DD207239A1 - Vorrichtung zur verhinderung des anbackens, insbesondere bei erdfraesen - Google Patents
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Abstract
Die erfindungsgemaesse Loesung ist ueberall dort anwendbar, wo mit Hilfe von Fraesschneckenwellen insbesondere bindige Materialien geloest und abtransportiert werden sollen, wie im Bergbau, im Bauwesen, in der Wasserwirtschaft und in der Aufbereitungstechnik. Durch die erfindungsgemaesse Loesung soll ein Anbacken bindiger Materialien an die Fraesschnneckenwelle verhindert werden, was dazu,fuehrt, dass der Fraesprozess effektiver erfolgt. Das soll dadurch erreicht werden, dass die beim Fraesvorgang geloesten Teilchen mittelseiner zirkulierenden Spuelfluessigkeit durch Absaugoeffnung innerhalb einer als Hohlzylinder ausgebildeten Fraesschneckenwelle ins Innere des Hohlzylinders transportiert und von dort aus weitergeleitet werden.Die erfindungsgemaesse Loesung ist anwendbar fuer den Abbau von Gebirgsmaterial zur Gewinnung von Rohstoffen oder zur Herstellung von Erdschlitzen,Baugruben und unterirdischen Hohlraeumen.Ein Einsatz auf dem Gebiet der Aufbereitungstechnik ist ebenfalls moeglich.
Description
237774
Vorrichtung zur Verhinderung des Anbackens, insbesondere bei Erdfräsen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die das Anbacken bindiger Massen an Frässchneckenwellen vornehmlich beim Abbau von Gebirgsmaterial verhindert. Die Anwendung der Erfindung Ist überall dort möglich, wo mit Hilfe von Fräswerkzeugen insbesondere bindige Massen unterhalb eines Flüssigkeitsspiegels gelöst und abtransportiert werden sollen. Das betrifft insbesondere die Gebiete des Bergbaus, der Wasserwirtschaft, des Bauwesens und der Aufbereitungstechnik»
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt sind Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen von Erdschlitzen nach dem Frasschneckenprinzip (DD-SB 97 244 - Vorrichtung zur Herstellung von tiefen, vertikalen Erdschlitzen; DD-SB 113 159 - Vorrichtung zum Herstellen von vertikalen Erdschlitzen), wo Frässchneckenwellen die Aufgabe haben, das Gebirgsmaterial aus dem Verband zu lösen und es mit Hilfe der Schneckenwendeln abzutransportieren. Beim Iransport vor gang wird durch die Schneckenwendeln das gelöste Erdstoffmaterial durch Schub bewegt. Diese auf die Gesamtheit der gelösten Erdstoffteilchen aufzubringende Schubkraft nimmt in Förderrichtung infolge der sich in dieser Richtung erhöhenden Menge an Erdstoffteilchen zu.
Das führt dazu, daß insbesondere im bindigen Gebirgsmaterial (Ton, Schluff) einmal die einzelnen Erdstoffteilchen zu einer Gesamtheit zusammenbacken und andererseits die Heibkraft zwischen Wendeln und dieser Gesamtheit so groß v;ird, daß das Erdstoff material an den Wendeln und der Welle anbackt und nicht mehr wie vorgesehen transportiert wird. Dieser Vorgang erfolgt so lange, bis der gesamte freie Raum zwischen den Wendeln ausgefüllt iste Der Fras- und Transportvorgang ist dann nicht mehr möglich, Produktionsausfälle sind die Folge·
Bekannt ist eine Lösung (DE OS I813191 - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Schnecken), bei der mittels einer parallel zur Schneckenwelle angeordneten und gegenläufig arbeitenden Welle Abstreiffinger zwischen die Schneckenwendeln eingreifen und die Anbackungen beseitigen, Nachteilig bei dieser Lösung ist es, daß es beim Durchörtern von Geröllhorizonten zu Verklemmungen von Steinen zwischen Frässchneckenwelle und Abstreifer kommen kann. Havarien und Produktionsausfälle sind die Folg©,
Ziel der Erfindung ist es, ein Anbacken von Stoffteilchen an Frässchneckenwellen zu verhindern. Damit wird ein effektiver Produktionsablauf durch eine kontinuierliche Abförderung des gelösten Materials und eine störungsfreie Arbeitsweise des Fräsaggregates gesichert. Die Folge ist eine wesentliche Leistungssteigerung des Fräsaggregats im bindigen Material und die Vermeidung der Verstopfung des Spülungssystems·
Aufgabe der Erfindung ist es, den Transport der gelösten Stoffteilchen im Bereich der Frässchneckenwellen vorzugsweise im bindigen Material auf eine Weise durchzuführen, die ein Verbacken der Stoffteilchen untereinander sowie ein Anbacken an der Schneckenwelle weitgehend verhindert·
I / / H Q 3
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die durch die Fräswerkzeuge aus dem Verband gelösten Stoffteilchen in unmittelbarer Nähe der Lösungsstelle von einer zirkulierenden Spülflüssigkeit aufgenommen und ab~ gefördert werden. Das soll dadurch erreicht werden, daß durch mehrere auf dem Umfang einer als Hohlzylinder ausgebildeten Frässchneckenwelle angeordnete Absaugöffnungen ein gesteuerter Spülungsstrom erzeugt wird, mit dessen Hilfe die gelösten Stoffteilchen sofort nach dem Lösevorgang abtransportiert werden·
Zu diesem Zweck wird das Spülungssystem wie folgt gestaltet:
Die Frässchneckenwelle besteht aus einem Hohlzylinder, der außen mit Wendeln und Fräswerkzeugen versehen ist. Das eine Ende des Hohlzylinders ist verschlossen, während das andere mit einem Spülkopf verbunden ist.Der Spülkopf ist über eine Rohr- oder Schlauchleitung an eine Saugpumpe bekannter Bauart angeschlossen. Der Hohlzylinder ist mit auf seiner gesamten Mantelfläche verteilten Absaugöffnungen versehen· Die Absaugöffnungen sind so angeordnet und bemessen, daß die Strömungsgeschwindigkeit der Spülflüssigkeit vor allen Absaugöffnungen annähernd gleich ist.
Nach Inbetriebnahme der Saugpumpe kann durch Ingangsetzen der Frässchneckenwelle der Abbauprozeß beginnen· Die sich an allen Stellen im Bereich der Frässchneckenwelle befindliche Spülflüssigkeit wird mit Hilfe der Saugpumpe durch die Absaugöffnungen, die sich auf der Mantelfläche des Hohlzylinders befinden, in den Hohlzylinder hineinbefördert« Die Strömungsgeschwindigkeit vor den Absaugöffnungen ist so groß zu bemessen, daß die gelösten Stoffteilch en mit der Strömung ins Innere des Rohlzylinders mitgerissen werden können· Durch das vorhandene Absaugsystem werden die gelösten Stoffteilchen durch die Pumpe hindurch über eine Rohr- oder Schlauchleitung bis zu der Stelle transportiert, an der sie entweder an ein anderes Transportsystem übergeben werden oder sich ablagern sollen·
/ / / 4 ö. . «
Ausfuhr ungsbeispiel '
Die Erfindung soll nachstehend in einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben werden.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
Fig, 1 Ansicht der Frässchneckenwelle Fig, 2 Schnitt der Frässchneckenwelle
der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Ein Hohlzylinder 1 ist mit Schnecken«endein 3 versehen, auf deren Uiafang Fräsväerkzeuge 4 angeordnet sind. Der Hohlzylinder 1 ist an einem Ende mit einem Spülkopf 5 verbunden und am anderen geschlossen. Zwischen den Schneckenwendeln 3 sind Absaugöffnungen 2 im Mantel des Hohlzylinders 1 vorhanden. Diese Absaugöffnungen 2 sind auf dem Umfang des Hohlzylinders 1 so verteilt und in ihrem Öffnungsquerschnitt so differenziert, daß bei einem konstanten Absaugforderstrom im Bereich des Spülkopfes 3 eine annähernd konstante Fließgeschwindigkeit der Spülflüssigkeit vor den Absaugöffnungen 2 vorhanden ist, um eine in LängserStreckung der Frässchneckenwelle gleichmäßige Absaugung der gelösten Stoffteilchen zu gewährleisten.
Dadurch wird es möglich, die gelösten Stoffteilchen sofort nach der Lösung durch die Spülung abzutransportieren und Anbackungen von bindigem Material an der Frässchneckenwelle zu verhindern·
Das hat zur Folge, daß der Fräsprozeß effektiver durchgeführt werden kann und Produktionsausfälle vermieden werden.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Verhinderung des Anbackens Mndiger Stoffe, insbesondere an Erdfräsen, die nach deia Prässchneckenprinzip arbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Prässchnecke aus einem an dem einen Ende mit einem Spülkopf (5) versehenen und an ihrem anderen Ende geschlossenen Hohlzylinder (1) mit auf seinem Umfang angeordneten Schneckenwendeln (3), zwischen denen Absaugöffnungen (2) im Mantel des Hohlzylinders (1) vorhanden sind, besteht, v/obei auf dein Umfang der Schneckenwelle!ein (3) Fräswerkzeug (4) befestigt sind.
2, Vorrichtung zur Verhinderung des Anbackens bindiger Stoffe, insbesondere an Erdfräsen, die nach dem Frässchneckenprinzip arbeiten, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Mantel des Hohlzylinders (1) vorhandenen Absaugöffnungen (2) auf dem Umfang des Hohlzylinders (1) so verteilt sowie in ihrem Öffnungsquerschnitt so differenziert sind, daß bei einem konstanten Absaugförderstrom im Bereich des Spülkopfes (5) eine annähernd konstante Fließgeschwindigkeit der Spülflüssigkeit vor den Absaugöffnungen (2) vorhanden ist·
Hierzu 1 Seite Zeichnungen*
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23777482A DD207239A1 (de) | 1982-03-01 | 1982-03-01 | Vorrichtung zur verhinderung des anbackens, insbesondere bei erdfraesen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23777482A DD207239A1 (de) | 1982-03-01 | 1982-03-01 | Vorrichtung zur verhinderung des anbackens, insbesondere bei erdfraesen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD207239A1 true DD207239A1 (de) | 1984-02-22 |
Family
ID=5536970
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD23777482A DD207239A1 (de) | 1982-03-01 | 1982-03-01 | Vorrichtung zur verhinderung des anbackens, insbesondere bei erdfraesen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD207239A1 (de) |
-
1982
- 1982-03-01 DD DD23777482A patent/DD207239A1/de not_active IP Right Cessation
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