DD203555A1 - Verfahren zur gleichzeitigen nachvernetzung und halogenalkylierung von styren-divinylbenzen-copolymerisaten - Google Patents

Verfahren zur gleichzeitigen nachvernetzung und halogenalkylierung von styren-divinylbenzen-copolymerisaten Download PDF

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DD203555A1
DD203555A1 DD23724982A DD23724982A DD203555A1 DD 203555 A1 DD203555 A1 DD 203555A1 DD 23724982 A DD23724982 A DD 23724982A DD 23724982 A DD23724982 A DD 23724982A DD 203555 A1 DD203555 A1 DD 203555A1
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Georgi Popov
Dieter Krauss
Lothar Feistel
Gerhard Schwachula
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Bitterfeld Chemie
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  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur gleichzeitigen Nachvernetzung und Halogenmethylierung von schwach vernetzten Styren-Divinylbenzen-Copolymerisaten, enthaltend gegebenenfalls geringe Mengen weiterer einpolymerisierter Monomerer in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren mittels Dihalogenalkanen mit einer Anzahl der Kohlenwasserstoffatome von 1 bis etwa 18. Die Reaktion wird in einem Suspensionsmittel, enthaltend vorzugsweise aliphatische und/oder aromatische Nitroverbindungen wie Nitromethan, Nitropropan, Nitrobenzen, mit Metallhalogeniden als Friedel-Crafts-Katalysatoren, vorzugsweise Aluminiumtrichlorid, bei Temperaturen zwischen etwa 15 Grad C und etwa 170 Grad C innerhalb etwa 10 Minuten und etwa 18 Stunden durchgefuehrt. Die erhaltenen Produkte zeigen ein wesentlich geringeres Quellvermoegen als die Ausgangsprodukte. Sie sind geeignet als Zwischenprodukte fuer die Synthese von bestimmten Typen Ionenaustauschern sowie unloeslichen Traegern fuer Peptidsynthesen, Katalyseharze, Polymerreagenzien und aehnlichem speziell fuer alle Einsatzgebiete, wo geringe und mittlere Substitutionsgrade gefordert werden. Weiterhin sind die erfindungsgemaeszen Produkte ohne Abtrennung aus dem Reaktionsgemisch zur fortgesetzten Halogenalkylierung nach bereits bekannten Verfahren geeignet.

Description

237249 5 -ι-
VEB CHBMIEKOMBIUAT BITTEBi1ELD Bitterfeld, 2. 2. 1982
2215
Verfahren zur gleichzeitigen Bachvernetzung und Halogenalkylierung von Styren-Mvinylbenzen—Copolymerisaten
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur gleichzeitigen Hachvernetzung und Halogenalkylierung von Styren-Divinylbenzen-Copolymerisäten mit geringem Gehalt an Divinylbenzen, wobei die erhaltenen Produkte als Zwischenprodukte für die Synthese von Ionenaustauschern sowie unlöslichen Trägern für Peptidsynthesen, Katalyseharzen, Polymerreagenzien und ähnlichen Verwendung finden können« Weiterhin können die erfindungsgemäß gewonnenen Produkte durch nachträgliche Halogenalkylierung und .aminierung nach bekannten Verfahren zu hochkapazitiven Anionenaustauschern weiterverarbeitet werden.
-aFE&i982*98-8888
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Charakteristik der bekannten technischen lösungen
Die Ausgangsstoffe für die Synthese von Ionenaustauschern, polymeren !Trägern und ähnlichen müssen unlöslich sein, da nur in 'Verbindung mit der Unlöslichkeit und den daraus resultierenden Eigenschaften Produkte mit guten anwendungstechnischen Parametern herstellbar sind· In der Technik erreicht man ihre Unlöslichkeit durch Copolymerisation eines Monomeren mit einem Vernetzer« In den meisten lallen setzt man Styren ein, sowie Divinylbenzen als Vernetzer. Die Menge des eingearbeiteten Divinylbenzens bestimmt in entscheidendem Maße die Struktur und die Quellfähigkeit der Copolymerisate sowie der daraus hergestellten Folgeprodukte. Je mehr Vernetzer eingesetzt wird, desto geringer ist die Quellfähigkeit, ausgedrückt meist als Quellungsgrad, der die aufgenommene Grammenge eines QuellmitteIs pro Gramm trockenes Polymerisat darstellt· Je nach Anwendungszweck muß das zu copolymerisierende Monomerengemisch aus Styren und Divinylbenzen beispielsweise 1 bis 8 Gew»-$ des Vernetzers (Quellung in Toluen etwa 3,0 bis etwa 0,6 g/g) im Falle von Ionenaustausehervorprodukten enthalten. Ein entscheidender Uachteil der Vernetzung durch Copolymerisation mit Divinylbenzen ist im hohen Preis dieses Monomeren zu sehen. Weiterhin weisen Styren-Divinylbenzen-Copolymerisate auf Grund der unterschiedlichen Reaktivitäten der Monomeren und der angewandten Herstellungsbedingungen strukturelle Inhomogenitäten auf, die sich nachteilig bei den durch polymeranaIoge Umsetzungen hergestellten Folgeprodukten äußern können.
Diese Tatsachen haben zu zahlreichen Versuchen geführt, die genannten Hachteile zu beseitigen oder zu mindern. Es lassen sich zwei Arbeitsrichtungen erkennen, wobei die eine von unvernetztem Po Iystyren ausgeht und die andere als Ausgangsstoff mit nur sehr wenig Divinylbenzen, etwa 0,1 bis etwa 1,2 Gewe-%, anvernetzte Styrol-Divinylbenzen-Copolymerisate verwendet.
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Bei der Vernetzung von unvernetztem,. löslichem perlförmigem Polystyren lassen sich zwei verschiedene Varianten durchführen. Einmal wird eine reine Vernetzung beschrieben und zum anderen eine Vernetzung, mit gleichzeitiger Einführung bestimmter funktioneHer Gruppen. In den DD-PS 126 741 und 126 738 wird die Vernetzung von Schaumpolystyren bei gleichzeitiger Sulfonierung beschrieben. Ähnliche Verfahren "beschreiben die Vernetzung von Polystyren mit Halogenschwefelverbindungen bzw. Formaldehyd oder formaldehydabgebenden Stoffen bei gleichzeitiger Sulfonierung, z« B. in den DE-ÄS 1 079 326 und DE-AS 1 025 145. Sin weiteres Verfahren beschreibt eine Vernetzung bei gleichzeitiger Chlormethylierung und nachfolgender Vernetzung durch !Tempern (E. Hauptmann, Dissertation, Martin-Luther-Universität Halle, 1967)· Andere Vernetzungsverfahren mit ähnlicher Zielsetzung werden in den DE-AS 1 495 851, 1 495 792, 1 495 768 sowie in den DD-PS 149 672 und DD-PS 149 673 beschrieben.
Ein Baehteil bei allen diesen Verfahren, die direkt oder intermediär gebildeten Monochlordimethylether verwenden, ist in der Gefährlichkeit dieses Stoffes zu sehen, der auch gesundheitsschädigend, ist und beim Arbeiten mit ihm infolge des gebildeten Chlorwasserstoffes die technischen Anlagen durch verstärkte Korrosion in Mitleidenschaft gezogen werden.
Bekannt ist weiterhin ein Verfahren aus der DD-PS 150 218, welches, ausgehend von sehwach vernetzten Styren-Divinyl— benzen-Copolymeren, durch Umsetzung mit Monochlordimethylether zu Produkten mit relativ geringem Quellungsgrad führt, wenn hohe molare Mengen des Monochlordimethylethers, bezogen auf das Polymerisat, eingesetzt werden. So erhält man beispielsweise beim Einsatz von 50 Mo 1·-$ bzw. 100 Mol.-?& Monochlordimethy lether Quellungsgrade in Toluen von etwa 0,95 g/g bzw. etwa minimal 0,50 g/g.
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Nachteil dieses Verfahrens ist einerseits der noch relativ hohe notwendige Aufwand an Vernetzer zur Erzielung kleiner Quellungsgrade und andererseits, daß das Verfahren nicht geeignet ist, extrem niedrig quellende Produkte herzustellen« Ein weiterer wesentlicher Nachteil wurde "bereits erwähnt und besteht in der Benutzung des gesundheits- und apparateschädigenden Stoffes Monochlordimethylether.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur gleichzeitigen Haehvernetzung und Halogenalkylierung von sehwach vernetzten Styren-Divinylbenzen-Copolymerisaten, die auch geringe Anteile anderer Monomerer enthalten können, zu entwickeln, welches die Herstellung von Polymeren mit gezieltem und, wenn erwünscht, geringem Quellungsgrad ermöglicht, dabei aber gleichzeitig die Produkte Halogenalkylgruppen enthalten, die zur PunktionaIisierung eingesetzt werden können·
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Ausarbeitung eines Verfahrens zur Herstellung von Produkten mit den genannten Eigenschaften unter Benutzung von technologisch leicht handhabbaren Stoffen, die wenig gesundheitsschädigend sein sollten.
Darlegung des Wesens der Erfindung:
Aufgabe der Erfindung ist es daher, vernetzte Polymere mit gewünschtem und, wenn notwendig, geringem Quellungsgrad, enthaltend Halogenalkylgruppen, unter Benutzung nur wenig gesundheitsschädigender und leicht handhabbarer Stoffe herzusteIlen·
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Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß Styren-Divinylbenzen-Copolymere, enthaltend gegebenenfalls geringe Anteile anderer Honomerer, mit einem Gehalt an Divinylbenzen von 0,1 bis 1,2 Masseprozent oder mit Quellungsgraden von 10 bis 2j5 s/s in einem geeigneten Suspensionsmittel und in Gegenwart eines FriedeI-Crafts-Katalysators mit Dihalogenalkanen oder Gemischen daraus bei erhöhten Temperaturen umgesetzt werden.
Als Suspensionsmittel können verschiedene Stoffe wie z· B.
( Dimethylformamid, Triethylamin, Hitrobenzen, ffitromethan, Uitropropan, Methylethylketon und andere, deren Gemische untereinander, aber auch Gemische mit anderen chemisch inerten Stoffen wie z, B. aliphatischen Kohlenwasserstoffen und ähnlichen Verwendung finden· Als Vernetzer 7/erden dihalogenierte Aliphaten eingesetzt, wie z. B* Methylenchlorid, Chlorbrommethan, M j ο dme than, Dibrommethan, Dichlorethan, Dibromethan, Dichlorpropan, Di chlor but an, Dibrombutan, höhere Dihalogenaliphaten sowie Gemische daraus. Genannte Vernetzer können erfolgreich auch in großer molarer Menge bezüglich des Polymerisates eingesetzt werden, dienen also gleichzeitig als Suspensionsmittel· Eine solche Verfahrensweise ist in einigen Fällen infolge der geringen Preise einiger Dihalogenalkane,
* . wie beispielsweise Dichlorethan, besonders ökonomisch. In allen diesen Fällen brauchen andere lösungs- bzw. Quellmittel nur in geringen Mengen eingesetzt zu werden.
Für die Durchführung, des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Friedel-Crafts-Katalysatoren oder Gemische daraus benutzt, beispielsweise seien genannt Titaniumtetrachlorid, Eisentri— chlorid, Aluminrumchlorid, Zinntetrachlorid. Diese Katalysatoren werden in einem geeigneten lösungsmittel, ausgewählt aus den weiter oben genannten organischen Stoffen, aufgelöst und für die Heaktion verwendet. Ihre molare Menge kann etwa 1,5 J 1 bis etwa 1 : 10, bezogen auf das Polymerisat, betragen.
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Die Ausführung des Verfahrens ist einfach und die Reihenfolge der Zugabe der einzelnen Komponenten nicht von entscheidender Bedeutung für das Gelingen der Umsetzung. So ist es beispielsweise möglich, zunächst den Katalysator aufzulösen, dann den Vemetzer zuzugeben und anschließend das Polymerisat einzutragen· Es ist aber auch möglich, das Polymerisat, den Vernetzer und das !Lösungsmittel zu vermischen, dann den Katalysator zuzugeben und die Reaktion durchzuführen· Die Umsetzung erfolgt bei Temperaturen zwischen etwa 15 0C und etwa 170 0C, vorzugsweise zwischen 60 und 115 0G, in einem Zeitraum von 10 Minuten bis etwa 18 Stunden· In fast allen fällen ist die Reaktion jedoch im wesentlichen nach einer halben bis etv/a nach 6 Stunden abgeschlossen.
Die gewonnenen Produkte weisen wesentlich geringere Quellungs— grade als die Ausgangscopolymeren auf sowie Substitutionsgrade an Halogenalkylgruppen bis zu ca· 50 %, was sie geeignet für eine Reihe von Anwendungen macht· Des weiteren können sie zusätzlich nach üblichem Verfahren halogeniert werden, falls hochkapazitive Ionenaustauscher gewonnen werden sollen. Dabei ist es nicht notwendig, das Produkt aus dem Reaktionsansatz zu isolieren, sondern die nachträgliche Halogenalkylierung kann unter Verwendung des bereits vorliegenden Katalysators durchgeführt werden·
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich gegenüber bekannten Verfahren durch eine Reihe von Vorteilen aus· Die Verwendung von Dihalogenalkänen zur Vernetzung genannter Styrencopolymere führt einerseits zur Einsparung des teuren Vernetzers Divinylbenzen und beseitigt andererseits die lachteile für die Qualität des Polymerisates, die aus dem unterschiedlichen Copolymerisationsverhalten des Divinylbenzens gegenüber Styren erwachsen· Es können als Ausgangsstoffe für das Verfahren auch Copolymere des Styrens mit Divinylbenzen eingesetzt werden, die geringe Mengen anderer Monomerer enthalten·
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Auch im Vergleich zu anderen (oft) eingesetzten Vernetzern wie z. B. Xylylendichlorid oder höheren Halogenmethy!aromaten stellen die Dihalogenalkane billigere Eohstoffe dar, insbesondere, wenn man.erfin&ungsgemäß beispielsweise Dichlorethah als Vernetzer lind gleichzeitig Suspensionsmittel einsetzt· Hervorzuhebende Vorteile hat das Verfahren gegenüber dem linsatz des sehr gesundheits- und apparateschädigenden Stoffes Monochlordimethylether, wenn dieser Stoff als Vernetzung sagenz verwendet wird«
Die Möglichkeit des Einsatzes von Dihalogenalkanen mit verschiedener Anzahl Methylengruppen im Molekül erweitert die Anwendungsbreite des Verfahrens im Sinne einer Modifizierung der strukturellen Eigenschaften der Endprodukte·
Die gewonnenen halogenhaltigen vernetzten Produkte können nach Punktionalisierung ohne zusätzliche vorherige Halogenalkylierung für bestimmte Einsatzgebiete wie z. B, Katalyseharze, Peptidsyntheseharze, wo gezielt geringe Substitutionsgrade gefordert werden, Anwendung finden·
Anwendungsbei spieIe
Be.is.pie 11:
In einem Kolben werden 0,01 Mol AlCL in 100 ml llitromethan gelöst, 100 ml Dichlormethan und 10,4 g,Styren-Divinylbenzen Copolymerisat mit einem Quellungsgrad in Toluen von 9,25 g/g zugegeben· Das Gemisch wird über Uacht stehengelassen^ auf 88 0O aufgeheizt und dann v/eitere 5 Stunden gerührt· Das ver netzte Produkt wird dann abfiltriert, mit einem Gemisch aus gleichen Volumenteilen Aceton und 5 fSiger Salzsäure und anschließend mit reinem Aceton bis zur Chloridfreiheit gewaschen. Das nachvernetzte Copolymer!sat wird anschließend getrocknet und analysiert. Es zeigt einen Quellungsgrad in 2o~ luen von 5,00 g/g und einen Halogensubstitutionsgrad von 17
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Beispiel 2:
In einem Kolben werden 0,05 Mol AlCl3 in 100 ml Uitromethan gelöst, 100 ml Dichlorethan und 10,4 g Styren-Divinylbenzen-Gopolymerisat mit einem Quellungsgrad in Toluen von 9,25 g/g zugegeben. Das Gemisch wird über Facht stehengelassen, auf 88 0C aufgeheizt und dann weitere 5 Stunden gerührt. Das Produkt wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Es zeigt einen Quellungsgrad in Toluen von 4,68 g/g und einen Halogensubstitutionsgrad von 26 $>.
Beispiel 3:
In einem Kolben v/erden 0,02 Mol AlCl- in 100 ml Uitrobenzen gelöst, 100 ml Chlorbrommethan und 10,4 g eines porösen Sty— ren-Divinylbenzen-Copolymerisates mit einem Quellungsgrad in Toluen von 2,32 g/g zugegeben. Das Gemisch wird über Haeht bei Bauiütemperatur stehengelassen, auf 75 0C aufgeheizt und dann weitere 10 Stunden gerührt. Das Produkt wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Es zeigt einen Quellungsgrad in Toluen von 1,50 g/g und einen Halogensubstitutionsgrad von 17 #·
Beispiel 4;
In einem Kolben werden 0,1 Mol AlCl-. in 100 ml Nitro me than gelöst, 100 ml Dichlormethan und 10,4 g Styren-Divinylbenzen-Copolymerisat mit einem Quellungsgrad in Toluen von 9,25 g/g zugegeben. Das Gemisch wird über lacht bei Baumtemperatur stehengelassen, auf 88 0C aufgeheizt und dann 5 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Das Produkt wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Es zeigt einen Quellungsgrad in Toluen von 2,11 g/g und einen Halogensubstitutionsgrad von 36 %·
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Beispiel 5:
In einem Kolben werden 0,1 Mol AlCIo in 100 ml ITitrobenzen gelöst, 100 ml Chlorbrommethan und 10,4 g Styren-Divinylbenzen-Cοpolymerisat mit einem Quellungsgrad in Toluen von 9,25 g/g zugegeben. Das Gemisch wird 15 Minuten bei Saumtemperatur gerührt, bis zur Siedetemperatur aufgeheizt und dann weitere 6 Stunden gerührt· Das Produkt wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet« Is zeigt einen Quellungsgrad in Toluen von 3,0 g/g, einen Bromsubstitutionsgrad von nur O fo und einen Chlorsubstitutionsgrad von 28 fo.
Beispiel 6:
In einem Kolben werden 0,25 Mol AlCl- in 500 ml Uitrobenzen gelöst, 300 ml Dichlorbutan und 52,0 g Styren-Divinylbenzen-Copolymerisat mit einem Quellungsgrad in Toluen von 8,14 g/g zugegeben· Das Gemisch wird 15 Minuten bei !Raumtemperatur gerührt, auf 72 0C aufgeheizt und dann eine weitere Stunde gerührt· Das Produkt wird, wie in Beispiel 1 beschrieben,, aufgearbeitet« Es zeigt einen Quellungsgrad in Toluen von 5,20 g/g und einen Halogensubstitutionsgrad von 30 °h*
Beispiel 7:
In einem Kolben werden 0,1 Mol AlCIo in 100 ml Mtrobenzen gelöst, 100 ml Dibromethan und 10,4 g Styren-Divinylbenzen-Copolymerisat mit einem'Quellungsgrad in Toluen von 6,62 g/g zugegeben· Das Gemisch wird 15 Minuten bei Kaumtemperatur gerührt, auf 120 0C aufgeheizt und dann weitere 2 Stunden gerührt· Das Produkt wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet* Ss zeigt einen Quellungsgrad in Toluen von 1,76 g/g und einen Halogensubstitutionsgrad von 18 %,
Beispiel 8;
Versuch 7 wird wiederholt, \7obei statt bei 120 0C bei nur 60 0C umgesetzt wird. Das Produkt zeigt nach Aufarbeitung,
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wie in Beispiel 1 beschrieben, einen Quellungsgrad in Toluen von 4,24 g/g und einen Halogensubstitutidnsgrad von 11 #„
Beispiel 9:
In einem Kolben werden 1,0 Hol AlCl- in 500 ml ITitrobenzen und 500 ml Dibrommethan gelöst und 10,4 g eines Styren-Divinylbenzen-Copolymerisates mit einem Quellungsgrad in Toluen von 7,80 g/g zugegeben. Das Gemisch \vird 15 Minuten bei Raumtemperatur gerührt, auf 95 0C aufgeheizt und dann weitere 1,5 Stunden gerührt· Das Produkt wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet· Ss zeigt einen Quellungsgrad'in Toluen von 1,51 g/g und einen Halogensubstitutionsgrad von 22 %,
Beispiel 10;
Yersuch 9 wird wiederholt, wobei die Reaktionszeit auf 7,5 Stunden heraufgesetzt wird» Das Produkt zeigt einen Quellungsgrad in Toluen von 1,46 g/g und einen Halogensubstitutionsgrad von 27 $.
Beispiel 11: '
In einem Eolben werden 0,1 Mol A1C1~ in 100 ml Hitromethan gelöst, 100 ml Dichlorethan und 10,4 g eines Styren-Divinylbenzen-Copolymerisates mit einem Quellungsgrad in Toluen von 9,25 g/g zugegeben. Das Gemisch wird 15 Minuten bei Raumtemperatur gerührt, bis zum Rückfluß aufgeheizt und dann 6 Stunden gerührt» Das Produkt wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Es zeigt einen Quellungsgrad in Toluen von 1,10 g/g und einen Halogensubstitutionsgrad von 40 %.
Beispiel .12:
In einem Kolben werden 0,05 Mol AlGI^ in 100 ml Uitrobenzen und 100 ml Dichlorethan gelöst und mit 10,4 g eines Styren-Divinylbenzen~Cοpolymerisates mit einem Quellungsgrad in Toluen von 7,80 g/g versetzt. Das Produkt wird 15 Minuten bei Räumteraperatur gerührt, auf 95 0G aufgeheizt und dann weitere
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8 Stunden bei die.ser Temperatur gerührt. Das Produkt wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Es zeigt einen Quellungsgrad in Toluen von 2,85 g/g und einen Halogensubstitutionsgrad von 44
Beispiel 13:
In einem Kolben werden 0^05 Mol AlGl- in 30 ml Uitrobenzen gelöst, 10,4 S eines Styren-Divinylbenzen-Copolymerisates mit einem Quellungsgrad in Toluen von 7,80 g/g zugegeben, mit 0,2 Mol Dichlorethan vermischt. Es wird dann ein Gemisch aliphatischer Kohlenwasserstoffe mit einem Siedebereich von etwa 180 bis 220 0C bis zur Eührfähigkeit zugesetzt, auf 90 0G aufgeheizt und dann weitere 6 Stunden gerührt. Das Produkt wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Ss zeigt einen Quellungsgrad in Toluen von 0,8 g/g und einen Halogensubstitutionsgrad von 27
Beispiel 14:
In einem Kolben werden 0,1 Mol AlCl-, in 100 ml Uitrobenzen gelöst, 100 ml Dichlorethan und 10,4 g eines Styren-Divinylbenzen-Copolymerisates mit einem Quellungsgrad in Toluen von 7,80 g/g zugegeben und unter Feuchtigkeitsausschluß unter gelegentlichem Schütteln bei Saumtemperatur 8 Wochen stehengelassen. Das Produkt wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Es zeigt einen Quellungsgrad in Toluen von 3>81 g/g und einen Halogensubstitutionsgrad von 39

Claims (8)

237249 5 - 12 - 2215 Erfindung sanspruch
1, Verfahren zur gleichzeitigen Hachvernetzung und Halogenmethylierung von Styren-Divinylbenzen-Copolymerisaten in Gegenwart von Priede1-Crafts—Katalysatoren, gekennzeichnet dadurch, daß schwach vernetzte Styren-Bivinylbenzen-Gopolymerisate mit einem Anteil an Divinylbenzen zwischen 0,1 und 1,2 Masseprozent oder mit relativ hohen Quellungsgraden, enthaltend gegebenenfalls geringe Mengen weiterer einpolymerisierter Monomerer, in Gegenwart von Priedel-Graft s-Eatalysatoren oder Gemischen daraus durch Dihalogenalkane mit einer Anzahl der Kohlenstoffatome von 1 bis 18 oder Gemische daraus bei Temperaturen zwischen 15 und 170 0C, vorzugsv/eise zwischen 60 und 115 0G, in einem Zeitraum von 10 Minuten bis 18 Stunden in einem geeigneten Suspensionsmittel umgesetzt werden·
2« Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Metallhalogenids als Friedel-Crafts-Katalysator«
3. Verfahren nach den Punkten 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von insbesondere Alraniniumtrichlorid als Friede1-Crafts-Eatalysator»
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4« Verfahren nach. Punkt 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Suspensionsmitteln, enthaltend aliphatisch^ und/oder aromatische Nitroverbindungen·
5. Verfahren nach den Punkten 1 und 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von Uitromethan und/oder Hitrobenzen im Suspensionsmittel,
6· Verfahren.nach den Punkten 1, 4 und 5> gekennzeichnet durch die gleichzeitige Verwendung der Dihalogenalkane als Hauptbestandteil des Suspensionsmittels·
7« Verfahren nach den Punkten 1,5 und 6, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Gemisches aus Efitromethan und/oder ITitrobenzen mit Dichlorethan als Suspensionsmittel ohne den Zusatz weiterer Dihalogenalkane»
8* Verfahren nach den Punkten 1 und 5, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Gemisches aus Hitromethan und/oder EFitrobenzen mit aliphatischen Kohlenwasserstoffen als Suspensionsmitte 1*
DD23724982A 1982-02-08 1982-02-08 Verfahren zur gleichzeitigen nachvernetzung und halogenalkylierung von styren-divinylbenzen-copolymerisaten DD203555A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4215741A1 (de) * 1992-05-13 1993-11-18 Bitterfeld Wolfen Chemie Adsorberpolymere

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DE4215741A1 (de) * 1992-05-13 1993-11-18 Bitterfeld Wolfen Chemie Adsorberpolymere

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