DD206159A1 - Verfahren zur herstellung von kohlenanzuendern - Google Patents

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DD206159A1
DD206159A1 DD24095382A DD24095382A DD206159A1 DD 206159 A1 DD206159 A1 DD 206159A1 DD 24095382 A DD24095382 A DD 24095382A DD 24095382 A DD24095382 A DD 24095382A DD 206159 A1 DD206159 A1 DD 206159A1
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coal
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emulsion
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DD24095382A
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Wilfried Fraessdorf
Juergen Tutzek
Dieter Baier
Konrad Soyez
Klaus Triems
Joachim Bauch
Heidemarie Hesse
Dieter Bohlmann
Original Assignee
Wilfried Fraessdorf
Juergen Tutzek
Dieter Baier
Konrad Soyez
Klaus Triems
Joachim Bauch
Heidemarie Hesse
Dieter Bohlmann
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  • Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)
  • Emulsifying, Dispersing, Foam-Producing Or Wetting Agents (AREA)

Abstract

DIE ERFINDUNG BETRIFFT EIN VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON KOHLENANZUENDERN AUF DER BASIS VERFESTIGTER SCHAEUME. ZIEL DER ERFINDUNG IST DIE SCHAFFUNG EINES EMULSIONSKOHLENANZUENDERS, DESSEN KOSTEN BEI BEIBEHALTUNG DER BEKANNTEN GEBRAUCHSWERTIEIGENSCHAFTEN ERHEBLICH GERINGER SIND, ALS BEI DEN NACH DEN HERKOEMMLICHEN VERFAHREN HERGESTELLTEN ANZUENDERN. DAS WIRD DADURCH ERREICHT, DASS EINE TEILWEISE, GEGEBENENFALLS VOLLSTAENDIGE SUBSTITUTION DER MENGEN AN KOHLENWASSERSTOFF, EMULGATOR UND HAERTUNGSMITTEL DURCH DEN EINSATZ VON BIOLIPIDEXTRAKT ERFOLGT.

Description

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Verfahren zur Herstellung von Kohlenanzündern Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kohlenanzündern auf der Basis verfestigter Schäume.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Der Bedarf an hochwertigen Kohlenanzündern, die im Haushalt und Gewerbe auch heute noch vielfach verwendet werden, ist erheblich. Von eines Kohlenanzünder mit hohen Gebrauchswerteigenschaften werden eine Reihe von unterschiedlichen Eigenschaften gefordert, die sowohl sein Brennverhalten als auch die Handhabbarkeit und Wirtschaftlichkeit betreffen, z. 3* pyrotechnische Unbedenklichkeit, gute Anbrenn- und Brenneigenschaften, Sauberkeit und Hygiene bei der Anwendung, tropffreie und ruBarae Verbrennung und geringe Kosten. Es ist eine Vielzahl von Verfahren zur Herstellung von Kohlenanzündern bekannt, die auf den unterschiedlichsten Verfahren und Ausgangsstoffen basieren« So wird vorgeschlagen, pastöse Kohlenanzündermassen (DE-PS 1 010 951) auf der Basis von. Dieselkraftstoff und Sägemehl herzustellen. Derartige Anzünder sind jedoch unansehnlich und schlecht handhabbar* Ss ist auch aöglichj Holzkohle mit einer brennbaren Flüssigkeit zu tränken, und dadurch einen Kohlenanzünder herzustellen (DE-OS 1 546 541)« Abgesehen von der Tatsache, daS dieses
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Produkt kein sauberer Anzünder ist und sieh eine einheitliche Produktform nur schwer realisieren läßt, ist die Verwendung von Holzkohle für den genannten Zweck unökonomisch. Besonders hochwertige Produkte erhält man "beim Tränken von schaumförmigen Harnstoff- oder Phenol-IJOrmaldehyd-Kondensationsprodukten mit flüssigen Brennstoffen. Allerdings läßt sich eine leistungsfähige kontinuierliche Herstellung derartiger Anzünder ebensowenig gewährleisten, wie eine homogene Verteilung des Brennstoffs in der schaumförmigen Gerüststruktur.
Durch die kontinuierliche Herstellung stranggeformter Smulsionskohlenanzünder können diese Nachteile behoben werden. Als Ausgangsstoffe werden bei Raumtemperaturen flüssige bis feste Kohlenwasserstoffe, oberflächenaktive Stoffe, härtbare Harzsole und Härtungsmittel eingesetzt. Diese Stoffe werden emulgiert und härten nachfolgend aus. Das Endprodukt ist ansehnlich und weist ausgezeichnete Gebrauchseigenschaften auf.
Wegen der leichten Entzündbarkeit und der guten Brenneigenschaften finden als Kohlenwasserstoffe vorwiegend Benzine und Dieselkraftstoffe Terwendung· Als härtbares Harzsol wird in der Hegel ein Harz von Earnstoff-IPormaldehyd-Typ eingesetzt. Dafür sprechen besonders volkswirtschaftliche Erwägungen und die leichte Verwendbarkeit. Der oberflächenaktive Zusatz, der die Herstellung der Emulsion vom Typ Öl-in-Wasser bewirkt, sollte anionischer iiatur sein, da mit anderen Zusätzen Schwierigkeiten bei der Emulsionsbildung zu verzeichnen sind. Als Härtungsmittel eignen sich sauer reagierende Verbindungen-, 2. B. saure Salze oder Säuren. Allerdings bestehen wesentliche Nachteile dieser Zubereitungen darin, daß ein hoher Aufwand an kostenintensiven Bestandteilen, insbesondere des knapper werdenden und teuren Primärproduktes der Erdölverarbeitung, wie 3. B. Dieselkraftstoffe oder Benzine, Emulgatoren,. Harzsolen und Härtungsaiitteln ge-, trieben werden muß. Das Bestreben geht dahin, billige 'and verfügbare Ausgangsstoffe einzusetzen. Es hat nicht an Ver-
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suchen gefehlt, kostenmäßig Abhilfe zu schaffen. So wurde der Kohlenwasserstoff durch Alt- oder Abfallöle ersetzt. Das scheiterte aber insbesondere daran, daß diese Komponenten nicht kontinuierlich und nicht in entsprechender Menge bereitgestellt werden können. Außerdem ist bei der Verwendung von Alt- und Abfallölen eine eindeutige Qualitätsverschlechterung zu verzeichnen. Ss wurde auch versucht, einen Teil der Kohlenwasserstoffmenge durch Wasser zu substituieren. Allerdings tritt ein Teil des Wassers nach der Sniulsionserstarrung wieder aus'und führt zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Konfektionierung. KLr das Härtungsmittel sind Versuche unternommen worden, Schwefelsäure statt der üblichen Phosphorsäure zu verwenden. Die entstehenden Kohlenanzünder zeigten aber ein erhöhtes MaS an Maskierungen, Bei Emulgatoren war der Versuch, auf billigere kationische Komponenten überzugehen, nicht erfolgreich, so daß weiterhin den anionischen Emulgatoren der Vorzug gegeben wird. Der Nachteil der Notwendigkeit der Bildung einer Emulsion aus unterschiedlichen Komponenten konnte durch den Mangel an geeigneten Substanzen bisher nicht behoben werden.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Emulsionskohlenanzünders, der bei gleichen oder verbesserten Gebrauchswerteigenschaften einen geringeren Produktionsaufwand als der nach dem herkömmlichen Verfahren hergestellte Kohlenanzünder erfordert.
Darlegung de3 Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Substanz für die Herstellung eines Kohlenanzünders einzusetzen, die billig ist und auf Grund des gleichseitigen Vorhandenseins günstiger brennstofftechnischer als auch physikalischchemischer Eigenschaften in der Lage ist, eine oder mehrere Komponenten, die zur Herstellung, eines Emulsionskohlenanzünders benötigt werden, teilweise oder gegebenenfalls zu substituieren.
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Ss wurde nun gefunden, daß durch die Verwendung von Biolipideztrakt eine teilweise, gegebenenfalls vollständige Substitution der Menge an Kohlenwasserstoff, Emulgator und Härtungsmittel erfolgen kann« Biolipidesrtrakt wird bei der mikrobiologischen Entparaffinierung von Erdöldestillaten gewonnen und fällt in groSen Mengen als Nebenprodukt an. Es ist eine dunkelbraune, leicht viskose und brennbare Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch, die auf Grund ihres hohen Gehaltes an Phosphatiden grenzflächenaktive Eigenschaften besitzt, Ihre Zusammensetzung schwankt in Abhängigkeit von der Verfahrensgestaltung, Biolipidextrakt ist ein Nebenprodukt aus dem nach verschiedenen, zum Teil sehr aufwendigen Verfahren mehrere Wertstoffe gewonnen werden können. Von besonderem Vorteil bei der Herstellung von Einulsionskohlenanzünder ist, daß Biolipidextrakt sowohl chemisch als auch nach entsprechender Wertstoffgewinnung eingesetzt 7/erden kann,
Biolipidextrakt weist etwa den gleichen Heizwert auf wie die zur Herstellung hochwertiger Kohlenanzünder eingesetzten Dieselkraftstoffe. leben diesen guten Brenneigenschaften wurde gefunden, daS auf Grund der hohen Grenzflächenaktivität des Extrakts die in den Rezepturen für Emulsionskohlenanzünder vorgesehenen Emulgatoren nicht mehr zugesetzt werden brauchen, bzw. daß nur noch ein geringer korrigierender Zusatz' erforderlich ist» Die im Biolipidextrakt enthaltenen Phosphorverbindungen zeigen beim Herstellen einer Emulsion auf der Basis eines Gemisches aus Dieselkraftstoff oder Benzin und Biolipidestrakt oder des letzteren allein, das dem Typ einer Öl-in-Wasser-Emulsion entspricht, eine Härterwirkung, die bei den konventionellen Verfahren durch Säuren oder saure Salze hervorgerufen wird,
Die Herstellung eines Kohlenanzünders unter Verwendung von Biolipidextrakt erfordert keine technologischen Veränderungen im Vergleich zu den herkömmlichen Pert igung s verfahr en.. Wird auf eine rein weiße Jarbe des Anzünders großer Wert gelegt,
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sollten nur bis zu 50 $ der Kohlenwasserstoffmenge durch Biolipidextrakt substituiert werden. Bei größeren Zusatztnengen bis hin zur vollständigen Substitution ist eine leichte Gelbfärbung des Anzünders zu verzeichnen, die allerdings die Gebrauchswerteigenschaften keinesfalls beeinträchtigt.
Die Emulgierung der Komponenten Kohlenwasserstoff, Biolipidestrakt, härtbares Harzsol und Härtungsmittel erfolgt in den bekannten Spezialeinrichtungen, denen die Stoffe im dosierten Strom zugeführt werden. Nach dein Verlassen der -Emulgiermaschine wird die Emulsion in der Regel mit Hilfe einer Strangformdüse auf ein laufendes Band eztrudiert. Die Verfestigung verläuft sehr rasch und gestattet somit eine sofortige Weiterverarbeitung der Emulsion zu portionierten Anzündern. Das Endprodukt, bei dem 3iolipidextrakt allein oder im Gemisch mit den entsprechenden Kohlenwasserstoffen, die die Gerüsthohlräume füllende flüssige Phase bildet, ist ein tropffrei und rußarm abbrennender Kohlenanzünder, der durch eine rasche Entflammbarkeit gekennzeichnet ist und zudem gute Anbrenn- und Brenneigenschaften aufweist·
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Ausführungsbeispiele;
Beispiel 1 : In einer Spezialeinrichtung werden 820 kg
Dieselkraftstoff, 170 kg Harnstoff-5Ormaidehvdharz, 7 kg·anionischer Emulgator, und 3 kg Phosphorsäure einulgiert und mit Hilfe einer Strangformdüse auf ein laufendes Band extrudiert. Die Gelierungszeit beträgt 30 Sekunden* Das Endprodukt ist weiß und ansehnlich und weist hervorragende Gebrauchswerteigenschaften auf·
Beispiel 2 : In der gleichen Einrichtung wie oben beschrieben erfolgt die Emulgierung und Aushärtung von 520 kg Dieselkraftstoff? 308,2 kg Biolipidextrakt, 170 kg Harnstoff-Formaldehydharz, 0,7 kg anionischem Emulgator und 1,1 kg Phosphorsäure. Die Gelierungszeit beträgt ebenfalls 30 Sekunden. Trotz der Substitution von 300 kg Dieselkraftstoff, 6,3. kg Emulgator und 1,9' kg Phosphorsäure je Tonne Fertigprodukt durch den kostengünstigen, als Nebenprodukt anfallenden Biolipidextrakt, ist der so produzierte Anzünder ebenfalls weiß und ansehnlich bei unverändert guten Gebrauchswerteigenschaften.

Claims (1)

  1. - 7 - ι k υ y b 6 ι
    Patentanspruch
    Verfahren zur Herstellung eines festen verschäumten Kohlenanzünders auf der Basis von "bei Raumtemperatur flüssigen bis festen Kohlenwasserstoffen, einem härtbaren Harnstoff-3?ormaldehydharz, einem Emulgator und einem Härtungsmittel, gekennzeichnet dadurch, daß eine teilweise, gegebenenfalls Tollständige Substitution der Mengen an Kohlenwasserstoff, Emulgator und Härtungsmittel durch den Einsatz von Biolipidestrakt erfolgt.
DD24095382A 1982-06-22 1982-06-22 Verfahren zur herstellung von kohlenanzuendern DD206159A1 (de)

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