DD160548A3 - Kohlenanzuender und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents

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DD160548A3
DD160548A3 DD22766681A DD22766681A DD160548A3 DD 160548 A3 DD160548 A3 DD 160548A3 DD 22766681 A DD22766681 A DD 22766681A DD 22766681 A DD22766681 A DD 22766681A DD 160548 A3 DD160548 A3 DD 160548A3
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Wilhelm Decho
Wilhelm V Fintel
Bernd Hering
Johannes Kreis
Werner Lier
Dietmar Paul
Joachim Poser
Herbert Wengler
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Pck Schwedt Schwedt Oder Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Kohlenanzuender aus einem verfestigten Schaum aus Harnstoff-Formaldehyd-Harzen und brennbaren Stoffen sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung. Die Kohlenanzuender sollen gegenueber bekannten verbesserte Brenneigenschaften, eine hohe Heizwirkung und eine sehr geringe Tropffaehigkeit aufweisen. Erreicht wird dies durch einen Kohlenanzuender mit einem Wasseranteil von maximal 20 Ma.-%, der 0,5 bis 15 Ma.-% faserfoermige brennbare Feststoffe und 60 bis 95 Ma.-% einer schweren Kohlenwasserstoffkomponente, deren Siedeverlauf bis 370 Grad C nicht mehr als 20 Ma.-% fluechtige Anteile aufweist und deren Siedeende ueber 400 Grad C liegt.

Description

Die Erfindung betrifft einen Kohlenanzünder aus einem verfestigten Schaum aus Harnstoff-Formaldehyd-Harzen und brennbaren Stoffen sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zum Anbrennen von Kohle oder Kohlebriketts werden leichtentzündliche Kohlenanzünder verwendet. Kohlenanzünder unterteilen sich in viele verschiedene Sorten, wovon jedoch vor allem Gemische aus Trägermaterialien mit brennbaren Substanzen und verfestigte Schäume, deren Hohlräume mit einem brennbaren Kohlenwasserstoff gefüllt sind, die bedeutungsvollsten sind. Zu der ersten Gruppe gehören vor allem Gatsch-Kohlenanzünder, bei denen bei Normaltemperaturen ein halbfester bis fester Kohlenwasserstoff mit einem brennbaren Feststoff, z. B. Holzspäne, vermischt ist. Weiterhin gehören hierzu auch pastöse Produkte, die vor allem aus nichtbrennbaren oberflächenaktiven anorganischen Stoffen und brennbaren Kohlenwasserstoffen, Alkoholen und anderen Brennstoffen bestehen.
Zu der zweiten Gruppe der verfestigten Schäume gehören ausnahmslos solche Anzünder, bei denen das Gerüst aus einem Reaktionsharz besteht, das während des Hersteilungsvorganges der Anzünder verfestigt wird. Vorher werden in das Harz, das zumeist in wäßriger Dispersion vorliegt, brennbare Flüssigkeiten emulgiert, die auch nach dem Erhärten in der emulgierten
Tropfenform verbleiben, also in dem Harz eingeschlossen werden. Zur Herstellung der Emulsion werden zumeist anionaktive oder nichtionogene Emulgatoren, wie Alkyl- oder Alkylsulfonate oder Alkyl- oder Arylsulfate, in A^äßriger Lösung oder alkoxylierte . langkettiger Verbindungen mit hoher Grenzflächenaktivität benutzt. Die Herstellung der Emulsionen geschieht sowohl in diskontinuierlichen Rührwerken, als auch in kontinuierlich ar-.beitenden Kolloidmühlen. Besonders die letztere Art hat wegen ihrer hohen Produkt ivit alt den Vorzug in modernen vtechnischen Verfahren erhalten. Bei diesem Verfahren wird das Reaktionsharz, das in den meisten Fallen ein Harnstoff-Formaldehyd-Vorkondensat in wäßriger Dispersion ist, mit dem Emulgator vorgemischt, während die brennbare Komponente, die fast ausnahmslos ein Kohlenwasserstoff ist, mit der sauren Komponente vorgemischt wird. Es ist jedoch auch möglich, sowohl die saure Komponente, als auch den Emulgator in dem brennbaren Kohlenwasserstoff vor der Emulgierung zu vermischen. Beide .vorgemischten Phasen werden getrennt Kolloidmühlen zugefördert und zu einer Öl-in-Wasser-Emulsion verarbeitet. Beim Austritt aus der Kolloidmühle erfolgt eine Extrudierung und Portionierung der Kohlenanzünder, die durch die einsetzende Kondensation des Harnst off-Pormaldehyd-Harzes infolge Säureeinwirkung zunehmend verhärten.
Die fertigen Kohlenanzünder besitzen eine weiße Farbe und sind infolge ihres gefälligen Aussehens und ihrer guten Brenneigenschäften ein unentbehrliches haushaltschemisches Erzeugnis in vielen Ländern geworden.
Ein besonderes Kennzeichen dieser Kohlenanzünder ist, daß wenn diese einen hohen Gebrauchswert erhalten sollen, Kohlenwasserstoffgemische eingesetzt werden müssen, deren Siedebereich und Siedeverlauf etwa dem des Dieselkraftstoffes entspricht, d. h·, die bei 180 bis 260 0C den Siedebeginn haben, deren Siedeende bei 300 bis 370 0C liegt und deren größter Siedeanteil zwischen 250 und 300 C übergeht * Etwas engere Schnitte aus diesem Siedebereich, wie beispielsweise Sonderdieselkraftstoffe oder sogenannte Feinstpassungsölkomponenten, die beispielsweise zwischen 230 bis 330 0C oder zwischen 190 bis 320 0C überdestillieren, erfüllen diese Forderungen auch. Niedriger siedende Kohlenwasserstoffgemische, wie beispielsweise Spezial- und
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und Testbenzine mit Siedelagen zwischen 80 und 200 0G führen dagegen infolge der hohen Verdampfungsneigung zu sehr großen Gewichtsverlusten bei der Lagerung und somit zu einer erheblichen Gebrauchswertminderung.
Es ist weiterhin bekannt, daß auch Teilchen von festen verbrennbaren Substanzen, vorrangig Torf oder Holzteilchen in harzgebundene Kohlenanzünder eingemischt werden können. Um diese festen Substanzen in der Emulsionsmasse zu stabilisieren, können anteilig bis zu 50 Ma.-% an Schmierölen, Paraffinen oder Wachsen zusätzlich verwendet werden.
Bei der Verwendung höher siedender schwerer Kohlenwasserstoffgemische, wie beispielsweise Schweröle, Erdölvakuumdestillate, Heizöle, Erdölgatsche, Filtrat- oder Rückstandsöle der Hart- und Qrydationsparaffingewinnung und ähnlicher Stoffe, die auch mit Harnstoff-Formaldehyd-Harzen emulgierbar und zu festen Schäumen verarbeitbar sind, tritt beim Abbrennen der Kohlenanzünder eine sehr starke Keigung zum Abtropfen auf. wodurch ebenfalls ein erheblicher Teil des Energieinhaltes verlorengeht und der Gebrauchswert stark herabgemindert wird. So tritt dieses Abtropfen beispielsweise schon auf, wenn dem Dieselkraftstoff 8 Ma.-% Erdölgatsch zugemischt werden. Das Abtropfen wird um so stärker, je größer der Anteil an einer so hoch siedenden Komponente im Kohlenanzünder ist. Ein weiterer Kachteil so hergestellter Kohlenanzünder ist die Neigung zum Ausschwitzen und zur Bildung eines öligen Überzugs sömie die schlechte Anzündbarkeit bei weitgehender oder völliger Substitution des Dieselkraftstoffes.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein Kohlenanzünder aus einem verfestigten Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaum mit guten Brenneigenschaften, wie niedrige Anheizdauer, lange Kachbrenndauer, hohe Heizwirkung und sehr geringe Tropffähigkeit, unter Verwendung von flüssigen oder festen Kohlenwasserstoffkomponenten mit Siedebereichen, die wesentlich höher als Dieselkraftstoff liegen, sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung. ,.
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Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kohlenanzünder und ein Verfahren zu seiner Herstellung zu entwickeln, der aus einem Harnstoff-Formaldehyd-Harzgerüst besteht, der als Kohlenwasser st off komponente schwere. Öle, Ölgemische oder paraffinhalt ige Stoffe, deren größter Siedeanteil über 300 0C übergeht und deren Siedeende oberhalb von 400 0C liegt, wie beispielsweise Schweröle, Erdölvakuumdestillate, Heizöle, Erdölgatsche, Piltrat- oder Rückstandsöle der Hart- und Oxydationsparaffingewinnung oder Gemische dieser schweren, weniger wertvollen Mineralölprodukte mit Dieselkraftstoff oder einer Dieselkraft st off komponente enthält und dessen Wasseranteil 20 Ma.-% nicht übersteigt. Der Dieselkraftstoffanteil bzw. der Anteil der im Siedebereich des Dieselkraftstoffes liegenden Komponente soll weniger als 50 Ma.-% der
gesamten Kohlenwasserstoffkomponente betragen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen verfestigten Harnstoff-Pormaldehyd-Harζschaum gelöst, der 0,5 bis 15 Ha.-%, vorzugsweise 3 bis 9 Ma.-%, faserförmige.": brennbare. Stoffe, vorzugsweise Holzspäne, Textilfasern und bzw. oder Papierschleifstaub, und 60 bis 96 Ma.-%, vorzugsweise 70-bis 85 Ma.-$, einer schweren Kohlenwasserstoffkomponente, deren Siedeverlauf bis 370 0C nicht mehr als 20 Ma.-% flüchtiger Anteile aufweist und deren Siedeende über 400 0C liegt, enthält. Dem Kohlenanzünder können während der Emulgierung zur optischen Verbesserung auch 0,01 bis 0,5 Ma.-% Farbstoffe,"wie Sudanrot, Sudangelb und andere zugemischt werden.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Kohlenanzünder wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem zunächst die faserförmigen Stoffe unmittelbar nach der Emulgierung der Kohlenwasserstoffe mit der Harnstoff-Pormaldehyd-Vorkondensat-Dispersion in die frisch hergestellte Emulsion direkt in der Kolloidmühle oder in einem nachgeschalteten Mischwerk eingemischt werden. Durch diese Verfahrensweise ist es überraschend gelungen, schwere Kohlenwasserstoffe, wie Schweröle, Erdölvakuumdestillate, Heizöle, Erdölgatsche, Filtrat- oder Rückstandsöle der Hart-
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und Oxydationsparaffingewinnung oder Gemische dieser Produkte in Harnstoff-Formaldehyd-Harzschäume zu emulgieren und diese zu Kohlenanzünder mit guten Brenneigenschaften zu verarbeiten. Die dabei verwendeten faserformigen brennbaren Stoffe sind homogen im Harnstoff-Formaldehyd-Harz verteilt, also in diesem schaumartigen Gerüst mit verankert. Sie sind mit dem brennbaren Kohlenwasserstoff durchtränkt. Beim Abbrennen des Kohlenanzünders regeln diese Stoffe durch ihre Faserstruktur den Abbrennvorgang der schvserbrennbaren Kohlenwasserstoffe ähnlich wie ein Docht in einer Kerze. Die Fasern leiten dabei immer neuen Brennstoff zu der Flamme und lassen ihn damit gleichmäßig und rußfrei abbrennen. Uur durch diese erfindungsgemäße Zusammensetzung ist es möglich, das Abtropfen der schwerentflammbaren und teilweise schwerbrennbaren Kohlenwasserstoffe vollkommen zu verhindern.
Als faserförmigs Stoffe können erfindungsgemäß vorzugsweise Holzspäne oder Abfallspäne der Holzfaserplattenindustrie mit fasriger Struktur, Textilfaser^, "wie Baumwolle, Wolle oder Mischgewebe oder Papierschleifstaub verwendet werden» Die Einarbeitung der faserförmigen brennbaren Stoffe kann erfindungsgemäß vor der Emulgierung oder in einem nachgeschalteten Mischprozeß unmittelbar nach der Emulgierung oder direkt in die Kolloidmühle in die frisch gebildete Emulsion erfolgen. Dabei wird der verflüssigte Kohlenwasserstoff im Gemisch mit dem Emulgator und gegebenenfalls auch der sauer reagierenden Komponente mit dem Harnst off-Formaldehyd-Harzsol in einer Kolloidmühle zu einer Öl-in-Wasser-Emulsion verarbeitet.
— Ό —
L L / D Ό D O
In einem unmittelbar nachgeschalteten kontinuierlich arbeitenden Mischwerk, etwa einem Schneckenextruder wird das geleeartige emulgierte Produkt mit dem faserförmigen brennbaren Stoff vermischt. Dabei ist es auch möglich, um den Verfestigungsprozeß nicht zu. zeitig beginnen zu lassen, die sauer wirkende Lösung ebenfalls erst in das nachgeschaltete Mischwerk kontinuierlich einzulassen. Durch diese Verfahrensweise ist es auch möglich, faserförmige Stoffe bis zu 5 MQ Faserlänge einzumischen .
Es ist auch möglich, die trockenen, zerkleinerten und gesiebten Pasern mit einer Faserlänge bis zu 2 mm mit einer Dosier-/ einrichtung unmittelbar in die Kolloidmühle direkt in die gerade gebildete Emulsion einzudosieren und zu vermischen. Nach der Vermischung wird das halbfeste bis geleeartige Gemisch extrudiert, portioniert, abgekühlt und vorzugsweise in Tafelform konfektioniert.
Alle Kohlenanzünder können durch Zumischen von organischen Farbstoffen farblich gestaltet werden. Dabei eignen sich besonders solche Stoffe, wie Sudanrot, Sudangelb oder grüne organische Farbstoffe, die in Mengen von 0,01 bis 0,5 Ma.-% im Kohlenwasserstoff vor dem Emulgieren gelöst bzw. dispergiert werden.
( Ausführungsbeispiele
1. 73»8 Ma.-% eines Gemisches aus gleichen Teilen eines Pressenablauföles aus der Paraffinentölung mit einem Siedebeginn von 274 0C, mit 5 Ma.-% bis 370 0C flüchtiger Anteile und einem Siedeende über 400 C und eines Destillatöles der Kohlehydrierung mit einem Siedebeginn von 335 0C, einem Siedeanteil von 35 Ma.-% bis 370 0C flüchtiger Anteile und einem Siedeende über 400 °C, 0,5 Ma.-% einer 30 folgen Lösung eines Katriumalkylsulfonats und 0,6 Ma.-% einer 40 %igen Phosphorsäure werden zu einem homogenen Brei bei 70 0C vermischt. Das Gemisch wird mittels einer Pumpe mit Dosiereinrichtung einer Kolloidmühle zugeleitet.
-τ- 2Z/bbb ό
In einer getrennten Leitung werden zur gleichen Zeit 17»7 Ma*-% einer wäßrigen Dispersion eines 35 %igen Harnstoff-Formaldehyd-Vorkondensats der Kolloidmühle zugeführt. Die entstandene geleeartige Emulsion wird mit 7»4 Ma.-% Späne aus der Hartfaserproduktion mit einer Faserlänge bis zu 5 mm in einem nachgeschalteten Mischwerk vermengt, über einen Extruder geformt und in Portionen von Tafelform geteilt und abgekühlt. Die Tafeln werden nach der Erhärtung gebrauchsfähig verpackt.Der Kohlenanzünder besitzt in die Spalte 5 der Tabelle 2 aufgeführten Brenneigenschaften. Die Prüfung der Anheizdauer, Kachbrenndauer und der verdampften lassermenge wird in einem Köthener Ofen gemäß TQL 4825 durchgeführt. Dabei versteht man unter der Anheizdauer die Zeit vom Entflammen des Kohlenanzünders bis zur Bildung eines Kondensatbeschlages im Kolbenrohr eines mit dem Kohlenanzünder erwärmten und mit Wasser gefüllten Kolbens. Die Bachbrenndauer ist die Zeit von der Kondensatbildung bis zum Verloschen des Kohlenanzünders·
Die verdampfte Wassermenge während des Brennvorganges wird durch Wägung ermitteit und ist ein Maß für die Heiskraft des Anzünders. Weiterhin wird gleichfalls nach TGL 4825 die Tropffähigkeit des Kohlenanzünders während des Brennvorganges durch Wägung der abgetropften Menge ermittelt.
Die Forderungen der TGL 4825 beim Abbrennen einer Brenneinheit von 25 g Kohlenanzünder sind in Spalte 1 der Tabelle 2 eingetragen.
►72 Ma.-% eines paraffinischen Öles mit einem Siedebeginn von 240 0C, mit 15 Ma.-% bis 370 0C flüchtiger Anteile und einem Siedeende über 400 0C5 18 Ma.-% einer 40 feigen Lösung eines Harnst off-Pormaldehyd-Harzsols und 1,0 Ma.-% einer 30 τί-igen Lösung eines Katriumalkylsulfonats werden in getrennten Leitungen mittels Dosierpumpen kontinuierlich einer Kolloidmühle zugeführt und zu einer Öl-in-Wasser-Emulsion verarbeitet. Die Emulsion wird in einem nachgeschalteten Extruder mit 8 Ma.-% Holzspänen und 1,0 Ma.-% einer 40 %igen Phosphorsäure vermischt Die gesamte puddingartige Masse wird geformt und geschnitten. Sie erhärtet zu festen Tafeln. Der daraus resultierende Kohlenanzünder besitzt ö.ie in Tabelle 2, Spalte 6 aufgeführten Eigenschaften.
- 8 - 111 b b t>
3. Ein Gemisch aus 69,0 Ma.-5» eines auf 100 0C erwärmten Paraf fingatsches mit einem Erweichungspunkt von 45 0C, einer Dichte von 0,81 g/cnr bei 70 0C, einem Siedebeginn von 370 0C und einem Siedeende von über 400 0C und 6,1 Ma.-% ei nes Dieselkraftstoffes mit einem Siedebeginn von 220 0C und einem Siedeende von 300 0C wird mit 0,5 Ma.-$ einer 30 $aigen-Lösung eines ^atrium-Alkylbenzolsulfonats gemischt and mit 19,0 Ma*-^ einer 35 ^igen Harnstoff-Formaldehyd-Vorkondensat-Dispersion von 50 0C in einer Kolloidmühle emulgiert. Zur gleichen Zeit wird in die geleeartige weiche Masse direkt in eine dritte Öffnung am Ausgang der Kolloidmühle 4,8 Ma.-% kurzfasriger Baumwolle und 0,6 Ma.-% einer 40 ^igen Phosphorsäure eingefüllt. Danach wird die Mischung extrudiert, portioniert und verpackt. Der Kohlenanzünder hat die in Spalte 7 aufgeführten Brenneigenschaften.
56,3 Ma.-% eines paraffinischen Heizöles aus der Erdölaafbereitung mit einer Dichte von 0,84 g/cnr bei 70 0C, einem Stockpunkt von 26 0C einem Siedebeginn von 325 0C, einer bis 370 0C verdampften Menge von 10 Ma.-% und einem Siedeende von über 400 0C wird bei 60 0C mit .18,3 Ma.-% eines Erdöldestillates mit einer Dichte von 0,84 g/crrr bei 20 0C, einem Stockpunkt von -15 0C, einem Siedebeginn von 184 0C, einem bis 370 0C verdampften Anteil von"95 Ma.-5S und einem Siedeende von 380 0C, 0,5 Ma.-?3 einer 30 %igen wäßrigen Lösung eines Natriumalkylsulfats und 0,6 Ma.-^ einer 30 folgen. Salzsäure vermischt und mit 17,0 Ma.-% einer 35 ^igen Harnstoff-Pormaldehyd-Vorkondensat-Dispersion in einer Kolloidmühle emulgiert und mit 7,3 Ma.-$ eines Gemisches aus Holz- und Papierspänen mit Faserlängen von höchstens 5 mm im Mengenverhältnis von 1 : 1 in einem nachgeschalteten Mischwerk kontinuierlich vermengt.
Die Eigenschaften des Anzünders sind in Spalte 8 der Tabelle 2 enthalten.
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5· 8,6 Έ&.~% eines ungereinigten Paraffingatsch.es mit einer Dichte von 0,82 g/csr bei 70 0C, einem Erweichungspunkt von 32 0C, einem Siedebeginn von 332 0C, einem bis 370 0C verdampften Anteil von 15 Ma.-% und einem Siedeende von über 400 0C wird mit 69»2'Ma.-55 eines Erdöldestillates mit einem Siedebeginn von 200 0C, einem verdampften Anteil von 90 Ma.-% bei 370 0C und einem Siedeende von 400 0C, 0,02 Ma.-% Sudanrot G und 0,5 Ma.-% einer 25 %±gen Lösung eines KaliumrAlkylsulfonats bei 70 0C vermischt, mit 17,6 Ma.-% eines 30 %igeh Wäßrigen MelaminharzeοIs emulgiert und in einem nachgeschalteten Extruder mit 3,5 Ma.-% eines Gemisches aus Abfallspänen der Hartfaserplattenproduktion und Wollefasern mit Paserlängen bis zu 5 mm und 0,6 Ma.-% einer 40 %igen Phosphorsäure gemischt.
Die Eigenschaften des daraus resultierenden Kohlenanzünders sind in Spalte 9 der Tabelle 2 enthalten.
Im Vergleich zu diesen erfindungsgemäßen Gemischen werden drei nach bekannten technischen Lösungen hergestellte Kohlenanzünder in ihren Qualitätseigenschaften untersucht. Die Anzünder werden nach der in der Tabelle 1 aufgeführten Rezepturen hergestellt.
Tabelle 1
Kohlenwasserstoff Kr. 1 Kohlenwasserstoff Er. 2 Kohlenwasserstoff Έτ. 3 Harnstoff-Pormaldehyd-Vorkondensat-Dispersion 35 $ig
Hatrium-Alkylbenzolsulfonat 30 %ig Phosphorsäure 40 %±g
bekannte 1 »7 techn. 3 -
Lös uns 80 2 - 79,4
- - 19,5
- ,2 79,9 0,5
18 V5 - 0,6
0 ,6 19,0
0 0,5
0,6-
Die Tabelle 2 enthält in den Spalten 2 bis 4 Eigenschaften von diesen Kohlenanzündern naeh bekannten technischen Lösungen·
- /10
-ίο-
Beim Kohlenwasserstoff Nr. 1 handelt es sich um einen Dieselkraftstoff mit einem Siedebeginn von 230 0C und einem Siedeende von 326 0C. 55 Ma.-# sind bis 290 0C überdestilliert.
Kohlenwasserstoff Nr. 2 ist ein Destillat der Kohlehydrierung mit einem Siedebeginn von 335 0C, einer bis 370 0C verdampften Menge von 35 Ma ♦-$.· mit einem .Siedeende über 400 0C.
Kohlenwasserstoff Ur. 3 ist ein Pressenablauföl der Paraffinentölung mit einem Siedebeginn von 290 0C, einer bis 370 0C verdampften Menge von 5 Mae-% und einem Siedeende über 400 0C.
T ab θ lie 2
Vergleichawerte bekannter Werte der erfindungagemäßen Lösung Löaungen:
Anheizdauer in min.
12 3 4 5 6 7 8 S
Forderung Lösg.1 Lösg.2 Lösg.3 Beispl.1 Beiop.2 Beisp.3 Beisp.4 Bei der TGL
verlii3cht 2,0
2,5
3,0
Wachbrenndauer in min. = 5
Verdampfte Y/aesermenge = in g
Tropffähigkeit in Ma. -% $ 5
13,5 10 nach dem 23,5 30,0
25 Anbrennen 60,0 0,5 11,0 42 1,2
nach mehrfachem Anbrennen
30 ,0 24 ,0 18 ,5
55 ,0 44 ,0 37
2 ,8 5 ,0 1 ,7
Wassergehalt in Ma.-%
13,6
14,0 12,7 12,1
13,4 12,8

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch
    1. Kohlenanzünder aus verfestigten Schäumen und brennbaren Stoffen mit einem Wasseranteil von maximal.20 Ma.-%, gekennze ic hnet durch 0,5 bis 15 Ma«-%, vorzugsweise 3 bis 9 Ma.-%, faserförmige brennbare Peststoffe, vorzugsweise Holzspäne, Textilfasern und bzw. oder Papierschleifreste und 60 bis 95 Ma.~%, vorzugsweise 70 bis-85 Ma.-%, einer schweren KohlenWasserstoffkomponente, deren Siedeverlauf bis 370 0C nicht mehr als 20 Ma·-SS flüchtige Anteile aufweist und deren Siedeende über 400 0C liegt.
  2. 2. Kohlenanzünder nach Punkt 1, gekennzeichnet d u r ch einen Zusatz von 0,01 bis 0,05 Ma#-% an Farbstoffen, beispielsweise Sudanrot oder Sudangelb.
    Verfahren zur Herstellung von Kohlenanzündern nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die faserförmigen Stoffe unmittelbar nach der Emulgierung der Kohlenwasserstoffe mit der Harnstoff-Formaldehyd-Vorkondensat -Dispers ion in die frisch hergestellte Emulsion direkt in der Kolloidmühle oder in einen nachgeschalteten Mischwerk eingemischt werden.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN101024791B (zh) * 2007-03-29 2011-05-18 山西大学 一种型煤引火剂及其生产方法
RU2574588C1 (ru) * 2014-12-26 2016-02-10 Общество с ограниченной ответственностью "ВОАНДА" Средство для розжига

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