DD213629A1 - Werkstoff zur holz- und/oder duroplastsubstitution und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents

Werkstoff zur holz- und/oder duroplastsubstitution und verfahren zu seiner herstellung Download PDF

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DD213629A1
DD213629A1 DD24849183A DD24849183A DD213629A1 DD 213629 A1 DD213629 A1 DD 213629A1 DD 24849183 A DD24849183 A DD 24849183A DD 24849183 A DD24849183 A DD 24849183A DD 213629 A1 DD213629 A1 DD 213629A1
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DD
German Democratic Republic
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blood
wood
addition
formaldehyde
binder
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DD24849183A
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Wolfgang Nothnagel
Otto Erbe
Hans-Rudolf Trischmann
Original Assignee
Bestecke Und Schneidwaren Veb
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Abstract

Die durch die Erfindung geloeste Aufgabe besteht darin, dass ein Werkstoff mit gleichzeitig holz- und/ oder plastaehnlichen Eigenschaften unter Verwendung von Fuellstoffen(Holzteilchen) und Bindemitteln (Blut, waermehaertbares Kondensationsharz) sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung entwickelt wurde. Blut als nicht mehr weiterverwendbares Abfallprodukt wird mit teilweise ebenfalls als Abfallprodukt anfallenden Holzteilchen in einer Groessenordnung von ca.100 Gew.-% zu 50 Gew.-% Holzteilchen unter minimalem Zusatz von Wasser vermischt und getrocknet. Durch die Differenzierung des Zusatzes des waermehaertbaren Kondensationsharzes in der Groessenordnung von 0,1 bis 10 Gew.-% wird der holz- und/oder plastaehnliche Effekt des Werkstoffes bestimmt. Anwendungsmoeglichkeiten der aus dem Werkstoff zu pressenden Formkoerper sind in der Werkzeug- und Haushaltwarenindustrie, der Spielzeugindustrie, der Moebelindustrie und im Kunstgewerbe gegeben.

Description

Titel der Erfindung
Werkstoff zur Holz- und/oder Duroplastsubstitution und Verfahren zu seiner Herstellung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die. Erfindung betrifft einen. Werkstoff 9 der hinsichtlich seiner Gebrauehswerteigenschaften und seiner Be- und Verarbeitbarkeit günstige Eigenschaften von Holz und Duroplast in, sich vereint und dadurch gleichermaßen zur Substitution dieser beiden Stoffe geeignet Ist9 sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung«
Die Anwendung des Werkstoffes ist u«a« moglichs
- in. der Möbelindustrie zur Oimamentierung oder auch al© Formkörper,
- im Kunstgewerbe,
15- - in der Spielwarenindustrie 9
- in der Werkzeug- und in der Haushaitwa^enindustrie zur Herstellung von Griffelementen s.B» für Schneid- und Besteckwaren ©dar auch for Haushaltgeschirr©«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Es sind bereits viele ähnliche Werkstoffe bekannt, zu deren Herstellung die verschiedenartigsten Füllstoffe mit Bindemitteln bei bestimmten Druck- und Temp" eraturyerhältnissen vermischt werden. Solche Killstoffθ können z«Be zerkleinerte organische Faserstoffe in Form von Holzabfällen, Bsgaesefa>sern, cellulosehaltigen Fasern, wie Zuckerrohr» Maisstängel,
Flachs,· Hanf» Reis» Kokosfassem,, voll ausgereifte Pflansönrohrstengel usw, oder auch mineralische Stoffe, wie Gesteinsmehl od.dgl« sein. Als Bindemittel werden ihnen in der Regel wänaehärtbare Kunstharze zugemischt. Häufig dabei sind Melaminformaldehydharz, Harnstofformaldeliydhs;rz oder Phenolformaldehydharz© Aber auch Polyurethan, Polystyrol, Polyvinylacetat, Bicyandiamid-Pormaldehyd, Sulfit» ablaugungeri und Ligninsulfonate kommen zur Anwendung· Daneben haben auch Bindemittel auf Eiweißbasis, wie beiepielsweise Kasein, eine besondere Bedeutung; dsgl. auch Starke., Wasserglas und Leim«,
Alle diese unter Verwendung, der erwähnten, oder ihnen gleichgelagerten Stoffe hei'gestellte.n Werkstoffe, Preß« massen od.dgl. aeigen mehr oder weniger folgende !fach-teile* - üer typische Effekt duroplastischex Formkörper ist iaaner dominierend, wodurch ästhetisch anspruchsvolle Applikationen nicht immer möglich sind.
- Sine Kombination von holsehnlichen mit duroplastischen Effekten ist nicht gegeben.
- Nur in. beschränktem Maße lassen-sich als Bindemittel Abfallprodukte einsetzen»
— Es werden fast immer in größeren Mengen wärmehärtbaj?© Kunstharze benötigt.
Ziel der Erfindung . .
Ziel der Erfindung ist ess einen Werkstoff mit den charakteristischen Eigenschaften einer Preßmasse su entwickeln,, der gleichermaßen zur Holz- und/oder Duroplastsubstitution geeignet ist und der sich durch minimale Herstellungskosten, und hohe Rentabilität bei gleichzeitiger. Einsparung von Importrohstoffen auszeichnet»
Darlegung des i'/esens eier Erfindung Die Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst wird, besteht auegehend von der Zielsetzung in erster Linie darin, einen Werkstoff mit gleichzeitig holz- und/oder duroplastähnlichen Eigenschaften und einem ästhetisch anspruchsvollen
Effekt unter Verwendung von Füllstoffen und Bindemitteln sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung au entwickeln«
Diese Aufgabe wurde gelöst, indem Blut, das als nicht mehr weiterverwendbares Abfallprodukt bei Notschlachtuugen in großen Mengen anfällt, als Bindemittel in einer Größenordnung von ca· 100 Gew.-% mit ca, 50 Gew.-% teilweise ebenfalls als Abfallprodukt anfallenden Füllstoffen, unter bevorzugter Verwendung von Holzmehl, Holzschliff oder feinen Holz- und Sägespänen, unter Zusatz von Wasser vermischt wird. Dabei wird das Blut vorher mit 10 ml 25 %iger Kaliumhydroxtdlauge je 1000 ml Blut angereichert· Kach der Vermischung erfolgt bei einer Temperatur zwischen 50 und 60°C und einer guten Ventilation die Trocknung· Der getrockneten Masse wird dann ein wärmehärtbares Bindemittel auf Basis eines Kondensationsproduktes entweder als Phenolharz (Phenolformaldehydharz) oder als Harnstoffharz (Harnstofformaldehydharz) oder als Melaminharz (Melaminformaldehydharz) in einer Größenordnung von 0,1. bis tO Gew.-% zugesetzt. Anschließend erfolgt eine intensive Vermahlung* Das daraus resultierende Pulver wird schließlich bei Temperaturen zwischen 1i20 und 16O°C
und Druckverhältnissen zwischen 40 und 80 N/mm, vor-
2 zugsweise zwischen 54 und 64 N/mm , zu den gewünschten Farmkörpern gepreßt«
Dabei wird der holzartige Charakter des erhaltenen Merkstoffes durch das Verhältnis wärmehärtbares Kondensationsharz - Blut - Füllstoff in dem Maße bestimmt, in dem als Füllstoff Holzteilchen bei gleichzeitiger Minimierung des eingesetzten Kondensationsharzes verwendet werden.
Sin derartiger Werkstoff läßt sich dann - neben dem Formpressen - noch in gleicher Weise wie Holz be- und verarbeiten und zeigt auch eine annähernd gleiche Oberflächenstruktur. Besondere optische Effekte lassen sich auf einfachste Weise entweder durch die Verwendung gefärbter Holzteilchen und/oder durch eine entsprechende
• Dosierung &ej3 Blutanteils erzielen«,
Ausführungsbeiepiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben werden» 1000 öew.-SS Blut werden mit 10 Gew.-SS .-.25 %iger Kaliumhydroxidlauge angereichert« Unter Zusa-fcz einer geringen Menge Wasser wird dieses Blut anschließend mit 500 Gewe-% feinen Sägespänen vermischt und dann bai einer femperatur zwischen 50 und 60°Ö bei gleichzeitiger optimaler Venti»
1.0 lation getrocknet-·
Diesem gut getrocknetem Gemenge wird nunmehr Phenolformaldehyd in einer Größenordnung von 50 Gewe-% beigefügt. Anschließend wird das Ganze einer intensiven Vermahlung ausgesetzt« Das dadurch schließlich erhaltene Pulver ist als eigentlicher Ausgangsstoff für die Herstellung des erfindungsgemäßen Werkstoffes beliebig lange lagerfähig land kann jederzeit unter Beachtung der erforderlichen Temperaturverhältnisse und unter Zuhilfenahme einer hierfür geeigneten hydraulischen Presse in für den Anwendungsfall speziell konstruierten Preßwerkzeugen zu den gewünschten Formkörpern verpreßt werden*

Claims (6)

  1. .Srfindungeanspruch
    1. Werkstoff zur Bols?- und/oder Duroplastsubstitution mit gleichzeitig holz- und plasteähnlichen Eigenschäften unter Verwendung von Hillstoffen Vorzugsweise in Form von Holzteilchen, wie Hoizspänen, Holzmehl, Holzschliff oder anderen Holsabfallen, und geeigneten Bindemitteln, dadurch gekennzeichnet9 daß aü.s Bindemittel wärmehärtbares Kondensationsharz und Blut Anwendung finden.
  2. 2.Werkstoff gemäß. Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet,, daß zu seiner Herstellung ca. 50 Gew„-% Füllstoff sowie 1.00 Gew.-jS Blut und 0,1. bis 10 Gew«~% Kondensationsharz als Bindemittel verwendet werden.
  3. 3. Werkstoff gemäß Pkt· 1 und 2, dadurch gekennzeichnet» dafl das neben Blut als Bindemittel verwendete Kondensationsharz entweder Harnstofformaldehyd oder Malaminformaldehyd oder Phenolfcrmaldehyd ißt.
  4. 4. Werkstoff gemäß Pkt. 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß neben Blut noch als Bindemittel Kondensationshars bestehend aus einer Mischung von Harnstofformaldehyd und Melaminformaldehyd zu annähernd gleichen Teilen verwendet'wird.
    5# Werkstoff gemäß Pkt.. t und 2, dadurch gekenns θ lehnet, daß neben Blut noch als Bindemittel Kondensationsharz bestehend aus einer Mischung von Harnstofformaldehyd» Melaminformaldehyd und Phenolformaldehyd zxi annähernd gleichen Teilen verwendet wird«
    6» Verfahren zur Herstellung des Werkstoffes gemäß Pkt» 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß das neben Kob^ densationsharzen ebenfalls als Bindemittel verwendete Blut vor seiner Verarbeitung mit vorzugsweise 10 ml 25 %iger Kaliumhydroxidlauge je TOGO ml Blut angereichert wird.
    ?. Verfahren gemäß Pkt* 6, daatireh gekennzeichnet, daß der Grad der holz«» oder duroplaatähnlichen Eigenschaften des Werkstoffes durch eine Differenzierung des Zusatzes von Kondensationsharz bestimmt wird« 8, Verfahren gemäß Pkt* 6 und 7» dadurch gekennzeichnet ^ daß nach erfolgter Trocknung und Vermahlung der miteinander vermischten Ausgangsstoffe das resultierende
    Pulver bei Temperaturen zwischen 120 und 16O°C und
    Drucken zwischen 40 und SO H/ami-,. vorzugsweise zwi~
    2
    to sehen 54 und. 64 ϊΐ/ffim t. zu dan gewünscht en Formkb'rpern verpreßt wird»
  5. 3.» Verfahren gemäß Pkt· 6 bis 8-, dadurch gekennzeichnet» daß variierbare farbliche. Effekte des Werkstoffes, durch eine Differenzierung des Zusatzes von Blut erreicht werden.
  6. 10. Verfahren gemäß Pkt· 6 bis % dadurch gekennzeichnet9 daß weitere farbliche Effekte durch Zusatz von Farbpigmenten oder auch von vorher eingefärbten Füllstoffen, wie farbigen Holzteilchen od.dgl.» erreicht werden.
DD24849183A 1983-03-04 1983-03-04 Werkstoff zur holz- und/oder duroplastsubstitution und verfahren zu seiner herstellung DD213629A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2784995A1 (fr) * 1998-10-26 2000-04-28 Soc D Expl Des Ets Racodon Sa Procede de fabrication de produits combustibles comprimes a base de bois et plasma animal ainsi que les produits combustibles obtenus

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2784995A1 (fr) * 1998-10-26 2000-04-28 Soc D Expl Des Ets Racodon Sa Procede de fabrication de produits combustibles comprimes a base de bois et plasma animal ainsi que les produits combustibles obtenus

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