DD203812B1 - Gaervorrichtung fuer teigstuecke - Google Patents

Gaervorrichtung fuer teigstuecke Download PDF

Info

Publication number
DD203812B1
DD203812B1 DD23550681A DD23550681A DD203812B1 DD 203812 B1 DD203812 B1 DD 203812B1 DD 23550681 A DD23550681 A DD 23550681A DD 23550681 A DD23550681 A DD 23550681A DD 203812 B1 DD203812 B1 DD 203812B1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
fermentation
proofer
guided
dough pieces
dough
Prior art date
Application number
DD23550681A
Other languages
English (en)
Other versions
DD203812A1 (de
Inventor
Rainer Proetsch
Karl-Christian Maehnert
Original Assignee
Rainer Proetsch
Maehnert Karl Christian
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rainer Proetsch, Maehnert Karl Christian filed Critical Rainer Proetsch
Priority to DD23550681A priority Critical patent/DD203812B1/de
Priority to DE19823243793 priority patent/DE3243793A1/de
Priority to AT431282A priority patent/AT376872B/de
Priority to NL8204677A priority patent/NL8204677A/nl
Priority to CH702982A priority patent/CH652004A5/de
Priority to GB08234931A priority patent/GB2112341B/en
Publication of DD203812A1 publication Critical patent/DD203812A1/de
Publication of DD203812B1 publication Critical patent/DD203812B1/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21CMACHINES OR EQUIPMENT FOR MAKING OR PROCESSING DOUGHS; HANDLING BAKED ARTICLES MADE FROM DOUGH
    • A21C13/00Provers, i.e. apparatus permitting dough to rise
    • A21C13/02Provers, i.e. apparatus permitting dough to rise with endless conveyors, e.g. for moving the dough pieces progressively through the prover

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Manufacturing And Processing Devices For Dough (AREA)

Description

eingangsseitige Antriebswelle ihre konstante Drehzahl, während die ausgangsseitige Antriebswelle eine Zeitlang mit einer höheren Drehzahl betrieben wird. Dies übt insbesondere auf die untere Schlangengruppe einen Zug aus, der den Verstellrahmen abwärts zieht. Dabei verkleinert sich die Schlangenhöhe der unteren Schlangengruppe, während sich die Schlangenhöhe der oberen, rücklaufenden Schlangengruppe proportional vergrößert. Dagegen erfolgt bei einer Verlängerung der Gärstrecke der Vorgang umgekehrt, indem die eingangsseitige Antriebswelle eine Zeitlang mit einer höheren Drehzahl beauflagt wird und die ausgangsseitige Antriebswelle ihre konstante Drehzahl beibehält. Der gleiche Verstelleffekt kann auch durch Reduzieren der Drehzahl bis auf Null der einen oder anderen Antriebswelle erreicht werden. Die jeweils erreichte Gärdauer wird mittels einer einfachen Höhenanzeige des Verstellrahmens auf der Bedienseite des Gärschrankes von einer entsprechenden Skala abgelesen.
Der Nachteil dieser bekannten Gärvorrichtung besteht insbesondere darin, daß unter Berücksichtigung eines breiten Produktionssortimentes eine optimal veränderliche Gärstrecke mehrere Kettenschlaufen je Schlangengruppe innerhalb des gemeinsamen Verstellrahmens erfordert, so daß durch die einseitige Drehzahlveränderung ein Flaschenzugeffekt entsteht, dessen Zugkräfte den Verstellrahmen in seiner Führung verkanten und gleichzeitig unzulässig hohe Spannungen auf die Transportketten des Schalenwerkes ausüben, bis zur Gärschrankhavarie.
Zum Vermeiden dieser Verkantung des Verstellrahmens wurde in der Praxis das Verstellprinzip dahingehend weiterentwickelt, daß beide Antriebswellen innerhalb der Verstellzeit zwar synchrone Drehzahlen aufweisen, jedoch gegensinnig zueinander umlaufen.
Der besondere Nachteil dieses Verstellprinzipes liegt in der Drehrichtungsänderung der eingangs- oder ausgangsseitigen Antriebswelle begründet, indem diese gemeinsam aus funktioneilen Gründen am Anfang und Ende eines jeden Verstellvorganges stillgesetzt werden müssen, darin einschließend das gesamte Transportsystem des Gärschrankes. Somit erfordert jede Gärdauerregelung während der kontinuierlichen Produktion eine vorherige Beschickungsunterbrechung des im Gärschrank angeordneten Zuführbandes und ein Leerfahren der Gärstrecke zum Vermeiden von Ausschuß, hervorgerufen durch die Rückwärtsbewegung bereits belegter Traggehänge in den Übergabebereichen, aber auch durch Übergären der Teigstücke. Die Beschickungsunterbrechung wird zwangsläufig bei Fortsetzung des Produktionsflusses auf die Nachfolgeeinrichtungen übertragen. Die Belegungslücke von einem Vorgärschrank z. B. kann bis 20 Minuten betragen, so daß bei einem Backofen mit 81 m2 Backfläche ein Produktionsverlust von ca. 480 kg Brötchen eintritt, abgesehen von der ungenutzten Wärmeenergie.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, eine Gärvorrichtung für Teigstücke zu schaffen, um die aufgezeigten Nachteile zu vermeiden und eine optimal kontinuierliche Beschickung der Backfläche mit ausgereiften Teigstücken, insbesondere im Stückmassebereich von Weizenkleingebäck zu erreichen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Gärvorrichtung der eingangs genannten Art die stufenlose Veränderung der Gärdauer über einen größeren Verstell bereich technisch betriebssicherer als bisher zu gestalten, derart, daß ein sortimentsgebundener Programmwechsel oder eine Gärdauerkorrektur keine Beschickungspause bei der Übergabe von geformten Teigstücken sowohl in die Traggehänge einer durch endlose Transportketten mäanderförmig gebildeten Gärstrecke, als auch bei der Übergabe auf die Nachfolgeeinrichtungen, insbesondere auf das Netzband des Backofens innerhalb der zulässigen technologischen Parameter, benötigt. Darin eingeschlossen ist eine den Bedingungen entsprechende Kontrolleinrichtung zum Messen und Steuern einer vorwählbaren Gärdauer.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die im Gärschrank angeordneten endlosen Transportketten außer von ortsfest gelagerten Kettenradpaarungen durch einzelne Kettenradpaarungen, die in jeweils einem von zwei und mehr zueinander unabhängig geführten, hintereinander angeordneten Schlitten paarweise gelagert derart schlaufenförmig geführt sind, daß die längenveränderlichen Kettenschlaufen zwar eine untere und obere Schlangengruppe bilden, jedoch innerhalb dieser im Zwischenbereich einer gemeinsamen unteren und oberen Schlittenendlage, unterschiedlich proportionale Schlaufenlängen zueinander aufweisen. Über gemeinsame Antriebswellen sind sie analog mit einer Kontrolleinrichtung kraftschlüssig verbunden, deren endlose Steuerkette mittels Kettenräder längenveränderliche Schlaufen bildend einen Anzeigewagen aufnimmt und mittels der ausgangsseitig angeordneten, geschwindigkeitsregulierbaren Antriebswelle eine nicht einheitliche Längenänderung von einzelnen Kettenschlaufen als jeweilig anliegende Gärstrecke meßbar ist, indem insbesondere die beliebig im Gärraum eingenommenen, vorwiegend unterschiedlichen Höhenlagen der Schlitten über eine Zunge des Anzeigewagens auf einer Skala jeweils als Gärdauer kompensiert werden. Hierzu gehört, daß den Antriebswellen je eine Nebenantriebswelle unterstützend zugeordnet sind und daß insbesondere die eingangsseitige Antriebswelle konstante Drehzahlen aufweist. Ferner besitzt die Kontrolleinrichtung ein Getriebe mit zwei gleichen voneinander unabhängigen Zahnradstufen, die eingangsseitig über Kettentriebe mit den gleichsinnig umlaufenden Antriebswellen des Gärschrankes verbunden sind und ausgangsseitig mittels ortsfester Kettenräder die Schlaufen der Steuerkette höhenbegrenzt führen.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt eine schematisch dargestellte Seitenansicht der Gärvorrichtung mit einer angedeuteten Zu- und Abführung von geformten Teigstücken zum Vorgären.
Die Gärvorrichtung für Teigstücke beinhaltet einen Gärschrank 1, dem oberhalb seiner Beschickungsstation 2 eine angedeutete, quer zur anlagengemäßen Transportrichtung stationierte Abziehvorrichtung 3 vorgeordnet ist. Ihr Abziehbereich für die Teigstücke 4 richtet sich nach der Arbeitsbreite des zur Anlage zugeordneten Backofens. Entsprechend der gewählten Übergabe ist das an sich bekannte Transportsystem des Gärschrankes 1 räumlich angeordnet, indem seine zwei endlosen Transportketten 5, ausgerüstet mit frei pendelnden Traggehängen 6, im wesentlichen über eine Vielzahl von Kettenradpaarungen 7; 8; 9 meander- bzw. paternosterförmig geführt sind. Jede der Kettenradpaarungen 7 ist fest im Gärschrankgestell gelagert, abgesehen von möglichen Korrekturen der Kettenspannung. Dagegen ist jede einzelne Kettenradpaarung 8; 9 paarweise in einem selbständigen Schlitten 10 stationiert, dessen nicht dargestellte vertikale Führung z. B. durch seitlich zugeordnete Rollen in entsprechenden Gleitschienen des Gärschrankgestelles erreicht wird. Seine Schienenführung ist jeweils nach unten und oben begrenzt und durch Endschalter abgesichert.
Je nach dem Verstellbereich einer erforderlichen minimalen bis maximalen Gärdauer richtet sich die Anzahl der hintereinander angeordneten Schlitten 10. Sie sollten erfahrungsgemäß mindestens zwei betragen. Die dadurch erzielten Schlaufen der Transportketten 5 bilden gemeinsam eine untere und obere Schlangengruppe 11; 12, wobei die Kettenschlaufen innerhalb jeder Gruppe grundsätzlich unterschiedliche Längen proportional zueinander aufweisen und nur in der unteren wie oberen gemeinsamen Endlage der Schlitten 10 eine jeweils einheitlich proportionale Länge besitzen.
Im unteren Gärschrankbereich ist eine Antriebswelle 13 der Transportketten 5 gelagert. Sie ist mittels zugeordneter Kettentriebe 14; 15 sowohl mit einer Nebenantriebswelle 16 und einem Getriebe 17 einer Kontrolleinrichtung, als auch mit einer nicht dargestellten ersten Hauptantriebswelle des vorgeordneten Teilmaschinensystem verbunden. Letztere endet in einem dreistufigen Schaltgetriebe, dessen ausgangsseitige zweite Hauptantriebswelle, beispielsweise zu einem Nachgärschrank, gleichzeitig die kraftschlüssige Verbindung über eine Antriebswelle 18 mittels Kettentriebe 19; 20 zum Getriebe 17 und einer Nebenantriebswelle 21 herstellt. Die Kontrolleinrichtung des Gärschrankes 1 ist an seiner Bedienseite stationiert. Sie besteht im wesentlichen aus dem Getriebe 17, über dessen Kettenräder 22 eine endlose Steuerkette 23 gleichermaßen die Kettenräder 24 eines vertikal geführten Anzeigewagens 25 schlaufenbildend umschlingt. Seine zugeordnete Zunge lagert über dem Anzeigefeld einer Skala 26. Die Skalenteilung ist dem verstellbaren Gärdauerbereich angepaßt. Die Skalenteilung sind ferner nicht dargestellte feste und/oder bewegliche Schlitzinitiatoren zur Vorwahl der Gärdauer zugeordnet. Das Getriebe 17 besitzt zwei gleiche voneinander unabhängige Zahnradstufen 27; 28, wobei die Zahnradstufe 27 den Kettentrieb 15 mit der Steuerkette 23 und die Zahnradstufe 28 kraftschlüssig den Kettentrieb 19 mit der Steuerkette 23 verbindet.
Eine weitere Ausgestaltung der Kontrolleinrichtung, insbesondere durch elektronische Mittel, zum programmierbaren Fernbedienen ist vorgesehen. Den höhenverstellbaren Schlangengruppen 11; 12 können bedarfsweise ortsfeste Kettenschlaufen folgen, ehe sich am Endpunkt der Gärstrecke eine Entleerungsstation 29 mit zugeordnetem Transportband 30 anschließt, das als Zwischenbearbeitungsstation und/oder Übergabeeinrichtung ausgebildet sein kann. Die Wirkungsweise ist folgende: Dem Gärschrank 1 werden im Bereich seiner Beschickungsstation 2 mittels einem kontinuierlich bewegten Band der Abziehvorrichtung 3 z. B. gleichzeitig sechs Querreihen geformter Teigstücke derart übergeben, daß ihre Ablage intermittierend 24reihig in die durch Transportketten 5 ständig zugeführten Traggehänge 6 synchron in dieser Anzahl erfolgt. Unter Berücksichtigung einer konstanten Abziehgeschwindigkeit des Bandes und Transportgeschwindigkeit der Traggehänge 6 wird über die Geschwindigkeitsresultierende der Aufstellwinkel für die quer zur Beschickungsstation 2 stationierte Abziehvorrichtung 3 ermittelt. Erweicht erfahrungsgemäß um einige Grade von 90° ab und dient zum Sichern einer genauen Teigstückablage in die Traggehängemulden bei entsprechend großer Arbeitsbreite. Die dem Durchsatz der Teigbearbeitungsanlage angepaßten Drehzahlen werden mittels der nicht dargestellten Hauptantriebswelle auf die gleichsinnig umlaufenden Antriebswellen 13; 18 und somit insbesondere auf die Transportketten 5 übertragen. Dabei weist die Antriebswelle 13 immer konstante Drehzahlen auf, darin einschließend die Nebenantriebswelle 16 und die Kettenräder 22 der Zahnradstufe 27. Analoge Drehzahlen werden der Antriebswelle 18 durch das zwischengeordnete dreistufige Schaltgetriebe innerhalb einer bereits eingestellten Gärdauer übermittelt und somit auf die Nebenantriebswelle 21 und die Kettenräder 22 der Zahnradstufe 28 übertragen.
Die dabei eingesteuerte Synchronität beider Antriebseinheiten bewirkt, daß sowohl die Kettenschlaufen der unteren und oberen Schlangengruppe 11; 12 auf ihren jeweils zugeordneten Schlitten 10, als auch die Schlaufen der Steuerkette 23 auf den Anzeigewagen, eine gleichmäßige Zugkraft ausüben, so daß diese unabhängig voneinander die Höhenlage beibehalten, die sie bei der vorangegangenen Gärdauerverstellung eingenommen haben. Ferner zeigt die Zunge des Anzeigewagens 25 auf der Skala 26 die derzeitig eingestellte Gärdauer an, die sich aus der vorhandenen Gärstrecke, gemessen von der Beschickungsstation 2 über die Kettenschlaufen der Schlangengruppe 11 bis zur Entleerungsstation 29 und der Transportgeschwindigkeit der kontinuierlich bewegten Traggehänge 6 ergibt. Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist der Entleerungsstation 29 ein angedeutetes, die vorgereiften Teigstücke 4 aufnehmendes Transportband 30 zugeordnet, das zur technologischen Zwischenbehandlung der Teigstücke 4, z. B. mit einer Schneideinrichtung o. ä., ausgerüstet sein kann, ehe diese einem Nachgärschrank mit analogem funktionellen Aufbau, oder nach diesem dem Netzband eines Backofens, im festgelegten Reihenabstand kontinuierlich übergeben werden.
Soll nun aus technologischen Gründen ein Verkürzen der Gärdauer während der Produktion vorgenommen werden, wird die Antriebswelle 18 und Nebenantriebswelle 21 mit einer höheren Drehzahlstufe des Schaltgetriebes beauflagt, wodurch die Kettenschlaufen der unteren Schlangengruppe 11 ihre Schlitten 10 völlig beliebig in den vertikalen Führungen herabziehen. Gleichzeitig wird dieser Vorgang auf die Kontrolleinrichtung übertragen, indem die untere Schlaufe der Steuerkette 23 die Drehzahldifferenz messend, den Anzeigewagen 25 herunterzieht, solange, bis die gewählte Gärdauer erreicht ist und das Schaltgetriebe auf die synchrone Drehzahlstufe umschaltet.
Der gleiche Ablauf erfolgt beim Verlängern der Gärdauer, nur mit dem Unterschied, daß eine reduzierte Drehzahlstufe auf die Antriebswelle 18 einwirkt, wodurch die Kettenschlaufen der oberen Schlangengruppe 12 die Schlitten 10 und die obere Schlaufe der Steuerkette 23 den Anzeigewagen 25 nach oben ziehen.
Eine Anwendung dieses Prinzips in einem Nachgärschrank sieht hinzu vor, daß die Drehzahlstufen außerhalb der Synchronität beider Antriebswellen 13; 18 nur so hoch bemessen sind, daß der Belegungsabstand der ausgereiften Teigstücke 4 auf das Netzband des Backofens in den vorgegebenen technologischen und ökonomischen Grenzen erfolgt.

Claims (3)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Gärvorrichtung für Teigstücke zum stufenlosen Verändern der Gärdauer mit einem über Kettenradpaarungen mäanderformig geführten Transportsystem, dessen endlose parallelgeführte Ketten frei pendelnde Traggehänge aufnehmend mindestens über einen Teilbereich Kettenschlaufen aufweisen, die durch einen gemeinsamen mittels Kettenradpaarungen versehenen Verstellrahmen längenveränderliche Schlangengruppen bilden und deren einheitlich proportionale Schlaufenlängen zueinander durch eine einsteuerbare Differenzgeschwindigkeit über Antriebswellen des Transportsystems bestimmbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die im Gärschrank (1) angeordneten endlosen Transportketten (5) außer von ortsfest gelagerten Kettenradpaarungen (7) durch einzelne Kettenradpaarungen (8; 9), die in jeweils einem von zwei und mehr zueinander unabhängig geführten, hintereinander angeordneten Schlitten (10) paarweise gelagert derart schlaufenförmig geführt sind, daß die längenveränderlichen Kettenschlaufen zwar eine untere und obere Schlangengruppe (11; 12) bilden, jedoch innerhalb dieser im Zwischenbereich einer gemeinsamen unteren und oberen Schlittenendlage unterschiedlich proportionale Schlaufenlängen zueinander aufweisen und über gemeinsame Antriebswellen (13; 18) analog mit einer Kontrolleinrichtung kraftschlüssig verbunden sind, deren endlose Steuerkette (23) mittels Kettenräder (22; 24) längenveränderliche Schlaufen bildend einen Anzeigewagen (25) aufnimmt und mittels der ausgangsseitig angeordneten, geschwindigkeitsregulierbaren Antriebswelle (18) eine nicht einheitliche Längenänderung von einzelnen Kettenschlaufen als jeweilig anliegende Gärstrecke meßbar ist.
  2. 2. Gärvorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Antriebswellen (13; 18) je eine Nebenantriebswelle (16; 21) zugeordnet sind und daß insbesondere die eingangsseitige Antriebswelle (13) konstante Drehzahlen aufweist.
  3. 3. Gärvorrichtung nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolleinrichtung ein Getriebe (17) mit zwei gleichen voneinander unabhängigen Zahnradstufen (27; 28) besitzt, die eingangsseitig über Kettentriebe (15;. 19) mit den gleichsinnig umlaufenden Antriebswellen (13; 18) verbunden sind und ausgangsseitig mittels ortsfester Kettenräder (22) die Schlaufen der Steuerkette (23) höhenbegrenzt führen.
    Hierzu 1 Seite Zeichnung
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft eine Gärvorrichtung für Teigstücke zum stufenlosen Verändern des zeitlichen Durchlaufs derselben im Raum eines Gärschrankes mit umlaufend durch endlose Ketten geführte, frei pendelnde Traggehänge einer kontinuierlich produzierenden Teigbearbeitungsanlage, insbesondere für die Herstellung von Weizenkleingebäck.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Gärvorrichtungen kommen zur Herausbildung einer lockeren Struktur geformter bzw. gewirkter, mit biologischen Lockerungsmitteln angereicherter Teigstücke zum Einsatz.
    Die Qualität der sogenannten Stückgare wird durch die Faktoren Gärtemperatur, Luftfeuchte und Gärdauer im wesentlichen beeinflußt. Bedingt durch ein breites Produktionssortiment, d. h. nach der Art des Teiges und nach der Größe der Teigstücke, Abweichungen von Rohstoffqualitäten und eine unterschiedlich maschinelle Teigbereitung und -verarbeitung ist es notwendig, u. a. die Gärdauerregelung besonders bei Weizenkleinjgebäck stufenlos einstellbar zu gestalten. Eine derartige Gärvorrichtung zum Vor- und Nachgären von geformten Teigstücken ist z. B. aus der DD-PS 21242 bekannt, deren Gärschrank ein kontinuierlich umlaufendes Schalenwerk aufweist, das räumlich zwischen je einem Zuführ- und Abführband angeordnet ist. Die zwei endlosen Transportketten des Schalenwerkes nehmen in gleichmäßig vorbestimmten Abständen frei pendelnde Traggehänge auf, wobei jedes mit mehreren Gärschalen ausgestattet ist. Die Transportketten werden über eine Vielzahl von Kettenradpaarungen, welche im Gestell des Gärschrankes größtenteils fest stationiert sind, raumsparend mäander- bzw. paternosterförmig durch den klimatisierten Gärraum geführt. Der Transportweg der Teigstücke bzw. die Gärstrecke, gemessen von der Beschickungsstation bis zur Entleerungsstation, ist stufenlos in der Durchlauflänge veränderlich und richtet sich baulich nach der maximal erforderlichen Gär- und Backzeit, dem Durchsatz des Backofens. In Anbetracht einer möglichst kurzen Bauweise des Gärschrankes mit einem möglichst großen veränderlichen Längenbereich der Gärstrecke, ist das Schalenwerk in zwei übereinanderliegende Schlangengruppen derart geführt, daß ihre Schlaufenbildung durch beispielsweise vier untere und obere Umlenkkettenräder erfolgt, die gemeinsam in einem Verstellrahmen lagern. Seine vertikale Führung wird durch seitlich zugeordnete Rollen in entsprechend vorgesehenen Gleitschienen des Gärschrankgestelles erreicht. Das Schalenwerk besitzt ein- und ausgangsseitig je eine Antriebswelle, wobei die erste gleichzeitig a.ls Antrieb für das Zuführband und die zweite als Antrieb für das Abführband dient. Weisen beide Antriebswellen synchrone Drehzahlen auf, die dem Durchsatz der Teigbearbeitungsanlage angepaßt sind, halten die oberen und unteren Schlangengruppen des Schalenwerkes den Verstellrahmen in jeder Einstellhöhe zwischen einer nicht besprochenen unteren und oberen Grenze fest. In Abhängigkeit der verwendeten Art der Übergabeeinrichtungen, indem z. B. das Zuführ- und Abführband über eine Teilstrecke mit dem Schalenwerk eine gemeinsame Bahn besitzen, ist die Drehrichtung und somit der mäanderförmige Verlauf der Gärstrecke mit belegten Traggehängen unterhalb der rücklaufenden Leerstrecke festgelegt. Die erforderliche Gärdauerveränderung wird durch wechselseitig steuerbare Differenzgeschwindigkeiten der Antriebswellen erreicht. Bei einer Verkürzung der Gärstrecke behält die
DD23550681A 1981-12-08 1981-12-08 Gaervorrichtung fuer teigstuecke DD203812B1 (de)

Priority Applications (6)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD23550681A DD203812B1 (de) 1981-12-08 1981-12-08 Gaervorrichtung fuer teigstuecke
DE19823243793 DE3243793A1 (de) 1981-12-08 1982-11-26 Gaervorrichtung fuer teigstuecke
AT431282A AT376872B (de) 1981-12-08 1982-11-26 Gaervorrichtung fuer teigstuecke
NL8204677A NL8204677A (nl) 1981-12-08 1982-12-02 Gistinrichting voor deegstukken.
CH702982A CH652004A5 (de) 1981-12-08 1982-12-03 Gaervorrichtung fuer teigstuecke.
GB08234931A GB2112341B (en) 1981-12-08 1982-12-08 Fermentation apparatus for dough products

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD23550681A DD203812B1 (de) 1981-12-08 1981-12-08 Gaervorrichtung fuer teigstuecke

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DD203812A1 DD203812A1 (de) 1983-11-09
DD203812B1 true DD203812B1 (de) 1987-05-06

Family

ID=5535223

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD23550681A DD203812B1 (de) 1981-12-08 1981-12-08 Gaervorrichtung fuer teigstuecke

Country Status (6)

Country Link
AT (1) AT376872B (de)
CH (1) CH652004A5 (de)
DD (1) DD203812B1 (de)
DE (1) DE3243793A1 (de)
GB (1) GB2112341B (de)
NL (1) NL8204677A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2279932B (en) * 1991-04-30 1995-07-26 Murata Manufacturing Co Conveyor equipment

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE473092C (de) * 1926-04-08 1929-03-16 Baker Perkins Ltd Verfahren zum Backen von Kasten- und Landbrot in einem Backofen mit vorgeschalteter Gaerkammer

Also Published As

Publication number Publication date
GB2112341A (en) 1983-07-20
DE3243793A1 (de) 1983-06-16
DD203812A1 (de) 1983-11-09
CH652004A5 (de) 1985-10-31
NL8204677A (nl) 1983-07-01
GB2112341B (en) 1985-09-04
DE3243793C2 (de) 1989-06-08
ATA431282A (de) 1984-06-15
AT376872B (de) 1985-01-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2803223C2 (de)
CH671241A5 (de)
DE69205351T3 (de) Vliesbandleger.
DE3742251A1 (de) Strangmaschine zum herstellen eines doppelstrangs der tabakverarbeitenden industrie
DE69205335T3 (de) Vliesbandleger.
DE3514361C2 (de)
DE69205336T2 (de) Vliesleger.
EP0058324B1 (de) Vorrichtung zum geregelten Kühlen von Walzdraht aus der Walzhitze
DE1556704C3 (de)
DE2631863A1 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen aufrollen von gebaeckplaettchen
DE2346192A1 (de) Vorrichtung zur ueberfuehrung von auf einem bandfoerderer in parallelen querreihen angeordneten gegenstaenden in eine fortlaufende linie
DE2146554C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum LangroUen und/oder Langwirken von Teigstucken Fr. Winkler KG, Spezialfabrik für Bäckereimaschinen und Backöfen, 7730 Villingen
DE3736418C2 (de)
DD203812B1 (de) Gaervorrichtung fuer teigstuecke
CH657963A5 (de) Gaervorrichtung fuer teigstuecke.
EP0446332B1 (de) Vorrichtung und verfahren zum mischen von treibladungspulver-stangen
WO1991005093A1 (de) Mehrballenöffner
DE1095223B (de) Durchlauf-Backofen mit mehreren uebereinander angeordneten, gegenseitig umlaufenden endlosen Foerderbandsystemen und an jeder Richtungsumkehrstelle angeordneten UEberleitorganen
DE1951625A1 (de) Trockner fuer Gutsbahnen,vorzugsweise Trikotagen
DE2361043A1 (de) Anlage zur aufbereitung von kleinbroten
DE102004063256A1 (de) Speichereinrichtung mit variabler Speicherkapazität
DE2906964C2 (de)
DD211938A5 (de) Verfahren und vorrichtung zum trocknen keramischer formlinge
DE2926115C2 (de) Vorrichtung zum Verteilen von Bogen in Sammelfächer
DE2909296A1 (de) Gebaeckformmaschine

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee