DD209862A5 - Sicherheitsvorrichtung fuer flachstrickmaschinen - Google Patents
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Abstract
Die Sicherheitsvorrichtung fuer Flachstrickmaschinen ist dazu bestimmt, das Anhalten des Schlittens im Falle einer ploetzlichen Aenderung seiner Arbeitsgeschwindigkeit als Folge eines Stosses oder einer anderen Stoerung, beispielsweise einer Fadenverwirrung, zu gewaehrleisten. Eine metallische Lamelle (1) mit in gleichen Abstaenden angeordneten Perforationsschlitzen (2) verlaeuft parallel zu einem der Nadelbetten der Strickmaschine. Ein Buegel (3) am Schlitten verschiebt sich entlang dieser Lamelle (1). Dieser Buegel traegt auf einer Seite der Lamelle einen Sender und auf der anderen Seite der Lamelle einen Empfaenger. Waehrend der Verschiebung des Schlittens bewirkt die Reihe der Perforationsschlitze (2) Impulse, deren Laenge umgekehrt proportional der Arbeitsgeschwindigkeit des Schlittens ist. Eine Mess- und Auswerteeinrichtung (CPU) wertet das erhaltene Signal nach Verstaerkung aus und setzt es in Impulsformen um und liefert ein "STOPP"-Signal, wenn eine ploetzliche Stoerung in der Bewegung des Schlittens ermittelt ist.
Description
Sicherheitsvorrichtung für Flachstrickmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung für Flachs trickmaschinen zum Anhalten des Schlittens im Falle einer plötzlichen Aenderung seiner Arbeitsgeschwindigkeit als Folge eines Stosses oder einer anderen Störung, beispielsweise einer Faden Verwirrung.
Sobald eine solche Störung während des Strickvorganges auftritt, insbesondere wenn sich eine Fadenverwirrung bildet, ist es notwendig, den Schlitten rasch anhalten zu können, denn die Weiterführung seiner Bewegung kann beträchtliche Schäden am Nadelbett und an den Nadeln hervorrufen.
Charakteristik der bekannten technischen Losungen
Man hat daher schon versucht, den Schlitten im Falle eines Stosses automatisch anzuhalten. Man hat vor allem
daran gedacht, ein piezoelektrisches Mikrofon an den Nadelbetten vorzusehen, um Vibrationen zu ermittlen, die in -den Nadelbetten durch einen Stoss gegen den Schlitten erzeugt· werden. Es hat sich jedoch als schwierig erwiesen, einen solchen Detektor so einzustellen, dass er ausschliesslich auf Vibrationen anspricht, die durch eine gefährliche Störung in der Verschiebebewegung des Schlittens auftreten.
Eine andere angewandte Lösung besteht darin, das Kraftmoment mittels einer Feder zu messen, welches zum Antrieb des Schlittens erforderlich ist. Sobald der Schlitten hierbei auf einen unnormalen Widerstand stösst, erhöht sich dieses Kraftmoment plötzlich und die Ermittlung dieser , Erhöhung gestattet dann das Anhalten des Schlittens. Eine solche Einrichtung ist jedoch ziemlich sperrig und gestattet auch nicht, Schäden sicher zu vermeiden.
Zur Ermittlung von Fehlern an den Nadeln, . den Nadelbetten oder den Keilen wurde auch schon vorgeschlagen, Begrenzungsschablonen an den Nocken des Schlittens vorzusehen und das gemessene Signal an dem Schirm eines Oszilloskopen anzuzeigen (US-A-3.955.407).
Man hat auch schon vorgeschlagen, die Nadeln einer Strickmaschine zu überwachen, um beschädigte oder fehlende Nadeln zu ermitteln, und zwar mittels einer photoelektrischen Tastvorrichtung, welche von den Nadeln reflektiertes Licht aufnimmt und worin ein Schaltkreis das Signal nach dem Zeitunterschied auswertet, welcher zwischen aufeinanderfolgenden Impulsen besteht, die von der Tasteinrichtung ausgesandt werden und den vorhandenen und einwandfreien Nadeln entsprechen (FR-A-2 . 005 . 725 ) . Diese Vorrichtung ermöglicht
indessen keine Bremsung des Schlittens. Ihre Tätigkeit ist darüberhinaus auch von der Beschaffenheit der Oberfläche des Kopfes der Nadeln abhängig.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat zum Ziel, eine einfache, schnelle und sichere Ermittlung zu gewährleisten, welche unempfindlich gegen Störungen ist, die keine Störungen der Schlittenbewegung sind.
Die erfindungsgemässe:Sicherheitsvorrichtung für Flach-strickmaschinen besitzt eine Einrichtung zur Erzeugung von Impulsen, deren Länge umgekehrt proprotional der Arbeitsgeschwindigkeit des Schlittens ist, sowie eine Einrichtung zur kontinuierlichen Messung der Längenänderung der Impulse und zum Anhalten des Schlittens, sobald diese Veränderung einen bestimmten Bezugswert überschreitet .
Um die Reaktionsgeschwindigkeit der Vorrichtung noch weiter herabzusetzen, kann man nicht nur die Aenderungen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Impulsen messen, sondern auch die Aenderung zwischen den aufeinanderfolgenden Intervallen zwischen den aufeinanderfolgenden Impulsen.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend beispielsweise mittels der beigefügten Zeichnung beschrieben .
Figur 1 zeigt dabei schematisch die Einrichtung zur Erzeugung der Impulse und Figur 2 zeigt die Aufzeichnung eines Impulsverlaufs, welcher durch eine plötzliche Bremsung des Schlittens als Folge eines Stosses gestört ist.
Parallel zu einem der Nadelbetten der Strickmaschine ist eine metallische Lamelle 1 angeordnet,- die mit Perforationen 2 in gleichen Abständen versehen ist. Diese Lamelle 1 besteht in vorteilhafter Weise aus der Lamelle, wie sie bei bestimmten Maschinen zur Zählung der Nadeln bereits vorhanden ist und wobei der Abstand der Perforationen 2 der Schablone der Nadelbetten entspricht. Entlang dieser Lamelle verschiebt sich ein 8ügel 3, -welcher fest am Schlitten sitzt und auf einer Seite einen Sender tragt, beispielsweise eine Elektrolumineszenzdiode, und auf der anderen Seite einen Empfänger, beispielsweise sine Photodiode oder einen Phototransistor. Dieser Phototransistor kann in vorteilhafter Weise Teil einer gedruckten Schaltung sein, welche eine erste Verstärkerstufe enthält. Während der Verschiebung des Schlittens bewirkt die Aufeinanderfolge der Perforationsschlitze 2 das Auftreten von Impulsen, deren Länge umgekehrt proportional der Arbeitsgeschwindigkeit des "Schlittens ist.. Diese
Impulse werden verstärkt und in der Weise umgeformt, dass man etwa eine Folge von rechteckigen Impulsen erhält, wie sie in Figur 2 dargestellt, sind. Das erhaltene Signal wird durch eine Auswerteinrichtung CPU ausgewertet, welche ein "Stopp"-Signal auslöst, sobald die Auswertung des empfangenen Signals eine plötzliche Störung in der Bewegung des Schlittens erkennen lässt.
Figur 2 zeigt schematisch den Verlauf der Impulse von dem Detektor 3. Jede Perforation 2 erzeugt einen positiven Impuls -a, gefolgt von einem Intervall b, welchen man auch als einen negativen Impuls bezeichnen kann. Mittels einer geeigneten Schaltung misst man einerseits das Ausnrass der Aenderung in der Länge der positiven Impulse a und andererseits das Ausmass der Aenderung in der Länge der negativen Impulse b. Man misst also genauer die folgenden Werte
a1
Der erste Wert wird gemessen im Zeitpunkt t' unmittelbar nach dem Ende eines positiven Impulses oder beim Auftreten eines negativen Impulses, während der zweite Wert zum Zeitpunkt t" nach -jedem negativen Impuls gemessen wir'd , d.h. beim Auftreten eines positiven Impulses. Die Länge der Impulse wird in vorteilhafter Weise durch Abtasten gemessen und numerisch ausgewertet. Der Wert der Aenderung wird errechnet und mit dem Bezugswert mittels eines Mikroprozessors verglichen .
Wenn der Schlitten plötzlich als Folge eines Stosses gebremst wird, erscheint sofort ein Impuls a von einer Dauer a", welch-e länger ist als die Dauer a' des
vorhergehenden Impulses. Gleichfalls wird im allgemeinen auch der Intervall b" länger sein als der Intervall b'. Es ist dagegen auch möglich, dass der folgende positive Impuls kürzer ist als ein normaler Impuls. Deswegen misst man den absoluten Wert des Unterschiedes. Der Schlitten wird gestoppt, wenn der Wert über einem Grenzwert k liegt, welcher experimentell bestimmt wird. Gleiches gilt für den anderen gemessenen Wert.
Man könnte sich begnügen, nur die positiven Impulse a zu vergleichen, aber durch den Vergleich auch der negativen Impulse b, d.h. der Intervalle, vergrössert man die Empfindlichkeit der Sicherheitsvorrichtung, indem man in bestimmten Fällen die Reaktionszeit verkürzt. Es kann nämlich sehr gut vorkommen, dass in dem Augenblick, wo der Stoss auftritt, man zunächst eine Aenderung in der Länge der Intervalle, d.h. der negativen Impulse b, ermittelt, bevor eine Aenderung in der Länge der positiven Impulse a auftritt, und zwar im Gegensatz zu dem, wie es in Figur 2 dargestellt ist.
Weil der Schlitten nicht immer mit derselben Arbeitsgeschwindigkeit läuft, kann es zweckmässig sein, den Bezugswert k von der Geschwindigkeit der Schlitten-Verschiebung abhängig zu machen.
Andererseits ist es ratsam, gewisse Gegebenheiten zu berücksichtigen, wie den Handantrieb oder die Phase der Richtungsumkehr des Schlittens am Ende seiner Bahn. Man kann diese Umkehrbewegung dadurch berücksichtigen, dass man die Sicherheitsvorrichtung nur auf einer bestimmten Länge des Nadelbettes arbeiten lässt.
Unter bestimmten Bedingungen, insbesondere beim
Stricken von Seitenteilen, kann es zweckmässig sein, die Empfindlichkeit der Vorrichtung für gewisse Strickreihen herabzusetzen, um ein unerwünschtes Anhalten der Maschine zu verhindern. Zu diesem Zweck wird der Bezugswert k von dem Strickprogramm abhängig gemacht. Dieses Programm kann in der Mess- und Steuereinrichtung CPU programmiert sein.
Claims (7)
- ERFINDUNGSANSPRUCH1. Sicherheitsvorrichtung für Flachstrickmaschinen zum Anhalten des Schlittens im Falle einer plötzlichen Aenderung seiner Arbeitsgeschwindigkeit als Folge eines Stosses oder einer anderen Störung, gekennzeichnet dadurch, dass eine Einrichtung (1,2,3) zur.Erzeugung von Impulsen vorgesehen ist, deren Länge umgekehrt proportional der Arbeitsgeschwindigkeit des Schlittens ist, sowie eine Einrichtung (CPU) zur kontinuierlichen Messung der Längenänderung (a'-a") der Impulse und zum Anhalten des Schlittens, sobald diese Veränderung einen bestimmten Bezugswert (k) überschreitet.
- 2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, dass die Einrichtung (CPU) zur Messung der Aenderung der Impulslängen einen elektronischen Schaltkreis zur kontinuierlichen Bestimmung des Verhältnisses zwischen dem Längenunterschied von zwei aufeinanderfolgenden Impulsen (a'-a") und der Länge (a') des ersten dieser Impulse aufweist.
- 3. Vorrichtung nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, dass die Messeinrichtung auch zur Messung und Bestimmung des Verhältnisses zwischen dem Längenunterschied von zwei aufeinanderfolgenden Intervallen (b'-b") zwischen den Impulsen und der Länge (b') des ersten dieser Intervalle ausgebildet ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, dass die Einrichtung zur Erzeugung der Impulse eine perforierte Lamelle (1,2) parallel zum Nadelbett sowie eine Lichtquelle (3) am Schlitten, welche sich an einer Seite der perforierten Lamelle entlangbewegt, und einen optoelektronischen Empfängeram Schlitten gegenüber der Lichtquelle auf der anderen Seite der perforierten Lamelle aufweist.
- 5. Vorrichtung nach Punkt 4 für eine Strickmaschine mit einer perforierten Lamelle an der Schablone des Nadelbettes zur Zählung der Nadeln, gekennzeichnet dadurch, dass die perforierte Lamelle (1,2) der Sicherheitsvorrichtung aus der perforierten Lamelle zur Zählung der Nadeln besteht.
- 6. Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, dass der Bezugswert (k) von der Geschwindigkeit der Schlittenverschiebung abhängig ist.
- 7. Vorrichtung nach einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, dass der Bezugswert (k) von dem Strickprogrämm abhängig ist.
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