DD207240A1 - Vorrichtung zur verhinderung des anbackens, insbesondere bei erdfraesen - Google Patents
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Abstract
Die erfindungsgemaesse Loesung ist ueberall dort anwendbar, wo mit Hilfe von Fraesschneckenwellen insbesondere bindige Materialien geloest und abtransportiert werden sollen, wie im Bergbau, imBauwesen, in der WASSERWIRTSCHAFT UND IN DER Aufbereitungstechnik. Durch die erfindungsgemaesse Loesung soll ein Anbacken bindiger Materialien an die Fraesschneeckenwelle verhindert werden, was dazu fuehrt, dass der Fraesprozess effektiver erfolgt. Das soll dadurch erreicht werden, DASS DIE BEIM Fraesvorgang geloesten Teilchen mittelseiner zirkulierenden Spuelfluessigkeit durch Absaugoeffnungen innerhalb der als Hohlkoerper ausgebildeten Schneckenwendels ins Innere der Schneckenwendels transportiert und vondort aus weitergeleitet werden. Die erfindungsgemaesse Loesung ist anwendbar fuer den Abbau von Gebirgsmaterial zur Gewinnung von Rohstoffen oder zur Herstellung von Erdschlitzen, Baugruben und unterirdischen Hohlraeumen.Ein Einsatz auf dem Gebiet der Aufbereitungstechnik ist ebenfalls moeglich.
Description
237776 4
Vorrichtung zur Verhinderung des Anbackens, insbesondere bei Erdfräsen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die das Anbacken bindiger Massen an Frässchneckenwellen, vornehmlich beim Abbau von Gebirgsmaterial, verhindert. Die Anwendung der Erfindung ist überall dort möglich, wo mit Hilfe von Präswerkzeugen insbesondere bindige Massen unterhalb eines Flüssigkeitsspiegels gelöst und anschließend abtransportiert werden sollen. Das betrifft insbesondere die Gebiete des Bergbaus, des Bauwesens, der Wasserwirtschaft und der Aufbereitungstechnik,
Bekannt sind Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen von Erdschlitzen nach dem Frässchneckenprinzip (DD-EB 97 244 - Vorrichtung zur Herstellung von tiefen, vertikalen Erdschlitzen; DD-EB 113 159 - Vorrichtung zum Herstellen von vertikalen Srdschlitzen), wo Frässchneckenwellen die Aufgabe haben, das Gebirgsmaterial aus dem Verband zu lösen und es mit Hilfe der Schneckenwendeln abzutransportieren. Beim Tr an sport vor gang wird durch die Schneckenwendeln das gelöste Srdstoffmaterial durch Schub bewegt. Diese auf die Gesamtheit der gelösten Erdstoffteilchen aufzubrisende Schubkraft nimmt in Förderrichtung infolge der sich in dieser Richtung erhöhenden Menge an Erdstoffteilchen zu»
C *3 I I I W t ^
Das führt dazu, daß insbesondere im bindigen Gebirgsmaterial (Ton, Sohluff) einmal die einzelnen Erdstoffteilchen zu einer Gesamtheit zusammenbacken und andererseits die Eeibkraft zwischen ϊ/endeln und dieser Gesamtheit so groß wird, daß das Erdstoff material an den Wendeln und der Welle anbackt und nicht mehr wie vorgesehen transportiert wird. Dieser Vorgang erfolgt so lange, bis der gesamte freie Baum zwischen den Wendeln ausgefüllt ist. -Der Fräs- und Tr an sport vor gang ist dann nicht mehr möglich, Produktionsausfalle sind die Folge. Bekannt ist eine Lösung (DB-OS 1 813 191 - Verfahren'und Vorrichtung zum Heinigen von Schnecken), bei der mittels einer parallel zur Schneckenwelle angeordneten und gegenläufig arbeitenden Welle Äbstreiffinger zwischen die Schneckenwendeln eingreifen und die Anbackungen beseitigen· Nachteilig bei dieser Lösung ist es, daß es beim Durchörfern von Geröllhorizonten zu Verklemmungen von Steinen zwischen Frässchneckenwelle'und Abstreif finger kommen kann. Havarieen und Produktionsausfälle sind die Polge,
Ziel der Erfindung ist es, ein Anbacken von Stoffteilchen an Frässchneckenwellen zu verhindern. Damit wird ein effektiver Produktionsablauf durch eine kontinuierliche Abförderung des gelösten Gebirgsmaterials und eine störungsfreie Arbeitsweise des Fräsaggregats gesichert. Die .Folge ist eine wesentliche Leistungssteigerung des Fräsaggregats im bindigen Material und die Vermeidung der Verstopfung des Spülungssystems.
Wesen der Erfindung . .
Aufgabe der Erfindung ist es, den Transport der gelösten Stoffteilchen im Bereich der Frässchneckenwellen vorzugsweise im bindigen Material auf eine Weise durchzuführen, die ein Verbacken der Stoff teilchen untereinander sowie ein Anbacken an der Schneckenwelle weitgehend verhindert.
Ιό I I I
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch'gelöst, daß die durch die Fräsv/erkseuge aus dem Verband gelösten Stoffteilchen in unmittelbarer Nähe der Lösungsstelle von einer zirkulierenden Spülf lüssigkeit auf genominen und abgefördert werden. Das soll dadurch erreicht werden, daß durch mehrere in den als Hohlkörper ausgebildeten Sehne ckenw endein angeordnete Ab saug öffnung en ein gesteuerter Spülungsstrom erzeugt wird, mit dessen Hilfe die gelösten Stoffteilchen sofort nach dem Löse-Vorgang abtransportiert werden·
Zu dieeem Zweck -wird das'Spülungssystem''wie folgt gestaltet:
Die Frässchneckenvielle besteht aus einem Zylinder, auf dessen Mantelfläche als Hohlkörper ausgebildete Schnekkenwendeln angeordnet sind. Auf den Wendeln befinden sich die Fräawerkzeuge« Das eine Ende der als Hohlkörper ausgebildeten Schneckenwendeln ist verschlossen, während das andere Ende in einen innerhalb des Zylinders befindlichen Kanal mündet» Der Zylinder ist von dieser Stelle bis au seinem Ende als Hohlzylinder ausgebildet und an einem Spülkopf bekannter Bauart angeschlossen·
Der Spülkopf ist über eine Rohr- oder Schlauchleitung mit einer Saugpumpe verbunden.
Die als Hohlkörper ausgebildeten Schneckenwendeln sind mit auf ihrer gesamten Länge verteilten Ab saug öffnung en versehen. Die Absaugöffnungen sind so angeordnet· und bemessen, daü die Strömungsgeschwindigkeit der Spülflüssigkeit vor allen Absaugöffnungen annähernd gleich und so groß ist, daß die gelösten Teilchen von der Spülflüssigkeit mitgerissen werden. Nach Inbetriebnahme der Saugpumpe kann durch Ingangsetzen der Frässchneckenwelle der Abbauprozeß beginnen«, Die sich an allen Stellen im Bereich der Frässchneckenwelle befindliche Spülflüssigkeit wird mit Hilfe der Saugpumpe durch die Absaugöffnungen, die sich innerhalb der Schneckenwendeln befinden, in das Innere der Schneckenwendeln hineinbefördert·
I / i Ό Η » * .
Die durch die Fräswerkzeuge gelösten Teilchen werden durch die Spülflüssigkeit ins Innere der Schneckenwendeln mitgerissen und über das vorhandene Spülungssystem "bis zu der Stelle transportiert, an der sie entweder an ein anderes transportsystem übergeben werden oder sich ablagern sollen.
Ausfuhrunssbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend in einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben werden* In den zugehörigen Zeichnungen aeigen
Fig. Λ Ansicht der Fr äs schnecken« el Ie Fig. 2 Schnitt der Frässchneckenwelle
der erfindungsgemäßen Vorrichtung»
Ein Zylinder 1 ist mit Schneckenwendeln 2, die als Hohlkörper ausgebildet sind, versehen, auf deren Umfang Fräswerkzeuge 3 angeordnet sind. Die Schneckenwendeln 2 sind an dem einen Ende verschlossen und münden über einen innerhalb des Zylinders befindlichen Kanal 4 in einen Spülkopf 5. Innerhalb der Schneckenwendeln 2 sind Absaugöffnungen 6 vorhanden. Die Absaugöffnungen 6 sind im Arbeitsbereich der Frässchneckenweile so verteilt und in ihrem Öffnungsquerschnitt so differenziert, daß bei einem konstanten Abs augf or der strom im Bereich des Spülkopfes '-) eine annähernd konstante Fließgeschwindigkeit der Spülflüssigkeit vor den Absaugöffnungen 6 vorhanden ist, um eine in Längser Streckung der Frässchneckenwelle gleichmäßige Absaugung der gelösten Stoffteilchen zu gewährleisten. Dadurch wird es möglich, die gelösten Stoffteilchen sofort nach der Lösung durch die Spülung abzutransportieren und Anbackungen von bindigen Material an der Frässchneckenwelle zu verhindern. Das hat zur Folge, daß der Fräsprozeß effektiver durchgeführt werden kann und Produktionsausfälle vermieden werden.
Claims (1)
- Erfindungsanspruch1, Vorrichtung zur Verhinderung des Anbackens bündiger Stoffef insbesondere an Erdfräsen, die nach dem !rässchneckenprinzip arbeiten, dadurch gekennzeichnet j daß,die Schneckenwendeln (2) als Hohlkörper ausgebildet sind und einen Ströniungskanal darstellen, welcher an den einen Ende verschlossen und an dem anderen über einen Kanal (4) mit einem Spülkopf (5) verbunden ist, wobei ira Arbeitsbereich der l?rässchner>3tenwelle verteilt AbSäugöffnungen (6) und Fräswerkzeuge (3) angeordnet sind«2e Vorrichtung zur Verhinderung des Anbackens bindiger Stoffe, insbesondere an Erdfräsen, die nach dem !"rässchneckenprinzip arbeiten, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innerhalb der als Hohlkörper ausgebildeten Schneckenwendeln (2) vorhandenen Absaugöffnungen (6) im Arbeitsbereich der Prässchneckenwelle so vorteilt sowie in ihrem (3ffnungsquerschnitt so differenziert sind, daß bei einem konstanten Absaugförderstrom im Bereich des Spülkopfes (5) eine annähernd konstante Fliefigeschwindigkeit der Spülflüssigkeit vor den Absaugöffnungen (6) vorhanden ist«,Hierzu 1 Seite Zeiclinungen<>
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|---|---|---|---|
| DD23777682A DD207240A1 (de) | 1982-03-01 | 1982-03-01 | Vorrichtung zur verhinderung des anbackens, insbesondere bei erdfraesen |
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1982
- 1982-03-01 DD DD23777682A patent/DD207240A1/de not_active IP Right Cessation
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