DD210864A1 - Verfahren zur herstellung gratfreier werkstuecke - Google Patents

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DD210864A1
DD210864A1 DD24412482A DD24412482A DD210864A1 DD 210864 A1 DD210864 A1 DD 210864A1 DD 24412482 A DD24412482 A DD 24412482A DD 24412482 A DD24412482 A DD 24412482A DD 210864 A1 DD210864 A1 DD 210864A1
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producing burr
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DD24412482A
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Inventor
Uwe Kaestner
Peter Dobslaff
Carsten Moehr
Original Assignee
Hydraulik Nord Veb
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  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung gratfreier Werkstuecke, bei dem ein Werkstueck einem kurzen Hitzeschock ausgesetzt wird und dabei Grate, scharfe Ecken und Kanten abgebrannt werden. Das Verfahren wird vorwiegend im Anschluss an zerspanungstechnische Bearbeitungsverfahren im Maschinenbau angewendet. Ziel der Erfindung ist es, ein technisch und oekonomisch guenstiges Verfahren zur Herstellung gratfreier Werkstuecke zu entwickeln. Gemaess der Erfindung arbeitet das Verfahren unter Verwendung von Stadt-bzw. Erdgas mit einem Inertanteil bis zu 35 % und einem Mindestenergiegehalt von 15KJ/dm hoch 3. Dabei ist das Stadt-bzw. Erdgas mit herkoemmlichen Mitteln auf ein Druckniveau von 0,8-1,6MPa zu regeln.

Description

Kästner, Hans Uwe Dobslaff, Peter Mohr, Carsten
Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung gratfreier Werkstücke
Anwendungsgebiet der Erfindung Sie Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung gratfreier Werkstücke, bei dem ein Werkstück einem kurzen Hitzeschock ausgesetzt wird und dabei (»rate, scharfe Ecken und Kanten abgebrannt werden«;
Das Verfahren wird vorwiegend, im Anschluß an zerspanungstechnlsche Bearbeit längsverfahren an Werkstücken aus allen im Maschinen« und !Fahrzeugbau üblichen Werkstoffen wie z»E· Stahl, GuS sowie Legierungen, Buntmetalle und Kunststoffen angewendet*1
20.QE 1982*041998
r 2 -
Charakteristik der bekannten technischen LSsungen Ein Verfahren zur Herstellung gratfreier Werkstücke auf thermisch-chemischer Grundlage ist grundsätzlich mit der US-PS 3·475ο229 bekanntgeworden^ Dieses Verfahren dient der Entfernung überflüssiger Vorsprünge dünnen Querschnitts» wie scharfe Kanten und Grate von Werkstücken und Pertigungsgegehständen eines wesentlich dickeren Querschnitts·? Das zu behandelnde Werkstück wird zunächst in eine druckdicht abgeschlossene Kammer gelagert.' In diese Kammer wird ein komprimiertes Gasgemisch eingeleitet und elektrisch gezündet·) Dabei entsteht ein Hitzeschock, dessen Temperatur ausreicht,' die überflüssigen Vorspränge ohne Beeinträchtigung des Werkstückes zu entfernen^
Die kurzfristig herrschenden Temperatur« und Druckwerte werden von der Art des Materials des Werkstückes bestimmt·) Als Gasgemisch kommen gemäß der vorgenannten US-PS Wasserstoff, Naturgas und niedere Alkane, Alkene und Alkine mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in Verbindung mit einem Oxydationsmittel wie s„"B·; reiner bzw· mit Luft verdünnter Sauerstoff, Luft, Halogene usw· zur Anwendung»;
Eine entsprechende Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens besteht im Groben aus einem Gasdosiersystem, bestehend aus zwei Dosierzylindern zur Abmessung der erforderlichen Volumenmenge der beiden Gase, dem Mischblock und einer stabilen und verschließbaren Druckkammer·!
In der praktischen Anwendung dieses Verfahrens
* 3 -
-ο -
ale oxydierbares Gas Wasserstoffs Methan oder Erdgas und als Oxidationsmittel Sauerstoff bevorzugt·;
Alle diese oxydierbaren Gase bzw«j Gasgemische haben gemeinsam» daß sie zwar unterschiedliche aber jederzeit konstante breanteehnische Eigen« schäften besitzen·!
Daraus ergeben sich jedoch bei der -Beschaff ußg und Bereitstellung einige Probleme«' Wasserstoff, Methan und Erdgas sind in der Anschaffung relativ teuer«; Außerdem kennen Was» serstoff und Methan nur in abgefülltem Zustand bereitgestellt werden, was einen erheblichen Aufwand für den Transport tmd die Lagerung erforderlich macht·'
Die Verwendung von Brdgas scheitert überall dort, wo kein Anschluß an eine Ferngasleitung vorhanden ist·; ferner wurde die Anwendung von Erdgas mit Inertanteilen *^g>2p % ausgeschlossen«) In der WP 143 024 ist ein entsprechendes Verfahren beschrieben,' das Gase bzw«' Gasgemisch® mit nichtkonstanten brenntechnischen Eigenschaften verwendet«; Dabei sind diese Gase "bsw^ Gasgemische, insbesondere Stadtgas, in veränderlicher Weise mit Xiuft oder einem Gas höherer Heisleistung zu mischen und auf die erforderlichen brenntechnischen Werte zu regeln·}Dassu ist ©Ine Anlage zu verwenden, die in der Hauptsache einen ffiiieeh- und Regelbereich zur Aufbereitung des oxydierbaren Gasgemisches zu einem Gasgemisch . mit konstanten br®nnteehn£sch©n Eigenschaften'!
einen Verdichter sowie einen Gasdraekvorratsbe» hälter aufweist·
Dieses Verfahren ist anwendbar und sichert den angegeben positiven Effekt«
Als Nachteil hat sich aber der relativ hohe technische und ökonomische Aufwand der Anlage herausgestellt·
Ziel der Erfindung
Bs ist das Ziel der Erfindung, ein technisch und ökonomisch günstiges Verfahren zur Herstellung gratfreier Werkstücke zu entwickeln·
Darlegung des Wesens der Erfindung Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung gratfreier Werkstücke unter Verwendung herkömmlicher Anlagen und eines neuen Gases bzw· Gasgemisches zu entwickeln·
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß Stadtgas bzw· Erdgas verwendet wird· Geeignet ist Stadtgas bzw· Erdgas mit einem Inertanteil bis zu 35 % und einem Mindestenergiegehalt von 15 KJ/dm · Dabei ist das Stadtgas bzw· Erdgas mit einem Druck zwischen 0,8-1,6 MPa bereitzustellen. Das erforderliche Druckniveau wird in bekannter Weise entweder durch Druckminder-, Sicherheits- und Bückschlagventil oder durch Verdichter, Vor»
- 5 - .
abscheider, Sicherheit®«· und Rückschlagventil and Druckkessel mit Zweipunktregelung realisiert«! Da Stadt- bzw«) Erdgas billig und überall vorhanden ist, kann das Verfahren nunmehr außerordent» lieh kostengünstig angewendet werden«)
A usfuhr ungBbjgispie JL
Die herkömmlichen Anlagen zur Durchführung des Entgrateverfahrens bestehen in der Hauptsache aus zwei Gasdosierzyliadern, einem Hischbloek und einer stabilen und verschließbaren Druckkammer« Das Verfahren zur Herstellung gratfreier Werk» stücke arbeitet auf der Grundlage eines unter Wärmeeinfluß stehenden chemischen Prozesses«] Dazu wird Stadt- bzw.· Erdgas auf einen Vorlauf» druck im Bereich von 0,3-1,6 MPa geregelt«) Entsprechend den Druckverhältnissen in der Gasleitung wird der Gasdruck in bekannter Weise mittels einem Druckminder·», einem Sleherheits·» und einem Bückschlagventil heruntergeregelt bzw»; durch ei« nen Verdichter, einem Vorabscheider^ einem Sicherheitsventil, einem Rückschlagventil und einem Druckkessel mit Zweipunktregelung komprimiert«! Das so vorbehandelt© Stadt- bzw«! Erdgas einerseits and reiner Sauerstoff andererseits werden in zwei Dosierzylindern mengenmäßig bemessen und einem Mischblock zugeführt«} Hier werden beide Gase in einem bestimmten Verhältnis gemischt^ der Druckkammer zugeleitet und elektrisch gezündet»Γ
Mittels dem Dosiersystem der Entgratanlage sind dem Werkstoff des zu entgratenden Werkstückes entsprechend unterschiedliche Mischungsverhältnisse von Gasen bzw· Gasgemischen, wie ζ·Β· Ferngas und Sauerstoff sowie unterschiedliche Drücke in der Entgratkammer zu realisieren· Bekannt sind Mischungsverhältnisse von IaI bis 3s1 und Drücke von O,5-5»O MPa·

Claims (1)

  1. ~ 1
    Pat ent anspr αφ
    1.j Verfahren zur Herstellung gratfreier Werkstücke, wobei ein oxydierfähiges Gas bzw« Gasgemisch mit einem geeigneten Oxydationsmittel, insbesondere Sauerstoff in einem bestimmten Verhältnis gemischt, komprimiert und in einer stabilen und -verschließbaren Druckkammer gezündet wirdf dadurch", pe k e gi η. ζ e 1 c h nT e, Tty daß auf 0,8»1,'6 MPa geregeltes Stadtgas bzn«j Erdgas mit einem Inertgasanteil bis zu 35 % und einem Mindestenergiegehalt von 15 KJ/dm^ verwendet wird und mit Sauerstoff in einem Verhältnis von 1*1 bis 3*1 gemischt wird*
DD24412482A 1982-10-20 1982-10-20 Verfahren zur herstellung gratfreier werkstuecke DD210864A1 (de)

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