DD209176A1 - Verfahren zur herstellung goldfarben hinterlegter dekore auf glas - Google Patents

Verfahren zur herstellung goldfarben hinterlegter dekore auf glas Download PDF

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DD209176A1
DD209176A1 DD24299582A DD24299582A DD209176A1 DD 209176 A1 DD209176 A1 DD 209176A1 DD 24299582 A DD24299582 A DD 24299582A DD 24299582 A DD24299582 A DD 24299582A DD 209176 A1 DD209176 A1 DD 209176A1
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DD
German Democratic Republic
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glass
decoration
gold
tin
decors
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DD24299582A
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English (en)
Inventor
Edgar Richter
Tilo Poitz
Edmund Pech
Original Assignee
Adw Ddr
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • C03C17/22Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with other inorganic material
    • C03C17/225Nitrides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hinterlegung von Dekoren auf Gegenstaenden aus Glas mit einer goldfarbenen Schicht auf Titannitridbasis. Das Anwendungsgebiet liegt in der Veredlung von Wirtschaftsglaesern. Mit der Erfindung soll ein Verfahren zur Veredlung von Gegenstaenden aus Glas, vorrangig Wirtschaftsglas durch goldfarbene Hinterlegung auf TiN-Basis geschaffen werden, wobei die endgueltige Ausformung des Glasgegenstandes,das Aufbringen des Dekors und dessen Hinterlegung mit TiN in einem kontinuierlich ablaufendem Prozess erfolgen soll. Dies wird dadurch geloest, dass innerhalb einer kontinuierlich nach dem Taktprinzip miteinander gekoppelten Folge von Prozessschritten zunaechst die Glasoberflaeche in ueblicher Weise gereinigt wird. Anschliessend wird in einem zweiten Prozessschritt das vorgesehene Dekor aufgebracht und eingebrannt. Dabei koennen die unterschiedlichsten Dekorationstechniken wie Siebdruck, Handmalerei, Schiebebildtechnik, Rot-und Gelbbeize angewendet werden. Waehrend des Einbrennens des aufgebrachten Dekors werden die Glasrohlinge durch einen gleichzeitig ablaufenden Tiefziehprozess in ihre endgueltige Form gebracht. Danach durchlaufen die Glasgegenstaende eine Kuehlbahn. Bei 400 Grad C schleust man die Glasgegenstaende in ein Vakuumkammersystem ein, in dem sie auf ihrer nicht dekorierten Flaeche mit TiN beschichtet werden, so dass das urspruenglich aufgebrachte Dekor mit einer Goldfarbe hinterlegt erscheint, wobei der Farbton je nach den angewandten Bedingungen waehrend der Bedampfung von rotgolden bis platinfarben variiert werden kann.

Description

*? L
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hinterlegung von Dekoren auf Gegenständen aus Glas mit einer goldfarbenen Schicht auf Titannitridbasis. Das Anwendungsgebiet liegt in der Veredlung von Wirtschaftsgläsern.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Goldfarben iiinterlegte Dekore auf Gegenständen aus.Glas oder Keramik stellt man gewöhnlich her, indem man ent*- sprechend der Dimension des aufzubringenden Dekors auf dem Glasgegenstand eine dünne Goldschicht aufträgt und darauf das gewünschte Dekor zum Beispiel von Hand oder per Siebdruck aufbringt und einbrennt. Nachteilig ist dabei der steigende Goldpreis, so daß derartige Dekore heute nur selten hergestellt werden, vorrangig bei teuren Glassoften. Für Wirtschaftsglas ist die Hinterlegung mit Gold angeeignet.
In neuerer Zeit lassen sich durch chemische Dampfphasenabscheidung (CVD-Prozeß) oder ionengestütztes reaktives Sputtern (PVD-Prozeß) von Titan in einer Stickstoffatmosphäre goldfarbene Schichten herstellen. Dabei ist stets um gut haftende Schichten zu erhalten, eine Substrattemperatur von 2000CDiS .4QO0C während der Bedampfung erforderlich, d.h. diekalten Substrate müssen in der Vakuumkammer vor der Bedampfung auf die erforderliche Temperatur aufgeheizt Yi erden, Till-Beschichtungen zur Herstellung- goldfarben hinterlegter Dekore sind bisher nicht bekannt. Goldfarben hinterlegte Dekore auf Goldbasis werden stets von Hand in dis- kontinuierlichen Prozeßschritten ausgeführt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Gegenstände aus Glas durch
Hinterlegung des aufgebrachten Dekors mit einer goldfarbenen Schicht für die Produktion von Massenartikeln höher zu veredeln.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein 'Verfahren zur Veredlung von Gegenständen aus Glas, vorrangig Wirtschaftsglas durch goldfarbene Hinterlegung auf Til-Basis zu schaffen, wobei die - endgültige Ausforinung des Glasgegenstandes, das Aufbringen des Dekors und dessen Hinterlegung mit TiIT in. einem kontinuierlich ablaufenden Prozeß erfolgen soll.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß innerhalb einer kontinuierlich nach dem Taktprinzip miteinander gekoppelten Folge von Prozeßschritten zunächst die Glasoberfläche in üblicher Weise gereinigt wird. Anschließend wird in einem zweiten Prozeßschritt das vorgesehene Dekor aufgebracht und eingebrannt. Dabei können die unterschiedlichsten Dekorationstechniken wie Siebdruck, Handmalerei, Schiebebild te chnik., Rot- und Gelbbeize angewendet werden. Während des Einbrennens des aufgebrachten Dekors werden die Glasrohlinge durch einen gleichzeitig ablaufenden Tiefziehprozeß in ihre endgültige Form gebracht. Danach, durchlaufen die Glasgegenstände eine Kühlbahn. Bei 4000G schleust man die Glasgegenstände in ein Vakuumkammersystem ein, in dem sie auf ihrer nicht dekorierten Fläche mit TiJi beschichtet werden, so daß das ursprünglich aufgebrachte Dekor mit einer Goldfarbe hinterlegt erscheint, wobei der Farbton je nach den angevi.andt-en Bedingungen während der Bedampfung von rotgolden bis piatinfarb.en variiert werden, kann. Die vorzugsweise auf die Außenfläche aufge- · brachte TiI^-Schicht.erhöht außerdem die Festigkeit und die Abriebresistenz. Da man die Glasgegenstände nach des Tiefziehen nicht bis auf Raumtemperatur abkühlt, sondern
bereits mit 400 G in die Vakuumkammer einspeist, ist bei der Beschichtung eine Substraterwärmung nicht erforderlich, was zu einer merklichen Energieeinsparung gegenüber diskontinuierlichen Varianten führt.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird durch nachfolgende Ausfuhrungsbeispiele noch näher erläutert, wobei die Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt ist.
Beispiel "1 .
Auf eine gereinigte Glasplatte aus Wirtschaftsglas mit . 20 cm Durchmesser und 3 mm Dicke wurde in der Mitte per Schiebebild ein Blumendekor aufgebracht. Das Schiebebild wurde 2 Stunden bei 63O0C eingebrannt, wobei die Glasplatte gleichzeitig langsam in eine PorzeHanform abge- · senkt (tiefgezogen) ?/urde, so daß eine Schale entstand mit einem Blumendekor im Spiegel. Haeh. Abkühlung auf 400 ^C wurde die Schale aus der Porzellanform herausgehoben, um 180° gekippt und auf einen in einer Kassette.rotierenden Drehteller aufgesetzt. Die Kassette wurde dann in eine Vakuumkammer eingeschleust und dort per ?VD-ProzeJ3 mit einer 150 nm dicken TiS--Schicht beschichtet. Die Substrattemperatur sank während der Beschichtung von 350 auf 25O0C. Danach wurde die Schale ausgeschleust und langsam-auf Raumtemperatur abgekühlt. Das Blumendekor in der Schale erschien goldfarben hinterlegt.
Beispiel 2
Bine ovale Glasplatte aus Fensterglas mit 3 am Stärke
und 20 beziehungsweise 15 cm Halbmesser wurde gereinigt und anschließend wurde per Siebdruck im Abstand von 15 vom Außenrand ein Ornamentband aufgedruckt. Wie im Beispiel 1 beschrieben"wurde die Platte bei 67O0G thermisch verformt und das Dekor eingebrannt. Analog Beispiel 1 wurde die Schale mit TiI beschichtet, so daß am Ende eine goldfarmene Schale mit einem Randornament vorlag.
Beispiel 3
Auf eine gut gereinigte rechteckige Platte aus Fensterglas (20x15x0',25) mit abgerundeten Ecken .wurde per Hand ein Rosendekor aufgemalt, üach Tiefziehen der Platte zu einer länglichen Schale und Einbrennen des Dekors wurde analog Beispiel 1 und 2 auf die Rückseite eine TiH-Schient von 200 mn. aufgebracht. Man erhält eine längliche Schale mit Rosenornament und Rosehdekor im Spiegel auf goldfarbenem Grund.
Beispiel. A
Auf eine runde Scheibe aus Wirtschaftsglas mit 25 cai Durchmesser und 2,5 mm Dicke wurde ein Phantasiedekor mittels "Sgerman-Gravur" aufgebracht. Die Platte wurde zu einer flachen Schale tiefgezogen. lach dem Abkühlen auf 4000C wurde die Platte wie im Beispiel 1 rückseitig mit 100 nm TiIT beschichtet. Man erhält eine Schale mit goldfarben hinterlegter "Egermann-Gravur".

Claims (1)

  1. Erf indungsanspruch
    Verfahren zur Herstellung goldfarben hinterlegter Dekore auf Gegenständen aus Glas, dadurch gekennzeichnet, daß in einem kontinuierlich nach dem Taktprinzip arbeitenden Verfahren auf einen Glasrohling ein Dekor auf gebracht wird, das während des nachfolgenden Tiefziehens zur endgültigen Form eingebrannt wird, wonach der dekorierte Glasgegenstand nach Abkühlen auf 40O0C in ein Vakuumkammersystem eingespeist wird und auf seiner Rückseite bei Subtrattemperaturen von 350 - 200 C ohne nachträgliche Substraterwärmung mit Titannitrid der Schichtdicke 100 - 200 ntn beschichtet wird. *
DD24299582A 1982-09-03 1982-09-03 Verfahren zur herstellung goldfarben hinterlegter dekore auf glas DD209176A1 (de)

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Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3941795A1 (de) * 1989-12-19 1991-06-20 Leybold Ag Optisch wirkende schicht fuer substrate, die insbesondere eine hohe antireflexwirkung aufweist, und verfahren zur herstellung der schicht
US5091244A (en) * 1990-08-10 1992-02-25 Viratec Thin Films, Inc. Electrically-conductive, light-attenuating antireflection coating
DE4117258A1 (de) * 1989-12-19 1992-12-03 Leybold Ag Optisch wirkende schicht fuer substrate, die insbesondere eine hohe antireflexwirkung aufweist
US5216542A (en) * 1989-12-19 1993-06-01 Leybold Aktiengesellschaft Coating, composed of an optically effective layer system, for substrates, whereby the layer system has a high anti-reflective effect, and method for the manufacturing of the coating
US5407733A (en) * 1990-08-10 1995-04-18 Viratec Thin Films, Inc. Electrically-conductive, light-attenuating antireflection coating
EP0968973A1 (de) * 1998-07-01 2000-01-05 Mario Spinelli Verfahren zur Oberflächendekoration von transparenten Glasgegenständen

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