DD205935B1 - Verfahren und vorrichtung zur fuehrung textiler arbeitsstuecke - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Führen von ein- oder mehrteiligen textlien Arbeitsstücken, insbesondere von Zuschnitteilen für Bekleidungsstücke, die dadurch gekennzeichnet sind, daß die Naht innerhalb des Arbeitsstückes endet, wie das z. B. bei Ärmeln mit Schlitz der Fall ist.
Es sind Schleppklemmen bekannt, die im wesentlichen folgende Funktionen realisieren:
- Zusammenhalten der einzelnen Teile des Arbeitsstückes im Endbereich, damit die zu nähenden Teile längengleich bleiben
- leichtes Straffen des Arbeitsstückes in Längsrichtung zum Ausgleich kleiner Längenunterschiede über die gesamte Nahtlänge
- Konturengerechte Nähgutführung quer zu Nähgutvorschubrichtung zur Erzielung eines gleichmäßigen Nahtverlaufs.
Die Qualität der genähten Arbeitsstücke ist dann am besten, wenn ihre Klemmung in der Nähe des Nahtendes erfolgt. Die bekannten technischen Lösungen (siehe DE-PS 2 728 967) haben den Nachteil, das Nähgut bis zum Beenden der Naht nicht mehr führen zu können, so daß das Ende des Arbeitsstückes sich selbst überlassen ist.
Die Erfindung hat das Ziel, die Führung textiler Arbeitsstücke zu vervollkommnen. Die Einrichtung soll störungsfrei und mit geringem mechanischen Aufwand arbeiten.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Einrichtung, die es ermöglicht, Arbeitsstücke deren Nahtende sich im Teil befindet, über den gesamten zu nähenden Bereich zu führen. Die Arbeitsstücke dürfen ihre zuvor fixierte Lage zueinander nicht mehr ändern und die Nahtbreite soll durch die Führung beeinflußt werden können.
Eine bekannte schienengeführte Schleppklemme führt das Arbeitsstück bis zu einem bestimmten Punkt vor dem Nähfuß. Die Schleppklemme wird geöffnet und in einem Schloß arretiert. Die weitere Führung bis zum Nahtende erfolgt erfindungsgemäß symmetrisch zum gedachten Nahtverlauf durch paarig angeordnete Führungsrollen, welche schwenkbar in der Schleppklemme angeordnet sind. Ihre Andrückkraft ist über die Feder einstellbar. Die Bedingungen beim Herausziehen des Arbeitsstückes entsprechen der Manipulation der Näherin.
Nach Beendigung des Nähvorganges wird die Schleppklemme durch das Schloß freigegeben und kehrt in geöffnetem Zustand in die Ausgangslage zurück. Zur Dämpfung der Rückwärtsbewegung ist ein Arbeitszylinder mit einer Drossel angeordnet.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden: In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Schleppklemme in geschlossener Stellung
Fig. 2: Schleppklemme in Übergabestellung
Fig. 3: Schleppklemme in geöffneter Stellung am Anschlag
In eine bekannte Schleppklemme 1 wird das mehrteilige Arbeitsstück 2 an eine Anlegehilfe 16 eingelegt und in bekannter Weise geklemmt. Das Arbeitsstück wird durch den internen Transport der Nähmaschine zusammen mit der Schleppklemme in Richtung Nähmaschinennadel unter dem Einfluß einer Rückholkraft 3 gezogen. Bestandteil der Schleppklemme ist eine mit Schloß 4 bezeichnete Einrichtung, in welche die Schleppklemme mit dem Winkelstück 14 einrastet und im teilweise geöffneten Zustand gehalten wird. In diesem Zustand befindet sich die Fixiernadel 5 der Schleppklemme nicht mehr im Nähgut.
Bestandteil der Schleppklemme sind weiterhin Führungsrollen 6, die an einem Hebel 7 drehbar gelagert sind. Dieser Hebel 7 ist mit einem Drehgelenk 8 an der Deckplatte 9 der Schleppklemme befestigt. Zur Realisierung einer Vorspannkraft sind Hebel 7 und Deckplatte 9 mit einer Feder 19 gekoppelt. Der Abspreizwinkel zwischen Hebel 7 und Deckplatte 9 wird durch den Anschlag 10 begrenzt.
Die genannte Schleppklemme wird durch den Transport des Arbeitsstückes in Nährichtung solange mitgenommen, bis diese durch den Anschlag 12 in Verbindung mit der Klinke 11 geöffnet wird und die Fixiernadel 5 unter dem Einfluß der Feder 15 aus dem Arbeitsstück 2 heraustritt. Gleichzeitig wird dabei die Schleppklemme durch das Schloß 4, das durch einen Arbeitszylinder 13 betätigt wird, in Verbindung mit einem Winkelstück 14 arretiert.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, wird das Arbeitsstück 2 durch die paarig angeordneten Führungsrollen б festgehalten. Das Arbeitsstück 2 wird beim weiteren Transport durch die sich abwälzenden paarig angeordneten Führungsrollen 6 bis zum Beenden der Naht geführt, wobei die Lage der Teile zueinander erhalten bleibt und eine eingestellte konstante Nahtbreite garantiert wird. Nach erfolgtem Nähvorgang gibt das Schloß 4 durch Betätigung des Arbeitszylinders 13 die Schleppklemme frei. Diese kehrt durch Wirkung der Kraft 3 in ihre Ausgangsstellung zurück. Um einen Schlag beim Aufprall der Schleppklemme an ihrer Ausgangsstelle zu verhindern, wird diese durch eine Dämpfungseinrichtung, die durch einen pneumatischen Arbeitszylinder 17 in Verbindung mit einer Drossel 18 gekennzeichnet ist, aufgefangen.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Führung textiler Arbeitsstücke bis zu einem Punkt vor dem Nähfuß durch eine schienengeführte Schleppklemme mit Führungseinrichtung, gekennzeichnet dadurch, daß an einer Deckplatte (9) der Schleppklemme (1) paarig angeordnete Führungsrollen (6), die symmetrisch zum gedachten Nahtverlauf angeordnet sind, über einen Hebel (7) und eine Feder (19) schwenkbar befestigt sind und an der Deckplatte (9) ein Winkelstück (14), das mit einem durch einen Arbeitszylinder (13) ein- und ausschwenkbaren Schloß (4) in Verbindung steht, angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß an der bekannten Schleppklemme (1) eine Anlegehilfe (16) angebracht ist, und zur Dämpfung der Rückwärtsbewegung der Schleppklemme (1) ein pneumatischer Arbeitszylinder (17) in Verbindung mit einer Drossel (18) angeordnet ist.
Hierzu
3 Seiten Zeichnungen
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1982
- 1982-08-10 DD DD24238182A patent/DD205935B1/de not_active IP Right Cessation
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1983
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Also Published As
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