DD214519A1 - Mineraloelfreie tankmischungen - Google Patents

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DD214519A1 DD24977983A DD24977983A DD214519A1 DD 214519 A1 DD214519 A1 DD 214519A1 DD 24977983 A DD24977983 A DD 24977983A DD 24977983 A DD24977983 A DD 24977983A DD 214519 A1 DD214519 A1 DD 214519A1
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mineral
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free tank
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Peter Barth
Wolfgang Wildgrube
Lothar Mueller
Hans-Joachim Gruen
Peter Pfuetzner
Reinhard Schossig
Karl-Friedrich Weidner
Petra Reinhardt
Wilfried Kramer
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Bitterfeld Chemie
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Abstract

Die Erfindung betrifft mineraloelfreie Tankmischungen von in Wasser dispergierten Pflanzenschutzmitteln, die neben den ueblichen Hilfsstoffen eine waessrige Montanwachsemulsion enthalten. In der pro Hektar erforderlichen Menge Tankmischung sind 0,5 bis 20 kg Montanwachs enthalten.

Description

VEB Cbemiekombinat Bitterfeld Bitterfeld, 29. 12. 1982
OZ 2355
Mineralölfreie Tankmischungen Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung kann in der Landwirtschaft zur Wirkungsverb es sorting von in Wasser dispergierten Pflanzenschutzmitteln genutzt werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß durch Zusatz von ölen die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln verbessert werden kann. Bei Herbiziden trägt dies insbesondere zur Erhöhung der Bekämpfungserfolge bei schwerbekämpf« baren Unkräutern bei, und das Wirkungsspektrum der Mittel kann erhöht werden. Bei Insektiziden wird beispielsweise die erfolgreiche Bekämpfung von Virusvektoren (DD-PS 100 135) oder spezieller Schäd« linge, wie der Weißen Fliege (Trialeurodes vaporarium /DD-PS 154 273), durch diese Kombination erst möglich bzw· wirtschaftlich vertretbar·
Kombinationen von Pflanzenschutzmitteln mit ölen werden bekanntlich sowohl als fertige Handelspräparate als auch als Tankmischungen eingesetzt. I
Der praktische Einsatz beschränkt sich im wesentlichen auf die Kombination mit Mineralölen (DD-PS 62 720, 100 135, 123 052,
2 OZ 2355
273)» doch werden auch Silikonöle (DE^PS 966 329), Derivate des Braunkohlenteeröles (DD-PS 1 934) und Pflanzenöle (DR-AS 15 42 682, DE-OS 2730 205) beschrieben·
Sieht man von den Pflanzenölen ab, so weisen alle anderen Zusätze den Nachteil der Umweltverschmutzung auf, wobei insbesondere das Grundwasser betroffen wird· Diese Belastung wird deutlich, wenn man bedenkt, daß beispielsweise für die Virusvektorenbekämpfung in Kartoffeln sowie in Zucker- und Futterrüben mit der Teigmischung Dimetboat + emulgierbares Mineralöl je Spritzung 10 Liter emulgierbares Mineralöl pro Hektar angewendet werden und innerhalb einer Vegetationsperiode eine 2- bis 3malige Spritzung notwendig ist. Somit ist eine Kontaminierung mit bis zu 30 Liter Mineralöl je Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche vorbanden.
Zu erwähnen ist auch, daß der direkte Einsatz von Mineralölen für diesen Zweck äußerst unwirtschaftlich ist.
Pflanzenöle hingegen sind teilweise so instabil, daß sie bereits innerhalb kürzester Zeit verharzen· Außerdem sind sie für dieses Einsatzgebiet nur sehr wenig verfügbar, so daß sich eine praktische Nutzung nicht durchsetzen konnte·
Ss ist auch versucht worden, tierische und pflanzliche Wachse in Mengen von 0,5 bis 5,0 Gew.-% zur Herabsetzung der Phytotoxizitat einiger Lösungsmittel, so z. B. von Tetralin, einzusetzen (DE-AS 1 937 634). Mineralische Wachse werden auch als aktive Trägermaterialien zur Herstellung von Präparaten mit Spurenelementen erwähnt (DD-PS 87 194).
Die DE-OS 17 93 229, in der die Herstellung von Cyclohexylpentadiensäurederivaten und ihre Verwendung als Wachstumsregulatoren beschrieben wird, erwähnt bei der Aufzählung inerter Trägermaterialien auch Montanwachs.
3 OZ 2355
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, mineralölfreie Tabakmischungen von in Wasser dispergiertea Pflanzenschutzmitteln zu entwickeln, die die Wirksamkeit der Aktivsubstanzen verbessern und zugleich umweltfreundlich sind*
Pari estuij^ des Wesens,
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die mineralölfreien Tankmischungen von in Wasser dispergieren Pflanzenschutzmitteln neben üblichen Hilfsstoffen eine wäßrige Montanwachs* emulsion enthalten.
In der pro Hektar erforderlichen Menge Tankmischung sind 0,5 bis 20 kg Montanwachs enthalten.
Montanwachs ist ein fossiles Pflanzenwachs, das aus wachshaltiger Braunkohle industriell, im wesentlichen durch Extraktionsverfahren, gewonnen wird.
Montanwachs ist bekanntlich ein komplexes Gemisch aus einer Wachsmasse und harzigen Stoffen mit asphaltischen Bestandteilen·
Im wesentlichen handelt es sich um Wachsester (58 - 59 %)t Wachssäuren (17 - 19 %)» davon Lignocerinsäure (ca. 30 %) und Montansaure (17 %)t Wachsketone (max. 10 %) sowie primäre (3 - 4· %) «nd sekundäre Wachsalkohole (ca. 1 %)·
Diese Montanwachsemulsionen können mit einfacher herkömmlicher Emulgiertechnik hergestellt werden.
Durch die erfindungsgemäßen Tankmischungen wird die Wirkung handelsüblicher Pflanzenschutzmittel verbessert. Dadurch ist es möglich, bei verringertem Einsatz dieser Stoffe gleiche Effekte zu erzielen bzw. das Anwendungsspektrum zu erhöhen· j
4 OZ 2355
Gegenüber Tankmischungen mit Mineralölen weisen die erfindungsgemäßenKombinationen darüber hiuaus noch andere Vorteile auf· So ist die Anwendung von Mineralölen, die die Umwelt, insbesondere das Grund- und Oberflächenwasser, belasten, nicht mehr notwendig· Die Montanwachsemulsionen verhalten sich hinsichtlich der Wasser« toxizität wesentlich günstiger als die emulgierbaren Mineralöle· Zudem besitzen sie eine gute Hautverträglichkeit, sind ungiftig und nicht brennbar, was die TUL-Prozesse und die Anwendung erheb» lieh erleichtert· Vorteilhaft ist auch der Umstand, daß zur Erzielung gleicher biologischer Effekte beim Montanwachs eine wesentlich geringere Aufwandmenge als bei den Mineralölen erforderlich ist.
Ausführungsbeispiele
Die Beispiele 1 bis A zeigen die Herstellung der Montanwachsemulsion· Als Emulgator wird oxäthyliertes Dodecy!phenol mit 5 bis 20 Mol ithylenoxid eingesetzt·
Beispiel 1
85 Gewichtsteile Wasser und 3 Gewichtsteile Emulgator werden unter Rühren auf 365 K erhitzt· Dazu werden 12 Gewichtsteile Montanwachs in geschmolzener Form zugesetzt. Nach einer Emulgierzeit von 5 bis 10 Minuten wird rasch auf unter 323 K abgekühlt· Die so erzeugte Emulsion enthält 12 Ma. % Montanwachs.
Beispiel 2
Zu 71 Gewichtsteilen Wasser und 4· Gewichtsteilen Emulgator werden, analog Beispiel 1, 25 Gewichtsteile Montanwachs zugesetzt, anschließend wird aufgekocht und sofort schnell auf unter 31β Ε abgekühlt. Die entstandene Emulsion enthält 25 Ma. % Montanwachs.
5 OZ 2355
Beispiel 3
12 Gewichtsteile Montanwachs werden mit 0,3 Gewichtsteilen einer 50%igen Kalilauge unter Rühren 5 Minuten bei 403 K verseift. Danach fügt man unter Rühren 3 Gewichtsteile Emulgator und 85 Gewichtsteile auf 372 E erwärmtes Wasser hinzu, wobei das erste Drittel, also etwa 30 Gewichtsteile, vorsichtig zuzugeben ist· Nach dem Saulgieren wird sofort auf unter 323 & abgekühlt.
Beispiel 4
25 Gewichtsteile Montanwachs werden mit 095 Gewichtsteilen einer 50%igen Kalilauge analog Beispiel 3 verseift· Danach werden unter Rühren zunächst 4,5 Gewichtsteile Bnulgator, dann 71 Gewichtsteile auf 370 K erhitztes Wasser vorsichtig zugesetzt. Nach dem Emulgieren ist schnell auf unter 318 K abzukühlen.
Beispiele 5 und 6; Verminderte Wassertqxizität
Die Bestimmung der Wassertoxizität, getestet an Poecilia reticulate (Guppy), ergibt im Vergleich zu einem emulgierbaren Mineralöl die in Tabelle I zusammengestellten Werte.
Tabelle Ii Vergleich der Wassertoxizität von emulgierbarem Mineralöl mit wäßriger Montanwachsemulsion
emulgieirbares Montanwacbsemulsion Mineralöl nach Beispiel 1
Grenzkonzentration mg/1 30 90
713
3 574
mg/1 30
mg/1 40
mgA 50
6 OZ 2355
Der mit den in der Wasserwirtschaft üblichen Chemikalien zur Ausflockung von Emulsionen bei der Montanwachsemulßion erreichte Reinigungseffekt ist in Tabelle II dargestellt.
Tabelle II; Reinigungseffekt durch Flockung
Chemikalien Reinigungseffekt
200 mg/1 Al2(SO^)3 · 18 HgO 90 200 mg/1 Al2(OH)5Cl 91
400 mg/1 PeCl3 · 6 H2O 79
Die montanwachsemulsion gehört damit zu den gut eliminierbaren Substanzen.
Die Beispiele 7 bis 11 veranschaulichen die verbesserte biologische Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Tankmischungen. In die Untersuchungen wurden folgende Präparate einbezogen:
A- Montanwachsemulεion nach Beispiel 1 B - Montanwachsemulsion nach Beispiel 2 C - Montanwachsemulsion nach Beispiel 3 D- Emulgierbares Mineralöl mit folgenden Daten:
85 Ma. % Mineralb'lanteil mit einem unsulfonierbaren Rückstand von 85 Vol,-%, der Dichte (20 0C) von 0,88 g/cm-', einer Viskosität von 12 mm /s bei 50 0C und einem Stockpunkt unter
E - Emulgierbares Mineralöl mit 99 Ma· % Mineralölanteil mit einem unsulfonierbaren Rückstand von 96 Vol.-% und einer Dichte (20 0C) von 0,85 g/om3.
7 Ο'Δ 2355 .
F - Spritzpulver auf der Basis von 2-Chlcr—4— isopropylamino-6-äthylamino-Ί ,3»5-triasiß (Atrazin) mit 50 Ma. % Aktivs.ubstans/
G - Emulsionskonzentrat auf der Basis von 3~(Metbo'xy-carbonyl-a:sii-· nophenyl)-N-(3'-methylphenyl)-car'baaiat (Pbenmedipham) mit 15,9 Ma. % Aktivsubstanz.
H - Emulsionskonzentrat auf der Basis von 2,4-Dichlor-4-f~nitrodipbenyläther (Nitrofen) mit 250 g/l.
1 - Emulsionskonzentrat auf der Basis von 2-Metbylt.hio-4-~isop.ropylamino-6-äthylamino-1,3»5-triazin (Ametryn) mit 40 Ma. % Aktivsubstanz.
K- Emulsionskon2sentrat auf der Basis von O,O-Dimetbyl-S-(N~methyl~ carbamoylmetbyl)-dithiophosphat (Dimethoat) mit 380 g/l.
L - Lösliches Konzentrat auf der Basis von Thiophosphorsäure-0,S~ dimethylesteramid (Metbamidophos) mit 565
Beispiel 7* Verbesserte herbizide Wirkung erfindungsgemäßer Tankmischungen in Mais und Zuckerrüben
Die Prüfung erfolgte auf einer Ackerfläche in den genannten KuI-turpflanzenbeständen im Nachauflaufverfahren, d. h. nach dem Auflaufen der Kulturpflanzen.
Die monokotylen und dikotylen Unkräuter befanden sich zum Zeitpunkt der Applikation im Keimblatt- bis 4-Blattstadium.
Die Bewertung des Bekämpfungserfolges erfolgte 4 Wochen nach der Behandlung und wurde nach einer Benotung von 1 - 9 vorgenommen» Dabei bedeuten:
1 - total geschädigt 9 - ungeschädigt
Die Ergebnisse der Versuche sind in Tabelle III zusammengefaßt.
tabelle III: Wirkung der erfindungsgemäßen Tankmischlingen gegen die angegebenen Unkräuter in Hais und
Zuckerrüben 12 KuI t ur pflanz en II III IV V VI VII Unkräuter IX X XI XII XIII xrv XV
Präparat Aufwandmenge 3 i 9 9 9 9 9 9 VIII 9 9 9 9 9 9 9
kg bzw· l/ha 6 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9
lnbeh· Kontrolle 6 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9
i . '. ,-. 12 9 9 7 8 7 9 9 9 8 9 9 8 8 9 9
. - .'3." '. . 9 9 8 7 8 8 8 9 7 9 9 8 8 9 9
3 5 . . 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9
0,5 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9
0,75 9 8 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9
1,0 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9
> ;-. /, >, : ; ,. ·. 9 8 8 5 4 7 9 4 7 8 4 8 9
9 - 6 7 3 2 4 7 2 4 6 2 8 8
? . 9 3 4 1 1 3 5 1 2 4 1 . '- .... 8 7
9 9 7 6 4 5-..'.: *.. 2 4 7 7 8 9 8
9 4 4 2 4 3 '. S ;, u 3 ' 3 " 5 6 9 8 £
'* ' .:' - 9 3 2 1 3 2 ; '5 "- ". 2 i CVl 4 9 8 v* VJ
- 3 VT
1. Fortsetzung; Tabelle III
Aufwandmenge . l/ha Kulturpflanzen II Ill IV V VI VII Unkräuter IX X XI XII XIII ZIV XV
Präparat kg bzw< 8 I 6 7 2 2 4 VIII 2 4 2 - 7 -
0,75 + 10 9 4 5 1 2 2 VJl 2 2 4 1 - 4
F + A 0,75 + 12 9 - 2 3 1 1 1 3 1 1 2 1 - 3
0,75 + 4 9 6 7 3 2 4 1 2 4 6 2 9 —
0,75 + 5 9 5 6 3 2 4 5 2 3 5 2 - 5
F + B 0,75 + 6 9 - 2 3 1 1 1 4 1 1 2 1 - 2 -
0,75 + 8 9 5 6 3 2 4 2 2 4 6 3 Μ» 9
0,75 + 10 9 - 4 6 3 2 3 5 3 3 5 3 -
ρ + σ 0,75 + 12 9 - 2 3 1 1 1 4 1 1 2 1 - 2 —
0,75 + 3 9 3 2 1 1 2 2 1 1 2 1 3
0,75 + 3 8 2 2 1 1 2 2 1 1 1 1 2
P + D 1,0 + 8 1
-
3 5 + 8 - 9 7 6 4 5 4 8 5. 4 7 7 8 7 6
4, + 8 .- 9 4 4 2 4 3 6 3 3 VJl 4 6 6
3 5 __ + 10 ~* 9 5 5 3 4 4 7 4 4 6. 6 7 6 6
^v % Μ+ - 9 4 3 2 2 2 5 ... 3 3 5 4 5 5 6
3 5 . '. - - 9 3 : ' 3 2 1 1 3 2 3 4 3 4 4 c
4, + 12 ~ 9 2 2 1 1 1 2 2 3 2 2 2 5
vsJI VJi
02 2355
•Ρ Φ (Q Ρ U
H) H
Hi
U X5 H
H H
HI
N H
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H H
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CN CN
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it LA LA VO VO CO CO O O W W CN CN LTN
LA LfN
CN ^t it
03 2355
nachstehend aufgeführte Kulturpflanzen und Unkräuter bzw. Ungraser wurden zur Bewertung des Bekämpfungserfölges und der Verträglichkeit herangezogens
I Hais Zea mays
II Zuckerrüben Beta vulgaris
III Weißer Gänsefuß Chenopodium album
IV Geruchlose Kamille Tripleurospermum inodorum
V Kleinblütiges Knopfkraut Galinsoga parviflora
VI Saatwucherblume Chrysanthemum carinatum
VII Ackersenf Sinapis alba
VIII Ackersti efmütterchen Viola tricolor
IX Ackerbeilerkraut Thlaspi arvense
X Purpurrote Taubnessel Lamium purpureum
XI Windenknöterich Polygonum convolvulus
XII Vogelmiere Stellaria media
XIII Hederich Raphanus raphanistrum
XIV Hühnerhirse Echinochloa crus-galli
XV Klebkraut Galiura aparine
Aus Tabelle III gebt hervor, daß die erfindungsgemäßen Tankmischlingen in den Kulturpflanzen Mais und Zuckerrüben sowohl allein angewendet als auch in Kombination mit Atrazin oder Phenmedipham keine phytotoxischen Erscheinungen hervorrufen.
Bei der Herbizidwirkung gegenüber den ausgewählten Testpflanzen sind zur Erzielung des gleichen Effektes die erforderlichen Aufwandmengen von Montanwachs wesentlich geringer als bei den Mineralölen.
Beispiel 8: Verbesserte herbizide Wirkung erfindungsgemäßer Tankmischungen in Zwiebelgemüsearten
Die Prüfungen erfolgten in Säzwiebeln (4 Standorte) und Porree (1 Standort) als Feldversuche (5 Wiederholungen). Bodenarten: lehmiger Sand bis Lehm und Lößboden.
12 OZ 2355
Die Spritzungen wurden mit Parzellenspritzgeräten durchgeführt: Wassermenge 400 bis 600 l/ha·
Anwendungszeitpunkt: Nacbauflaufverfahren, Zwiebeln: Peitschenstadium überwunden, Unkräuter: bis D^-Stadium. Hauptsächliche Unkraut* arten: Aaaranthus retroflexus, Stellaria media, Chenopodium album« Urtica urens, Thlaspi arvense, Viola tricolor arvensis, Galium aparine sowie Eohinochloa crus-galli (Ecc).
Versuchsauswertung: Bonitür des Deckungsgrades der gesamten Unkrsutarten in Prozent (GDG) sowie Berechnung des Bekämpfungserfölges nach Abbott (BE) für alle Unkrautarten (BE/GDG) und für Hühnerhirse (BE/Ecc).
Tabelle IV: Versuche in Zwiebelgemüse
unbehandelt l/ha GDG BE BE
H - 37 GDG Ecc
D + H 5 13 :- -
B + H 3 + 5 10 64 45
Prüfglied 6+5 8 73 56
i. 79 75
2.
3.
Es zeigt sich, daß durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Tankmischung eine bedeutende Verbesserung der herbiziden Wirkung erzielt werden kann·
Beispiel 9: Verbesserte herbizide Wirkung erfindungsgemäßer Tankmiscbungen in Kartoffeln
Die Feldversuche (5 Wiederholungen) wurden mit Λ Sorten an 7 Standorten durchgeführt· Bodenarten: Sand- bis Lößboden. Applikationstechnik: Parzellenspritzgeräte, Wasseraufwandmenge: 400 bia 600 l/ha.
13 OZ 2355
Anwendungszeitpunkt: kurz vor Auflauf der Kartoffeln, Unkrautstadium: Keimblatt "bis max. D2· Hauptsächliche Unkrautarten: Raphanus raphanistrum, Sinapis arvensis, Polygonum convolvulus, Chenopodima album sowie Echinochloa crus-galli.
Versuchsauswertung: Bonitur des Deckungsgrades der gesamten Unkrautarten in Prozent (GDG) und Berechnung des Bekämpfungserfolges nach Abbott (BE).
Tabelle V: Versuche in Kartoffeln
.I l/ha ,5 ,5 GDG BE
Prüfglied 2,5 3 + 1 6+1 45 10 10 9 78 78 80
1. unbehandelt 2. I 3. D + I 'f. B + I
Mit der erfindungsgemäßen Tankmischung wurde eine beträchtliche Verbesserung der herbiziden Wirkung erzielt.
Beispiel 10: Verbesserte Wirkung der erfindungsgemäßen Tankmischung zur Senkung der Virusbelastung bei Kartoffeln
Die Ausbringung erfolgte mit Bodenapplikationstechnik (Spritzgeräte "Keritox 1000" bzw. lfS 1000"). Die ausgebrachte Briihemenge betrug 200 Liter pro Hektar. Es erfolgten je Versuch 2 Behandlungen entsprechend der vom Warndienst festgelegten Termine. Als pflanzen dienten Kartoffeln der Sorten "Salut" und "Karpina".
In Tabelle VI ist die Wirkung zur Senkung der Virusbelastung angegeben, die durch die Methode der Augenstecklingspräfung ermittelt worden ist.
Tabelle VI: Versuche zur VirusVektorenbekämpfung a) Sorte "Salut"
OZ 2355
Präp. Aufwand aus- bonitur- schwere Virosen leichte Virosen
bzw. menge gepfl. fähige Stück % Stück %
Komb. l/ha Steck Pflanzen
linge
unbeh. Kontrolle 500 481 48 9,97 11 2,29
20 500 478 36 7,54 7 1,46
A-I-K 20 + 0,9 500 480 5 1,27 0 0,00
15 + 0,9 500 471 3 0,64 0 0,00
D + K 10 + 0,9 500 456 7 1,53 3 0,60
b) Sorte "Karpina"
Präp· Aufwand- aus*« bonitur- schwere Virosen leichte Viros en
bSW. menge gepfl. fabige Stück % Stück %
Komb. l/ha Steck Pflanzen
linge
unbeh. Kontrolle 500 487 23 4,70 0 0,00
A 20 500 480 39 8,12 5 1,04
A + K 20 + 0,9 500 484 4 0,82 0,00
15 + 0,9 500 481 3 0,60 0 0,00
D + K 10 + 0,9 500 479 3 0,60 0 0,00
Auf die Prüfung der Varianten des einzelnen Einsatzes von Dimethoat-Emulsionskonzentrat sowie emulgierbarem Mineralöl wurde verzichtet, da hinreichend bekannt ist, daß eine Anwendung der Präparate ohne Zusatz des entsprechenden Partners nur eine sehr geringe Wirkung bei der Hemmung der Virüsübertragung, insbesondere bei niehtper~ sistenten Viren, bringt.
OZ
Es zeigt sich, daß auch bier für das Erreichen gleicher Effekte beim Montanwachs erheblich niedrigere Aufwandmengen als bei dem bisher üblichen Mineralöl ausreichend ist.
Beispiel 11: Verbesserte Wirkung erfindungsgeraäßer Tankmisch ungei) bei der Bekämpfung von Blattläusen und Spinnmilben im Hopfenbau
Die Applikation erfolgte mit der üblichen Spritzteohnik (Kerti-tox S 1000), die beiden Behandlungen entsprechend der vom Warndienst festgelegten Termine mit Brtiheaufwandraengen von 600 1/ha.
In Tabelle VII ist der Wirkungsgrad gegenüber Blattläusen und öpirm-.milben angegeben, der nach der Methode von HENDERSON + ΤΙΙ/ΓON ermittelt wurde.
Tabelle VII: Versuche zur Bekämpfung von Hopfenschädlingen
Präparat bzw· Kombination
Aufwandmenge
Wirkungsgrad in % Hopfenblattlaus
Spinnmilben
A 4 0 0
B 1 ο 0
K 0,075 89,6 91,3
L 0,1 : 92,4 93,7
A + K 4 + 0,075 98,9 97,8
A + L 4 + 0,1 98,3 99,6
B + K 1 + 0,075 91,9 92,1
B + L 1 +0,1 93,1 94,2
Auch hier zeigt sich die gute Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Tankmischungen.

Claims (2)

16 OZ 2355
Brfindungsanspruch
1. Mineralolfreie Tankmischungen von in Wasser dispergieren Pflanzenschutzmitteln, gekennzeichcet dadurch, daß sie neben den üblichen Hilfsstoffen eine wäßrige Montanwachsemulsion enthalten.
2. Mineralölfreie Tankmischungen gemäß Punkt 1.} gekennzeichnet dadurch, daß sie in der pro Hektar erforderlichen Menge 0,5 "bis 20 kg Montanwachs enthalten.
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