DD211471A5 - Synergetische herbizide mittel - Google Patents

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DD211471A5
DD211471A5 DD83254189A DD25418983A DD211471A5 DD 211471 A5 DD211471 A5 DD 211471A5 DD 83254189 A DD83254189 A DD 83254189A DD 25418983 A DD25418983 A DD 25418983A DD 211471 A5 DD211471 A5 DD 211471A5
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autumn
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DD83254189A
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Ferenc Bihari
Peter Bohus
Jozsef Buczko
Gyula Eifert
Edit Halasz
Jozsef Kalasz
Istvan Kueronya
Istvan Magyari
Mihaly Nagy
Guido Petsch
Oedoen Soevegjarto
Lajos Vereb
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Budapesti Vegyimuevek
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    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/64Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with three nitrogen atoms as the only ring hetero atoms
    • A01N43/661,3,5-Triazines, not hydrogenated and not substituted at the ring nitrogen atoms
    • A01N43/681,3,5-Triazines, not hydrogenated and not substituted at the ring nitrogen atoms with two or three nitrogen atoms directly attached to ring carbon atoms
    • A01N43/70Diamino—1,3,5—triazines with only one oxygen, sulfur or halogen atom or only one cyano, thiocyano (—SCN), cyanato (—OCN) or azido (—N3) group directly attached to a ring carbon atom

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Abstract

Die Erfindung betrifft herbizide Mittel, die als Wirkstoff eine Mischung aus einer Verbindung der Formel I und einer Verbindung der allgemeinen Formel II, worin X fuer Chlor, Methylthio oder Methoxy steht, in einer Menge von 0,1 bis 85,0 Gew.-%, in einem Mengenverhaeltnis zwischen 19: 1 und 1:4, vorzugsweise zwischen 4:1 und 1:1, enthalten. Die erfindungsgemaessen synergetischen herbiziden Mittel koennen bei Feldpflanzenkulturen, insbesondere bei Herbstweizen, zur pre- und post-emergenten Unkrautbekaempfung verwendet werden. Sie beschleunigen die Vertilgung der Unkraeuter, sind auch pre-emergent anwendbar, schaffen guenstige Bedingungen fuer das Wachstum des Herbstweizens und haben eine Ertragssteigerung zur Folge.

Description

Die Erfindung betrifft synergetische herbizide Mittel, die als Wirkstoff eine Verbindung der Formel I und eine Verbindung der allgemeinen Formel II, worin X für Chlor, Methylthio oder Methoxy steht in einer Menge von 0,1 bis 85 Gew.-% und in einem Mengenverhältnis zwischen 19:1 und 1:4, vorzugsweise zwischen 4:1 und 1:1, und übliche Träger, Hilfsstoffe und andere Zusatzstoffe enthalten.
Die erfindungsgemäßen herbiziden Mittel können in Feldpflanzenkulturen, insbesondere in Herbstweizen zur pre- -emergenten und post-energenten Unkrautbekämpfung eingesetzt werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
In Ungarn wird der Herbstweizen auf einem Gebiet von ungefähr 1,2 Millionen Hektar angebaut, und etwa 95 % davon werden einer mit chemischen Mitteln durchgeführten Unkrautbekämpfung unterworfen. Nach der gegenwärtigen Praxis erfolgt die Behandlung im 3-5 blättrigen Stadium des Herbstweiezens oder später in der Periode zwischen Stauden und Schuß, d.h. die Unkrautbekämpfung wird im
Frühling post-emergent durchgeführt. In letzter Zeit wird auch die pre- und post-emergente Behandlung im Herbst angewendet, was für die Ertragssteigerung von außerordentlicher Wichtigkeit sein kann. In der Praxis hat sich die im Frühling durchgeführte Unkrautbekämpfung deshalb bewahrt, weil die zur Verfügung stehenden herbiziden Mittel (hormonale Mittel wie MCPA, MCPP, 2,4-D, 2,4-OP, Dikamba, Flurenol bzw. kontakte Präparate wie Bentazon, Bromphenoxim) ihre optimale Selektivität und Aktivität zwischen dem Zeitpunkt von Stauden und Schuß ausüben. Es ist bekannt, daß die obigen herbiziden Mittel nur gegen die meisten breitblättrigen Unkräuter wirksam, aber sogar gegen einige breitblättrige Unkräuter inaktiv sind. Bei der mehrjährigen Verwendung der herbiziden Mittel entwickeln sich resistente Unkräuter, die sich auch vermehren. Die Zahl und Menge der Spezies Centaurea cyanus L., Corsium arvense L. Scop., Consolida spp., Sinapis arvensis L., Papaver rhoeas L. und Raphanus raphanistrura L« hat sich vermindert und diese Pflanzen wurden durch die folgenden Unkräuter
einer T-.- und T9-Lebensform ersetzt:
T-, Capsella bursa-pastoris L. Medic Lamium amplexicaule L.
Lemium purpureum L* Myosotis arvensis L. Hill Spergula arvensis L. Stellaria media L. Cyr. Veronica hederifolia L.
Veronicy persica Poir.
gemeines Hirtentäschel
stengelumfassende Taubnessel
rote Taubnessel Ackervergißmeinnicht "Ackerspörgei Vogelmisre
efeublättriger Ehrenpreis
persischer Ehrenpreis
Adonis aestivalis Anthemis arvensis L.
Sommer-Adonisröchen Acker-Hundskamille
- 3 -
Anthemis cotula L. GaIium aparine L. Lithiospermum arvense L. Matricaria chamomilla L. Thlaspi arvense L. Viola arvensis Murr.
sf.nkende Hundskamille Klettenlabkraut Ackersteinsame echte Kamille Ackerpfennigkraut Sandstiefmütterchen
In den letzten Dahren hat die Vertilgung der in großen Gebieten Ungarns erschienenen einkeimblättrigen Unkräuter große Probleme verursacht. Von diesen Unkräutern können die auch im Herbst keimenden Alopercurus myosuroides Huds, (Ackerfuchsschwanz) und Apera spica-venti L. P.B. (Windhalm) erwähnt werden. Es wurde versucht, die Unkräuter im Herbst und bei Beginn des Frühlings mit Pentimetalin, Chlortoluron und Isoproturon enthaltenden Mitteln zu bekämpfen. Obwohl diese herbiziden Mittel gegen die oben erwähnten einkeimblättrigen Unkräuter mit relativ gutem Wirkungsgrad eingesetzt werden können, sind sie gegen mehrere zweikeimblättrige Spezies nicht ausreichend wirksam (z.B. Capsela bursa-pastoris L. Medic, Viola arvensis Murr, und Veronica hederifolia L,). Es ist bekannt, daß der Herbstweizen, ähnlich wie andere Kulturpflanzen, gegenüber Unkrautschäden am Anfang des Wachstums am empfindlichsten ist ; die Beseitigung der juvenilen Unkrautkonkurrenz im Wachstum der Ernte ist deshalb sehr wichtig. Es ist ebenfalls bekannt, daß im in der optimalen Aussäensperiode vom Ende September oder Anfang Oktober gesäten Weizen die Unkräuter mit einer T1 und T0 Lebensform im Herbst aufgehen♦ F3IIs diese Unkräuter im Herbst oder am Ende des Winters oder Anfang des Frühlings vertilgt werden, können sie das Wachstum des Weizens und das Stauden nicht verhindern, und es kann deshalb mit einer Ertragssteigerung gerechnet werden.
Ziel der Erfindung:
Ziel der Erfindung ist die Herstellung eines Herbiziden YMitteljJ, das sowohl im Herbst als auch im Frühling verwendet werden kann und auf Grund seines breiten Wirkungsspektrums die Bekämpfung von ein- ind zweikeimblättrigen Unkräutern ermöglicht, ohne auf den Herbstweizen eine toxische Wirkung auszuüben.
Darlegung des Wesens der Erfindung:
Aktivitätsversuche haben überraschende Ergebnisse ergeben. Es wurde gefunden, daß Herbizide, deren Kombinationen bisher vollständig unbekannt waren, zur Unkrautbekämpfung ausgezeichnet geeignet sind. Es wird auf das Fachbuch "The Pesticide Manual" (sechste Ausgabe, London, 1979; CR. Worthing) hingewiesen. Nach Seite 240 kann die Verbindung der Formel I /"d.h. N-Äthyl-N-(2-raethallyl)-2,6-dinitro-4-trifluormethyl-anilin, EtalfIuralin7, in einer Dosis von 1,0-1,25 kg/ha in den Boden eingearbeitet zur Unkrautbekämpfung in Baumwolle, Bohnen oder Sojabohnen verwendet werden. Auf Seite 502 wird vorgeschlagen, die Verbindung der allgemeinen Formel II, in welcher X für Chlor steht (d.h. das 2-tert. Butylamino-4-chlor-6-äthylamino-1,3,5-triazin, terbutylazin) als selektives Herbizid in einer Dosis von 1,2-1,8 kg/ha in Mais-, Trauben- und Zitronenkulturen einzusetzen. Nach Seite 503 kann die Verbindung der allgemeinen Formel II, in welcher X Methylthio bedeutet (d.h. das 2-tert. Butylamino-4-äthylamino-6-methylthio-l,3,5-triazin, Terbutrin) in einer Dosis von 1-2 kg/ha bei Herbstweizen, Zuckerrohr und Bohnen als preemergentes Herbizid oder bei Mais als post- -eicmergentas Herbizid Verwendung finden. Nach Seite 501 kann die Verbindung der allgemeinen Formel II, in welcher X Methoxy bedeutet (d.h. 2-tert. 3utylamino-4-äthylamino-
-6-methoxy-l„3,5-triazin, Terbumeton) in einer Dosis von 3-10 kg/ha in Zitronen-, Apfel- und Traubenanpflanzungen als post-emergentes Herbizid verwendet werden.
Es ist bekannt, daß die obigen Verbindungen an sich ein enges Wirkungsspektrum besitzen* Es ist ferner bekannt, daß zur pre-emergenten Unkrautbekämpfung bei Herbstweizen nur das Terbutrin geeignet ist. In der Praxis hat jedoch auch dieses Mittel keine verbreitete Anwendung gefunden. Für die anderen Verbindungen ist jedoch der Fachliteratur bezüglich der erfindungsgemäßen Anwendung überhaupt kein Hinweis zu entnehmen. Es war auch nicht bekannt, daß das Etalfluralin bei Weizen ohne Einarbeitung in den Boden, d.h. vor dem Aufgehen der Unkräuter bzw. bis zum 2-3 blatttrigen Stadium mit Erfolg verwendet werden kann.
Es wurde erfindungsgemäß zuerst festgestellt, daß die in Rede stehenden Verbindungen bis zum 2-3 blättrigen Stadium des Weizens, pre-emergent verwendet, eine selektive Wirkung ausüben. Danach wurde die synergstische Wirkung bei solchen Unkräutern bestimmt, welche gegenüber den Komponenten in bekannter Weise tolerant sind. Es wurde überraschenderweise gefunden, daß sämtliche erfindungsgemäßen Kombinationen der Verbindung der Formel I mit Verbindungen der allgemeinen Formel II in bestimmten Mengenverhältnissen eine signifikante, herausragende Wirkung ausüben. Die eine synergetische Wirkung zeigenden Mengenverhältnisse wurden ebenfalls bestimmt.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen synergetischen herbiziden Mittel werden übliche Träger, Hilfsstoffe und andere Zusatzstoffe eingesetzt. Der Gesamtwirkstoffgehalt der Kompositionen beträgt 0,1-85-Gew.-%, und das Mengenverhältnis der Verbindung der Formel I zur Verbindung
der allgemeinen Formel II liegt zwischen 19:1 und 1:4, insbesondere zwischen 4:1 und 1:1..
Die erfindungsgemäßen herbiziden Mittel können in Form von wäßrigen Lösungen, in Form von mit organischen Lösungsmitteln gebildeten Lösungen, in Form von mit organischen Lösungsmitteln gebildeten Mineralöl enthaltenden Lösungen, in Form von in Wasser emulgierbaren Konzentraten, in Form von mit Wasser eine stabile Suspension bildenden Pulvern, in Form von Pulvermischungen, in Form von wäßrigen oder öligen Emulsionen, in Form von wäßrigen Suspensionskonzentraten, wäßrigen Pasten und Granulaten vorliegen. Als feste Träger können natürliche oder synthetische Stoffe organischen oder anorganischen Ursprungs, z.B. feingemahlene mineralische oder pflanzliche Stoffe, Kunststoffe, Silicate, Magnesiumoxyd usw. verwendet werden. Als flüssige Verdünnungsmittel eignen sich Wasser oder flüssige aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe oder Derivate davon, z.B. aliphatische oder aromatische Alkohole, Ketone, Ester, halogenierte Derivate usw. Als Hilfsstoffe und andere Zusatzstoffe seien Netzmittel und/oder Dispergierungsmittel, z.B. nicht-ionische oder anionische Tenside, Ligninsulfonsäurederivate, oder Haftmittel, oder die Verdampfung reduzierende Mittel, Stabilisierungsmittel usw. genannt. Die Konzentrate mit einem hohen Wirkstoffgehalt werden vor der landwirtschaftlichen Anwendung zur gewünschten Konzentration verdünnt und mit Hilfe von geeigneten Einrichtungen ausgetragen.
Der Vorteil der erfindungsgeraäßen Kompositionen besteht darin, daß ihre Anwendung ein schwerwiegendes Problem der Landwirtschaft, d.h. die wirksame Bekämpfung der breiten Reihe der den Herbstweizen schädigenden ein- und zweikeimblättrigen Unkräuter, ohne ungünstige Beeinflussung der Kulturpflanzen, löst. Die erfindungsge-
mäßen Kompositionen beschleunigen die Unkrautbekämpfung, sind auch pre-emergent anwendbar, schaffen sehr günstige Bedingungen für das Wachstum des Herbstweizens, und sie haben somit eindeutig eine Ertragssteigerung zur Folge.
Weitere Einzelheiten der vorliegenden Erfindung sind den nachstehenden Beispielen zu entnehmen, ohne den Schutzum/fang auf diese Beispiele einzuschränken.
Ausführungsbeispiele: Beispiel 1
Eine Serie von unmittelbar, ohne Verdünnung mit Wasser versprühbaren Lösungen wird unter Anwendung eines Gemisches von N-Methyl-c(/-pyrrolidon und Äthanol (30:70 Gew.- Teile) als Lösungsmittel, Polyoxyäthylensorbitanmonolaurat als oberflächenaktives Mittel und N-A'thyl-N-(2-methylly)-2,5-dinitro—4-trifluormethyl-anilin (Etalfluralin) und 2-tert. Butylamino-4-chlor-6-äthylamino-1,3,5-triazin (Terbutylazin) als Wirkstoff hergestellt. Die Mengenverhältnisse der beiden Komponenten in den Kompositionen betragen 0,4:1,6; 0,7:1,3; 1,0:1,0; 1,3:0,7; 1,6:0,4 bzw. 1,9:0,1· Der Gesamtwirkstoffgehalt beträgt 20 Gew.-%. Unter Anwendung der obigen Lösungsmittel und oberflächenaktiven Mittel werden die Serien der nur einen Wirkstoff enthaltenden Lösungen ebenfalls hergestellt, und' zwar so, daß die einzelnen Lösungen dieselbe Menge des Wirkstoffes enthalten, wie die Menge des betreffenden Wirkstoffes in den aus zwei Komponenten bestehenden Kompositionen beträgt. Die Aktivität der so erhaltenen Lösungen wird im Treibhaus an Triticum aestivum ssp. vulgäre (Herbstweizen) als Kulturpflanze und an Capsella bursa-pastoris, Viola arvensis, Veronica hede-
rifolia, Apera spica-venti und Alopecurus myosuroides als Unkräuter mit der T-,- und T^-Lebensform bestimmt. Nach Aussäung und Bedeckung der Samen wir die Oberfläche des Bodens mit den Kompositionen in den in der Tabelle 1 angegebenen Dosen besprüht. Die Vertilgungssymptome werden 14 Tage nach der Behandlung beobachtet. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle 1 zusammengefaßt. Die synergetische und antagonistische Wirkung wird auf Grund der Tabelle 1 mit Hilfe der Methode von Colby (Weeds, Oanuar 1967, Seiten 20-22) berechnet. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle 2 angegeben
Aus der Tabelle 2 geht hervor, daß mit den angewendeten Wirkstoffmengenverhältnissen in jedem Falle ein bestimmter Synergismus auftritt. An sämtlichen Unkräutern werden die besten Ergebnisse unter Anwendung der Etalfluralin + Terbutilazin Kompositxonen D2 + A3, D3 + A„ bzw. O. + A-j^ erhalten.
Tabelle
Aktivität von Etalfluralin (D), Terbutilazin ft) bzw. Etalfluralin + Terbutilazin (D + A) 14 Tage nach der Behandlung (% der Vertilgung)
Wirkstoff
Dosis Capsella kg/ha bursa-
pastoris
Viola arvensis
Veronika haderifolia
Apera spica-venti
Alopecurus Triticum myosuroides aestivum
ssp. vulgäre
0O Ao 0,4 0,1 10 - 20
0I Al 0,7 0,4 36 - 28
D2 A2 1,0 0,7 40 - 32
D3 A3 1,3 1,0 52 - 41
D4 A4 1,6 1,3 63 - 58
D5 A5 1,9 1,6 95 5 68
A6 1,9 25 5 30
ν A5 1,6 28 16 32
* A4 1,3 33 28 38
ν A3 1,0 38 41 46
h A2 0,7 55 60 52
H A1 0,4 68 70 65
h Ao 0,1 82 78 80
Do H 0,4 + 90 72 80
D1 π 0,7 + 88 75 82
°2 "* 1,0 + 90 79 83
D3 H 1,3 + 100 100 98
1,6 + 100 98 92
Dr- H 5 1,9 + 100 92 79
10 10
30 30
40 35
10 18
30 10
36 20
62 30
88 85
85 93
80 82
10
25
Tabelle 2
Unter Anwendung der Kombinationen erhaltene synergetische und antagonistische (-)
Wirkungen (%)
Wirkstoff
A3 A,*
Dosis Capsella Viola Veronika Apera Alopecurus Triticum kg/ha bursa-pastoris arvensis hederifolia spica-venti myosuroides aestivum
ssp. vulg
0,4 π 18,8
0,7 -i 16,8
1,0 -\ 27,2
1,3 ^ 32,2
1,6 η 26,6
1,9 H 3,75
ι- 1,6
i- 1,3
l· 1,0
η 0,7
η 0,4
η 0,1
2,0 15,0 38,0 72,0 82,0 82,25
8,0 16,6 19,7v 36,6 20,6
1.4
30,0 36,0 62,0 78,0 55,0 40,0
10,0 20,0 30,0 75,0 63,0 47,0
- AJ. -
Beispiel 2
Eine Serie von mit Wasser eine stabile und versprühbare Suspension bildenden Pulvermischungen wird unter Anwendung von Kaolin und Kieselsäureanhydrid als Träger, Natriumligninsulfonat und Fettalkoholsulfonat als Hilfsstoff und N-Äthyl-N-(2-methallyl)-2,5-dinitro~4-tri~ fluortnethyl-anilin (Etalfluralin) und 2-tert. Butylamino-4-äthylamino-6~methylthio-l,3 ,5-triazin (Terbutrin) als Wirkstoff hergestellt. Die Mengenverhältnisse der beiden Komponenten in den Kompositionen sind die gleichen wie im Beispiel 1. Der Gesaratwirkstoff gehalt beträgt 50 Gew.-%, Unter Anwendung der obigen Träger- und Hilfsstoffe werden die Serien der nur einen Wirkstoff enthaltenden Kompositionen ebenfalls -hergestellt, und zwar so, daß diese Kompositionen dieselbe Menge des Wirkstoffes enthalten, wie die Menge des gegebenen Wirkstoffe in den aus zwei Komponenten bestehenden Kompositionen beträgt. Aus den Kompositionen werden durch Verdünnung mit Wasser Sprühmittel hergestellt. Der im Beispiel 1 beschriebene Sprühtest wird unter Anwendung der in der Tabelle 3 angegebenen Dosen durchgeführt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle 3 zusammengefaßt. Die auf Grund der Tabelle 3 mit Hilfe der Methode von Colby berechneten synergetischen und antagonistischen Angaben sind der Tabelle 4 zu entnehmen.
Aus Tabelle 4 geht hervor, daß an sämtlichen getesteten Unkräutern die besten Ergebnisse mit den Etalfluralin + Terbutrin Kombinationen D0 + B,, D-, +. 3, und D. + B1
im* OO Cm, *T -I·
erhalten werden.
- 12 -
Tabelle 3
Aktivität von Etalfluralin (D), Terbutrin (B) und Etalfluralin + Terbutryn (D+B) 14 Tage nach der Behandlung (% der Vertilgung)
Wirkstoff
Dosis Capsella Viola Veronika Apera Alopecurus Triticum kg/ha bursa-pastoris arvensis hederifolia soica-venti myosuroides aestivum ssp.
. , ______ vulgäre
Do Bo 0,4 0,1 10 _ 20 - - - - I
Dl Bl 0,7 0,4 36 28 - - - -
D2 B2 1,0 0.7 40 - 32 - 10 -
D3 1,3 1,0 52 - 41 10 15 10 -
D4 B4 1,6 1,3 63 5 58 30 50 30 -
D5 B5 1,9 1,6 95 5 68 40 50 35 10
+ B5 + 1,6 5 20 20 - 65 - -
+ B4 + 1,3 33 35 35 95 - -
+ B3 + 1,0 42 55 55 95 - -
+0,7 64 72 60 90 - -
+ B1 +0,4 80 85 65 25 10
+ Bo +0,1 95 100 70 48 15
Do 0,4 100 98 94 50 30
0,7 85 95 92 50 30
D2 1,0 92 92 88 68 -
D3 1,3 100 68 98 90
D4 1,6 100 42 90 98 -
D5 1,9 100 86 90
Tabelle 4
Unter Anwendung der Kombination erhaltene synergetische und antogonistische (-)
Wirkungen (%)
Wirkstoff Dosis Capsella Viola Veronica Apera Alopecurus Triticum
kg/ha bursa-pastoris arvensis hederifolia spica-venti myosuroides aestivum
ssp. vulg.
D2 + B3
B5 0,4+1,6 4,5
B4 0,7 + 1,3 -2,2
1,0 + 1,0 13,6
B2 1,3 + 0,7 27,8
B1 1,6 + 0,4 24,8
B„ 1,9 + 0,1 4,75
15,0 18,0 35,0 -2,0 -15 ,0
26,0 17,2 40,0 25,0 -12
40,0 15,2 65,0 68,0 -
57,0 24,6 85,0 80,0 -
48,0 17,3 68,0 65,0
32,25 11,6 50,0 55,0
Beispiel 5
Eine Serie von in Wasser emulgierbaren Konzentraten wird unter Anwendung von Cyclohexanon, Butylacetat und Isobutanol (3:1:1) als Lösungsmittel, Alkylarylsulfonat und Polyäthylenalkylphenol (2:3) als oberflächenaktive Mittel und N-Äthyl-N-(2-methallyl)-2,6-dinitro-4-trifluorraethylanilin (Etalfluralin) und 2-tert. Butylamino-4-äthylamino-6-fnethoxy-l,3,5-triazin (Terbumeton) als Wirkstoff hergestellt. Die Mengenverhältnisse der beiden Kompknenten in der Korabination sind die gleichen wie im Beispiel 1, und der Gesamtwirkstoffgehalt beträgt 40 Gew.-%. Unter Anwendung der obigen Träger und Hilfsstoffe werden die Serien der nur einen Wirkstoff enthaltenden Kompositionen ebenfalls hergestellt, und zwar so, daß diese Kompositionen dieselbe Menge des Wirkstoffes enthalten wie die Menge des gegebenen Wirkstoffes in den aus zwei Komponenten bestehenden Kompositionen beträgt. Aus diesen Kompositionen werden durch Verdünnung mit Wasser Sprühraittel hergestellt. Der im Beispiel 1 beschriebene Sprühtest wird unter Anwendung der in der Tabelle 5 angegebenen Dosen durchgeführt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle 5 angegeben. Die auf Grund der Tabelle 5 mit Hilfe der Methode von Colby berechneten synergetischen Wirkungen sind in der Tabelle zusammengefaßt.
Aus Tabelle 6 geht hervor, daß an sämtlichen getesteten Unkräutern die besten synergetischen Ergebnisse mit den Etalf luralin + Terbumeton Kombinationen D2 + C-, , D-, + Cp und D4 + C-^ erhalten werden.
- 15 -
Tabelle 5
Aktivität von Etalfluralin (D), Terbumenton (C) und Etalfluralin + Terbumeton (D+C)
14 Tage nach der Behandlung ( % der Vertilgung)
Apera Älopecurus Triticum spica-venti rayosuroides aestivum ssp,
vulgäre
Wirkstoff Co Dosis kg/ha Capsella bursa-pastoris 10 Viola ärveηsis Veronica hederifolia
Do Cl 0,4 36 - 20
Dl C2 0,7 40 - 28
D2 C3 1,0 52 - 32
D3 C4 1,3 63 - 41
Ü4 C5 1,6 95 - 58
D5 C6 1,9 15 5 68
μ C5 0,1 20 - 18
h C4 0,4 20 - 22
. C3 0,7 25 15 31
1,0 40 20 34
" Cl 1,3 56 36 40
ι- Co 1,6 66 44 59
1,9 80 54 75
Do H 0,4 + 1,6 90 75 71
D1 η 0,7 + 1,3 98 80 74
D2 π 1,0 + 1,0 100 90 88
D3 H 1,3 +0,7 100 95 93
D4 H 1,6 +0,4 95 90 90
D5 - 1,9 +0,1 90 74
10 10
30 30
40 35
- 20
25 21
30 33
32 46
65 68
65 70
61 62
Tabelle 6
Unter Anwendung der Kompositionen erhaltene synergetische und antagonistische (-)
Wirkungen (%)
Wirkstoff
Dosis Capsella Viola Veronica kg/ha bursa-pastoris arvensis hederifolia Apera Alopecurus Triticura spica-venti myosuroidas aestivum
ssp. vulgäre
0,4 + 1,6 19,6
0,7 + 1,3 28,4
1,0 + 1.0 43,0
1,3 t 0,7 38,4
1,6 -i- 0,4 29,6
1,9 + 0.1 -0,75
31,0
44,0
70,0
80,0
90,0.
85,0
3,8 17,2 32,9 33,7 22,8
0,2 25,0 30,0 32,0 55,0 35,0 21,0
29,0 33,0 42,0 58,0 40,0 27,0
Hierzu 1 Blatt Formeln
F-C-
NO2 CH
N-CHo-CMe
NO. Et
(I)
H But
(Π)

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Herbizide Mittel, gekennzeichnet dadurch, daß sie als Wirkstoff eine Mischung der Verbindung der Formel I mit einer Verbindung der allgemeinen Formel II, worin X für Chlor, Methylthio der Methoxy steht, in einer Menge von 0,1 - 35,0 Gew,-% und einem Mengenverhältnis zwischen 19:1 und 1:4, insbesondere zwischen 4:1 und 1:1, enthalten.
DD83254189A 1982-08-24 1983-08-24 Synergetische herbizide mittel DD211471A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HU822712A HU187405B (en) 1982-08-24 1982-08-24 Herbicidal compositions with synergic action

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD211471A5 true DD211471A5 (de) 1984-07-18

Family

ID=10960761

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD83254189A DD211471A5 (de) 1982-08-24 1983-08-24 Synergetische herbizide mittel

Country Status (18)

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JP (1) JPS5984806A (de)
AU (1) AU557263B2 (de)
BR (1) BR8304566A (de)
CA (1) CA1204298A (de)
CH (1) CH654463A5 (de)
CS (1) CS235339B2 (de)
DD (1) DD211471A5 (de)
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