DD213957A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines mehrlagigen vliesgewirkes - Google Patents

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DD213957A1 DD24854183A DD24854183A DD213957A1 DD 213957 A1 DD213957 A1 DD 213957A1 DD 24854183 A DD24854183 A DD 24854183A DD 24854183 A DD24854183 A DD 24854183A DD 213957 A1 DD213957 A1 DD 213957A1
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DD24854183A
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Siegfrid Ploch
Heinz Zschunke
Karl-Heinz Banke
Lieselotte Schumann
Walter Scholtis
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Textiltech Forsch
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines mehrlagigen Vliesgewirkes aus Faservliesen, die durch Maschenbildung verfestigt werden. Ziel undufgabe der Erfindung bestehen darin, ein voluminoeses, in sich gut verfestigtes Flaechengebilde oekonomisch herzustellen, wobei auf beiden Seiten des Flaechengebildes Maschen gebildet werden. Erfidungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass aus mindestens zwei Faserschichten und zusaetzlichen Faeden beidseitig mittels sich gegenueberliegender Nadeln durch eine Zwischenschicht hindurch Faser und /oder Faeden erfasst und zu Maschen geformt werden. DieNadeln koennen in einer Ebene oder in bestimmten Winkel zueinander die Faserschichten und die Zwischenschicht durchstechen. Ausserdem ist es moeglich, Polschlingen zu bilden. Die erfindungsgemaesse hergestellten Erzeugnisse werden vorzugsweiseim Gesundheitswesen auf dem Gebiet der Technik oder imHaushalt eingesetzt.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines mehrlagigen Vliesgewirkes
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung wird bei der Herstellung textiler Flächengebilde benutzt, die aus Faservliesen bestehen und durch Bildung von Maschen aus dem Faservlies verfestigt werden. Die Einsatzgebiete der erfindungsgemäß hergestellten Erzeugnisse sind vorzugsweise Gebiete im Gesundheitswesen, der Technik und im Haushalt,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bereits bekannt, textile Flächengebilde durch Bildung von Maschen aus dem.Faservlies ohne jede Verwendung von Fäden zu verfestigen und so ein Flächengebilde herzustellen. Diese Verfahren, als Malivlies oder Arabeva bekannt, weisen jedoch lediglich auf einer Seite des Flächengebildes Maschen auf» Auf der anderen Seite befindet sich eine relativ offene, aus den Fasern des Vlieses gebildete Oberfläche.
Gemäß DD-PS 91 007 wird ein dünnes Vlies in Vlies falten gelegt und Nadeln durchstechen die Vliesfalten unmittelbar nach der Umbruchkante, erfassen Fasern und formen diese zu Maschen um. Da die Nadeln von beiden Seiten in die nachein»
ander gebildeten Umbruchkanten einstechen, entstehen auf beiden Seiten Maschen. Die Ware kann dann in der Mitte getrennt werden, so daß zwei plüschartige Warenbahnen entstehen.
Bei Made!verfahren stechen Filznadeln von einer oder beiden Seiten in ein Faservlies ein, erfassen dort Fasern und ziehen diese auf die andere Seite durch. Dabei tritt keine Maschenbildung ein. Das Vlies wird relativ stark komprimiert.
In einem weiteren Verfahren wird in eine Grundbahn ein Faservlies unter Bildung von Maschen und Polhenkeln eingenäht. Mit Hilfe eines zweiten Arbeitsschrittes auf der gleichen Maschine wird ein zweites Vlies so eingenäht, daß des-") sen Maschen auf den Polhenkeln des ersten Vlieses, die Polhenkel aber über den Maschen des ersten Vlieses liegen (DD-PS 72 095), Verarbeitet werden dünne Vliese, die beim Einnähprozeß verdichtet werden.
Gemäß DD-PS 147 558 ist eine Vorrichtung zur Verfestigung von Vliesen bekannt, bei der zwei gegeneinander arbeitende Reihen von Schiebernadeln zur Vermaschung eines Vlieses angeordnet sind. Das zugeführte Vlies wird mittels der beschriebenen Vorrichtung stark komprimiert, bzw, ist ein Eingriff übereinander liegender Nadeln nacheinander nur unter sehr erschwerten Bedingungen möglich, da die nachfolgend eingreifenden Nadeln in das bereits vermaschte Vlies einstechen und einen größeren Widerstand als die erste Nadelreihe überwinden müssen,.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein voluminöses, in sich gut verfestigtes Flächengebilde ökonomisch, unter Vermeidung der Nachteile der bekannten Verfahren herzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein mehrlagiges Vliesgewirke herzustellen, wobei auf beiden Seiten des Flächengebildes Maschen gebildet werden.
ErfindungsgemäS wird die Aufgabe dadurch gelöst, daS aus mindestens zwei Faserschichten und zusätzlichen Fäden beidseitig mittels sich gegenüberliegender Nadeln durch eine Zwischenschicht hindurch Fasern und/oder Fäden erfaßt und zu Maschen geformt werden, wobei die Nadeln die Fasern durch die Zwischenschicht hindurch jeweils aus der zu ihrer Einstichseite entgegengesetzt liegenden Faserschicht erfassen und Maschen aus Fasern und/oder Fäden bilden und daß unter weitgehender Beibehaltung der Anfangsvliesmasse auf der jeweiligen Einstichseite Maschenstäbchen aus Fasern und/oder Fäden abgelegt werden.
Als Zwischenschicht zwischen den Faserschichten wird.ein vorgefertigtes Flächengebilde, wie z. 3, Vlies, Fadenlagen, längs- und/oder querangeordnete Fadenscharen, Spinnvliese oder dgl. eingebunden.
Die Nadeln können in einer Ebene sowie auch in einem Winkel > 45 ^- 180 zueinander von unten nach oben oder von oben nach unten die Zwischenschicht und die Faserschichten durchstechen, Fasern und/oder von den Lochnadeln Fäden erfassen, Maschen bilden und auf der Einstichseite als Maschenstäbchen ablegen.
Es ist auch möglich, die Fäden ein- oder beidseitig über Polplatinen zu Polschlingen zu legen, die nach dem Aufschneiden auf einer oder auf beiden Oberflächen des hergestellten Erzeugnisses Plüsch bilden.
Die Nadelbarren, die die Nadeln tragen, arbeiten gleichzeitig oder wechselweise. Auch können die Nadelbarren oder die Faserschichten und die Zwischenschicht in Richtung der Nadelbarren mustergetnäS versetzt werden« Die Nadelbarren kön~
nen mit gleichen oder unterschiedlichen Tempi arbeiten.
Zur Durchführung des erfindungsgemäSen Verfahrens dient eine Vorrichtung, bei der zwei sich gegenüberliegende Abschlageinrichtungen und zwei sich gegenüberliegende, gleichzeitig oder wechselweise mit gleichen oder unterschiedlichen Tempi arbeitende Nadelfonturen angeordnet sind.
Die Nadeln, bzw, Nadelfonturen können auf der gleichen Ebene oder in einem Winkel >45 < 180 zueinander angeordnet sein.
Die Nadelfonturen können unterschiedliche Maschinenfeinheiten aufweisen.
Ebenso können ein- oder beidseitig der Vorrichtung Polplatinen angeordnet sein.
Aus führungsbeispiela
Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
Dabei zeigen
Fig, 1 Die Anordnung eines vorgefertigten Flächengebildes zwischen zwei Vliesen
Fig. 2 Arbeitsstelle rait schräg nach oben arbeitenden Schiebernadeln
Fig. 3 Arbeitsstelle mit schräg nach unten arbeitenden Schiebernadeln.
Aus Fig. 1 ist die prinzipielle Gestaltung der Arbeitsstelle erkennbar. Sie besteht aus den sich gegenüberliegend angeordneten Abschlageinrichtungen 1, 2, in denen die zu Fassungen vereinigten oder als Einzelnadeln vorhandenen Schiebernadeln 3, 4 geführt werden. In den Schiebernadeln laufen
in bekannter Weise Schließdrähte 5, 6. Der Antrieb der Schiebernadeln 3, 4 und der Schließdrähte 5, 6 erfolgt in bekannter Weise.
Zwischen den Abschlageinrichtungen 1, 2 werden die vorzugsweise quergetäfelten Faserschichten 7, S von oben nach unten zugeführt. Die Hasse des Faservlieses entspricht ins wesentlichen der endgültig vorgesehenen Masse. Zwischen den Faser» schichten 7, 8 läuft gleichseitig mit diesen eine vorgefertigte Zwischenschicht 9 zu.
Ein Arbeitsspiel verläuft wie folgt :
Die versetzt angeordneten Schiebernadeln 3, 4 stechen gleichzeitig in die Faserschichten 7, 8 ein. Die Tiefe des Einstiches ist regelbar. Die erfaßten Fasern werden in üblicher Weise zu Strängen geformt und durch die Zwischenschicht 9 hindurchgezogen. Beim Rückwärtsgang der Nadeln 3, 4 warden die auf den Schäften hängenden Halbraaschen in bekannter Weise über die Spitzen der Nadeln zu Maschen abgeworfen,,
Es ist auch möglich, daß die Schiebernadeln 3, 4 nacheinander wechselweise zum Einsatz kommen. In diesem Fall ist ein Versatz der Nadeln nicht erforderlich und es können auf beiden Seiten vollständig besetzte Nadelfonturen angewendet werden, .
Es ist aber auch möglich, mit unterschiedlichen Nadeldichten zu arbeiten, ebenso wie eine unregelmäßige Anordnung der Nadeln auf einer oder beiden Seiten erfolgen kann.
Wie aus Fig, 1 zu erkennen ist, erfassen die Schiebernadeln im wesentlichen Fasern der Faserschicht 7, die Schiebernadeln 3 Fasern der Faserschicht S, Dadurch wird die vorgefertigte Zwischenschicht 9 auf beiden Seiten mit einer Faserschicht versehen. Als Zwischenschicht können Fiächengebilde, längs und/oder quer angeordnete Fadenscharen, Vliese, Spinnvliese oder dergleichen zur Anwendung kommen.
Es ist auch möglich, daß beide Nadelfonturen 3, 4 gemäß Fig. 1 mit unterschiedlichen Tempi, d. h. rait unterschiedlichen Stichlängen arbeiten. Auch ein Versatz der Nadelfonturen oder der Faserschichten in Richtung der Abschlag- bzw. Schiebernadelbarren ist möglich* Ebenso können beide Nadelfonturen unterschiedliche Maschinenfeinheiten aufweisen.
Gemäß Fig. 2 ist die Anordnung der Schiebernadeln 3', A* in einem Winkel von ζΑ, 120° zueinander. Dabei können zusätzlich Nähfäden 10, 11 zugeführt und mit Hilfe der Lochnadeln 12, 13 den Schiebernadeln 31, 41 vorgelegt werden. In diesem Fall können sowohl Haschen nur aus Nähfaden oder aus Nähfaden und Fasern gebildet werden. Es ist aber auch möglich, mit einer Nadelfontur Maschen aus Fäden und Fasern und mit der anderen Nadelfontur Haschen nur aus Fasern oder nur aus Fäden zu bilden.
In Fig. 3 sind die Nadeln 3'", 4'' in einem Winkel von^l20° nach unten gerichtet. Werden die Nähfaden 10', IIs durch die Lochnadeln 12', 13* über Polplatinen 14, 15 gelegt, dann kann auf beiden Seiten eine Polschlingendecke erzielt werden. Dabei wird die Verfestigung durch Haschen aus den Faserschichten 7", -8" vorgenommen. Die Polbildung erfolgt aber ausschließlich durch die Fäden 10', 11', Die Polhenkel 15 können in bekannter Weise zu einem Plüsch aufgeschnitten werden.

Claims (7)

  1. Erfindungsanspruch
    1. Verfahren zur Herstellung mehrlagiger Vliesgewirks, gekennzeichnet dadurch, daß aus mindestens zwei Faserschichten und zusätzlichen Fäden mittels sich gegenüberliegender Nadeln durch eine Zwischenschicht hindurch Fasern und/oder Fäden erfaßt und zu Maschen geformt werden, wobei die Nadeln die Fasern jeweils aus der zu ihrer Einstichseite entgegengesetzt liegenden Faserschicht erfassen und Maschen aus Fasern und/oder Fäden bilden und daß unter weitgehender Beibehaltung der Anfangsvliesmasse auf der jeweiligen Einstichseite Maschenstäbchen aus Fasern und/oder Fäden abgelegt werden»
    Z3 Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daS die Nadeln von unten nach oben in einem Winkel vorv > 45°< ISO0 zueinander die Zwischenschicht und die Faserschichten durchstechen, Fasern und/oder Fäden erfassen, Maschen bilden und auf der Einstichseite als Maschenstäbchen ablegen»
    3, Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Nadeln von oben nach unten in einem Winkel von 7-45°-^ 180° zueinander die Zwischenschicht und die Faserschichten durchstechen, Fasern und/oder Fäden erfassen, Maschen bilden und auf der Einstichseite als Maschenstäbchen ablegen,
    4, Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Nadeln von oben nach unten in einem Winkel von?45°-4 180 zueinander die Zwischenschicht und die Faserschichten durchstechen, Fasern und/oder Fäden erfassen, die Fäden ein- oder beidseitig über Polplatinen zu Polschlingen legen, aus Fasern und/oder Fäden Maschen bilden und auf der Einstichseite als Maschenstlbchen ablegen.
    5, Verfahren nach Punkt 1 und 5, gekennzeichnet dadurch, daß die ein- oder beidseitig gebildeten Polschlingen zu einem ein- oder beidseitigem Plüsch geöffnet werden.
    6» Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Nadelbarren gleichzeitig oder wechselweise arbeiten.
  2. 7. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß"die Nadelbarren oder die Faserschichten und die Zwischenschicht in Richtung άο,Γ Nadelbarren raustergemäß versetzt werden.
  3. 8. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Nadelbarren mit unterschiedlichen Tempi arbeiten.
  4. 9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß zwei sich gegenüberliegende Abschlageinrichtungen (1, 2) und zwei sich gegenüberliegende, gleichzeitig oder wechselweise mit gleichen oder unterschiedlichen Tempi arbeitende Nadelfonturen (3, 4, 3', 4f, 31', 4fI) angeordnet sind,
  5. 10. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daß die Nadelfonturen (3, 4, 3', 4') in einem Winkel >45°-c 180° zueinander angeordnet sind,
  6. 11. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daS die Nadelfontursn (3, 4, 3', 4', 3'', 41') unterschiedliche Maschinenfeinheiten aufweisen. .
  7. 12. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daS ein- oder beidseitig Polplatinen (14, 15) angeordnet sind.
    - Hierzu 3 Blatt Zeichnungen -
DD24854183A 1983-03-07 1983-03-07 Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines mehrlagigen vliesgewirkes DD213957A1 (de)

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