DD210102B1 - Bewehrtes vorgefertigtes einzelbauteil - Google Patents
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Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft bewehrte, vorgefertigte Einzelbauteile mit einer linienförmigen Bewehrung, wie Betonelemente und Kunststeine für das Bauwesen z. B. den Straßenbau einschließlich Bau von Schutzplanken oder Leitwänden und für den Bau von Gebäudeteilen und Ausgleichsgewichten, wobei die Bewehrung zur Sicherung des Zusammenhaltes nach dem Bruch eingearbeitet ist.
Bei Betonelementen oder anderen Kunststeinen sind zum Zwecke der Festigkeitserhöhung Stahlbewehrungen bekannt. Diese werden als vorgefertigtes Elemente in Quer- und Längsrichtung mehrdimensional eingelegt.
Nach bekannten technischen Lösungen werden aber auch Kunstfasern durch verschiedene Fertigungsverfahren so miteinander verbunden, daß sie als Bewehrung Verwendung finden können.
In der DE-OS 2930939 wird eine Lösung zur Herstellung einer kriechfesten, mechanischen Verankerung angegeben, bei der die Einbindung von Fasern im Baustoff durch die Ausbildung von Wülsten und/oder Verdickungen auf den Oberflächen und/oder Enden der Fasern und/oder durch Festhalteorgane, die mit den Fasern kriechfest verbunden sind, erfolgt.
Die DE-AS 2357557 beschreibt eine Lösung, bei der zur Bewehrung Textilbahnstreifen, aus hochfestem Textilmaterial hergestellt, mindestens einseitig mit Kunststoff beschichtet und zu einem Strang gedreht werden.
Als besonders vorteilhaft wird die erzielbare feste Verbindung zwischen Verstärkungseinlage und Kunststoffschaum des Leichtbaukörpers herausgestellt.
Nach der DE-OS 2902269 ist es bekannt, Armierungselemente herzustellen, bei denen Glas-, Kunststoff oder Textilfasern in einen Schlauch eingebracht sind, der dann mit einer aushärtenden Kunstharzmasse ausgegossen wird. Auf diese Weise entsteht ein Stab, der als Bewehrungselement angewendet werden kann.
Diesen bekannten Lösungen, bei denen Kunststoffe oder Textilfasern als Bewehrung von vorgefertigten Einzelbauteilen eingesetzt werden, haftet der Mangel an, daß erhebliche Querschnitte des Bewehrungsmaterials aufgewendet werden müssen, um die Aufgabe des Zusammenhaltens des Einzelbauteiles nach einem Bruch zur Sicherung des Arbeitsschutzes zu erfüllen.
Ziel der Erfindung ist es, ein vorgefertigtes bewehrtes Einzelbauteil zu schaffen, das eine Transportbewehrung besitzt, die kostengünstig herstellbar ist, den Einsatz von Sekundärrohstoffen ermöglicht und die den Zusammenhalt nach dem Bruch sichert.
Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde, ein bewehrtes Einzelbauteil zu schaffen, welches eine Transportbewehrung aus synthetischen, vorzugsweise textlien Rohstoffen besitzt, wobei beim Bruch des Einzelbauteiles die in der Bewehrung vorhandene Festigkeit voll ausgenutzt und die bei den Transportbrüchen entstehenden dynamischen Kräfte durch die innere Gestaltung der Bewehrung verteilt werden sollen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine linien- oder netzförmige Bewehrung, aus synthetischen, vorzugsweise textlien Rohstoffen, die vorrangig formschlüssig in das Einzelbauteil eingebunden ist, einen zugtragenden dehnbaren flexiblen Bestandteil, einen Kern aufweist, der von weiteren flexiblen Bestandteilen umgeben und mit diesen kraftschlüssig verbunden ist. Mindestens einer der Bestandteile weist eine glatte gleitfähige Oberfläche auf.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß auf diese Weise mit einer relativ niedrig dimensionierten Bewehrung aus linienförmigen, insbesondere synthetischen textlien Sekundärrohstoffen beim Bruch des Einzelbauteiles sehr hohe Kräfte aufgenommen werden können. Durch die Krafteinwirkung reißen die den Kern umgebenden Bestandteile an der Bruchstelle, der Kern der Bewehrung schnürt sich ein und die kraftschlüssige Verbindung zu den umgebenden Bewehrungsbestandteilen wird im Zusammenhang mit der Gleitfähigkeit zumindest eines der Bewehrungselemente reduziert. Die an der Bruchstelle zunächst lokal wirkende Kraft wird damit auf einen großen Teil der Gesamtlänge der Bewehrung übertragen, wodurch eine extrem hohe
Energieaufnahme gewährleistet ist. Die hohe Energieaufnahme der erfindungsgemäßen Bewehrung kann z. B. auch vorteilhaft bei der Herstellung von Betonschutzplanken oder Leitwänden im Straßenbau ausgenutzt werden.
Eine Anpassung bezüglich der Ausdehnung der Energieübertragung kann bei der Ummantelung des Kerns der Bewehrung durchgeführt werden, indem durch verschieden straffe Ummantelung z.B. mittels einer Maschenstruktur die kraftschlüssige Verbindung zwischen den einzelnen Bewehrungsbestandteilen bzw. die Einschnürung des Kernes variiert werden.
Erfindungsgemäß kann der zugtragende Kern der Bewehrung aus hochfestem textlien Material bestehen, das von einer gleitfähigen Hülle und diese von einer durchbrochenen äußeren Ummantelung umgeben ist.
Erfindungsgemäß kann auch der zugtragende Kern gleitfähig sein und in einem faserigen Mantel liegen, der von einer stark durchbrochenen äußeren Ummantelung umgeben ist.
Die Erfindung soll nachstehend an mehreren Ausführungsbeipielen erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
Fig. 1: Prinzipdarstellung eines bewehrten Einzelbauteiles mit einer einstufigen Bewehrung aus Folie Fig.2: Prinzipdarstellung eines bewehrten Einzelbauteiles mit einer zweistufigen Armierung aus Folie und
Schichtstoffrandstreifen Fig.3: Prinzipdarstellung eines bewehrten Einzelbauteiles mit einer mehrstufigen Armierung aus einerfasrigen Außenhülle und einem gleitfähigen Kern
In das vorgefertigte Einzelbauteil 1 werden linienförmige textile Bewehrungen 2 in Form von Kernmantelkonstruktionen eingelegt, deren Kern aus einer geknautschten, längsstrukturierten Folie 6 besteht, eine glatte Oberfläche besitzt und der Mantel 3 durchbrochen ist, wobei der Kern zur Beeinflussung des Haftverbundes maßgebend ist. Als Kernmaterial kann vorteilhaft Abfallfolie verwendet werden. Beim Bruch des Einzelbauteiles reißen die den Kern umgebenden Bestandteile an der Bruchstelle, die kraftschlüssige Verbindung reduziert sich durch die glatte Oberfläche infolge Durchmesserreduzierung durch Erhöhung der Packungsdichte. Dadurch pflanzt sich die Dehnung über die gesamte Länge der Bewehrung fort und ein zusätzliches Gleiten erfolgt, wodurch die dynamischen Kräfte, die beim Transportbruch entstehen, aufgenommen werden (Fig. 1). Die Bewehrung 2 gemäß Fig. 2 besteht aus einer Kernmantelkonstruktion, die im Kern 6 aus zugtragenden textlien Randstreifen (Sekundärrohstoffen) besteht, welche eine rauhe Oberfläche besitzen können und von einer gleitfähigen Hülle 4, die vorzugsweise aus Abfallfolie besteht, und einem stark durchbrochenen Mantel 3 umgeben sind, der die gesamte Struktur zusammenhält und für die Beeinflussung des Haftverbundes maßgebend ist.
Für den zugtragenden Kern 6 können vorteilhaft hochfeste Schichtstoffrandstreifen eingearbeitet werden. Die Bewehrung 2 gemäß Fig.3 besteht aus einer textlien Kernmantelkonstruktion, deren fasriger Mantel 5 z. B. ausweichen textlien Randstreifensich als haftverbundener Bewehrungsbestandteil fest formschlüssig mit dem Einzelbauteil 1 verbinden und ein zugtragender Kern 6 gleitend im fasrigen Mantel 5 die Kraft während des Transportbruches aufnehmen kann. Bei Bruch des Einzelbauteiles 1 kann der zugtragende Kern 6 in dem weichen, mit dem Einzelbauteil verbundenen fasrigen Mantel 5 gleiten, wobei die erforderliche Energieaufnahme gewährleistet ist Um ein Herausziehen des zugtragenden Kerns aus der Hülle zu verhindern, wird durch die Ausführung eines stark durchbrochenen Mantels 3, der die gesamte linienförmige Bewehrung zusammenschnürt, die Gleitkraft vorbestimmt.
Claims (3)
- Erfindungsanspruch:1. Bewehrtes vorgefertigtes Einzelbauteil mit einer linien-oder netzförmigen Bewehrung zur Sicherung des Zusammenhaltes nach dem Bruch aus synthetischen, insbesondere textlien Rohstoffen, wobei die Bewehrung vorrangig formschlüssig mit dem Einzelbauteil verbunden ist, gekennzeichnet dadurch, daß ein zugtragender dehnbarer flexibler Bestandteil der Bewehrung (2) ein Kern (6) von weiteren flexiblen Bestandteilen (3; 4; 5) umgeben und kraftschlüssig mit diesen verbunden ist, wobei mindestens ein Bestandteil (4; 6) eine glatte gleitfähige Oberfläche aufweist.
- 2. Bewehrtes vorgefertigtes Einzelbauteil (1) nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der zugtragende Kern (6) der Bewehrung (2) aus hochfestem textlien Material besteht, das von einer gleitfähigen Hülle (4) und diese von einer stark durchbrochenen äußeren Ummantelung (3) umgeben ist.
- 3. Bewehrtes vorgefertigtes Einzelbauteil (1) nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der zugtragende Kern (6) gleitfähig ist und von einem faserigen Mantel (5) und dieser von einer stark durchbrochenen äußeren Ummantelung (3) umgeben ist.
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