DD203221A2 - Verfahren zur herstellung von langzeitkonservierten harnblasenkonserven - Google Patents

Verfahren zur herstellung von langzeitkonservierten harnblasenkonserven

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DD203221A2
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Abstract

Ziel der Erfindung ist die Abdeckung des Bedarfs an Ersatzharnblasen bei irreparablen Erkrankungen der menschlichen Harnblase. Die Aufgabe der Erfindung besteht in der einfachen Gewinnung und Langzeitkonservierung von allogenen und xenogenen Ersatzharnblasen. Erfindungsgemaesz werden im Verfahren nach Tiefgefrierzwischenkonservierung die Harnblasen gewendet und mit einem Ballonkatheter armiert. Es kann nach Betapropiolactonsterilisation gefriergetrocknet werden oder die Praeparate koennen unsteril dargestellt gefriergetrocknet und der Strahlenschluszsterilisation unterzogen werden.

Description

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Verfahren zur Herstellung von langzaitkonservierten Harnblasenkonserven
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von langzeitkonservierten Harnblasenkonserven, die als Harnblasenersatz dienen sollen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Der Erfindung liegen die Ergebnisse der allogenen und xenogenen Gewebekonservierung zugrunde. Bisher wurden flächige Gewebe (Haut,. Kirnhaut) sowie Stützgewebe (Knochen, Sehnen), aber auch Gefäi3e (Adern) mit chemischen Lösungen, durch Einbetten in Kunststoffe oder durch Gefriertrocknung konserviert (Gewebekonserven, Herstellung und Anwendung; herausgegeben von Kettler, L, H. und H. J. Serfling; VEB Verlag Volk und Gesundheit, Berlin 1961). Der Versuch, eine ganze Harnblase zu konservieren, ist bisher nicht bekannt geworden. Lediglich TS UJ! und SYTENKOW stellten Harnblase nteilkonserveη her.
Das Verfahren nach TSUJI ist dadurch gekennzeichnet, daß die Harnbiasenteilkonserve durch Behandlung mit Alkohol und Fb-: ie run a mit
Formalin mit einer Konservierungsdauer von ? bis 9 Tagen hergestellt wird (TSUJI, L et al: J, Urol., Baltimore, 98 (1967) 91). SYTENKOW und KEJSEVIC konservierten Teilharnblasen durch Tiefgefrieren unter - 79°C in einem speziellen Medium (Die Homotransplantation; Urologija ί nefrologija 35 (l97u), 3, 22). Alle bisher üblichen Blasenersatzversuche brachten keine befriedigenden Ergebnisse.
Ziel der Erfindung
Mit der Erfindung wird das Ziel verfolgt, menschliche Harnblasen nach einer zerstörenden Erkrankung zu ersetzen,
Darstellung des Wesens der Erfindung
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren zu schaffen, mit dem tierische und menschliche Harnblasenkonserven einfach gewonnen, präpariert' und hergestellt werden können, wobei die Verpackungsund Lagerungsmöglichkeiten unkompliziert und variabel gestaltet sind. Erfindungsgemäß werden die unmittelbar nach dem Tod entnommenen Harnblasen gespült, 2-3 Stunden abgekühlt und in physiologischer Kochsalzlösung durch Tiefgefrieren zwischenkonserviert. Nach der Zwischenkonservierung erfolgt die manuelle Präparation. Die Sterilisation erfolgt mit chemischen Mitteln, beispielsweise mit Beta- Propiolacton, oder auf physikalischem Wege mit ionisierenden Strahlen,
Die Verpackung erfolgt im beliebigen, der Sterilisationsart jedoch angepaßten Behältnissen» Die Lagerung der Konserve ist bei Zimmertemperatur problemlos. Die Lagerdauer beträgt 5 Jahre*
Ausfuhruhgsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Menschliche oder tierische Harnblasen werden unmittelbar nach dem Tode entnommen, von Urinresten durch Spülen befreit und 2-3 Stunden auf 18- 22°C abgekühlt, danach durch Tiefgefrieren bei - 18°C bis - 40 C zwischenkonserviert» Nach Unterbrechung der Zwischenkonservierung durch Erwärmen auf maximal +40 C erfolgt die manuelle Präparation*
Bei der Präparation wird das paravesikale Gewebe restlos entfernt und die Blase gewendet. Nach der Wendung erfolgt die Armierung mit einem Ballonkatheter. Anschließend wird das Präparat einer Zwischenkonservierung bei - 18 bis - 40 C unterzogen.
Die Sterilisation erfolgt entweder mit 1- b;s 4%iger gepufferter Betapropiolactonlösung bei aseptischer Abpackung und anschließender Gefriertrocknung oder die gewendete Blase wird gefriergetrocknet und im Endabpackungsgefäß der Strahlenschlußsterilisation unterzogen.

Claims (2)

  1. L O J U O I
    Erfindungsanspruch
    1, Verfahren zur Herstellung von langzeitkonservierten Harnblasenkonserven, dadurch gekennzeichnet, daß menschliche oder tierische Harnblasen unmittelbar nach dem Tod entnommen, gespült, abgekühlt, danach bei — 18 bis — 40 C zwischenkonserviert, nach Erwärmen" präpariert und mit einem Ballonkatheter armiert, wiederum zwischenkonserviert und anschließend mit Betapropiolacton— lösung sterilisiert und bei aseptischer Abpackung anschließend gefriergetrocknet werden*
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gewendete Harnblase gefriergetrocknet und im Sndabpackungsgefäß der Strahlenschiußsteriiisation unterzogen wird.

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