DD215002A5 - Pestizide zusammensetzung - Google Patents

Pestizide zusammensetzung Download PDF

Info

Publication number
DD215002A5
DD215002A5 DD84260097A DD26009784A DD215002A5 DD 215002 A5 DD215002 A5 DD 215002A5 DD 84260097 A DD84260097 A DD 84260097A DD 26009784 A DD26009784 A DD 26009784A DD 215002 A5 DD215002 A5 DD 215002A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
compound
thiazine
tetrahydro
nitromethylene
active ingredient
Prior art date
Application number
DD84260097A
Other languages
English (en)
Inventor
Martin Harris
Original Assignee
Shell Int Research
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Shell Int Research filed Critical Shell Int Research
Publication of DD215002A5 publication Critical patent/DD215002A5/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D279/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom and one sulfur atom as the only ring hetero atoms
    • C07D279/041,3-Thiazines; Hydrogenated 1,3-thiazines
    • C07D279/061,3-Thiazines; Hydrogenated 1,3-thiazines not condensed with other rings
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/72Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with nitrogen atoms and oxygen or sulfur atoms as ring hetero atoms
    • A01N43/86Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with nitrogen atoms and oxygen or sulfur atoms as ring hetero atoms six-membered rings with one nitrogen atom and either one oxygen atom or one sulfur atom in positions 1,3

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Soft Magnetic Materials (AREA)
  • Iron Core Of Rotating Electric Machines (AREA)
  • Measurement And Recording Of Electrical Phenomena And Electrical Characteristics Of The Living Body (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine pestizide Zusammensetzung, die 3-Formyl-2-nitromethylen-tetrahydro-2H-1,3-thiazin als Wirkstoff und mindestens ein Traegermittel enthaelt. Zur Bekaempfung von Schaedlingen auf einer Stelle wird auf die Stelle eine pestizid wirksame Menge des Wirkstoffes oder der Zusammensetzung aufgebracht.

Description

15 381 55
Pestizide Zusammensetzung und Verfahren zur Bekämpfung von Schädlingen
Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Erfindung betrifft neuartige pestizide Zusammensetzungen und ein Verfahren zur Bekämpfung von Schädlingen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
In der US-PS 1 576 120 wird eine Gruppe von 2-Nitromethy· lentetrahydro-l,3-thiazin-Derivaten mit nützlicher pestizider Wirksamkeit beschrieben. Bei 2-Nitromethylen-tetrahydro-2H-l,3-thiazin handelt es sich um eine speziell bevorzugte Verbindung, weil sie eine starke pestizide Wirksamkeit besitzt. In der US>-PS 4052 388 wird ausgeführt, daß die Verbindung 3-Acetyl-2-nitromethylen-tetrahydro-2H-l,3-thiazin gleichfalls eine nützliche pestizide Wirksamkeit aufweist. Diese beiden Verbindungen haben aber einen großen Nachteil, der ihre praktische Anwendung verhindert. Sie sind nicht licht- und wärmebeständig.
Überraschenderweise wurde jetzt gefunden, daß eine chemisch mit diesen Verbindungen eng verwandte Verbindung eine stark verbesserte Wärme- und Lichtbeständigkeit besitzt, wodurch sich eine längere Wirkungsdauer und somit
ein höherer Wirkungsgrad ergeben
Ziel der Erfindung;
Ziel der Erfindung ist es, auf der Basis dieser Verbindung neue pestizide Zusammensetzungen bereitzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung;
Bei der neuen Verbindung handele es sich um 3-Formyl-2-nitromethylen-tetrahydro-2H-lf3-thiazin, das die allgemeine Formel:
N^
H hat.
Man kann erkennen, daß die Verbindung der Formel I in verschiedenen geometrischen Isomerformen bestehen kann. Die Zusammensetzungen können sowohl die einzelnen Isomere als auch Gemische dieser Isomere enthalten.
Die Herstellung von S-Formyl^-nitromethylen-tetrahydro-2H-1,3-thiazin erfolgt durch Umsetzung von 2-Nitromethylen· tetrahydro-2H-l,3-thiazin mit einem gemischten Anhydrid von Ameisensäure und einer Alkansäure mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen, zum Beispiel Ameisen-Essigsäureanhydrid, in Gegenwart einer Base. Bei der Base handelet es sich vorzugsweise um eine organische Base wie ein tertiäres Amin, zum Beispiel ein Trialkylamiri, wobei Triethylamin besonders bevorzugt wird. Die Umsetzung wird vorzugsweise bei einer Temperatur von O0C oder darunter, zum Beispiel bei
einer zwischen -3O0C und -100C liegenden Temperatur, ausgeführt. Die Umsetzung erfolgt am besten in einem organischen Lösungsmittel« zum Beispiel einem chlorierten Kohlenwasserstoff wie Dichlormethan oder Dimethylformamid.
Geringe Mengen Wasser können bei dem Herstellungsverfahren toleriert werden, aber vorzugsweise wird es unter im wesentlichen wasserfreien Bedingungen ausgeführt.
Wie oben erwähnt, ist S-Formyl-Z-nitroraethylen-tetrahydro-2H-1f3-thiazin als Pestizid, vor allem gegen Insektenschädlinge, von Interesse· Es zeigt eine Wirksamkeit gegenüber Schädlingen wie den Larven-, Raupen- oder Wurmformen von Insekten, zum Beispiel der Gattung Spodopters und der Gattung Heliothis. Es ist ganz besonders nützlich gegenüber vielen in Reispflanzen anzutreffenden Schädlingen.
Daher betrifft die Erfindung pestizide Zusammensetzungen, die 3-Formyl-2-nitromethylen-tetrahydro-2H-l,3-thiazin zusammen mit mindestens einem Trägermittel enthalten.
Es ist bekannt, daß verschiedene Isomere oder Gemische von Isomeren verschiedene Stärken oder Spektren der Wirksamkeit aufweisen können, und daher können Zusammensetzungen einzelne Isomere oder Gemische von Isomeren enthalten. Die Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren zur Bekämpfung von Schädlinden, besonders Insektenschädlingen, an einer befallenen Stelle oder einer Stelle, die durch Schädlinge befallen werden kann, das darin besteht, daß auf die Stelle eine pestizid wirksame Menge der erfindungsgemäßen Verbindung oder Zusammensetzung aufgebracht wird. Eine besonders bevorzugte Aufbringungsstelle ist ein Reisfeld, das Reispflanzen trägt.
Als Trägermittel in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung kann jedes Material dienen, mit dem der Wirkstoff zur Erleichterung der Aufbringung auf die zu behandelnde Stelle, wobei es sich zum Beispiel um eine Pflanze, einen Samen oder den Boden handeln kann, oder zur besseren Lagerung, Beförderung oder Handhabung formuliert werden kann Ein Trägermittel kann ein Feststoff oder eine Flüssigkeit sein, sowie auch ein Material, das normalerweise gasförmig ist, das aber zur Bildung einer Flüssigkeit verdichtet wurde, und es kann jedes normalerweise für die Formulierung von pestxziden Zusammensetzungen verwendetes Trägermaterial eingesetzt werden. Erfindungsgemäße Zusammensetzungen enthalten vorzugsweise 0,5 bis 95 Massel ' Wirkstoff.
Geeignete feste Trägermittel umfassen natürliche und synthetische Tonarten, und Silicate, zum Beispiel natürliche Siliziumdioxide wie Diatomeenderden; Magnesiumsilikate, zum Beispiel Talkarten; Magnesium-Aluminiumsilicate, zum Beispiel Attapulgite und Vermiculite ; Aluminiumsilcate, zum Beispiel Kaolinite, Montmorillonite und Glimmerarten; Calciumcarbonat; Calciumsulfat; Ammoniumsulfat; synthetische hydrätisierte Siliziumoxide und synthetische Calcium- oder Aluminiumsilicate; Elemente, zum Beispiel Kohlenstoff und Schwefel; natürliche und synthetische Harze, zum Beispiel Coumaronharze, Polyvinylchlorid und Styrolpolymere und -copolymere; feste Polychlorphenole; Bitumen, Wachse und feste Düngemittel, zum Beispiel Superphosphate.
Geeignete flüssige Trägermittel sind Wasser; Alkohole, zum Beispiel Isopropanol und Glycole; Ketone, zum Beispiel Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon und Cyclohexanon; Ether; aromatische und araliphatische Kohlenwasserstoffe, zum Beispiel Benzol, Toluol und Xylol;
Erdölfraktionen, zum Beispiel Kerosin und leichte Mineralöle; und chlorierte Kohlenwasserstoffe zum Beispiel Kohlenstofftetrachlorid, Perchlorethylen und Trichlorethan. Gemische verschiedener Flüssigkeiten sind häufig geeignet.
Zusammensetzungen für die Landwirtschaft werden oftmals in einer konzentrierten Form formuliert und transportiert und anschließend vor Gebrauch vom Anwender verdünnt. Durch die Anwesenheit geringer Mengen eines Trägermittels, bei dem es sich um einen oberflächenaktiven Stoff handelt, wird der Verdünnungsvorgang erleichtert. Daher ist vorzugsweise mindestens ein Trägermittel in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung ein oberflächenaktiver Stoff. Die Zusammensetzung kann beispielsweise mindestens zwei Trägermittel enthalten, von denen wenigstens eines ein oberflächenaktiver Stoff ist.
Ein oberflächenaktiver Stoff kann ein Emulgiermittel, ein Dispergiermittel oder ein Netzmittel sein; er kann nichtionisch oder ionisch sein. Beispiele für geeignete oberflächenaktive Stoffe sind die Natrium- oder Calciumsalze von Polyacrylsäuren und Ligninsulfonsäuren; die Kondensationsprodukte von Fettsäuren oder aliphatischen Aminen oder Amiden, die mindestens 12 Kohlenstoffatome im Molekül enthalten, mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid; Fettsäureester von Glycerin, Sorbitol, Saccharose oder Pentaerythritol; Kondensate dieser Stoffe mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid; Kondensationsprodukte von Fettalkohol oder Alkylphenolen, zum Beispiel p-Octylphenol oder p-Octyjfresol, mitHcthylenoxid und/oder Propylenoxid; Sulfate oder Sulfonate dieser Kondensationsprodukte; Alkali- oder Erdalkalimetallsalze, vorzugsweise Natriumsalze, von Schwefel- oder SuI-fonsäureestern, die mindestens 10 Kohlenstoffatome im Molekül enthalten, zum Beispiel Natriumlaurylsulfat,
sekundäre Natriumalkylsulfate, Natriumsalze von sulfoniertem Rizinusöl und Natriumalkylarylsulfonate wie Dodecylbenzolsulfonat; und Polymere von Ethylenoxid und Copolymere von Ethylenoxid und Propylenoxid.
üie erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können zum BeispilG als oberflächenaktive Pulver, Stäubemittel, Granulate, Lösungen, emulgierbare Konzentrate, Emulsi onen, Suspensionskonzentrate und Aerosole formuliert werden. Oberflächenaktive Pulver enthalten normalerweise 25, oder 75 Masse% Wirkstoff, und gewöhnlich enthalten sie außer dem festen inerten Trägermittel 3 bis 10 Massel Dispergiermittel und, wenn erforderlich, 0 bis 10 Masse% Stabilisierungsmittel und/oder andere Zusatzstoffe wie Penetrationsmittel oder Haftmittel. Stäubemittel werden normalerweise als Staubkonzentrat geliefert, das eine ähnliche Zusammensetzung wie ein oberflächenaktives Pulver hat, aber kein Dispergiermittel enthält, und sie werden am Einsatzort mit weiterem festem Trägermittel zur Gewinnung einer Zusammensetzung verdünnt, die gewöhnlich Y2 bis 10 Massel Wirkstoff enthält. Granulate werden normalerweise so hergestellt, daß sie eine zwischen lip und 100 BS Maschen (1,676 und 0,152 mm) liegende Größe haben, und sie können durch Agglomerations- oder Imprägnief-ungs-
,V
techniken hergestellt werden. Im allgemeinen werden Granulate /2 bis 75 Masse % Wirkstoff und 0 bis 10 Masse% Zusatzstoffe wie Stabilisierungsmittel, oberflächenaktive Stoffe, Modifikatoren für langsame Freisetzung und\ Bindemittel enthalten. Die sogenannten "trocken fließfähigen Pulver" bestehen aus verhältnismäßig kleianen Granulaten, die eine relativ hohe Konzentration von Wirkstoff aufweisen. Emulgierbare Konzentrate enthalten normalerweise außer einem Lösungsmittel und, wenn erforderlich, einem Verschnittmittel, 10 bis 50 Masse%/Vol. Wirkstoff , 2 bis 20 Masse%/Vol. Emulgiermittel und 0 bis Masse%/Vol. andere Zusatzstoffe wie Stabilisierungsmittel,
- 7 r
Penetrationsmittel und Korrosionsschutzmittel, Suspensionskonzentrate werden gewöhnlich so gemischt, daß sie ein haltbares nicht ausfällendes fließfähiges Produkt ergeben, und normalerweise IO bis 75 Masse% Wirkstoff, 0,5 bis 15 Masse % Dispergiermittel, 0,1 bis 10 Massel Suspendiermittel wie Schutzkolloide und thixotrope Mi tf tel, O bis 10 Masse% andere Zusatzstoffe wie Antischaummittel, Korrosionsschutzmittel, Stabilisierungsmittel, Penetrationsmittel und Haftmittel enthalten, sowie Wasser oder eine organische Flüssigkeit, in der derWirkstoff im wesentlichen unlöslich ist. In der Formulierung können bestimmte organische Feststoffe oder anorganische Salze gelöst vorhanden sein, die die Verhinderung der Sedimentation unterstützen oder als Frostschutzmittel für das Wasser dienen.
Wäßrige Dispersionen und Emulsionen, zum Beispiel Zusammensetzungen, die durch Verdünnen eines erfindungsgemäßen oberflächenaktiven Pulvers oder Konzentrates mit Wasser gewonnen werden, liegen gleichfalls im Geltungsbereich der Erfindung. Die Emulsionen können vom Typ Wasser-in-üi oder vom Typ "Ül-in-Wasser sein und sie können eine dicke "majonnaisenartige" Konsistenz haben.
Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung kann auch noch andere Bestandteile enthalten, zum Beispiel eine oder mehrere Verbindungen, die pestizide, herbizide oder fungizide Eigenschaften besitzen, oder Lockmittel, zum Beispiel Pheromone, oder Futterbestandteile zur Verwendung als Köder- und von Fallenformulierungen.
Es wurdo gleichfalls gefunden, daß die Wärmebeständigkeit der als Wirkstoff eingesetzten Verbindungen und der erfindungsgemäßen Zusammensetzung durch die Zugabe von stabilisierenden Mengen, gewöhnlich 10 bis 100 Masse% in bezug auf die Verbindung, bestimmter stickstofforganischer
Verbindungen wie Harnstoff , Dialkylharnstoffe, Thioharnstoff oder Guanidinsalze oder Alkalimetallsalze schwacher Säuren wie Hydrogencarbonaten, Acetaten oder Benzoaten verbessert werden kann.
Ausführungsbeispiele;
Die Erfindung wird weiterhin durch die folgenden Beispiele erläutert.
Beispiel 1
Herstellung von 3-Formyl-nitromethylen-tetrahydro-
2H-i,3-thiazin
Triethylamin (5,2 ml) wurde bei Umgebungstemperatur unter Stickstoff zu einer gerührten Lösung von 2-Nitromethylentetrahydro-2H-l,3-thiazin (3,2 g) in trockenem Dichlormethan (30 ml) gegeben.
C,
Die Lösung wurde anschließend auf -20°C gekühlt, und Ameisen-Essigsäureanhydrid (5,6 g) in trockenem Dichlormethan (3ü ml) wurde tropfenweise unter Rühren zugegeben. Die Temperatur der Lösung konnte im Laufe von 30 Minuten unter ständigem Rühren auf 0°C ansteigen. Das Reaktionsgemisch wurde dann in ein Gemisch von Eis und 2M HCl (10 ml) gegossen. Die organische Schicht wurde abgetrennt, mit 2M HCl (50 mlj_ und anschließend mit Wasser gewaschen und getrocknet (MgSO^). Das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck entfernt, und derRückstand wurde aus Chloroform rekristallisiert, um das verlangte Produkt in Form eines gelben kristallinen Feststoffes mit einem Schmelzpunkt von 138 bis 140 C zu gewinnen.
Analyse:
berechnet: für C6H9O3N2S C 38,3 %; H 4,3 %; N 14,9 %
gefunden: C 38,5 %; H 4,3 %; N 14,5 %.
Beispiel 2 Pestizide Wirksamkeit
Oie pestizide Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Verbindung wurde bei den folgenden Insektenschädlingen eingeschätzt:
Spodoptera littoralis (S.1.)
Aedes aegypti (A.a.)
Musca dornestica (M.d.)
Aphis fabas (A.f .)
Das für jede Gattung angewandte Versuchsverfahren wird anschließend erläutert; wenn nichts anderes angegeben wird, wurde bei jedem Versuch eine 0,2 %±ge Lösung oder Suspension jeder Testverbindung in 16,7 % Aceton in Wasser mit einem Zusatz von 0,04 % Triton X-IOO (Warenzeichen) auf die Versuchsspezies aufgespritzt; Kontrollen wurden mit einer Kontrollösung aus Wasser, Aceton und Triton X-IOO (Warenzeichen) in den gleichen Anteilen gespritzt. Die Versuche wurden alle unter normalen Insektariumsbedingungen von 23°C - 20C (schwankende Licht- und Feuchtigkeitsbedingungen) durchgeführt.
(1) Spodoptera litteralis (S.1.)
Zweite Instar-Larven wurden für die Versuche verwendet, üede Testlösung und jede· Kontrollösung wurde auf eine andere Petrischale gespritzt, die eine Nährlösung enthielt, auf der die Larven von Spodoptars littoralis gezüchtet worden waren.
Nach dem Trocknen der aufgespritzen Lösung wurde jede Petrischale mit 10 zweiten Instar-Larven infiziert« Die Beurteilung der Mortatlität wurde am 1. und 7. Tag nach dem Spritzen vorgenommen und der Prozentsatz der Martali-
- 10 -
- .10 -
tat berechnet.
(II) Aedes aegypti (A.a.)
Frühe vierte Instar-Larven wurden für die Versuche verwendet. Die Testlösungen wurden mit 3 ppm Wirkstoff in Wasser mit einem Zusatz von 0,04 % Triton X-IOO (Warenzeichen) hergestellt; anfangs war Aceton zur Unterstützung der Auflösung vorhanden, konnte aber später verdunsten.
Zehn frühe vierte Instar-Larven wurden in 100 ml der Testlösung gegeben. Nach 48 Stunden wurde die Mortalität der Larven (als Prozentsatz) notiert.
Jede überlebende Larve wurde danach mit einer kleinen Menge Tierfutterpellets gefüttert, und der endgültige Prozentsatz der Mortalität von erwachsenen Tieren und Puppen wurde bestimmt, nachdem sich alle Larven entweder verpuppt und in ausgewachsene Tiere verwandelt hatten oder gestorben waren.
(III) Musca domestica (M.d.)
Gruppen von zehn 2 bis 3 Tage alten mit Milch gefütterten ausgewachsenen weiblichen Hausfliegen (Musca domestica) , die unter Verwendung von Kohlendioxid anaesthetisiert worden waren, wurden auf mit Filterpapier ausgelegte Petrischalen gesetzt. Die Schalen wurien mit den Testformulierungen unter Anwendung einer nach einem logarithmischen Verteilungsprinzip arbeitenden Sprühmaschine gespritzt. Die Fliegen wurden anschließend in den Petrischalen gehalten und mit einer verdünnten Milchlösung gefüttert, die an den Seiten der Petrischale heruntertropfte und auf dem Filterpapaier absorbiert wurde. Die Mortalität wurde nach 24 Stunden ermittelt.
- 11 -
- Il -
(IV) Aphis fabae (A.f·)
Die Versuche wurden mit erwachsenen Schwarzen Bohnenblattläusen (Aphis fabae) vorgenommen, Paare von Saubohnenblättern auf Filterpapaier in Petrischalen wurden nebeneinander mit ungezählten Mengen Blattläusen in kleinen mit Gaze bedeckten Behältern bespritzt. Nach dem Passieren der Sprühlösung wurden die Blattläuse auf die Blätter gesetzt, und die Deckel wurden auf die Petrischalen aufgelegt. Die Mortalität wurde nach 24 Stunden ermittelt.
Die crtebnisse dieser Versuche sind in der folgenden Tabelle 1 aufgeführt, in der die Testspezies durch die oben angegebenen Anfangsbuchstaben gekennzeichnet sind und die Wirksamkeit jeder Verbindung in Form der prozentualen Mortalität angegeben ist:
A bezeichnet eine Mortalität von 90 bis 100 % B bezeichnet eine Mortalität von 50 bis 80 % C bezeichnet eine Mortalität von 0 bis 40 %.
Tabelle I
Tag S .1. » Tage 2 A.a. Ende Insektizide Wirksamkeit
7 A Tage A M.d. A.f.
1 A
A A A
- 12 -
Beispiel 3 Messung der Wirkungsdauer
Bei diesem Versuch soll die Wirkungsdauer von Verbindungen unter den Feldbedingungen angenäherten Bedingungen gemessen werden.
Dritte Instar-Larven des Baumwollkapselwurmes, Heliothis zea, wurden als Testspezies verwendet. Jede Testverbindung wurde in 0,1 ml eines 1:1 Gemisches von Xylol :Acejton gelöst und ü,l ml oberflächenaktiver Stoff wurde zugegeben. Zur Auffüllung des Volumens auf lü,0 ml wurde Leitungswasser zugesetzt. Diese Lösung wurde anschließend mit Wasser verdünnt, um eine Spritzdosismenge zu erzeugen, die 100 g Wirkstoff pro Hektar äquivalent ist.
In Töpfen und 15 bis 20 cm hohe Baumwollpflanzen wurden auf 2 Blätter zurückgeschnitten und mit einer sich bewegenden Sprühdüse gespritzt. Für jede Behandlung wurden Pflanzen gewählt. Nach dem Spritzen wurden zwei Pflanzen sofort mit 5 Larven infiziert, die übrigen Pflanzen wurden in einer Kammer mit elektrischen Lampenaggregaten, die annähernd Sonnenlicht ergeben, aufbewahrt. Zwei Pflanzen wurden anschließend 1, 2, 4 und 7 Tage nach dem Spritzen aus der Kammer entnommen und mit 5 Larven infiziert« Über die Pflanzen wurden Glasglocken gestülpt, um ein Entweichen uer Larven zu verhindern. 48 Stunden nach der Infektion wurde die prozentuale Mortalität der Larven ermittelt. Die erzielten Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle Il enthalten.
Geprüfte Verbindungen:
A: 3-Formyl~2-nitromethylen-tetrahydro-2H-i #3-thiazin ( Verbindung der Erfindung)
- 13 -
B: 2-Nitromethylen-tetrahydro-2H-l ,3-thiazin (Verbindung von GB-PS 1 576 120)
c: 3~Acetyl~2-nitromethylen-tetrahydro-2H-l,3-thiazin (Verbindung der US-PS 4 052 388)
Tabelle II
Geprüfte Verbindung Prozentuale Mortalität nach 48 Stunden
Tage nach dem Spritzen
0 12 4 7
100 100 100 100 100
100 55 O O O
100 100 50 O O
Die Ergebnisse zeigen, daß alle getesteten Verbindungen alle die Testpflanzen infizierenden Larven sofort nach dem Spritzen abtöteten. 1 Tag nach dem Spritzen konnten jedoch durch den Film auf den Pflanzen, die mit der dem bisherigen Stand der Technik entsprechenden Verbindung behandelt worden waren, nur 55 % der Larven getötet werden; 2 Tage nach dem Spritzen war Verbindung B völlig wirkungslos. 2 Tage nach dem Spritzen wurden durch den Film auf den Pflanzen, die mit dem bisherigen Stand der Technik entsprechenden Verbindung C behandelt worden waren, nur 5U % der Larven getötet, und Verbindung C zeigte 4 Tage nach dem Spritzen keinerlei Wirksamkeit. Im Gegensatz dazu wurden durch die erfindungsgemäße Verbindung noch 7 Tage nach dem Spritzen alle die Pflanzen infizierenden Larven vernichtet.
- 14 -

Claims (4)

  1. E r f indungsansp ruch
    1. Pestizide Zusammensetzung, gekennzeichnet dadurch, daß sie 3~rormyi-2-nitromethylen-tetrahydro-2H-l,3-thiazin und mindestens ein Trägermittel enthält.
  2. 2. Zusammensetzung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß» sie mindestens zwei Trägermittel enthält, von denen wenigstens eines ein oberflächenaktives Mittel ist.
  3. 3. Zusammensetzung nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß sie außerdem eine stabilisierende Menge einer stickstofforganischen Verbindung oder eines Alkalimetallsalzes einer schwachen Säure enthält.
  4. 4. Verfahren zur Bekämpfung von Schädlingen auf einer Stelle, gekennzeichnet dadurch, daß auf die Stelle eine pestizid wirksame Menge einer Zusammensetzung nach einem der Punkte 1 bis 3 oder eine pestizid wirksame Verbindung von 3-s-ormyl-2-nitro-methylen-tetrahydro-2H-l ,3-thiazin aufgebracht wird.
    - 15
DD84260097A 1983-02-17 1984-02-15 Pestizide zusammensetzung DD215002A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB838304387A GB8304387D0 (en) 1983-02-17 1983-02-17 Pesticidal nitromethylene derivative

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD215002A5 true DD215002A5 (de) 1984-10-31

Family

ID=10538133

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD84260097A DD215002A5 (de) 1983-02-17 1984-02-15 Pestizide zusammensetzung

Country Status (30)

Country Link
US (1) US4501742A (de)
EP (1) EP0117577B1 (de)
JP (1) JPS59157078A (de)
KR (1) KR910001132B1 (de)
AT (1) ATE22687T1 (de)
AU (1) AU557764B2 (de)
BR (1) BR8400653A (de)
CA (1) CA1218364A (de)
CS (1) CS240995B2 (de)
DD (1) DD215002A5 (de)
DE (1) DE3460895D1 (de)
DK (1) DK161074C (de)
EG (1) EG17594A (de)
ES (1) ES8506671A1 (de)
FI (1) FI77859C (de)
GB (1) GB8304387D0 (de)
GR (1) GR79502B (de)
HU (1) HU193553B (de)
IE (1) IE56819B1 (de)
IL (1) IL70956A (de)
MW (1) MW584A1 (de)
NO (1) NO161115C (de)
NZ (1) NZ207161A (de)
OA (1) OA07660A (de)
PH (1) PH19215A (de)
PL (1) PL143995B1 (de)
PT (1) PT78105B (de)
TR (1) TR21929A (de)
ZA (1) ZA841102B (de)
ZW (1) ZW2484A1 (de)

Families Citing this family (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS63270607A (ja) * 1987-04-28 1988-11-08 Shionogi & Co Ltd 安定な殺虫組成物および安定化方法
GB8713571D0 (en) * 1987-06-10 1987-07-15 Shell Int Research Nitromethylene heterocyclic compounds
US4923987A (en) * 1988-07-25 1990-05-08 E. I. Du Pont De Nemours And Company Process for the preparation of nitromethylene heterocyclic compounds
WO1990007875A1 (en) * 1989-01-13 1990-07-26 E.I. Du Pont De Nemours And Company Device for killing insects
US8110608B2 (en) 2008-06-05 2012-02-07 Ecolab Usa Inc. Solid form sodium lauryl sulfate (SLS) pesticide composition
US8968757B2 (en) 2010-10-12 2015-03-03 Ecolab Usa Inc. Highly wettable, water dispersible, granules including two pesticides

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4052388A (en) * 1976-10-12 1977-10-04 Shell Oil Company 3-acetyltetrahydro-2-(nitromethylene)-2h-1,3-thiazine

Also Published As

Publication number Publication date
TR21929A (tr) 1985-11-12
DE3460895D1 (de) 1986-11-13
HU193553B (en) 1987-10-28
ZW2484A1 (en) 1984-06-20
EG17594A (en) 1994-11-30
CA1218364A (en) 1987-02-24
US4501742A (en) 1985-02-26
PL246228A1 (en) 1985-06-04
KR840008344A (ko) 1984-12-14
PT78105A (en) 1984-03-01
AU2461384A (en) 1984-08-23
NZ207161A (en) 1986-11-12
ES529736A0 (es) 1985-07-16
FI77859C (fi) 1989-05-10
GB8304387D0 (en) 1983-03-23
IE56819B1 (en) 1991-12-18
DK161074C (da) 1991-11-04
PT78105B (en) 1986-05-20
AU557764B2 (en) 1987-01-08
BR8400653A (pt) 1984-09-25
MW584A1 (en) 1985-06-12
DK71184A (da) 1984-08-18
OA07660A (en) 1985-05-23
IL70956A (en) 1986-12-31
NO161115C (no) 1989-07-05
IL70956A0 (en) 1984-05-31
EP0117577B1 (de) 1986-10-08
FI840609L (fi) 1984-08-18
CS106884A2 (en) 1985-06-13
FI840609A0 (fi) 1984-02-15
NO840218L (no) 1984-08-20
DK161074B (da) 1991-05-27
NO161115B (no) 1989-03-28
GR79502B (de) 1984-10-30
ATE22687T1 (de) 1986-10-15
CS240995B2 (en) 1986-03-13
JPH0579674B2 (de) 1993-11-04
PL143995B1 (en) 1988-04-30
IE840345L (en) 1984-08-17
EP0117577A1 (de) 1984-09-05
KR910001132B1 (ko) 1991-02-25
ES8506671A1 (es) 1985-07-16
FI77859B (fi) 1989-01-31
JPS59157078A (ja) 1984-09-06
DK71184D0 (da) 1984-02-15
ZA841102B (en) 1984-09-26
PH19215A (en) 1986-02-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH621921A5 (de)
EP0306696A1 (de) Substituierte Guanidine
CH644371A5 (de) In 2- und 4-stellung disubstituierte 5-thiazolcarbonsaeuren und deren funktionelle derivate.
DE2603877C2 (de) Oxadiazolinonverbindungen, ihre Herstellung und sie enthaltendes Mittel
CH638223A5 (de) N-((phosphinyl)amino)thio-methylcarbamate bzw. n-((phosphinothioyl)amino)thio-methylcarbamate, verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung in pestiziden.
DE1667979C3 (de) 13-Benzodioxolcarbamate sowie Verfahren zu deren Herstellung und Schädlingsbekämpfungsmittel mit einem Gehalt dieser Verbindungen
DE2619303A1 (de) Neue schwefelhaltige bisformamidine, verfahren zu ihrer herstellung und verwendung derselben sowie diese enthaltende land-, garten- und forstwirtschaftliche chemikalien
DD223907A5 (de) Pestizide zusammensetzungen
DD215002A5 (de) Pestizide zusammensetzung
DE2422977C2 (de) Cyclopropan-carbonsäure-α-cyanbenzylester, Verfahren zu deren Herstellung und diese Verbindungen enthaltende pestizide Mittel
DE69403045T2 (de) Verfahren zur Bekämpfung von Pilzen
DE2941332C2 (de)
CH631721A5 (de) Pflanzenschutzmittel.
DE3035822A1 (de) Akarizide mittel
CH616311A5 (de)
DE2061133A1 (de) Pestizide Verbindung,Verfahren zu ihrer Herstellung und Verwendung
CH506237A (de) Gegebenenfalls substituiertes N,N'-Bis-(carbamoyloxy)-dithiooxalimidat enthaltendes Schädlingsbekämpfungsmittel
DD215001A5 (de) Pestizide zusammensetzung
DE2823355A1 (de) Sulfonamide, verwendung derselben bei der bekaempfung von zu den gliederfuessern gehoerigen schaedlingen und diese enthaltende pestizide mittel
DE1443933B1 (de) Thiocyano-phenyl-isothiocyanata und ihre Verwendung als Schaedlingsbekaempfungsmittel
DE2141227A1 (de) Carbamoyloximverbindungen sowie deren Verwendung
DE3033358C2 (de) Isovaleriansäure-Derivate, Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende insektizide und acarizide Mittel
DE2635967A1 (de) 2-cyanacetamid-derivate und ihre herstellung und anwendung
DD235996A5 (de) Pesticide benzoylharnstoffverbindung
DD236868A5 (de) Mittel zum protahieren der wirkungsdauer und zur erhoehung der selektivitaet von herbiziden zusammensetzungen

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee