DD204677A1 - Verfahren zum verpacken von spulenkoerpern - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verpacken von Spulenkoerpern, das in der Chemiefaser- und Textilindustrie angewendet wird. Das Ziel der Erfindung besteht in einer Verringerung der Qualitaetsunterschiede zwischen verpackten, bewickelten Spulen gleicher Sortimente sowie in der Vermeidung von Verpackungsfehlern. Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zum Verpacken von Spulenkoerpern, das durch die Kombination weitestgehend automatisierter Verfahrensschritte eine rationelle Verpackungstechnologie ermoeglicht. Die erfindungsgemaesse Loesung sieht ein Verfahren vor, welches dadurch charakterisiert ist, dass die ungeprueft und unsortiert auf den Spulenwagen befindlichen Spulenkoerper unter gleichzeitiger Zuordnung einer maschinenlesbaren Nummer auf Trays umgesetzt werden, danach eine mindestens aus einem Titer-, einem Thermoschrumpf- und einem Gewichtsmessplatz bestehende, automatisch arbeitende, rechnergekoppelte Pruefstrecke durchlaufen, anschliessend die geprueften Spulenkoerper rechnergesteuert sortiert und sortimentsgerecht in Speicherbahnen abgelagert und im Anschluss daran von einem Verpackungsroboter bedarfsgerecht abgerufen und verpackt werden.
Description
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Titel der Erfindung
Verfahren zum Verpacken von Spulenkörpern
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpaoken von Spulenkörpern, daa in der Chemiefaser- und Textilinduotrie angewendet wird, um beispielsweise mit Syntheseseide bewickelte, von Aufspulmaschinen abgenommene Spulen zu verpacken·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Ea ist bekannt, Spulenkörper von Spinn- oder Te-xtilmasohi- . nen abzunehmen, zu sortieren, auf Spulenwagen zu hängen, zu einem Verpackungsraum zu transportieren und in Behälter zu verpaoken. Die einzelnen Arbeitsgänge werden dabei manuell durchgeführt.
Bedingt durch die Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeiten an den Maschinen und die Vergrößerung der Bewicklungamaase der Spulenkörper machte sich eine teilweise Automatisierung der bisher manuell durchgeführten Arbeitsgänge erforderlich.
In der DE-OS 2704693 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verpacken von Kötzern vorgeschlagen, das gemäß den Vorrichtungsansprachen im wesentlichen aus einer
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Verpackungsmaschine besteht, die zwischen die aufgestellten Wi ck" el ma a chine η gefahren wird· Von Spulengreifern werden mehrere bewickelte Spulen, wie in den Verfahre nsanaprli ehe η ausgeführt, von den Spindeln einer Wickelmaschine gleichzeitig abgenommen, an eine von den Spindeln entfernte Stelle gebracht und in Folientliten eingebeutelt. Die eingebeutelten, von den Spulengreifern gehaltenen Spulen werden anschließend nach einer Abstandsänderung der Spulengreifer, bei der deren gegenseitiger Abatand vom Spindelabatand auf einen flir das Verpacken vorbeatimmten Abatand verändert wird, zu einer Stelle oberhalb eines bereitgestellten Verpackungsbehälters gebracht und die bewickelten, eingebeutelten Spulen vertikal in den Verpackungsbehälter abgesenkt sowie von den Spulengreifern befreit. Die wieder in die Bereitschaft slage gebrachten Spulengreifer nehmen erneut mehrere Spulen von den Spindeln der Wickelmaschine ab und fuhren sie in dem bereits geschilderten Verfahrensablauf dem Verpackungsbehälter zu, der, wenn er gefüllt ist, verschlossen und abtransportiert wird·
Im Hinblick auf die Verwendungsfähigkeit des vorgeschlagenen Verfahrens sind folgende Nachteile feststellbar:
Die Anwendung des vorgeschlagenen Verfahrens setzt voraus, daß sämtliche bewiokelte Spulen, die von der Wickelmaschine abgenommen werden, hinsichtlich des Titers, des Gewichtes sowie anderer textilphysikaliseher Parameter die gleichen Werte aufweisen und keinerlei Qualitätsdifferenzen sswischen den einzelnen bewickelten Spulen bestehen. De dieser Idealfall infolge von Störungen des Wickelprozesses, beispielsweise hervorgerufen durch Fadenbruche, Schwankungen der Wiokelgeschwindigkeit oder Spinnatörungen, nur in den seltensten Fällen gegeben ist, werden beim vorgeschlagenen Verfahren bewickelte Spulen sehr unterschiedli-
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eher Qualität verpackt, was bei deren textiler Weiterverarbeitung zu Qualitäteeinbrtichen flihrt.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß jedes auf einer Wickelmaschine gefahrene Sortiment gesondert abzunehmen und zu verpacken ist, was nur noch fttr kleine produzierte Losgrößen akzeptabel ist. Da es bei der Großproduktion jedoch Üblich ist, mehrere Sortimente nebeneinander abzunehmen und zu verpacken, ist deren fehlerfreies Auseinanderhalten und Verpacken bei Anwendung des vorgeschlagenen Verfahrens nicht möglich.
Da die nach Erreichen der vorgegebenen Bewicklungsmasse abgenommenen, in Verpackungsbehälter verpackten bewickelten Spulen abzutransportieren, zu stapeln und nach Anliegen entsprechender Versandanforderungen erneut zu bewegen und zu Versandeinheiten zusammenzustellen sind, ist die vorgeschlagene Verfahrensweise mit einem hohen, nicht vertretbaren Aufwand an !Transport-, Lager- und Umsohlagsleistungen verbunden.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in einer Verringerung der Qualitätsunterschiede zwischen verpackten, bewickelten Spulen gleicher Sortimente, in der Vermeidung von Verpaokungsfehlern sowie in einer Verminderung von Transport-, Lager- und Umschlagsleistungen.
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Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung .liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Verpacken von Spulenkörperη zu schaffen, das durch die Kombination weitestgehend automatisierter Verfahrensschritte eine rationelle Verpackungstechnologie ermöglicht. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Verfahren zum Verpacken von Spulenkörpern gelöst, die sioh auf Spulenwagen befinden und einer Verpackungslinie zugeführt werden, welches daduroh charakterisiert ist, daß die ungeprUft und unsortiert auf den Spulenwagen befindlichen Spulenkörper unter gleichzeitiger Zuordnung einer maschinenlesbaren Nummer auf Trays umgesetzt werden, danach eine mindestens aus einem Titer-, einem Thermoschrumpf- und einem Gewichtsmeßplatz bestehende, automatisch arbeitende, rechnergekoppelte Prüfstrecke durchlaufen, anschließend die geprüften Spulenkörper rechnergesteuert sortiert und sortimentsgerecht in Speioherbahnen abgelagert und im Anschluß daran von einem Verpakkungsroboter bedarfsgerecht abgerufen und verpackt werden.
Überrasohend wurde gefunden, daß trotz mehrerer gleichzeitig nebeneinander der Verpackungslinie zugeflihrter unterschiedlicher Sortimente keine Sortimentsverwechslungen beim Verpacken auftraten, daß Qualitätsdifferenzen zwischen Spulenkörpern einer Verpackungseinheit völlig ausblieben und daß sich die Transport-, Lager- und Umachlagsleistungen auf ein Minimum reduzieren ließen.
Nach Erreichen der festgelegten Bewioklungsmasse werden die Spulenkörper, worunter die Hlilsen mit den auf sie aufgewundenen Päden verstanden werden sollen, mittels Doffer beziehungsweise manuell von den Maschinen abgenommen und auf Spulenwagen abgelegt. Die Abnahme der Spulenkörper
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erfolgt dabei in beliebiger Folge· Ea sind weder eine bestimmte Maschine, noch ein bestimmtes Sortiment oder ein ständig wiederkehrendes Zeitintervall als Ordnungsprinzip für die Ablage der Spulenkörper auf den Spulenwagen zu beachten.
Die unsortierten Spulenkörper werden von den Spulenwagen automatisch auf Trays, worunter dornenbesetzte Tabletts definierter Abmessungen verstanden werden sollen, umgesetzt. Jedes Tray nimmt nur einen Spulenkörper auf. Bei diesem Vorgang erhält jeder Spulenkörper eine maschinenlesbare, rechnergespeicherte Nummer, anhand derer der Spulenkörper beim Durchlauf durch die einzelnen Verpackungsabsohnitte identifiziert wird. Der weitere Durchlauf der Spulenkörper durch die Verpackungslinie bis zu ihrer Ablage in einer Verpackungseinheit ist als hochgradig automatisierter Vorgang gestaltet.
Die mit Spulenkörpern beladenen Trays passieren anschließend eine Prüfstrecke· Beim Durchlauf durch die Prüfstrecke wird das Gewicht der Spulenkörper,der Titer und der Thermosohrumpf der aufgewickelten Fäden mittels automatisch arbeitender Prüfgeräte ermittelt. Die erhaltenen Prüfwerte werden von einem Rechner, der mit den Prüfgeräten gekoppelt ist, fortlaufend unter der maschinenlesbaren Nummer der einzelnen Spulenkörper abgespeichert und auf Abruf ausgedruckt .
Zweckmäßig ist es, außer diesen drei für die Charakterisierung der Spulenkörper unbedingt erforderlichen Prüfgeräten noch zusätzliche Prüfgeräte innerhalb oder außerhalb der Prüfstrecke anzuordnen, um weitere textilphysikalisohe Werte zu ermitteln, die für eine zielgerichtete Weiterverarbeitung der Spulenkörper genutzt werden können.
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Die geprüften Spulenkörper werden nach Passieren der Prüfstrecke anhand der gespeicherten Prüfwerte rechnergesteuert sortiert und in Sortierspeicherbahnen gesammelt. Entsprechend vorliegender Sortiments- und Qualitätsanforderungen erfolgt über Rechner der Abruf einer beliebigen Anzahl für den Versand beziehungsweise die unmittelbare Weiterverarbeitung benötigter Spulenkörper mit definierten textilphysikalischen Parametern aus den Sortierspeicherbahnen.
Die abgerufenen Spulenkörper werden einem Verpackungsroboter zugeführt, der ihre Verpackung und Ablage in Verpackungseinheiten vornimmt.
Bei den nach dem erfindungsgeraäßen Verfahren verpackten Spulenkörpern waren zwisohen den Spulenkörpern einer Verpackungseinheit keine Qualitätsdifferenzen oder SortimentsVerwechslungen feststellbar.
Gegenüber dem vorgeschlagenen Verfahren weist die erfindungsgemäße Lösung folgende Vorteile auf:
Das erfindungagemäße Verfahren stellt eine hochrationalisierte zuverlässige Verpackungstechnologie dar. Ausgehend von einer Vielzahl unsortierter und ungeprüfter
Spulenkörper sind zwischen den verpackten Spulenkörpern einer Verpaokungseinheit weder Qualitätsdifferenzen noch Sortiment sverweohslungeη festzustellen. Durch das bedarfsgerechte Abrufen der geprüften und sortierten Spulenkörper vom Verpackungsroboter machen sich keine zusätzlichen Transport- und Umsohlagsleistungen erforderlich.
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Auaführungsbeispiel
Die Erfindung soll an einem Ausflihrungsbeispiel nachstehend näher erläutert werden:
Aus Spinndüsen austretende schnellgesponnene Polyesterendlosfäden werden nach ihrer Abkühlung und Präparierung auf 32-stelligen Aufspulmaschinen zu Spulenkörpern mit einer Bewicklungsmasse von 12 kg aufgewunden, mittels Spulenwechslern abgenommen, auf Zwischengatter geschoben, anschließend auf Spulenwagen abgelegt und die Spulenwagen zur Übergabestation der Spulenkörper von den Spulenwagen auf Trays transportiert.
Da auf den Aufspulmaschinen das gleichzeitige Aufwinden von 7 verschiedenen Sortimenten erfolgt, fallen in unregelmäßigen Zeitinteryallen unterschiedliche Sorten von Spulenkörpern an, die unsortiert auf Spulenwagen abgelegt werden. Beim automatischen Umsetzen der Spulenkörper von den Spulenwagen auf Trays werden den Spulenkörpern, unter Aktivierung der bereits vom Rechner im Aufspulraum ermittelten Materialdaten, in der Übergabestation maschinenlesbare Nummern zugeordnet und im Rechner gespeichert sowie die Code-Mummern der Trays vom Rechner gelesen. Diese Daten stehen für Steuerungazwecke des ab Übergabestation bis zum Verpackungsroboter als geschlossene Einheit zu betrachtenden Verpaokungsobjektea zur Verfugung.
Von der Übergabestation gelangen die mit Spulenkörpern beladenen Trays in einen Vorspeicher, bevor sie automatisch abgerufen werden und eine aus einem Gewichts-, einem Titerund einem Thermoschrumpfmeßplatz bestehende Prüfstrecke durchlaufen. Die Übertragung der ermittelten Prüfwerte an den Rechner erfolgt durch ein im Prüfgerät gebildetes Signal.
Claims (1)
- Erf ind ung a a napr uch1. Verfahren aum Verpacken von Spulenkörpern, die sich auf Spulenwagen befinden und einer Verpackungalinie zugeführt werden, gekennzeichnet dadurch, daß die ungeprlift und unsortiert auf den Spulenwagen befindlichen Spulenkörper unter gleichzeitiger Zuordnung einer maschinenlesbaren Kummer auf Trays umgesetzt werden, danach eine mindestens aus einem Titer-, einem Thermoschrumpf- und einem Gewichtsmeßplatz bestehende, automatisch arbeitende, rechnergekoppelte Prüfstrecke durohlaufen, anschließend die geprüften Spulenkörper rechnergesteuert sortiert und sortimentsgerecht in Speicherbahnen abgelagert und im Anschluß daran von einem Verpackungsroboter bedarfsgerecht abgerufen und verpackt werden.233367 6Anhand der Gesamtheit der eingespeicherten Daten wird die rechnergesteuerte Sortierung der die Prüfstrecke verlassenden Spulenkörper vorgenommen, wobei die Sortierung in . bis zu 10 Sortierklassen erfolgt, was bei 7 gleichzeitig nebeneinander hergestellten Sortimenten einen zu sortierenden Umfang von 70 -Sorten bedeutet.Die sortierten Spulenkörper werden aus den Sortierstrecken automatisch in die entsprechenden Kanäle eines Durchlaufregallagers eingeschleust und in Speicherbahnen abgela-sgert. Die Steuerung des Durchlaufregallagers ist mit der Programmsteuerung des Verpackungsroboters eng verknüpft. Vom Rechner des Verpaokungsrobotera werden entsprechend vorliegender Bedarfs- und Qualitätsanforderungen aus dem Durchlaufregallager Spulenkörper abgerufen und zu Paletten zusammengestellt. Die zur Palette zusammengefügten Spulenkörper werden anschließend verpackt, wobei die Spulenkörper gewiohtsmäßig aufaddiert und flir jeden Spulenkörper anhand der im Rechner gespeicherten Daten ein Etikettenausdruck mit bis zu 12 flir die Weiterverarbeitung benötigten Parametern erfolgt.Anschließend erfolgt die Rückführung der duroh den Verpackungsroboter von den Spulenkörpern befreiten Trays zur Ubergabestation, wo ihr erneuter Einsatz erfolgt. Die bedarfsgerecht auf der Basis der eingespeicherten Qualitätsparameter abgerufenen und verpackten sowie zu Paletten zusammengestellten Spulenkörper liefern infolge fehlender Qualitätsdifferenzen ausgezeichnete Ergebnisse bei ihrer "Weiterverarbeitung zu Pläohengebilden.
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1982
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