DD207970A1 - Modifizierte schaltungsanordnung fuer dampf/wasser-waermeumformstation - Google Patents
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Abstract
DIE ERFINDUNG BETRIFFT EINE SCHALTUNGSANORDNUNG FUER DAMPF/WASSER-WAERMEUMFORMERSTATIONEN DER WAERMEVERSORGUNG MIT DAMPF-KONDENSATKREISLAUF AUF DER PRIMAERSEITE U. EINEM HEIZWASSERKREISLAUF AUF DER SEKUNDAERSEITE SOWIE UNTERSCHIEDL. WASSERQUALITAET DER MEDIEN IM SEKUNDAER- U. PRIMAERNETZ U. OFFENER KONDENSATRUECKSPEISUNG. AUFG. DER ERFINDUNG IST ES, EINE DERARTIGE SCHALTUNG ZU REALISIEREN, DASS DER KONDENSATOR DER WAERMEUMFORMERSTATION OHNE KONDENSATKUEHLER BETRIEBEN WERDEN KANN. DIES WIRD ERFINDUNGSGEMAESS MITTELS EINES TEMPERATUR-GRENZWERTREGLERS, EINES ZWEIWEGEVENTILS U. EINER KURZSCHLUSSLEITUNG ZWISCH. PRIMAER- U. SEKUNDAERNETZ DERART GELOEST, DASS BEIM UEBERSCHREITEN EINER EINGESTELLTEN GRENZKONDENSATTEMPERATUR DAS HEIZDAMPFKONDENSAT IN DAS SEKUNDAERNETZ EINGESPEIST WIRD.
Description
23944 1 O
Erfindung
Modifizierte Schaltungsanordnung für Dampf/Wasser - Wärmeumformerstationen
/
Die Erfindung betrifft eine modifizierte Schaltungsanordnung für Dampf/Wasser - Wärmeumformerstationen, in denen die Wärmeübertragung zwischen Dampf als Wärmeträger und Wasser als Heizmedium erfolgt, wobei im Primär- und Sekundärnetz Medien unterschiedlicher Wasserqualität strömen und die Kondensatrückspeisung im offenen System erfolgt.
Die bekannten Dampf/Wasser-UmformerStationen bestehen auf der Dampf/Kondensat-(Primär-)Seite aus dem dampfbeheizten Wärmeübertrager (Kondensator und Kondensatkühler) dem Kondensatregler, Kondensatableiter und einem Kondensatsammeigefäß, aus welchem das durch Dampfkondensation entstandene Kondensat zur Dampferzeugungsanlage zurückgefördert wird. Die Kondensatsammeigefäße sind nach dem derzeitigen Stand der Technik bis auf wenige Ausnahmen "offen", das heißt, mit der Atmosphäre verbunden.
Im Auslegungsfall verläßt das Kondensat den dampfbeheizten Kondensator mit einer Temperatur, die zwischen 373 0K und der Sattdampftemperatur liegt. Dem Kondensator muß ein Kondensat—
cühler nachgeschaltet werden, um das Kondensat unter 373 K zu cühlen und damit zu verhindern, daß es in der nachgeschalteten Condensatiückspeiseanlage su Ausdampfungen, Wasserschlägen und Letztlich zu Zerstörungen kommt.
Diese Dampf/Wasser-Umformerstationen genügen insbesondere wegen -hres, hohen Ausrüstungsaufwandes mit Kondensator und Kondensatcühler nicht den Erfordernissen des wissenschaftlich-techniächen Fortschritts. ,
)urch das DDR-Patent WP F 2VD-/ 217319 wird eine Lösung des Problems durch eine Schaltungsanordnung für Dampf/Wasser-Umforflerstationen dargestellt, ist, aber nur für Systeme mit gleicher Jasserqualität im Primär- und!Sekundärnetz und geschlossener [ondensatrückspeisung anwendbar.
der Erfindung
)ie Erfindung hat das Ziel,1 in Heizwasserkreisläufen\ die ihre iärme über Heizdampf beziehen und bei denen im Primär- und Sekun-Lärnetz Medien mit unterschiedlicher Wasserqualität strömen, eine :rhebliche Minderung des Anlagenaufwandes durch die Einsparung. Les Kondensatkühlers (z. Z. als Kupfer-Rohrbündel-Wärmeübertracer ausgeführt) zu erreichen.
larstelluhg des Wesens der Erfindung
.ufgäbe der Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung zu entrickeln, mit deren Hilfe der Betrieb von Kondensatoren ohne Kon-.ensatkühler in Dampf/Wasser-UmformerStationen möglich ist, woei im Primärnetz und im Sekundärnetz Medien unterschiedlicher 'asserqualität strömen und die Kondensatrückspeisung im offenen !ystem erfolgt.
liese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß /das aus .em Kondensator abströmende Heizdampfkondensat bei Erreichen in er maximal zulässigen Temperatur nicht müh.:· in den Sammelbelälter der Kondensatrückspeiseanlage, sondern in das Sekundäretz strömt. Da der Zustand der maximalen Wärmeübertragerleistung
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und damit auch das Überschreiten der maximal zulässigen Kondensattemperatur nur wenige Stunden im Jahr auftritt, ist der Verlust des nicht an den Wärmeerzeuger zurückgeschickten Kondensats vernachlässigbar. Gleichzeitig erhöht sich die übertragene Wärmeleistung durch das Einspeisen des heißen Kondensats in das Sekundärnetz. ·
Wenn man davon ausgeht, daß nur ein Teil der durch den Wärmeerzeuger versorgten Dampf/Wasser-Wärmeumformerstationen nach der erfindungsgemäßen Schaltung arbeiten, so kann in der Spitzenzeit die in das Sekundärnetz abgegebene Kondensatmenge durch Einspeisen von Sekundärmedium in die Kondensatrückspeiseanlage ausgeglichen werden.
Bei Systemen mit dynamischer Druckhaltung kann die zusätzlich in das Sekundärnetz eingespeiste Kondensatmenge im Netzwasserspeicher (Entgaser oder Ausgleichsgefäß) gespeichert werden
Ableitend aus der geordneten Jahresgangslinie und dem Leistungsverhalten eines Kondensators kann festgestellt werden, daß für die überwiegende Betriebszeit des Kondensators der Kondensatstand so hoch ist, daß das Heizdampfkondensat stark unterkühlt den Kondensator verläßt und vorbehaltlos in die Kondensatrückspeiseanlage abgeführt werden kann.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden:
Figur 1 : Modifizierte Schaltungsanordnung für Dampf/Wasser-Wärmeumformer st ati on en..
Über die Dampfleitung 1 strömt Heizdampf in den Kondensator 2, gibt soviel Wärme ab, daß er als Kondensat über die Kondensatleitung 3, das Zweiwegeventil 4 und die Leitung 5 in die Kondensatrückspeiseanlage 6 strömt.
Bei erhöhter Wärmeübertragerleistung wird über einen Temperaturregler 7 das Kondensatabflußventil 8 weiter geöffnet, wobei der Kondensatstand im Kondensator sinkt und die Kondensataustrittstemperatur nach Kondensator 2 steigt. Erreicht die Kondensataus-
brχttstemperatur einen bestimmten Grenzwert, so wird über die ießleitung ein Impuls auf den Regler 10 gegeben und die Stellung les Zweiwegeventils 4 derart verändert, daß das Kondensat über lie Kondensatleitung 3 und die Kurzschlußleitung 11 in das Sekuniärnetz 12 gelangt. Die dem Sekundärnetz 12 zusätzlich zu den 3ekundärnetzverlusten eingespeiste Wassermenge wird entweder im ihisgleichsgefäß 13 gespeichert oder über eine Abströmleitung 14 abgeführt. Dem Verbraucher 15. steht zusätzlich zu der im Kondensator an das Sekundärmedium abgegebenen Wärmemenge die Wärmemenge les Heizdampfkondensats zur Verfugung, was im Spitzenbetrieb eine «"ärraeleistungssteigerung von ca. 5 % ergibt.
Bei Sinken der Kondensattemperatur unter den eingestellten Grenzwert schaltet der Regler 10 wieder um und das Kondensat strömt über Leitung 5 der Kondensatrückspeiseanlage 6 zu. Anstelle des Zweiwegeventils können in den Leitungen auch zwei von Regler 10 gesteuerte Motorventile eingebaut sein.
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung für Dampf/Wasser-Warmeumformerstationen der Wärmeversorgung mit einem Dampf-Kondensatkreislauf auf der Primärseite und einem mittels Umwälzpumpe angetriebenen Heizwasserkreislauf auf der Sekundärseite sowie unterschiedlicher Wasserqüalität der Medien im Primär- und Sekundärnetz und offener Kondensatrückspeisung, gekennzeichnet dadurch, daß gemäß Figur 1 der Kondensator mittels eines ZweiWegeventils 4, der Kondensatleitung 3 und der Leitung 5 mit der Kondensatrückspeiseanlage 6 sowie mittels der Kurzschlußleitung 11 mit dem Sekundärnetz 12 verbunden ist.
2. Schaltungsanordnung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die^ Kondensattemperatur nach Kondensator 2 mittels Meßleitung 9 auf einen Regler 10 gegeben und mit einem eingestellten Temperatur-Grenzwert verglichen wird.
3. Schaltungsanordnung nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Überschreiten eines Temperatur-Grenzwertes der Regler 10 die Stellung des Zweiwegeventils 4 derart verändert, daß das Kondensat über die Kondensatleitung 3, das Zweiwegeventil 4 und die Kurzschlußleitung 11 in das Sekundärnetz 12 strömt.
4. Schaltungsanordnung nach Punkt 1 bis 3, dadurch gekennzeich--net, daß bei Unterschreiten eines eingestellten Temperatur-Grenzwertes der Regler 10 die Stellung des Zweiwegeventils derart verändert, daß das Kondensat über die Kondensatleitung 3, das Zweiwegeventil 4 und die Leitung 5 in die Kondensat-
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