DD212737A1 - Verfahren zur herstellung von trimeren pyrazolin-5-onen - Google Patents

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DD212737A1
DD212737A1 DD24660782A DD24660782A DD212737A1 DD 212737 A1 DD212737 A1 DD 212737A1 DD 24660782 A DD24660782 A DD 24660782A DD 24660782 A DD24660782 A DD 24660782A DD 212737 A1 DD212737 A1 DD 212737A1
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pyrazolin
ones
color couplers
preparing
onen
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DD24660782A
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Gerhard Mann
Siegfried Hauptmann
Horst Wilde
Lothar Hennig
Wolfgang Schindler
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Univ Leipzig
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Abstract

Die Erfindung hat das Ziel, ein allgemein anwendbares Verfahren zur Herstellung difussionsfester Farbkuppler auf der Basis von Pyrazolin-5-onen anzugeben, wobei die Verwendung dieser Farbkuppler in Bildaufzeichnungsmaterialien zu einer Erhoehung der Farbstoffausbeute und einer Verringerung des Silberhalogenidbedarfs fuehren soll. Die Aufgabe wird darin gesehen, in einem technisch leicht zu beherrschenden Verfahren Farbkuppler herzustellen, die durch drei Pyrazolin-5-on-Reste charakterisiert sind. Die Aufgabe wird geloest durch die Umsetzung von ungesaettigten Bispyrazolin-5-onen mit einem Pyrazolin-5-on in CHCI tief 3 bei erhoehter Temperatur.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von trimeren Pyrazolin-5-onen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Purpurkupplern der allgemeinen Formel I,
die aus drei gleichen oder unterschiedlichen Pyrazolin-5-onen aufgebaut sind, und von denen wenigstens einer der Substituenten R1, R2, R-5, R4, R5 oder RD einen diffusionsverhindernden Rest, z. B. einen Alkylrest mit mehr als acht
Kohlenstoffatomen oder verzweigte Alkylgruppen, enthält. In der Formel bedeuten R1, R2, R3, R^ und R6 Wasserstoffatome, Alkyl- oder Arylre3te, die gegebenenfalls auch substituiert sein können, R^ Wasserstoff, Alkyl-, Aryl-, Amino-, Anilino-, Carboxy- oder Acylaminoreste. Verbindungen dieser Struktur eignen sich als Purpurkuppler in Coloraufzeichnungsmaterialien.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Pyrazolin-5-one der allgemeinen Formel II J* * js Jt .
IrK
und ihre Verwendung als Farbkuppler in Coloraufzeichnungsmaterialien sind bekannt. In Formel II haben R-5 und R
dieselbe Bedeutung wie in Formel I, R bedeutet ein Wasserstoffatom oder eine während der Farbkupplung abspalt- bare Gruppe, z. B. ein Halogenatom oder ein heterocycli-
8 scher Rest, und R ein Wasserst off atom. Es ist auch be-
' 7
kannt, daß Verbindungen, bei denen im Substituenten R ein weiterer Pyrazolin-5-on-Rest enthalten ist, als Biskuppler Verwendung finden, wie z. B. im US-PS 2.411.915 (03. Dez. 1946) ausgeführt.
Aus Bis-pyrazolin-5-onen werden bei der chromogenen Entwicklung theoretisch zwei Äquivalente Farbstoff gebildet. Diese Kuppler besitzen Jedoch den -Nachteil, daß sie langsamer reagieren als monomere Pyrazolin-5-one. Die zur Bildfarb3tofferzeugung benutzten Entwickleroxidationsprodukte gehen deshalb in stärkerem Maße alä im Falle der monomeren Pyrazolin-5-one Nebenreaktionen ein, so daß die Farbstoffausbeute herabgesetzt wird.
Ein weiterer Nachteil für die Anwendung der genannten Kuppler in Aufzeichnungsmaterialien mit Silberhalogenid als Oxidationsmittel besteht darin, daß für die Erzeugung des Farbstoffes drei oder mehr Äquivalente Silberhalogenid benötigt werden. Es ist deshalb wünschenswert, oligomere Farbkuppler aufzubauen, die diffusionsfest sind, hohe Farbstoffausbeuten ergeben und weniger als drei Äquivalente Silberhalogenid bei der chromogenen Entwicklung benötigen.
Ziel der Erfindung
Erfindung hat das Ziel, ein allgemein anwendbares Verfahren zur Herstellung diffusionsfester Farbkuppler auf der Basis von Pyrazolin-5-onen anzugeben, wobei die Verwendung dieser Farbkuppler in Bildaufzeichnungsmaterialien zu einer Erhöhung der Farbstoffausbeute und einer Verringerung des Silberhalogenidbedarfs führen soll.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einem technisch leicht zu beherrschenden Verfahren Farbkuppler herzustellen, die durch 3 Pyrazolin-5-on-Reste charakterisiert •sind. Sie sollen aufgrund ihrer Konstitution in Filmschichten diffusionsfest sein.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zunächst in einem Gemisch von Dioxan/Wasser in Gegenwart von Kaliumacetat aus
•7
einem Pyrazolin-5-on der Struktur II, in dem R ein HaIo-
genatom und R ein Wasserstoffatom bedeuten, ein ungesättigtes Bis-pyrazolin-5-on der allgemeinen Formel III bzw. eine Verbindung des Typs III unter gleichen Bedingungen aus einem Mol II mit R' = R = H und einem Mol II mit R7 = R8 = Br dargestellt v/ird, wobei R1, R2, R3 und R4 dieselben Substituenten bedeuten wie in I.
Erfindungsgemäß wird nunmehr die Verbindung III mit Farb-
7 8 kupplern der allgemeinen Formel II, in denen R und R Wasserstoffatome darstellen, in einem polaren organischen Lösungsmittel, vorzugsweise Chlorform, in der Wärme umgesetzt, so daß eine Addition von II an III stattfindet, und die Verbindung I erhalten wird, die z. B. durch Umkri3talllisation gereinigt wird. Dabei muß ein diffusionsverhindernder Rest entweder in der Verbindung II, z. B. als Substituent R , oder in der Verbindung III, z. B. als Substituent R bzw. R , enthalten sein.
Es ist vorteilhaft, in siedendem Chloroform am Rückfluß zu arbeiten.
Es ist günstig, der Reaktionsmischung katalytische Mengen Pyridin zuzusetzen.
Ό Die Erfindung soll nachstehend an drei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Beispiel 1
An 1,72 g (0,005 mol) 4-(3-Methyl-5-oxo-1-phenyl-2-pyrazo lin-4-yliden)-3-raethyl-1-phenyl-2-pyrazolin-5-on (Pyrazolonblau) III (R1 = R3 = CH3; R2 = R4 = CgH5) werden durch Erhitzen unter Rückfluß in 30 ml Chloroform unter Zusatz katalytischer Mengen Pyridin 2,89 g (0,005 mol) 1-(3-Carboxy-4-phenoxyphenyl)-3-stearoyl-amino-2-pyrazolin-5-on I
• ·
; R7 = R8 = H)
(R5 = C17H35COIiH; R6 = 4-C6H5O^
addiert. Nach Entfärbung läßt man abkühlen und versetzt dann die Reaktionslösung mit Petrolether. Das ausgefallene Produkt Ia wird abgesaugt und mit Petrolether gewaschen. Die Reinigung erfolgt durch Umfallen mit Petrolether aus Chloroform.
Ausbeute: 2,7 g (59 % d. Th.)
Pp.: 135 - 139 0C
Analog wurden hergestellt
Ib R1=R3=CH3 ; R =
Ausbeute Fp. (0C) 73 % 119-121
Ic R1=R3=CH
164 - 169
Id
92 %
187 - 190
r\
Et
CONH- R6=2,4,6-Cl-
Beispiel 2
3,97 g (0,005 mol) 4-(3-Heptadecyl-5-oxo-1-phenyl-2~pyrazolin-4-yliden)-3-heptadecyl-1-phenyl-2-pyrazolin-5-on III (R1=R3=C1?H35 ; R2=R4=C6H5) werden 3 Stunden mit 1,99 g (0,005 mol) 3-Heptadecyl-1-phenyl-2-pyrazolin-5-on II (R5S=C-„Ηοΐ: ; R6=CCHC ; R7=R8=H) unter Rückfluß in 80 ml Chloroform erhitzt.
Nach Abkühlen und Stehen über Nacht wird das Lösungsmittel verdampft, und das gelblich-weiße Produkt Ie (R1=R^=R^=
P Λ f\
C17HoC ; R =R =R =Q/Ec) mehrmals mit Aceton ausgekocht. Ausbeute: 5,3 g (89 % d. Th.) Pp.: 183 - 186 0C
Beispiel 3
Verbindung Ib läßt sich beispielsweise auch in einer Eintopfreaktion darstellen: 2,53 g (0,01 mol) II (R5=CH3 ; R6^gH5.; R7=Br ; R8=H) und
1,99 g (0,005 mol) II (R^C17H35 ; R6=C6H5 ; R7=R8=H) werden in einem Gemisch aus 25 ml Wasser und 25 ml Dioxan, das 1 g Kaliumacetat enthält, unter Rückfluß erhitzt. Die Lösung färbt sich gelbbraun, und es bilden sich zwei Phasen. Nach ca. 45 Minuten beginnt die dunkle, braune organische Phase su erstarren. Man läßt abkühlen und kocht den erstarrten schmierigen Festkörper mit Aceton aus. -<:

Claims (3)

  1. Erfindungsansprüche
    1. Verfahren zur Herstellung trimerer Pyrazolin-5-one, dadurch gekennzeichnet, daß ein ungesättigtes Bis-pyrazolin-5-on als««:, ß-ungesättigte Carbonylverbindung mit einem Pyrazolin-5-on als CH-acider Verbindung in einem organischen, polaren Lösungsmittel oder -gemisch wie Chloroform, Dioxan/Wasser o. dgl· bei erhöhter Temperatur umgesetzt wird und das entstandene Endprodukt in an sich bekannter Weise separiert und gereinigt wird.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß in siedendem Chloroform gearbeitet wird.
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Reaktions-mischung · ; katalytische Mengen Pyridin zugesetzt werden.
DD24660782A 1982-12-27 1982-12-27 Verfahren zur herstellung von trimeren pyrazolin-5-onen DD212737A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1997026875A1 (en) * 1996-01-25 1997-07-31 Viropharma Incorporated Compounds, compositions and methods for treating influenza

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