da einerseits der sehr niedrige Magnesiumbromidgehalt dieser aus dem Prozeß ausgeschleusten Lösung keine Bromgewinnung rechtfertigt, noch der niedrige MgCI2-Gehalt dieser Lösung andererseits für einen direkten Einsatz ausreicht. Im Patent WP 200020 (Ausführungsbeispiel 2, Figur 3) wird eine weitere Technologie der Soleverarbeitung bekanntgemacht, in der der
Einsatz einer einstufig arbeitenden Eindampfanlage für einen Teilstrom der Sole vorgesehen ist. Der ausgedampfte Brüden dient zur Aufbereitung des Gesamtstromes der Sole auf 1000C. Mit dieser Schaltung wird etwa der gleiche Ausdampfungsgrad an Wasser erzielt wie bei ausschließlicher Anwendung der Entspannungsverdampfung von 130°C heißer Sole. Aber auch in diesem Fall reicht der Wasserentzug nicht aus, um noch als Nebenprodukt hochkonzentrierte Magnesiumchloridsole herzustellen.
Die Herstellung von konzentrierter MgCI2-SoIe aus einer wenig bis mittelkonzentrierten MgCI2-Lösung, die außerdem durch Magnesiumsulfat verunreinigt ist, ist auch beschrieben. Siehe WP 200272.
Diese Herstellung geht von einer Magnesiumchloridlösung mittlerer Konzentration aus. Die verunreinigte Lösung wird auf MgCI2-Konzentrationen über435g/l MgCI2 bei Endtemperaturen oberhalb 1000C, vorzugsweise 1200C, eingedampft, die eingedampfte Lösung von der Heißklärung mehrere Stunden nahe dem Siedepunkt gehalten und dabei umgewälzt und der ausgeschiedene Feststoff durch Heißklärung abgetrennt.
Die Anwendung einer derartigen Arbeitsweise ist zwar auch im Falle der Soleverarbeitung von Carnallitlösung prinzipiell möglich, indem zunächst ein Teilstrom eingedampft wird, und der Brüden zur Aufheizung des Gesamtstromes dient, und als Nebenprodukt der Kaliumchloridgewinnung die 300 bis 320g/l MgCI2 enthaltende Zersetzungslösung gewonnen und diese durch Eindampfung von Heißklärung weiter verarbeitet und der Feststoff abgetrennt wird.
Man benötigt dazu zwei voneinander getrennte Anlagen mit entsprechend höherem Apparate-, Energie-und Arbeitskräfteaufwand.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, die bei der Verarbeitung von Carnallitsole als Nebenprodukt anfallende Magnesiumchloridlösung in hochkonzentrierter und in einer für eine Bromgewinnung und anschließende unmittelbare Verwendung geeigneten Konzentration zu gewinnen. Dadurch wird die Ökonomie und die Energieeinsatzkennziffer des Verfahrens der Carnallitverarbeitung wesentlich verbessert.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der Verarbeitung von Carnallitsole zu finden, bei dem die Wasserfreiheit so hoch ist, daß eine hochkonzentrierte, etwa 400g/l MgCI2 enthaltende Magnesiumchloridlösung als Überschußprodukt anfällt, die sich auf Grund ihrer hohen MgCI2 und niedrigen Alkalichloridkonzentration zur Herstellung von Magnesiumoxid eignet und andererseits auch leicht zu MgCI2-Edelsole konzentriert werden kann.
Es wurde gefunden, daß im Gegensatz zu der beschriebenen Technologie sich die Wasserfreiheit des Soleverarbeitungsverfahrens so weit erhöhen läßt, daß aus dem Solekreislauf eine an MgCI2 konzentrierte und mit Bromid angereicherte Carnallitmutterlösung als Produkt abgegeben werden kann, und dafür die aus der Carnallitzersetzung resultierende weniger konzentrierte und extrem bromidarme Zersetzungslösung zur Herstellung des erforderlichen Lösemittels für den Solprozeß des Carnallits vollkommen umsetzbar ist. Die Ausfuhr von konzentrierter Carnallitmutterlösung anstelle gering konzentrierter Carnallitzersetzungslösung ist nur möglich, wenn eine genügend hohe Wasserausdampfung aus dem Solekreislauf erfolgt, da ansonsten eine laufende Verdünnung des Solekreislaufes eintritt.
Nur unter den Bedingungen einer ausreichend hohen durch ausreichenden Wasserentzug bewirkter Wasserfreiheit des Systems kann die gesamte Menge der niedriger an MgCI2 konzentrierten Zersetzungslösung zur Herstellung des Lösemittels für die Carnallitsolung eingesetzt werden und die Restmenge Carnallitmutterlösung aus dem Prozeß ausgeführt werden. Ist das nicht der Fall, muß so gearbeitet werden wie vorher beschrieben, indem eine einstufig arbeitende Eindampfanlage vorgesehen wird. Es wurde weiter gefunden, daß durch Erhitzung der Gesamtmenge der Sole bei gleichzeitigem Wasserentzug in einer einstufigen Eindampfanlage aus der Gesamtmenge der Sole oder zumindest aus dem größten Teil der Sole sich soviel Wasser aus der Sole ausdampfen läßt, daß die erfindungsgemäße Ausführung konzentrierter Carnallitmutterlösung ohne die Gefahr einer Verdünnung des Gesamtsystems möglich wird.
Die erfindungsgemäße Arbeitsweise unterscheidet sich von der vorher beschriebenen durch die andere Führung der Lösungsströme von der Carnallitmutterlösung und der Carnallitzersetzungslösung. Bedingt durch die nicht ausreichende Wasserfreiheit des Gesamtsystems erfolgt beim bisherigen Verfahren eine vollkommene Rückführung der konzentrierten Carnallitmutterlösung in die Stufe der Lösemittelherstellung für den Solprozeß, und ein Teil der niedriger konzentrierten Carnallitzersetzungslösung bleibt als Neben- bzw. Abprodukt übrig. Das erfindungsgemäße Verfahren ist auf Grund der zusätzlichen Wasserausdampfung in der Lage, sämtliche niedriger konzentrierte Carnallitzersetzungslösung zur Lösemittelherstellung zu verwenden und statt dessen den nicht benötigten Rest der konzentrierten und überdies bromidhaltigen Carnallitmutterlauge aus dem Prozeß als Nebenprodukt auszuführen. Die zusätzliche Wasserausdampfung, die diese Prozeßführung ermöglicht, wird beim erfindungsgemäßen Verfahren dadurch gewährleistet, daß zunächst die Gesamtmenge der Sole bis auf annähernde Siedetemperatur durch Brüden und Frischdampf erhitzt, und anschließend in einer unter Druck arbeitenden frischdampfbeheizten Verdampferanlage zusätzlich Wasser ausgedampft und eine weitere Wassermenge beim Entspannen der heißen unter Druck stehenden Sole ausgedampft wird. Ebenso wie in der bereits beschriebenen Arbeitsweise wird der ausgedampfte Brüden dazu verwendet, die Sole oder und das aufzuheizende Lösemittel für den Solprozeß anstelle von Frischdampf zu erhitzen. Der freigesetzte Entspannungsdampf läßt sich ganz oder teilweise außerhalb des Prozesses als nutzbare Wärme verwenden. Der Einsatz der Eindampfanlage unterscheidet sich von der beschriebenen Eindampfanlage dadurch, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren der Gesamtstrom der Sole die Eindampfanlage durchläuft, und durch Anwendung höherer Drücke mehr Wasser ausgedampft wird, während beim bekannten beschriebenen Verfahren, falls überhaupt eine Druckverdampfung erfolgt, diese nur auf einem Teilstrom der Sole angewendet, während der Hauptmenge entsprechend weniger Wasser entzogen wird. Je nach Sulfatgehalt der Sole kann es beider Eindampfung der Sole zur Abscheidung von in der Hitze schwerlöslicher Magnesiumsulfate kommen. Bei normalem Solregime
ist das nicht der Fall, tritt eine Sulfatkristallisation bei sehr hohen MgSO4-Gehalten der Sole dennoch ein, so ist nach dem Entspannen der eingedampften Sole auf Atmosphärendruck die Sulfatabtrennung durch eine zwischenzuschaltende Heißklärung leicht möglich.
Die vorzugsweise Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden Ausführungsbeispiel und in der beifolgenden schematischen Darstellung näher erläutert.
Ausführungsbeispiel
200m3 Sole (11,9t KCI, 68,5t MgCI2,4,0t MgSO4,4,7t NaCI und 169,6t H2O) werden mit 55°C in Oberflächenkondensatoren 1 auf 87 0C in der in Fig. 1 dargestellten Weise erwärmt. In einem Rohrbündelwärmeübertrager 2 erfolgt eine Aufheizung bis auf 1100C. Die zur Aufwärmung erforderliche Wärmeenergie wird durch Brüdenkondensation an die aufzuheizende Sole übertragen. In einem dampfbeheizten Vorwärmer 3 wird die Soletemperatur auf 1300C gesteigert, ohne daß sich die Zusammensetzung ändert. In der nachgeschalteten einstufigen Eindampfstufe 4 dampfen bei 1400C 6,9t Wasser aus und kondensieren im Rohrbündelwärmeübertrager 2. Weitere 5,8t Wasser dampfen im Entspannungsgefäß 5 aus. In hintereinander geschalteten Vakuumverdampfern 6 werden der Sole 8,7t Wasser entzogen, die in den Oberflächenkondensatoren 1 kondensieren. Durch Vakuumkühlung in einer Kühlanlage 7 und Nachkühlung in einer Nachkühlanlage 8 wird die Sole unter Auskristallisation von 40,6t Carnallit und 3,8t Natriumchlorid auf 20°C abgekühlt. Dabei werden durch Wasserausdampfung während des Kühlens 18,7t Wasser entzogen.
Die Kristallisatsuspension wird mittels eines Eindickers 9 und Drehfilters 10 in Carnallitmutterlösung und Carnallitkristallisat getrennt. Dabei werden 51,5 t feuchtes Kristallisat und 122 m3 Carnallitmutterlösung mit der Zusammensetzung 7 g/l KCI, 403 g/l MgCI2, 29g/l MgSO4, 7g/l NaCI und878g/l H2O erhalten, von denen 102 m3 zur Herstellung des Lösemittels eingesetzt werden und 20m3zur Verwendung als konzentrierte MgCI2-Lösung den Prozeß verlassen. Die zur Lösemittelherstellung erforderlichen 74,5m3 magnesiumchloridhaltige Lösung der Zusammensetzung 45g/l KCI, 312g/l MgCI2,14g/l MgSO4, 26g/l NaCI und880g/l H2O wird durch Zersetzen des Carnallitkristallisates mit 50 m3KCI-MgCI2-Lösung der Zusammensetzung 87 g/l KCI, 122g/l MgCI2, 17g/l MgSO4,140g/l NaCI und 872g/l H2O hergestellt. Bei der Kristallisatbehandlung, in der aus einem Rührgefäß, einem Eindicker sowie Drehfilter bestehenden Zersetzeranlage 11 wird aus dem Carnallit und der eingesetzten Lösung ein für die Kalidüngemittelherstellung geeignetes KCI-NaCI-Kristallisat der Zusammensetzung 12,1t KCI, 1,3t MgCI2,0,11 MgSO4,9,0t NaCI und 3,5t H2O erhalten, welches nach bekannten Verfahren ohne Schwierigkeit zu Kalidüngemittel mit 60% K2O-Gehalt aufarbeitbar ist.
Das für den Solprozeß erforderliche heiße Lösemittel, bestehend aus 4,0t KCI, 64,4t MgCI2,4,0t MgSO4, 2,6t NaCI und 174,0t H2O, wird aus 102m3 Carnallitmutterlösung, 74,5m3 Carnallitzersetzungslösung sowie 18,7t in den Mischkondensatoren 12 kondensierenden Brüden hergestellt. Die erforderliche Temperatur des Lösemittels wird in einem Wärmeübertrager 13 durch Erwärmen mit dem bei der Soleentspannung freigesetzten Entspannungsdampf hergestellt und an die Erfordernisse des Solprozesses (78-85°C) angepaßt. Die restliche Menge des Entspannungsdampfes steht als nutzbare Abwärme zur Nutzung außerhalb des Prozesses zur Verfügung. Ebenso sind die heißen Kondensate wärmetechnisch nutzbar.
Die aus dem Prozeß ausgeführte Carnallitmutterlösung enthält neben den genannten Bestandteilen noch ca. 4g Bromid je Liter, welches nach bekanntem Verfahren gewonnen werden kann. Nach der Entbromung ist die konzentrierte Magnesiumchloridlösung auf Grund des günstigen MgCI2: Alkalichloridverhältnisses für alle Verwendungszwecke direkt nutzbar oder kann bei Bedarf leicht zu Magnesiumchloridedelsole weiterverarbeitet werden.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von Kalidüngemitteln und Magnesiumchloridlösung aus Carnallitsole durch Solung mit einer heißen Magnesiumchloridlösung und Gewinnung einer warmen, vorzugsweise 55 bis 600C heißen Carnallitsole, Erhitzung der Sole und anschließende Entspannungskühlung der Sole durch Selbstverdampfung im Vakuum unter Wasserentzug auf eine um oder unter Umgebungstemperatur liegende Kühlendtemperatur unter Verwendung kalter Magnesiumchlorid enthaltender Lösungen als Kühlmittel, Abtrennung und Zersetzung des Carnallitkristallisates, Umkristallisieren des Zersetzungskristallisates und Herstellung des für die Carnallitsolung benötigten heißen Lösungsmittels aus der Camallitmutterlösung und der Carnallitzersetzungslösung, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Carnallitsolung erforderliche Lösemittelmenge aus der Gesamtmenge der Zersetzungslösung und einer Teilmenge dervom Carnallitkristallisat abgetrennten Camallitmutterlösung hergestellt wird, während die Restmenge der Camallitmutterlösung zur Verwendung als konzentrierte Magnesiumchloridlösung und Entbromung aus dem Lösungskreislauf ausgeführt wird, und die für diese Prozeßführung erforderliche Wasserfreiheit durch zusätzlichen Wasserentzug aus dem Solekreislauf durch Eindampfung erzeugt wird.
2. Verfahren zur Herstellung von Kalidüngemitteln und Magnesiumchloridlösung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzliche Wasserentzug aus der auf Siedetemperatur erhitzten Sole erfolgt.
3. Verfahren zur Herstellung von Kalidüngemitteln und Magnesiumchloridlösung nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzliche Wasserentzug in einer einstufigen Druckverdampfungsstufe erfolgt, und das ausgedampfte Wasser an aufzuwärmender Sole oder aufzuwärmendem Lösemittel kondensiert wird.
4. Verfahren zur Herstellung von Kalidüngemitteln und Magnesiumchloridlösung nach Punkt 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Wasserverdampfung nach der Druckverdampfungsanlage in einer bei atmosphärischem Druck arbeitenden Entspannungsstufe vorgenommen wird, und der freigesetzte Entspannungsdampf als nutzbare Abwärme ganz oder teilweise aus dem Prozeß ausgeführt oder teilweise zur zusätzlichen Erwärmung des Lösemittels für den Solprozeß verwendet wird.
DD23709682A 1982-02-01 1982-02-01 Verfahren zur Herstellung von Kaliduengemitteln und Magnesiumchloridloesung DD202861B5 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD23709682A DD202861B5 (de) 1982-02-01 1982-02-01 Verfahren zur Herstellung von Kaliduengemitteln und Magnesiumchloridloesung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD23709682A DD202861B5 (de) 1982-02-01 1982-02-01 Verfahren zur Herstellung von Kaliduengemitteln und Magnesiumchloridloesung

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DD202861A1 DD202861A1 (de) 1983-10-05
DD202861B5 true DD202861B5 (de) 1994-11-17

Family

ID=5536478

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD23709682A DD202861B5 (de) 1982-02-01 1982-02-01 Verfahren zur Herstellung von Kaliduengemitteln und Magnesiumchloridloesung

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD202861B5 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DD202861A1 (de) 1983-10-05

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69520155T2 (de) Koproduktion von kaliumsulfat, natriumsulfat und natriumchlorid
DE2803483A1 (de) Verfahren zur herstellung von reinem al tief 2 o tief 3 aus aluminiumerzen
DE3344018C2 (de) Behandlung der Soleabschlämmung mit hohem Na↓2↓SO↓4↓- und KCl-Anteil
DE3782626T2 (de) Verfahren zur trennung und rueckgewinnung von borverbindungen aus einer geothermischen sole.
DE2912953C2 (de) Verfahren zum Gewinnen von Kristallen aus wässrigen Salzlösungen, die zwei Salze mit unterschiedlichen Temperaturkoeffizienten der Löslichkeit enthalten
DE1567478C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd und Chlor
DE1567575C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlor
DD202861B5 (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliduengemitteln und Magnesiumchloridloesung
DE102016010281A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumchlorid aus Carnallitlagerstätten durch Aussolung
DE2219340C3 (de) Verfahren zur getrennten Gewinnung von verschiedenen Kristallisaten mit stark unterschiedlichen Löslichkeits-Temperatur-Koeffizienten aus gemeinsamen, Krustenbildner enthaltenden Lösungen
DE3215735C2 (de)
DD248106A1 (de) Verfahren zur verarbeitung von carnallitsolen
DE925466C (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumsulfat aus Kaliumchlorid und Calciumsulfat
DE575914C (de) Verfahren zur Gewinnung von Duengesalzen
DE635116C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalinitraten aus Alkalichloriden und Salpetersaeure
DE102014017579A1 (de) Verfahren zur selektiven Ausschleusung von Bromiden aus Salinenmutterlaugen
DE639657C (de) Kreislaufverfahren zur Herstellung von Monoammoniummonokaliumphosphat sowie Chlorammonium aus Chlorkalium, Phosphorsaeure und Ammoniak
DE556140C (de) Thermische Zerlegung von Aluminiumnitrat
DE878489C (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphortrichlorid
DE568086C (de) Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln
AT207361B (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd
DE923966C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeure
DE413710C (de) Verfahren zum Abkuehlen heisser Salzloesungen im Vakuum
DD285584A5 (de) Verfahren zur verarbeitung von carnallitsole
DE2043947C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumsulfat aus Alkalisulfaten oder deren Gemischen mit Karbonaten

Legal Events

Date Code Title Description
RPI Change in the person, name or address of the patentee (searches according to art. 11 and 12 extension act)
RPI Change in the person, name or address of the patentee (searches according to art. 11 and 12 extension act)
B5 Patent specification, 2nd publ. accord. to extension act
RPI Change in the person, name or address of the patentee (searches according to art. 11 and 12 extension act)