DD209683A1 - Modifizierte schaltungsanordnung fuer dampf-/wasser-waermeumformerstation - Google Patents
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Abstract
DIE ERFINDUNG BETRIFFT EINE SCHALTUNGSANORDNUNG FUER DAMPF/WASSER-WAERMEUMFORMERSTATIONEN DER WAERMEVERSORGUNG MIT DAMPF/KONDENSATKREISLAUF AUF DER PRIMAERSEITE UND EINEM HEIZWASSERKREISLAUF AUF DER SEKUNDAERSEITE SOWIE UNTERSCHIEDLICHER WASSERQUALITAET DER MEDIEN IM SEKUNDAER- UND PRIMAERNETZ UND GESCHLOSSENER KONDENSATRUECKSPEISUNG. AUFGABE DER ERFINDUNG IST ES, EINE DERARTIGE SCHALTUNG ZU ENTWICKELN, DASS DER KONDENSATOR DER WAERMEUMFORMERSTATION OHNE KONDENSATKUEHLER BETRIEBEN WERDEN KANN. DIES WIRD ERFINDUNGSGEMAESS MITTELS EINES TEMPERATUR-GRENZWERTREGLERS, EINEM ZWEIWEGEVENTILS U. EINER KURZSCHLUSSLEITUNG ZWISCHEN PRIMAER UND SEKUNDAERNETZ DERART GELOEST, DASS BEIM UEBERSCHREITEN EINER EINGESTELLTEN GRENZKONDENSATTEMPERATUR DAS HEIZDAMPFKONDENSAT IN DAS SEKUNDAERNETZ EINGESPEIST WIRD.
Description
242629 2
Modifizierte Schaltungsanordnung für Dampf/Wasser - Wärme- Umformerstationen (2)
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine modifizierte Schaltungsanordnung für Dampf/Wasser-Wärmemiformerstationen, in denen die Wärmeübertragung zwischen Dampf als Wärmeträser und Wasser als Heizinedium erfolgt, wobei im Primär- und Sekundernetz Medien unterschiedlicher Wasserqualität strömen und die Kondensatrüclcspeisung im geschlossenen System erfolgt·
Charaketeristlk der bekannten technischen lösungen
Die bekannten Dampf/Wasser-Umformerstationen bestehen auf der Dampf/Kondensat-(Primär-)Seite aus dem dampfbeheizten Wärmeübertrager (Kondensator und Kondensatkühler), dem Kondensatrei;:- ler, Kondensatableiter sowie einem offenen bzw. geschlossenen Kondensatrückspeisesystem. Dabei wird unter offenen Systemen eine Kondensatabführung verstanden, bei der das Kondensat mit der Atmosphäre in Verbindung kommt, während bei geschlossenen Systemen das Kondensat nicht mit der Atmosphäre in Verbindung kommt und meist durch den Dampfdruck selbst zur Dampferzeugeranlage zurückgefordert wird.
1982*0801)
242629 I
Im Auslegungfall verläßt das Kondensat den dampfbeheizten Kondensator mit einer Temperatur, die zwischen 100 0C und der Sattdampftemperatur liegt. Dem Kondensator muß ein Kondensatkühler nachgeschaltet werden, da die Kondensattemperatur des zurückgespeisten Kondensats einen zulässigen Höchstwert, der vom Dampferzeugerbetreiber festgelegt wird und erfahrungsgemäß unterhalb 100 0C liegt, nicht überschritten werden darf. Diese Dampf/Wasser-Umformerstationen genügen insbesondere wegen ihres hohen Ausrüstungsaufwandes mit Kondensator und Kondensatkühler nicht den Erfordernissen des wissenschaftlich-technischen Portschritts.
Durch das DDR-Patent YfP P 24 D / 21731Э wird eine Lösung des Problems durch eine Schaltungsanordnung für Dampf/Wasser-Umformerstationen dargestellt, ist aber nur für Systeme mit gleicher Wasserqualität im Primär- und Sekundärnetz anwendbar. Pur Systeme mit unterschiedlicher Wasserqualität zwischen Primär- und Sekundärnetz gibt es keine Möglichkeit des Betreibens von Kondensatoren ohne Kondensatkühler.
Die Erfindung hat das Ziel, in Heizwasserkreisläufen, die ihre Wärme über Heizdampf beziehen und bei denen im Primär- und Sekundärnetz Medien mit unterschiedlicher Wasserqualitat strömen, eine erhebliche Minderung des Anlagenaufwandes durch die Einsparung des Kondensatkühlers (z. Z. als Kupfer-Rohrbündel-Wärmeübertrager ausgeführt) zu erreichen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung zu entwickeln, mit deren Hilfe der Betrieb von Kondensatoren mit Kondensatanstaureglern ohne Kondensatkühler· in Dampf/Wasser-Umformerstationen möglich ist, wobei im Primärnetz und im Sekundärnetz Medien unterschiedlicher Wasserqualität strömen und die Kondensatrückspeisung im geschlossenen System erfolgt.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das aus dem Kondensator abströmende Heizdampfkondensat bei Erreichen einer maximal zulässigen Temperatur nicht mehr zur Dampferzeugeranlage zurückströmt, sondern in das Sekundärnetz. Da der Zustand der maximalen Wärmeübertragerleistung und damit auch das Überschreiten der maximal zulässigen Kondensattemperatur nur wenige Stunden im Jahr auftritt, ist der Verlust des nicht an den Wärmeerzeuger zurückgeschickten Kondensats vernachlässigbar« Gleichzeitig erhöht sich die übertragene Wärmeleistung durch das Einspeisen des heißen Kondensats in das Sekundarnetz. Wenn man davon ausgeht, daß nur ein Teil der durch den Wärmeerzeuger versorgten Dampf/Wasser-Wärmeumformerstationen nach der erfindungsgemäßen Schaltung arbeiten, so kann in der Spitzenzeit die in das Sekundärnetz abgegebene Kondensatmenge durch Einspeisen von Sekundärmedien in das Kondensatnetz ausgeglichen werden.
Bei Systemen mit dynamischer Druckhaltung kann die zusätzlich in das Sekundärnetz eingespeiste Kondensatmenge im Netzwasserspeicher (Entgaser oder Ausgleichsgefäß) gespeichert werden. Ableitend aus der geordneten Jahresganglinie und dem Leistungsverhalten eines Kondensators kann festgestellt werden,daß die überwiegende Betriebszeit des Kondensators der Kondensatstand so hoch ist, daß das Heizdampfkondensat stark unterkühlt den Kondensator verläßt und vorbehaltlos in die Kondensatrückspeiseanlage abgeführt werden kann.
Ausführungsbe ispi el
Die Erfindung soll nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert v/erden:
Figur 1:
Modifizierte Schaltungsanordnung für Dampf/Wasserumformerstationen
242629 2
Über die Dampfleitung 1 strömt Heizdampf in den Kondensator 2, gibt soviel Wärme ab, daß er als Kondensat über die Kondensatleitung 3» das Zweiwegeventil 4 und die Leitung 5 der Dampferzeugeranlage 6 zuströmt. Bei erhöhter Wärmeübertragerleistung wird über einen Temperaturregler 7 das Kondensatabflußventil 8 weiter geöffnet, wobei der Kondensatstand im Kondensator sinkt und die Kondensataustrittstemperatur nach Kondensator 2 steigt. Erreicht die Kondensataustrittstemperatur einen bestimmten Grenzwert, so wird über die Meßleitung 9 ein Impuls auf den Regler 10 gegeben und die Stellung des Zweiwegeventils 4 derart verändert, daß das Kondensat über die Kondensatleitung 3 und die Kurzschlußleitung 11 in das Sekundärnetz 12 gelangt. Die dem Sekundärnetz 12 zusätzlich zu den Sekundärnetzverlusten eingespeiste Wassermenge wird entweder im Ausgleichsgefäß 13 gespeichert oder über eine Abströmlöitung 14 abgeführt. Dem Verbraucher 15 steht zusätzlich zu der im Kondensator an das Sekundärmedium abgegebenen Wärmemenge die Wärmemenge des Heizdampfkondensats zur Verfügung, was im Spitzenbetrieb eine Wärmeleistungssteigerung von ca. 5 Prozent ergibt. Bei Sinken der Kondensattemperatur unter den eingestellten Grenzwert schaltet der Regler 10 wieder um und das Kondensat strömt über Leitung 5 der Dampferzeugeranlage 6 zu. Anstelle des Zweiwegeventils können in den Leitungen auch zwei von Regler 10 gesteuerte Motorventile eingebaut sein.
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung für Dampf/Wasser-Wärmeumformerstationen der Wärmeversorgung mit einem Dampf-Kondensatkreislauf auf der Primärseite und einem mittels Umwälzpumpe angetriebenen Heizwasserkreislauf auf der Sekunderseite sowie unterschiedlicher Wasserqualität der Medien im Primär- und Sekundärnetz und geschlossener Kondensatrückspeisung, gekennzeichnet dadurch, daß gemäß Figur 1 der Kondensator 2 mittels eines Zweiwegeventils 4, der Kondensatleitung 3 und der Leitung, 5 mit der Dampferzeugeranlage 6 sowie mittels der Kurzschlußleitung 11 mit dem Sekundärnetz 12 verbunden ist.
2. Schaltungsanordnung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensattemperatur nach Kondensator 2 mittels Meßleitung 4 auf einen Regler 10 gegeben und mit einem eingestellten Grenzwert verglichen wird·
3. Schaltungsanordnung nach Punkt 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß bei überschreiten eines Grenzwertes der Regler 10 die Stellung des Zweiwegeventils 4 derart verändert, daß das Kondensat über die Kondensatleitung 3, das Zweiwegeventil 4 und die Kurzschlußleitung 11 in das Sekundärnetz 12 strömt.
4. Schaltungsanordnung nach Punkt 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß bei Unterschreiten eines eingestellten Grenzwertes der Regler 10 die Stellung des Zweiwegeventils 4 derart verändert, daß das Kondensat über die Kondensatleitung 3, das Zweiwegeventil 4 und die Leitung 5 der Dampferzeugeranlage 6 zuströmt.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD24262982A DD209683A1 (de) | 1982-08-19 | 1982-08-19 | Modifizierte schaltungsanordnung fuer dampf-/wasser-waermeumformerstation |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD24262982A DD209683A1 (de) | 1982-08-19 | 1982-08-19 | Modifizierte schaltungsanordnung fuer dampf-/wasser-waermeumformerstation |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD209683A1 true DD209683A1 (de) | 1984-05-16 |
Family
ID=5540733
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD24262982A DD209683A1 (de) | 1982-08-19 | 1982-08-19 | Modifizierte schaltungsanordnung fuer dampf-/wasser-waermeumformerstation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD209683A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1987005378A1 (en) * | 1986-03-10 | 1987-09-11 | Jung Woon Lim | Central heating system composed of a plurality of water systems located in every living spaces of a building respectively |
-
1982
- 1982-08-19 DD DD24262982A patent/DD209683A1/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1987005378A1 (en) * | 1986-03-10 | 1987-09-11 | Jung Woon Lim | Central heating system composed of a plurality of water systems located in every living spaces of a building respectively |
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