DD203812A1 - Gaervorrichtung fuer teigstuecke - Google Patents

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DD203812A1 DD23550681A DD23550681A DD203812A1 DD 203812 A1 DD203812 A1 DD 203812A1 DD 23550681 A DD23550681 A DD 23550681A DD 23550681 A DD23550681 A DD 23550681A DD 203812 A1 DD203812 A1 DD 203812A1
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    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21CMACHINES OR EQUIPMENT FOR MAKING OR PROCESSING DOUGHS; HANDLING BAKED ARTICLES MADE FROM DOUGH
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Abstract

Die Gaervorrichtung beinhaltet eine stufenlose Gaerdauerregelung im Raum eines Gaerschrankes und eignet sich fuer kontinuierliche Teigbearbeitungsanlagen zur Herstellung von Weizenkleingebaeck. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, die Gaervorrichtung so zu gestalten, dasz die stufenlose Veraenderung der Gaerdauer ueber einen groeszeren Verstellbereich der Gaerstrecke technisch betriebssicherer und ohne Beschickungspause bei der Uebergabe geformter Teigstuecke in die kettengebundenen Traggehaenge des Gaerschrankes und insbesondere auf das Netzband des Backofens erfolgt. Die Merkmale der Erfindung bestehen im wesentlichen darin, dasz ein Gaerschrank endlose Transportketten besitzt, die auszer ortsfest gelagerten Kettenradpaarungen, durch jeweils zwei Kettenradpaarungen in einer beliebigen Anzahl selbstaendig gefuehrter, hintereinander angeordneter Schlitten laengenveraenderlich eine untere und obere Schlangengruppe bildend gefuehrt und ueber gemeinsame Antriebswellen mit einer Kontrolleinrichtung kraftschluessig verbunden sind, deren endlose Steuerkette mittels Kettenraeder Schlaufen bildend einen Anzeigewagen aufnimmt. Der Synchronlauf beider Antriebswellen wird beim Veraendern der Gaerstreckenlaenge aufgehoben, indem die ausgangsseitige Welle eine erhoehte oder reduzierte Drehzahl erhaelt.

Description

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Titel der Erfindung Gärvorrichtung für Teigstücke Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Gärvorrichtung für Teigstücke zum stufenlosen Verändern des zeitlichen Durchlaufs derselben im Raum eines Gärschrankes mit umlaufend durch endlose Ketten geführte, frei pendelnde Traggehänge einer kontinuierlich produzierenden Teigbearbeitungsanlage, insbesondere für die Herstellung von Weizenkleingebäck.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Gärvorrichtungen kommen zur Herausbildung einer lockeren Struktur geformter bzw. gewirkter, mit biologischen Lockerungsmitteln angereicherter Teigstücke zum Einsatz.
Die Qualität der sogenannten Stückgare wird durch die Faktoren Gärtemperatur, Luftfeuchte und Gärdauer im wesentlichen beeinflußt. Bedingt durch ein breites Produktionssortiment, d,h. nach der Art des Teiges und nach der Größe der Teigstücke, Abweichungen von Rohstoffqualitäten und eine unterschiedlich maschinelle Teigbereitung und -verarbeitung ist es notwendig, u.a. die Gärdauerregelung besonders bei Weizenkleingebäck stufenlos einstellbar zu gestalten« Eine derartige Gärvorrichtung zum Yor- und Nachgären von geformten Teigstücken ist z.B. aus der DD - PS 21 242 bekannt, deren Gärschrank ein kontinuierlich umlaufendes
30. »1982*9139698
Schalenwerk aufweist, das räumlich zwischen je einem Zuführ- und Abführband angeordnet ist. Die zwei endlosen Transportketten des Schalenwerkes nehmen in gleichmäßig vorbestimmten Abständen frei pendelnde Traggehänge auf, wobei jedes mit mehreren Gärschalen ausgestattet ist. Die Transportketten werden über eine Vielzahl von Kettenradpaarungen, welche im Gestell des Gärschrankes größtenteils fest sta-. tioniert sind, raumsparend mäander- bzw. paternosterförmig durch den klimatisierten Gärraum geführt. Der Transportweg der Teigstücke bzw. die Gärstrecke, gemessen von der Beschickungsstation bis zur Entleerungsstation,, ist stufenlos in der Durchlauflänge veränderlich und richtet sich baulich nach der maximal erforderlichen Gär- und Backzeit, dem Durchsatz des Backofens· In Anbetracht einer möglichst kurzen Bauweise des Gärschrankes mit einem möglichst großen veränderlichen Längenbereich der Gärstrecke, ist das Schalenwerk in zwei übereinanderliegende Schlangengruppen derart geführt, daß ihre Schlaufenbildung durch beispielsweise vier untere und obere Umlenkkettenräder erfolgt, die gemeinsam in einem Verstellrahmen lagern. Seine vertikale !Führung wird durch seitlich zugeordnete Sollen in entsprechend vorgesehenen Gleitschienen des Gärschrankgestelles erreicht. Das Schalenwerk besitzt ein- und ausgangsseitig je eine Antriebswelle, wobei die erste gleichzeitig als Antrieb für das Zuführband und die zweite als Antrieb für das Abführband dient» Weisen beide Antriebswellen synchrone Drehzahlen auf, die dem Durchsatz der Teigbearbeitungsanlage angepaßt sind, halten die oberen und unteren Schlangengruppen des Schalenwerkes den Verstellrahmen in jeder Einstellhöhe zwischen einer nicht besprochenen unteren und oberen Grenze fest. In Abhängigkeit der verwendeten Art der Obergabeeinrichtungen, indem, z.B. das Zuführ- und Abfuhrband über eine Teilstrecke mit-dem Schalenwerk eine gemeinsame Bahn besitzen, ist die Drehrichtung und somit der mäanderförmige Verlauf der Gärstrecke, mit belegten Traggehängen unterhalb der rücklaufenden Leerstrecke festgelegt. Die erforderliche Gärdauerveränderung wird durch wechselseitig steuerbare Differenzgeschwindigkeiten der Antriebswellen erreicht. Bei einer
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Verkürzung der Gärstrecke behält die eingangsseitige Antriebswelle ihre konstante Drehzahl, während die ausgangsseitige Antriebswelle eine Zeitlang mit.einer höheren Drehzahl betrieben wird. Dies übt insbesondere auf die untere Schlangengruppe einen Zug aus, der den Verstellrahmen abwärts sieht. Dabei verkleinert sich die .Schlangenhöhe der unteren Schlangengruppe, während sich die Schlangenhöhe der oberen, rücklaufenden Schlangengruppe proportional vergrößert. Dagegen erfolgt bei einer Verlängerung der Gärstrecke der Vorgang umgekehrt, indem die eingangsseitige Antriebswelle eine Zeitlang mit einer höheren Drehzahl beauflagt wird und die ausgangsseitige Antriebswelle ihre konstante Drehzahl beibehält. Der gleiche Verstelleffekt kann auch durch Reduzieren der Drehzahl bis auf Null der einen oder anderen Antriebswelle erreicht werden. Die jeweils erreichte Gärdauer wird mittels einer einfachen Höhenanzeige des Verstellrahmens auf der Bedienseite des Gärschrankes von einer entsprechenden Skala abgelesen. Der Haenteil dieser bekannten Gärvorrichtung besteht insbesondere darin, daß unter Berücksichtigung eines breiten Produktionssortimentes eine optimal veränderliche Gärstreck mehrere Kettenschlaufen je Schlangengruppe innerhalb des gemeinsamen Verstellrahmens erfordert, so daß durch die ein seitige Drehzahlveränderung ein Plaschenzugeffekt entsteht, dessen Zugkräfte den Verstellrahmen in seiner Führung verkanten und gleichzeitig unzulässig hohe Spannungen auf die Transportketten des Schalenwerkes ausüben, bis zur Gärschra havarie
Zum Vermeiden dieser Verkantung des Verstellrahmens wurde in der Praxis das Verstellprinzip dahingehend weiterentwickelt, daß beide Antriebswellen innerhalb der Verstellzeit zwar synchrone Drehzahlen aufweisen, jedoch gegensin— nig zueinander umlaufen« Der besondere Nachteil dieses Verstellprinzipes liegt in der Drehrichtungsänderung der eingangs- oder ausgangsseitigen Antriebswelle begründet, indem diese gemeinsam aus funk tionellen Gründen am Anfang und Ende eines jeden Verstellvorganges stillgese'tzt werden müssen, darin einschließend
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das gesamte Transportsystem des Gärschrankes. Somit erfordert jede Gärdauerregelung "während der kontinuierlichen Produktion eine vorherige Beschickungsunterbrechung des im Gärschrank angeordneten Zuführbandes und ein Leerfahren der Gärstrecke zum Vermeiden von Ausschuß, hervorgerufen durch die Rückwärtsbewegung bereits belegter Traggehänge in den Übergabebereichen, aber auch durch Übergären der Teigstücke. . Die Beschickungsunterbrechung wird' zwangsläufig bei Portsetzung des Produktionsflusses auf die Uachfolgeeinrichtungen übertragen. Die Belegungslücke von einem Vorgärschrank z.B. kann bis 20 Minuten betragen, so daß bei einem Back-
2 ofen mit 81 m Backfläche ein Produktionsverlust von ca.
480 kg Brötchen eintritt, abgesehen von der ungenutzten Wärmeenergie.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, eine Gärvorrichtung für Teigstücke zu schaffen, um die aufgezeigten -flachteile zu vermeiden und eine optimal kontinuierliche Beschickung der Backfläche mit ausgereiften Teigstücken, insbesondere im Stückmassebereich von Weizenkleingebäck zu erreichen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die lufgabe zugrunde, bei einer Gärvorrichtung der eingangs genannten Art die stufenlose Veränderung der Gärdauer über einen größeren Verstellbereich technisch betriebssicherer als bisher zu gestalten, derart, daß ein sortimentsgebundener Programmwechsel oder eine Gärdauerkorrektur keine Beschickungspause bei der Übergabe von geformten Teigstücken sowohl in die Traggehänge einer durch endlose Transportketten mäanderförmig gebildeten Gärstrecke, als auch bei der Übergabe auf die Nachfolgeeinrichtungen, insbesondere auf das Uetzband des Backofens innerhalb der ι zulässigen technologischen Parameter, benötigt. Darin eingeschlossen ist eine den Bedingungen entsprechende Kontrolleinrichtung zum Messen und Steuern einer vorwählbaren Gär-
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dauer.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Gärschrank endlose Transportketten besitzt·, die außer bekannten ortsfest gelagerten Kettenradpaarungen, durch jeweils zwei Kettenradpaarungen in einer beliebigen Anzahl selbständig geführter, hintereinander angeordneter Schlitten, längenveränderlich eine untere und obere Schlangengruppe bildend, geführt und über gemeinsame Antriebswellen mit einer Kontrolleinrichtung kraftschlüssig verbunden sind deren endlose Steuerkette mittels Kettenräder längenveränderlich Schlaufen bildend einen Anzeigewagen aufnimmt. Hierzu gehört, daß den Antriebswellen je eine Uebenantriebs welle unterstützend zugeordnet sind und daß insbesondere die eingangsseitige Antriebswelle konstante Drehzahlen aufweist. Perner besitzt die Kontrolleinrichtung ein Getriebe mit zwei gleichen voneinander unabhängigen Zahnradstufen, die eingangsseitig über Kettentriebe mit den gleichsinnig umlaufenden Antriebswellen des Gärschrankes verbunden sind und ausgangsseitig mittels ortsfester Kettenräder die Schla fen der Steuerkette höhenbegrenzt führen. Weiterhin werden die beliebig im Gärraum eingenommenen, vorwiegend unterschiedlichen Höhenlagen der Schlitten über eine Zunge des vertikal geführten Anzeigewagens auf eine Skala jeweils als Gärdauer kompensiert, die z,B. mittels Schlitzinitiatoren vorwählbar ausgebildet ist.
Die erfindungsgemäSe Ausgestaltung der Gärvorrichtung, insbesondere die Anwendung einzeln geführter Schlitten zur Schlaufenbildung der Transportketten in Gruppen, sind bestimmend für den Anstieg der Betriebssicherheit bei gleichzeitiger Vergrößerung des variablen Gärdauerbereiches auf engstem Raum, Das stufenlose Verstellen der Gärdauer erfolgt während des kontinuierlichen Produktionsablaufes ohne Beschickungspause des Gärschrankes bzw, Backofens und sichert eine optimale Durchsatzleistung der Teigbearbeitungsanlage, insbesondere für Weizenkleingebäck.
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Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Äusführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt eine schematisch dargestellte Seitenansicht der Gärvorrichtung mit einer angedeuteten Zu- und'Abführung von geformten Teigstücken zum Torgären.
Die Gärvorrichtung für Teigstücke beinhaltet einen Gär-
schrank 1, dem oberhalb seiner Beschickungsstation 2 eine angedeutete, quer zur anlagengemäßen Transportrichtung stationierte Abziehvorrichtung 3 vorgeordnet ist. Ihr Abziehbereich für die Teigstücke 4 richtet sich nach der Arbeitsbreite des zur Anlage zugeordneten Backofens. Entsprechend der gewählten Übergabe ist das an sich bekannte Transportsystem des Gärschrankes 1 räumlich angeordnet, indem seine zwei endlosen Transportketten 5» ausgerüstet mit frei pendelnden Traggehängen 6, im wesentlichen über eine Vielzahl von Ke'ttenradpaarungen 7; 8; 9 mäander- bzw. paternoster-
förmig geführt sind.. Jede der Kettenradpaarungen 7 ist fest im Gärschrankgestell gelagert, abgesehen von möglichen Korrekturen der Kettenspannung. Dagegen ist jede einzelne Kettenradpaarung 8; 9 paarweise in einem selbständigen Schlitten 10 stationiert', dessen nicht dargestellte
vertikale Führung z.B.. durch seitlich zugeordnete Rollen in entsprechenden Gleitschienen des Gärschrankgesteiles erreicht' wird. Seine Schienenführung ist jeweils nach unten und oben begrenzt und durch Endschalter abgesichert
Je nach dem Verstellbereich einer erforderlichen minimalen bis maximalen Gärdauer richtet sich die Anzahl der hintereinander angeordneten Schlitten 10. Sie sollten erfahrungsgemäß mindestens zwei betragen. Die dadurch erzielten Schlaufen der .Transportketten 5/ bilden gemeinsam eine untere und obere Schlangengruppe 11; 12, wobei die Ketterischlaufen
innerhalb jeder Gruppe grundsätzlich unterschiedliche Längen proportional zueinander aufweisen und nur in der unteren wie oberen gemeinsamen Endlage der Schlitten 10 eine jeweils einheitlich proportionale Länge besitzen.
Im unteren Gärschrankbereich ist eine Antriebswelle 13 der Transportketten 5 gelagert. Sie ist mittels zugeordneter Kettentriebe 14; 15 sowohl mit einer Uebenantriebswelle 16 und einem Getriebe 17 einer Kontrolleinrichtung, als auch mit einer nicht dargestellten ersten Hauptantriebswelle des vorgeordneten Teilmaschinensystem verbunden. Letztere endei: in einem dreistufigen Schaltgetriebe, dessen ausgangsseitige zweite Hauptantriebswelle, beispielsweise zu einem Uachgärschrank, gleichzeitig die kraftschlüssige Verbindung über eine Antriebswelle 18 mittels Kettentriebe 19; 20 zum Getriebe 17 und einer Febenantriebswelle 21 herstellt. Die Kontrolleinrichtung des Gärschrankes 1 ist an seiner Bedienseite stationiert. Sie besteht im wesentlichen aus dem Getriebe 17, über dessen Kettenräder 22 eine endlose Steuerkette 23 gleichermaßen die Kettenräder 24 eines vertikal geführten Anzeigewagens 25 schlaufenbildend umschlingt. Seine zugeordnete Zunge lagert über dem Anzeigefeld einer Skala 26. Die Skalenteilung ist dem verstellbaren Gärdauerbereich angepaßt. Der Skalenteilung sind ferner nicht dargestellte feste und/oder bewegliche Schlitz initiatoren zur Vorwahl der Gärdauer zugeordnet. Das Getrie be 17 besitzt zwei gleiche voneinander unabhängige Zahnradstufen 27; 28, wobei die Zahnradstufe 27 den Kettentrieb 15 mit der Steuerkette 23 und die Zahnradstufe 28 kraftschlüssig den Kettentrieb 19 mit der Steuerkette 23 verbindet. Eine weitere Ausgestaltung der Kontrolleinrichtung, insbesondere durch elektronische Mittel, zum programmierbaren !Fernbedienen ist vorgesehen. Den höhenverstellbaren Schlangengruppen 11; 12 können bedarfsweise ortsfeste Kettenschla fen folgen, ehe sich am Endpunkt der Gärstrecke eine Entleerungsstation 29 mit zugeordnetem Transportband 30 anschließt, das als Zwischenbearbeitungsstation und/oder Übergabeeinrichtung ausgebildet sein kann. Die Wirkungsweise ist folgende: Dem Gärschrank 1 werden im Bereich seiner Beschickungsstation 2 mittels einem kontinuierlich bewegten Band der Abziehvorrichtung 3 z.B. gleichzeitig sechs Querreihen geformter Teigstücke derart übergeben, daß ihre Ablage intermittierend 24-reihig in die
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durch Transportketten 5 ständig zugeführten Traggehänge 6 synchron in dieser Anzahl erfolgt ^ Unter Berücksichtigung einer konstanten Abziehgeschwindigkeit des Bandes und Transportgeschwindigkeit der Traggehänge 6 wird über die Geschwindigkeitsresultierende- der Aufstellwinkel für die quer zur Beschickungsstation 2 stationierte Abziehvorrichtung 3 ermittelt. Er weicht erfahrungsgemäß um einige Grade von 9O0'ab und dient zum Sichern einer genauen Teigstücke blage in die Traggehängemulden bei entsprechend großer Arbeitsbreite« Die dem Durchsatz der Teigbearbeitungsanlage angepaßten Drehzahlen werden mittels der nicht dargestellten Hauptantriebswelle auf die gleichsinnig umlaufenden Antriebswellen 13; 18 und-somit insbesondere auf die Transportketten 5 übertragen. Dabei weist* die Antriebswelle 13 immer konstante Drehzahlen auf, darin einschließend die ITebenantriebswelle 16 und die Kettenräder 22 der Zahnradstufe 27. Analoge Drehzahlen werden der Antriebswelle 18 durch das zwischengeordnete dreistufige Schaltgetriebe innerhalb einer bereits eingestellten Gärdauer übermittelt und somit auf die Hebenantriebswelle 21 und die Kettenräder 22 der Zahnradstufe 28 übertragen. Die dabei eingesteuerte Synchronität beider Antriebseinheiten bewirkt, daß sowohl die Kettenschlaufen der unteren und oberen Schlangengruppe 11; 12 auf ihren jeweils zugeordneten Schlitten 10, als auch die Schlaufen der Steuerkette 23 auf den Anzeigewagen, eine gleichmäßige Zugkraft ausüben, so daß diese unabhängig voneinander die Höhenlage beibehalten, die sie bei der vorangegangenen Gärdauerverstellung eingenommen haben. Ferner zeigt die Zunge des "Anzeigewagens 25 auf der Skala 26 die derzeitig eingestellte Gärdauer an, die sich aus der vorhandenen Gärstrecke, gemessen von der Beschickungsstation 2 über die Kettenschlaufen der Schlangengruppe 11 bis zur Entleerungsstation 29 und der Transportgeschwindigkeit der kontinu- ierlich bewegten Traggehänge 6 ergibt. Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist der Entleerungsstation 29 ein angedeutetes, die vorgereiften Teigstücke 4 aufnehmendes Transportband 30 zugeordnet, das zur technologischen Zwischen-
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behandlung der Teigstücke 4, z.B. mit einer Schneideinrichtung o.a., ausgerüstet sein kann, ehe diese einem ITachgärschrank mit analogem funktioneilen Aufbau, oder nach diesen dem Betzband eines Backofens, im festgelegten Reihenabstanc kontinuierlich übergeben werden.
Soll nun aus technologischen Gründen ein Terkürzen der Gärdauer während der Produktion vorgenommen werden, wird die Antriebswelle 18 und ITebenantriebswelle 21 mit einer höheren Drehzahlstufe-des Schaltgetriebes beauflagt, wodurch die Kettenschlaufen der unteren Schlangengruppe 11 ihre Schlitten 10 "völlig beliebig in den vertikalen Führungen herabziehen. Gleichzeitig wird dieser Vorgang auf die Kontrolleinrichtung übertragen, indem die untere Schlaufe der Steuerkette 23 die Drehzahldifferenz messend, den Anzeige-'wagen 25 herunterzieht, solange; bis die gewählte Gärdauer erreicht ist und das Schaltgetriebe auf die- synchrone Dr ehzahlstufe umschaltet.
Der gleiche Ablauf erfolgt beim Verlängern der Gärdauer, nur mit dem Unterschied, daß eine reduzierte Drehzahlstufe auf die Antriebswelle 18 einwirkt, wodurch die Kettenschlaufen der oberen Schlangengruppe 12 die Schlitten 10 und die obere Schlaufe der Steuerkette 23 den Anzeigewagen 25 nach oben ziehen
Eine Anwendung dieses Prinzips in einem Uachgärschrank sieht hierzu vor, daß die Drehzahlstufen außerhalb der Synchronität beider Antriebswellen 13; 18 nur so hoch bemessen sind, daß der Belegungsabstand der ausgereiften Teigstücke 4 auf das Uetzband des Backofens in den vorgegebenen technologischen und oekonomischen Grenzen erfolgt.

Claims (3)

  1. 23550 6 8
    Pa tentansprüche
    1. Gärvorrichtung für Teigstücke zum stufenlosen Verändern der Gärdauer mit einem über Kettenradpaarungen mäanderförmig geführten Transportsystem, dessen endlose Ketten frei pendelnde Traggehänge aufnehmend mindestens über einen Teilbereich Kettenschlaufen aufweisen, die durch einen gemeinsamen Verstellrahmen .längenveränderliche Schlangengruppen bilden und ihre proportional einheitlichen Längen, von wechselseitig steuerbaren Antriebswellen bestimmbar sind, dadurch gekennzeich.net, daß ein Gärschrank (1) endlose Transportketten (5) besitzt, die außer bekannten ortsfest gelagerten Ke'ttenradpaarungen .(7), durch Kettenradpaarungen (.8j 9) jeweils in einer beliebigen Anzahl selbständig geführter, hintereinander angeordneter Schlitten (10) längenveränderlich eine untere und obere Schlangengruppe (11; 12) bildend geführt und über gemeinsame Antriebswellen (13; 18) mit einer Kontrolleinrichtung kraftschlüssig verbunden sind, deren endlose Steuerkette (23) mittels Kettenräder (22; 24) längenveränderliche Schlaufen bildend einen Anzeigewagen (25) aufnimmt-,
  2. 2. Gärvorrichtung nach Punkt 1, dadurch ge-. kennzeichnet , daß den Antriebswellen "(13; 18) je eine Uebenantriebswelle (16; 21) zugeordnet sind und daß insbesondere die eingangsseitige Antriebswelle (13) konstante Drehzahlen aufweist,
  3. 3. Gärvorrichtung nach Punkt tu. 2, dadurch g e kennzeichnet, daß die Kontrolleinrichtung ein Getriebe (17) mit zwei gleichen voneinander unabhängigen Zahnradstufen (27; 28) besitzt, die eingangsseitig über Kettentriebe (15; 19) mit den gleichsinnig umlaufenden Antriebswellen (13; 18) verbunden sind und ausgangsseitig mittels ortsfester Kettenräder (22) die Schlaufen der Steuerkette (23) höhenbegrenzt führen.
    Gärvorrichtung nach Punkt 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet , daß die beliebig im Gärraum eingenommenen Höhenlagen der Schlitten (10) über eine Zunge des vertikal geführten Anzeigewagens (25) auf einer Skala (26) als Gärdauer kompensiert werden, die z.B. mittels Schlitzinitiator vorwählbar ausgebildet ist»
    Hierzu 1 Seite Zeichnung
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