DD203685A1 - Wirkstoffkombination zur desinfektion - Google Patents

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DD203685A1
DD203685A1 DD23813082A DD23813082A DD203685A1 DD 203685 A1 DD203685 A1 DD 203685A1 DD 23813082 A DD23813082 A DD 23813082A DD 23813082 A DD23813082 A DD 23813082A DD 203685 A1 DD203685 A1 DD 203685A1
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propan
skin
ethanol
hydrogen peroxide
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DD23813082A
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Wolfgang Weuffen
Heinz Berling
Manfred Haftendorn
Hermann G Hauthal
Rolf Hetmanek
Hiltrud Hoeppe
Axel Kramer
Dieter Lorenz
Horst Schwotzer
Evelin Spiegelberger
Heinz Wigert
Original Assignee
Leuna Werke Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft Wirkstoffkombinationen fuer das Gebiet der Haende- und Hautdesinfektion in der Human- und Veterinaermedizin sowie im Lebensmittelgewerbe. Es sollen desinfizierende Mittel mit wesentlich verbesserten Wirkungseigenschaften und erhoehter Wirkungssicherheit sowie lang anhaltender desinfizierender Wirkung erhalten werden. Die Aufgabe wurde erfindungsgemaesz dadurch geloest, dasz Wirkstoffkombinationen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Ethanol und/oder Propan-2-ol und/oder Propan-1-ol zwischen 40 und 80 Gew.-%, 0,5 bis 10 Gew.-% Wasserstoffperoxid, 0,5 bis 5 Gew.-% grenzflaechenaktiver Stoff, 0,5 bis 2 Gew.-% gesaettigte aliphatische Alkohole im C-Zahlbereich von C&ind10! bis C&ind30!, Wasser ergaenzt zu 100 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Wirkstoffkombination und berechnet als wasserfreie Substanzen zusammengestellt werden.

Description

VEB Leuna-Werke Leuna, den
»Walter Ulbricht«
LP 81
Titel der Erfindung
Wirkstoffkombination zur Desinfektion
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Wirkstoffkombinationen zur sicheren und schnell wirksamen Desinfektion in der Humanmedizin, die eine erhöhte antimikrobiellθ Wirksamkeit, ein breites Wir» kungsspektrum, geringe Toxizität, hautfreundliche Eigen-· schäften und ausreichende Haltbarkeit besitzen· Zur Anwendung kommen niedere Alkohole, deren erf indungsgesaäße Gemische mit Wasserstoffperoxid, grenzflächenaktiven Verbindungen und höheren gesättigten aliphatischen Alkoholen zur Hände- und Hautdesinfektion eingesetzt werden* Neben dieser Anwendung kann die Einsatzbreite zur Desinfektion empfindlicher Instruments bzw« medizinischer Ausrüstungen und zur Schlaimhautantiseptik erweitert werden*
, r- ..m in η η ^ α fJi Ω C Π
238 130 1
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Der Einsatz von niederen Alkoholen wie Ethanol, Propan-1«- ol und Propan-2-öl zur Hände» and Hautdesinfektion ist seit längerem bekannt (Ullmanns Enzyklopädie der technischen Chemie, Band 5, Si 751 (i97^)i
FSr eine erfolgreiche Desinfektion der Hände, bzw» Haut müssen eine Reihe von Bedingungen berücksichtigt bzv· eingehalten werden, was bei den bisher vorhandenen Desinfektionsmitteln nicht ausreichend gewährleistet ist· Dazu gehören:
- Einsatz möglichst gering toxischer Wirkstoffe bei gleichzeitig ausreichender Effektivität,
- Einsatz von Wirkstoffen, die keine erhöhte Sensibilisierungspotenz besitzen zur Vermeidung von allergischen Erkrankungen j
- die Erhaltung der Hautphysiologie für die Verhinderung der Ansiedlung von Krankheitserregern (Anflugflora); eine geschädigte Haut, z« B« durch Desinfektionsmittel geschädigt, ist nicht mehr desinfizierbar,
- möglichst weitgehende Eliminierung der Anflugflora bei weitgehender Schonung der Standortflora, weil letztere wiederum die Voraussetzung für eine intakte hautphysiologische Situation ist,
- bei ausreichendem Schutz der Standortflora muß dennoch eine genügende Tiefenwirkung des Hände- bzw, Hautdesinfektionsmittels gewährleistet sein, weil Anflugkeime (Krankheitserreger) vorübergehend auch in tiefere Anteile der Haut eindringen (z· B·· Krypten),
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- virucide und sporocide Effektivität für bestitamte Indikationen der Händedesinfektion und die Hautdesinfektionj bisher wurden in der Desinfektionspraxis bei dieser In» dikationssteilung entweder unzureichend wirksame Präparate oder aber hoch aggressive Präparate (z* B* Spiritus iodi dilutus, peressigsäurehaltige Präparate) eingesetzt*
Niedere Alkohole und Wasserstoffperoxid werden diesen Anforderungen in keiner ¥eise gerecht, weder in bezug auf V mikrobiocide Effektivität, noch in bezug auf Hautverträglichkeit und sonstige Anwendungseigenschaften· Bei der Anwendung von alkoholischen Desinfektionmitteln kommt es stets zu einer mehr oder weniger starken Hautentfettung und -aus— trocknung, was wiederum einer Störung der Hautphysiologie, wie oben angegeben, gleichkommt« Ferner ist die Tiefenwirkung bei-der Wirkstoffe unzureichend, damit wird die Mikroflora in tiefer gelegenen Hautaraalen (Poren, Krypten) nicht sicher erreicht·
Durch Zugabe geringer Mengen an Wasserstoffperoxid kann die keimtötende Wirkung der Alkohole auf Sporen von Bacillus- und Clostridienarten erweitert werden (DE-OS 2 9Qk 217). Mit Ausnahme der Wirkungsverbesserung besitzt diese Kombinnation jedoch dieselben Nachteile wie Präparate auf der Basis nur dar Komponenten«
Ziel der Erfindung
Mit der vorliegenden Erfindung soll den oben angeführten vielschichtigen Anforderungen nachgekommen werden und für das Gesundheitswesen Hände- und Hautdesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden, die bei sicherer Wirkung laufend angewendet werden können, ohne ungünstige Veränderungen der Hautphysiologie hervorzurufen und ohne das Risiko einer niikrotoxischen Langzeitschädigunge
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Darlegung das Wesens der Erfindung
Der vorliegenden Erfindung lag dabei die Aufgabe zugrunde, ein Hände-· und Haut desinfektionsmittel zu finden, das eine sichere, anhaltende, auch in den tieferen Anteilen der Eaut abtötende Wirkung auf Bakterien, Bakteriensporen, Pilze und Viren bei gleichzeitiger Schonung und Erhaltung der Hautphysiologie sowie eine verminderte toxische Wirkung besitzt?»
Diese Aufgabe wird durch eine Wirkstoff kombination zur Desinfektion erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Wirkstoffkombination von Ethanol und/oder Propan-1-öl und/oder Propan- 2- öl mit Wasserstoffperoxid, einer grenzflächenaktiven Verbindung und höherem gesättigten aliphatischen Alkoholen eine sichere Desinfektionswirkung gegenüber den unterschiedlichsten Erregern (Bakterien, Bakteriensporen, Pilze, Viren) mit nachhaltigem Effekt: bei erhaltener Hautphysiologie erreicht*
Die Konzentration der niederen Alkohole in den Wirkst off kombinationen beträgt mindestens kO $&« Diese und alle folgenden Prozentangaben, beziehen sich als Gewichtsprozente auf die gesamte Wirkstoffkombination and werden als wasserfreie Substanzen berechnet« Der Gehalt an grenzflächenaktivem Stoff liegt zwischen 0,5 und 5 $· Die höheren aliphatischen Alkohole sind mit einem Anteil von 0,5 bis 2 % in der Wirkstoffkombination, enthalten* Der Restgehalt der Wirkstoff kombination zu 100 i> ist Wasser»
Als grenzflächenaktive Stoffe werden anionische oder kationische und/oder nichtionogene Tenside, insbesondere die Natriumsalze von langkettigen Alkaneulfoaaaten, Alkylbenzensulfomatan, Mono-Alkylsulfatan und Ethersulfaten eingesetzt« Besonders vorteilhaft wirkt sich die Verwendung von Alkyldimethyibenzylammoniuiachlorid als grenzflächenaktiver Stoff aus» Die diesen Stoff enthaltenden Wirkstoffkombinationen zeigen eine besonders nachhaltig® keimtötende Wirkung and
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sind sehr gut zur chirurgischen Händedesinfektion vor dem Anlegen von Operationshandschuhen geeignet· Sie verhindern zuverlässig die Vermehrung von Restkeimen unter den Bedingungen des Arbcltsns mit Operationshandschuhen« Als höhere alipbatische Alkohole können cLie reinen Alkohole des C—Zahlbereichs C.Q bis C_Q oder Alkoholgemische dieses C—Zahlbereichs verwendet werden·
Ausführungsbeispiele:
Es wurden Wirkstoffkombinationen folgender Zusammensetzung hergestellt:
Baispiel 1
70 % Ethanol
3 i> Wasserstoffperoxid
1 yi Alkyldimethylbenzylammoniumchlorid
0,5 Alkoholgemisch C1Q-0^O 25 »5 % Wasser
r Beispiel 2
70 56 Ethanol
3 % Wasserstoffperoxid
1 i> Natriumalkansulf onat E 30 (VES Leuna-Werke "Walter
Ulbricht») 0,5 % Alkoholgemisch C1O-0O0
25,5 % Wasser
Beispiel 3 (vor der Anwendung 1 s 1 mit Wasser zu verdünnen)
80 % Propan«2-oi
4 % Wasserstoffperoxid
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1 # Natriumalkansulfonat E 1 # Alkoholgemisch e 10~C30 14 # Wasser
Beispiel 4
60 % Propan-1-ol
3 % Wasserstoffperoxid
1 % Natriumalkansulfonat E
1 $ Alkoholgemisoh C10-C30
35 % Wasser
Die Rezepturen der Beispiele 1—4 wurden auf aiitimikrobielle Wirksamkeit, Koergismua, Toxizität, Solileimhautverträglicfakeit und Haltbarkeit geprüft und mit den Einzelkomponenten bzw« dem jeweiligen Zweistoffgemisch niederer Alkohol/Wass ers toffperoxid vergli chen i
Bakteriostatiscne Wirksamkeit
Methodikt
Der Bakteriostasetest wurde nach der Methode von W« Weuffem, D% Martin and m Schade (Pharmazie, J^ (1963) 420-426) durchgeführt^
Bei den Beispielen 1 bis 4 ist im Vergleich zu den Einzelkomponenten die Tendenz einer Steigerung der bakteriostatischen Effektivität erkennbar» Die Prüfergebnisse der 2- und 3—Stoff-Gemische verdeutlichen, daß eine gegenseitige Beeinflussung der Komponenten in Sinne einer Effektivitätsminderung nicht eintritt (Tabelle 1 )*«
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Tabelle 1
Wachstumshemmende Konzentrationen der Beispiele 1 bis 4 im Vergleich zu den Einzelkomponenten und ihrer Gemische
Geprüfte Mischung
Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3 Beispiel 4
1)
Minimale Hemmlconzentration II
Ii 2000 ti 500 15 500 1;1000
H2000 1ί 500 Ii 500 1:2000
1: 500 1 j 250 Ii 250 1: 500
Ii 500 1: 250 1: 250 1 j 500
Ethanol 70 % Propan-1-öl 60 Propan-2-ol 40
3% N 2)
H2°2
B 30
1 % 1 %
3)
1: 1i U
1: 250 Ii 500 128 1i 128
It 16
1: 32
Ii 8
1i 500
1i 500
1i 128
1 j
U Ii
8 4
1i 250 128 <i1i 128 <1i 128
u 16
1! 16
1t 8
ti 250
i 128
Hi 128
i 128
Ethanol 70 po 3 % ti 500 Propan-1-öl 60 %/B. 0 3$ Ii 500 Propan-2-ol 40 #/Ho0o 2 % 1i 500 1i 500 1i1000 Ii 500
1i 500
1t 250 ii 250
1i 500 ti 500 Ii 250
Beispiel 1 ohne Rf Beispiel 2 ohne Rf Beispiel 2 ohne E 30 Beispiel 3 ohne Rf1' Beispiel 3 ohne £ 30 Beispiel 4 ohne Rf Beispiel 4 ohne E 30
ti 1000 112000 ti 500 1i 500
1i 250 1i 500 1i 250 ti 500
ti 250 ti 250 1t 250 1i 250
1i 250 1i 500 1t 250 1i 250
U 128 Ii 500 1i 128 1i 250
IiIOOO ti 1000 1J1000 1i1000
IiIOOO U1000 Ii 500 1i1000
Legende t I II
a ss
h D
Staph. aureus SG
E· coli SG 770
absolute Wachsturnshemmung
vermiiide rt es ¥achs t«sa
1 i 1 verdünnt
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2) ' =: Alkyl dime t hylb enzylammoni umcfalo rid
*' = Natriumalkansulfonat E ' as Alkoholgemisch C10-C30 (»Riickf ettungsmittel1»)
Fungistatische Wirksamkeit
Methodik: Die fungistatische Wirksamkeit wurde nach der von W. Weuf· fern und B· Herrmann (Z. med· Labortechnik 8 (196?), 301 31*0 angegebenen Methode geprüfte
Die Ergebnisse sind in der Tabelle Z zusammengefaßt·
Tabelle 2
Wachstumshemmende Konzentrationen der Beispiele 1 bis gegenüber pathogenen Pilzen
Geprüfte Mis chung 1 I a 1 Minimale b 1 a II Hemmkonzentration 1 a III b
1 :16 1 j64 1 :16 1 i8 i32
1 :16 1 i64 1 :32 1 b 1 i8 1 :64
Beispiel 1 1 J16 1 :64 1 :32 1 j 64 1 :8 1 i32
Beispiel 2 «32 $128 t6k 1 i64 *8 1 :32
Beispiel 3 1) 1 :64 1
Beispiel 4 s 128
Legende} I s Trichophyton mentagrophytes
II s Microsporon canis III s Candida albleans
a s absolute Wachstumshemmung b s vermindertes Wachstum 1^= 1 ί 1 verdünnt
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Microbioeide ¥irksamkeit
Methodikϊ
Die Prüfungan wurden entsprechend der Richtlinie für die Prüfung und Bewertung der Wirksamkeit chemischer Desinfektionsverfahren (ZBl, Bakt. Hyg. 1* AbP* Orig. B 165 (1977), 335 - 380) ausgeführt·
Bei den Beispielen 1 bis 3 ist gegenüber den Vergleichsmischungen die Tendenz einer Erhöhung der bactericiden Effektivität erkennbar (Tabelle 3);-» Eine Steigerung der sporociden Effektivität ist an Hand der Verkürzung der erforderlichen Einwirkungszeit erkennbar (Tabelle k)y
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Tabelle 3
Ab totungszeiten und -konzentrationen der Beispiele 1 bis 4 und der entsprechendem Vergleiehssaischungen gegenüber Bakterien im Suspensionstest
Geprüfte Komzentra- Testkeim
Mischung tion im % Abtötungszeit in min.
StaphiauriSG 51i/£Ucoli 3/Pseud 2 5 10 15 2 5 10 15 2 5 10
VM 1 1 3 4 25 + + 0 0 + + 0 0 + + 0 0
(β VM 2) IM verdünnt 50 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Beispiel 2 VH 4 25 0 0 0 0 0 0 0 0 * + 0 0
VM 3 IM verdünnt 50 * 0 0 0 0 0 0 0 + 0 0 0
Beispiel Beispiel Beispiel 25 + 0 0 0 + 0 0 0 0 + 0
25 50 + + 0 + + 0 0 0 + 0 0
25 0 + 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
50 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
25 0 0 0 0 0 0 0 0 + 0 0 0
50 0 0 0 0 0 0 0 + 0 0 0
25 * 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
50 0 0 0 0 0 0 0 0
Legende: TM 1 s Vergleichs mis chung 1 (70 % Ethanol, 3 %
H2°2^ VM 3 s Vergleichsmischung 3 (80 % Propan-2-ol,
VM 4 a Vergleichsiaischung 4 (oO % Propan-1-öl,
+ s Wachstum
0 ss kein Wachstum
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Tabelle k
Abtöiungszeiten der Beispiele 1 bis k und der eiatspre· chonden Vörgleichsmischungen gegenüber Sporen von Clostridium pex-fringeias im Suspensions test
Geprüfte Mis chung 5 2 + + a Abtötongszeit in a min
a b 10 15 30
Beispiel 1 + + k + + 0 b a b 0 b
Beispiel VM 3, 1 * 1 + 0: * 0 0
Beispiel VM k + ♦ 0 +. 0
Beispiel ♦ J* ♦
+ 00
Legende i
VM 1 s Verglaichssischung 1 (70 % Ethanol, .3 % H«0 )
VM 3 = Vergleichsmiscfaung 3 ( 80 % Propan-2-ol, 4 ^ H 2 02
VM ^f = Vergleicbsmischung 4 (60 % Propan-1-Ol, 3 % H0O0)
CC Ä Ä
a = Änfangskonzentration 1 * 3
b = Anfangskonzentration 3>8 + ss Wachstum 0 ss kein Wachstum
Propan-1-Ol, 3
"3 Sporen/ml 10 Sporen/ml
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Bloekierurags—Aktivieruxigs tes t
Methodik:
2)er Blockierongs-Aktivieruragstest wurde nach der Method© von Wi Weuffen und Mentel (Pharmazie (1968), 579 - 582) durchgeführt«
Aus dem Einzelergebnissen der Biookierangs— Aktivierungstests ergeben sich zusammenfassend folgende Aussagen:
Zwischen den Einzelkomponenten der Kombinationen
- Ethanol-HgO /E 30
- Propan-2-ol/H202
- Propan-1-ol/H O0
kommt es zu einer Verstärkung der antimikrobiellen Wirkung;» Bei den anderen Kombinationen erfolgt keine gegenseitige Beeinträchtigung der bakteriostatischen Effektivität der Einzelkompoxaeiaten untereinander·
Bestimmung der Toxizität
Methodikί
¥eißen Mäusen, Stamm ICR Berlin, Körpermasse 18 - 25 g, werden die Prüfsubstanzen subcutan injiziert» Nach der Applikation werden Nahrung und Triiakwasser abgesetzt* Pro Dosis werden 10 Maus® (Geschlechtsverhältnis 1 i 1) eingesetzt^ Die -kÖ(-ö wird graphisch nach Litchf ield und Wilcoxoaa (J% Pharmacolr,expj* Therapeut. 96 (194<?), 99) bestimmt»
Bei der Prüfung der akuten systemischen Toxizität (subcutane LD„Q) ergab sich als wichtigstes Ergebnis, daß alle 2- und 3-Stoff-Gemische sowie die Beispiele 2-4 weniger toxisch als die den Gemischen zugrunde liegende Verdünnung von Wasserstoffperoxid sind (Tabelle 5)*
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"* I «J —
Efcenso sind die Gemische der Alkohole mit Wasserstoffperoxid nicht toxischer als die Alkohole allein« Diese Ergebnisse sind aus verschiedenen Gründen überraschend;
- Bei Kombinationen unterschiedlicher Wirkstoffe ist häufig eine Steigerung der Toxizität im Vergleich zu den Einzelkomponenten feststellbar·
- Die Alkohol/H O -Gemische verhalten sich bezüglich ihrer Toxizität nicht einmal additiv, vielmehr ist die Toxizität im Vergleich zu den Einzelkompomenten deutlich niedriger·
- Obwohl durch den Zusatz der Tenside bzw. Rückfettungsmittel die Toxizität erhöht wird, sind die Porsaulie— rungan nach wie vor weniger toxisch als HO allein· Lediglich Beispiel 1 ist toxischer· Beispiel 3 is* sogar weniger toxisch als die analogen. 2- und 3-Stoff-Gemische sowie Propan-2-ol bzw. HO allein·
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Tabelle 5
Akute süboutana L&erv der Beispiele 1 bis 4 im Vergleich zu den Einzelkomponenten und ihrer Gemische
Geprüfte Mischung
Vertrauens—
in g/kg Körpermasse grenzen
Beispiel 1 2 % 3,8 3,Ow4,8
Beispiel 2 8,8 7,6.^.10,2
Beispiel 31' 12,1 10,5^.14,1
Beispiel 4 7,2 6,4···8,1
Ethanol 70 $6 15,6 12,3.«.19,8
Propan-1-ol 60 $ 10,7 9,1i.. .12,6
Propan-2-ol 40 $ 9,0 7,6.j*.10,2
Propan-2-ol 60 $ ^3 5,6;.·· 7,0
H2O2 3i 6,0 4,7,.·7,7
H2°2 2 * ^ 10,8 7,8.#.15,0
C 4 1 £ ' 5,5 4,% *·7,3
E 30 1 % J '
Rf 0,5 $ ' >50
Ethanol 70 # H2°2 ^ ^ 15,4 13,8,..17,2
Ethanol 70 %/C 4 1 Jt 13,6 12,2 .,..15,1
Propan-1-öl 60 ^/H.Oa 14,9 12,7.^.17,2
Propan-2-ol 40 ^/H_0_ 11,0 9,0?»r·!· 13,6
Beispiel 1 ohne Rf 9,5 8,1... 11,2
Beispiel 2 ohne Rf 10,4 8,1...13,3
Beispiel 3 ohne Rf1' 10,3 8,6^{.12,2
Beispiel 4 ohne Rf 9,8 8,2...11,8
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1' as 1 : 1 verdünnt
1 = Alkyldimethylammoniumchlorid
^' ss Natriuraalkansulfonat E 30
' - Alkoholgemisoh C.o - C30 ("Rückfettungsmitteln)
Akute Reizwirkung der ¥irkstoffkombinationen
Methodik!
Die Heizwirkung wurde am Meerschweinehenauge nach der Methode von Kramer und Mitarbeiter (Z· ges». Hygiene 2^ (1978) 863 - 866) geprüft.
Die Ergebnisse aus den Prüfungen auf akute Reizwirkung im Ophthalmotest am Meerschweinchenauge erlauben folgende Aussagen:
3 /6ige wäßrige Wasserstoffperoxidlösung wird vom Meerschweinchenauge klinisch reizlos tolerierte Überraschend ist, daß die Reizwirkung des 2-Stoff-Gemisches Ethanol 70 $/c h 1 $ höher ist als die des 3-Stoff-Gemisches
Ethanol 70 %/C k I^ /H2°2 ^ ^ b2w· deS BeisPiels 1· Offenbar bewirkt ein Zusatz von HO eine Verminderung der akuten Reizung am Meerschweinchenauge·
Haltbarkaitsprüfung
Methodik:
Proben von Wirkstoffkombinationen nach Beispielen 1 bis k wurden 12 Monate lang in Polyathylenflaschen bei Raumtemperatur aufbewahrt. Der Gehalt an Wasserstoffperoxid wurde jodometrisch nach DAB7-DDR bestimmt.
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Ergebnisse der HaltbarksitsUntersuchungen
¥irkstoffkombination Abnahme des ΗΛΟ--Gehaltes nach
Monaten bezogen auf Anfangsgehalt
mach Beispiel 1 8,8 %
nach Beispiel 2 7,8 %
nach Beispiel 3 1,8 %
fiacfa Beispiel 4 10 %

Claims (4)

Erfindungs ansprucfa
1· Wirkstoffkombinationen zur Desinfektion, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Ethanol und/oder Propan-2~ol und/ oder Propan-1«=ol, Wasserstoffperoxid, grenzflächanaktiven Stoff und höheren gesättigten aliphatischen Alkoholen·
2· Wirkstoffkombinationen nach Punkt 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Ethanol und/oder Propan-2-ol und/ oder Propan—1—ol zwischen kO und 80 Gew.~$, 0,5 bis 10 Gew»-J& Wasserstoffperoxid, 0,5 bis 5 Gew«-% grenzflächenaktiven Stoff, 0,5 bis 2 Gew.-$ gesättigten aliphatischen Alkohol im C-Zahlbereich von C.Q bis C^ und mit Wasser ergänzt bis 100 Gew.-^, bezogen auf die gesamte Wirkstoffkombination und berechnet als wasserfreie Substanzen·
3· Wirkstoffkombinationen nach den Punkten 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß als grenzflächenaktiver Stoff Alkyldimethylbenzylammoniumchlorid verwendet wird·
4· Wirkstoffkombinationen nach den Punkten 1 und Z9 gekennzeichnet dadurch, daß als grenzflächenaktiver Stoff Alkaneulfonate t Alkylarylsulfcnate, Alkylsulfate oder Etheraulfate verwendet werden·
DD23813082A 1982-03-15 1982-03-15 Wirkstoffkombination zur desinfektion DD203685A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1993007250A1 (en) * 1991-10-09 1993-04-15 Novapharm Research (Australia) Pty. Ltd. Novel skin and hand cleansing process and compositions
WO1996029868A1 (en) * 1995-03-31 1996-10-03 Tetra Laval Holdings & Finance S.A. Disinfectant

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