DD215041A5 - Verfahren und vorrichtung zum formpressen von profilen konstanten querschnitts aus pflanzlichen kleinteilen - Google Patents

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DD215041A5 DD84260470A DD26047084A DD215041A5 DD 215041 A5 DD215041 A5 DD 215041A5 DD 84260470 A DD84260470 A DD 84260470A DD 26047084 A DD26047084 A DD 26047084A DD 215041 A5 DD215041 A5 DD 215041A5
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Abstract

Das Formpressen von Profilen (15), Riegeln, Formkoerpern o.dgl. aus mit Bindemitteln vermischten pflanzlichen Kleinteilen war deswegen unwirtschaftlich, weil die verhaeltnismaessig kurze Presszeit von der unverhaeltnismaessigen langen Aushaertezeit ueberlagert wurde. Um diesen schlechten Wirkungsgrad ganz wesentlich zu verbessern, schlaegt die Erfindung vor, das fertig gepresste Profil (15) o.dgl. entlang seiner Laengsachse einer Aushaertevorrichtung zuzufuehren, wobei aber die Profile (15) zwischen ihren Pressbacken (3 bis 6) eingespannt bleiben sollen. Diese Pressbacken (3 bis 6) werden alsdann mit dem ausgehaerteten Profil (15) wieder rueckwaerts durch die Presse bewegt und nach dem Loesen der Pressbacken (3 bis 6) ausgestossen. Im Rahmen eines Taktverfahrens koennen die einzelnen Bearbeitungsvorgaenge ohne weiteres aufeinander abgestimmt werden.

Description

15 919 56
Verfahren und Vorrichtung zum Formpressen von Profilen konstanten Querschnitts aus pflanzlichen Kleinteilen
Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren und Vorrichtungen zum Formpressen von Profilen, Riegeln, Formkörpern oder dergleichen aus mit Bindemitteln vermischten pflanzlichen Kleinteilen, insbesondere Holzkleinteilen, die im gepreßten Zustand durch Wärmeeinwirkung ausgehärtet werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen;
Ein Formpreßverfahren dieser Art ist in der DE-OS 30 35 701 angegeben. Danach wird das Profil oder dergleichen in einer Preßform zur Erlangung seiner endgültigen Querschnittsforra gepreßt und durch Wärmeeinwirkung ausgehärtet. Der Preßvorgang ist durchzuführen, solange das Bindemittel noch keine Bindewirkung unter den einzelnen Partikeln der verwendeten Kleinteile herbeiführt.
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Das Problem beim vorbeschriebenen Verfahren besteht lediglich darin, die Aushärtung des fertig gepreßten Formlings bzw. Profils abzuwarten, bevor ein neuer Preßvorgang eingeleitet werden kann« In manchen Fällen ist es auch noch erforderlich« die Preßform zu kühlen, bevor die nächste Pressung vorgenommen werden kann.
Es kommt daher entscheidend darauf an, die Bearbeitungszeit für ein einziges Werkstück so kurz wie möglich zu halten, um die hohen Investitionskosten amortisieren zu können. An diesem Problem sind die meisten Versuche gescheitert» Soweit produktiv© Anlagen erstellt worden sind, arbeiten diese absolut unökonomisch, indem einer besonders großen Investition eine besonders geringe Produktion gegenübersteht»
Aus diesem Grunde haben aus pflanzlichen und mit Bindemitteln vermischten Kleinteilen hergestellte Formpreßerzeugnisse bisher noch keinen nennenswerten Marktanteil gefunden. Am weitesten fortgeschritten ist offenbar die Herstellung von einteiligen * aus pflanzlichen Kleinteilen gepreßten Paletten, für die aber die erwähnten Nachteile im Hinblick auf das Unverhältnis von Investition und Produktion in besonderer Wieisa zutrifft.
Ziel der Erfindung;
Durch die Erfindung werden die aufgezeigten Mangel beseitigt und die Voraussetzung dafür geschaffen, die Produktivität bei der Herstellung von Profilen, Riegeln, Formkörpern oder dergleichen ganz erheblich zu steigern, ohne die Investitionskosten erhöhen zu müssen.
Darlegung des Wesens der Erfindung;
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren der eingangs genannten Art mit der dazugehörigen Vorrichtung zu entwickeln.
Die erfindungsgemäße Lösung dieseijfAufgäbe geht von der OE-OS 30 35 701 aus und besteht darin, daß das in seine endgültige Form gepreßte Profil mit seinen das Profil oder dergleichen umhüllenden Preßbacken entlang seiner Längsachse unter Beibehaltung der Preßendstellung in mindestens eine bewegliche Spannvorrichtung abgeschoben wird/woraufhin die verspannten Profile unter Wärmeeinwirkung ausgehärtet und Preßbacken eines anderen Preßbackensatzes wieder in die Preßstellung der Presse geführt werden.
Der allgemeine Erfindungsgedanke der Erfindung besteht demnach darin, die fertiggepreßten Profile oder dergleichen außerhalb der Presse auszuhärten. Diese Maßnahme mag nicht überraschen, weil es an sich logisch erscheint, die Preßzeit einer Presse nicht durch die Aushärtezeit zu verlängern.
Die Problematik ergibt sich aber dadurch, daß ein gepreßtes Profil, welches die angestrebte hohe Festigkeit aufweisen soll, sich anders verhält als ein aus anderen Ma~ terialien, z.B. Kunststoff, gepreßter Körper, Es hat sich nämlich gezeigt, daß ein aus pflanzlichen Kleinteilen und mit Bindemitteln vermengtes Gemisch sofort an Festigkeit verliert und unter expansiver Wirkung sogar zerbröckeO., wenn es auch nur kurzfristig vorübergehend sich selbst überlassen bleibt. Dieser dem Stand der Technik nicht annehmbaren Kenntnis entsprechend wird beim Gegenstand der Erfindung das fertiggepreßte Profil zusammen mit den die
Profilgebung hervorrufenden Preßbacken der Aushärtung zugeführt, wobei notwendig ist, die Preßbacken im Bereich der Aushärtungszeit nicht zurückweichen zu lassen. Es hat sich ferner gezeigt, daß die dem fertig gepreßten Profil innewohnende Expansionskraft mit der Dauer der Aushärtung in unerwartetem Ausmaß nachläßt, so daß befürchtete Reibungswiderstände in der Phase der Aushärtung der Profile nicht in dem Maße zur Auswirkung kommen, wie man sie eigentlich erwarten müßte.
In den Unteransprüchen sind zahlreiche AusführungsVarianten für den Gegenstand der Erfindung aufgezeigt, deren Vorteile sich aus der nachstehenden Beschreibung ergeben. Einer dieser Vorteile besteht beispielsweise darin, das fertig gepreßte und ausgehärtete Profil wieder auf demselben Weg zurückzuführen, wie ihn der Preßrohling im Zuge der Preßverförmung vorher zurückgelegt hat. Eine solche Maßnahme ist nicht ohne weiteres einzusehen, weil sie scheinbar den Produktionsablauf stören könnt*. Wenn man aber den Takt der Presse und die Aushärtung des gepreßten Profiles aufeinander abstimmt, ergibt sich überraschenderweise eine außerordentliche Beschleunigung der Produktion und Einsparung an konstruktivem Aufwand.
Selbstverständlich bieten sich im Rahmen der Erfindung zahlreiche Varianten an, die nicht erschöpfend aufgeführt werden können. Es ist beispielsweise möglich, das fertiggepreßte Profil mit seinen Preßbacken in Spannstellung kontinuierlich durch eine Aushärteanlage hindurchzuführen, um alsdann die Preßbacken vom Profil zu' lösen und wieder in den Preßraum zurückzuführen.
Es zeigt sich daher, daß die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist, sondern in Kenntnis der erfindungsgemäßen Offenbarung mannigfaltig variiert werden kann.
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Ausführunqsbeispiel:
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch und beispielsweise dargestellt, Es zeigen:
Fig. 1: einen Vertikalschnitt durch eine
Presse zur Erzeugung von Profilen vor Beginn des eigentlichen Preßvorganges,
Fig. 2: einen Vertikalschnitt entsprechend Fig. 1 mit Darstellung der Preßendstellung des Profiles,
Fig. 3: einen Horizontalquerschnitt entlang der Linie III-III in Figur 1 durch die Presse mit anschließender Aushärtevorrichtung,
Fig. 4: einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in Figur 1 durch einen Rollgang,
Fig. 5: einen Schnitt entlang der Linie V-V in Figur 4 durch den Rollgang,
Fig. 6: einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Figur 5 durch den Rollgang,
Fig. 7: einen Vertikalschnitt durch die Presse entsprechend Figur 1 in der Auswurfposition für fertig ausgehärtete Profile,
Fig. 8: einen Vertikalschnitt durch eine Spannvorrichtung entlang der Linie VIII-VIII in Figur 3,
Fig. 9: einen Horizontalschnitt durch eine Ausführungsvariante der Aushärtevorrichtung und
Fig. 10: einen Querschnitt entlang der Linie X-X in Figur 9.
Beim Ausführungsbeispiel der Figur 1 wird von einem innerhalb einer Presse vorgesehenen Preßraum 1 ausgegangen, in den ein Profil-Rohling 2 in nachstehend beschriebener Weise eingeführt wird. Dieser Profil-Rohling 2 besteht aus pflanzlichen Kleinteilen, inbesondere Holzkleinteilen, die mit Bindemitteln vermischt sind. Oie Abbindung dieses Gemisches erfolgt nach der endgültigen Formpressung durch Wärmeeinwirkung.
Aus dem Profil-Rohling 2, der beim Beispiel im Querschnitt Quaderform besitzt, soll ein Profil konstanten Querschnittes, welches beispielsweise als X-Profil 15 angegeben ist, gepreßt werden. Selbstverständlich umfaßt die Erfindung auch andere, im Querschnitt sich verändernde Profile, wie z.B. Tragriegel für Paletten, Stützen, Stäbe, Schienen, Stuhlbeine u» dgl. Im Bereiche des Preßraumes 1 der Presse, deren Bauteile nicht durch gezielte Maßnahmen aufgeheizt zu werden brauchen, befinden sich Preßbacken 3, 4, 5, 6, von denen die Preßbacken 3« 4 den Stegbereich des fertigen Profiles 15 und die Preßbacken 5,6 den Flanschbereich formen. Sämtliche Preßbacken 3 bis
6 umgreifen den Profil-Rohling 2 bzw. das später gebildete fertige Profil 15.
Bevor die Profilierung des fertigen Profiles 15 vorgenommen wird, ist im Ausführungsbeispiel eine Vorpreßmaßnahme vorgesehen· Zu diesem Zweck befinden sich die Preßbacken 3 bis 6 innerhalb des ihnen zugeordneten Führungen
7 in der Figur 1 dargestellten zurückgezogenen Lage.
Mit 8 ist eine Dosiervorrichtung schematisch dargestellt, durch welche das zu verpressende und mit Bindemitteln gemengte Gemisch einem Vorpreßraum zugeführt wird, der in Figur 1 aus Gründen der Verkürzung der Offenbarung nicht dargestellt ist. Eigentlich wird dieser Vorpreßraum durch den Schacht 20 gebildet, der beim Beispiel der Figur 1 sich oberhalb des Preßraumes 1 befindet. Dieser Schacht 20 wird von der Preßleiste 12 und der Gegenpreßleiste 13 begrenzt, deren Abstand durch Huberzeuger 11 veränderlich ist, die zusammen mit der Preßleiste
12 und der Gegenpreßleiste 13 in einem Rahmen 10 zusammengefaßt sind. Man muß sich die Anordnung 10 bis 13 in einer in der Zeichnungsebene nach links verschobenen Stellung vorstellen, wobei der Schacht 20 unter die Dosiervorrichtung δ zu liegen kommt und wobei ferner der Abstand zwischen der Preßleiste 12 und der Gegenpreßleiste
13 auf die Breite der Dosiervorrichtung 8 mit Hilfe der Huberzeuger 11 erweitert ist. Der unter der Dosiervorrichtung 8 somit befindliche Schacht 20 nimmt eine dosierte Menge des erwähnten Gemisches auf, welches zu einem Quader vorgepreßt werden soll, bevor dieser damit gebildete Profil-Rohling 2 in den Preßraum 1 gelangt. Dies kann man auf verschiedene Weise herbeiführen. Man kann beispielsweise den Profil-Rohling 2 unterhalb der Dosiervorrichtung 8 vorpressen und ihn dann in die in Figur 1 gezeigte Stellung vorschieben, Dies setzt dann allerdings die Anordnung eines nicht dargestellten Schiebers zwischen der Dosiervorrichtung 8 und dem Vorpreßwerkzeug 9 voraus· Man kann aber auch das Vorpreßwerkzeug 9, nachdem der erweiterte Schacht 20 ausgefüllt ist, in der Zeichnung der Figur 1 nach rechts verschieben und während dieser Bewegung die Preßleiste 12 der Gegenpreßleiste 13 annähern, wobei die erwähnte Vorpressung beendet ist, sobald die Preßleisten 12, 13 die in Figur 1 dargestellte Stellung erreicht haben. Der Bewegung des
Vorpreßwerkzeuges 9 dient hierzu ein Huberzeuger 14, der auf den Rahmen 10 einwirkt. In diesem Fall ist die Anordnung eines Sperrschiebers zwischen der Dosiervorrichtung 8 und dem Vorpreßwerkzeug 9 entbehrlich.
Im besagten Ausführungsbeispiel wird davon ausgegangen, daß der Schacht 20 aus der Stellung unterhalb der Dosiervorrichtung 8 bis zu der Figur 1 dargestellten Stellung um etwa 2/3 seiner Breite reduziert wird. Daraus ergibt sich eine dementsprechende Vorpressung des in den Schacht 20 eingefüllten Gemisches, wobei allerdings der Grad der Vorpressung nach den Erfordernissen beliebig gewählt werden kann.
In jedem Falle befindet sich der vorgepreßte Profil-Rohling in der in Figur 1 gezeigten Stellung zunächst oberhalb des Preßraumes 1. Wenn man nun den Abstand zwischen der Preßleiste 12 und der Gegenpreßleiste 13 mehr oder weniger vergrößert, kann der Profil-Rohling 2 in den Preßraum 1 gelangen« Dies geschieht entweder durch Schwerkraft oder durch einen Hub« der oberhalb des Profil-Roh-1 lings 2 in Ruhestellung befindlichen Preßbacke 6, die nach unten bewegt wird· Am Ende dieses Vorganges befindet sich der Profil-Rohling 2 in der in Figur 1 gezeigten Stellung innerhalb des Preßraumes 1·
Nun erfolgt eine Preßmaßnahme, wie sie Gegenstand der älteren europäischen Patentanmeldung, Aktenzeichen 82 111 990 ist· Danach hat es sich als zweckmäßig erwiesen, den Profil-Rohling 2 aus verschiedenen Richtungen nacheinander und möglichst wiederholt zu pressen. Bei dem in Figur 1 dargestellten Beispiel empfiljelt es sich jedoch« den Profil-Rohling 2 durch die Preßbacke 5 zunächst so weit anzuheben, daß sich eine Symmetrie zu den seitlichen Preßbacken 3, 4 ergibt. Sobald diese in
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Fig. 1 nicht dargestellte mittlere Lage des Profil-Rohlings 2 erreicht ist, werden zunächst beim Ausführungsbeispiel die Preßbacken 5, 6 gegeneinander bewegt, so daß der Profil-Rohling 2 über seine vertikale Längsachse verdichtet wird. Indem man nachher den Preßdruck dieser Preßbacken 5, 6 reduziert oder lüftet, werden alsdann die seitlichen Preßbacken 3, 4 in den Profil-Rohling 2 eingetrieben, wodurch sich eine Vorverformung im Hinblick auf das fertige Profil 15 ergibt. Oiese seitlichen Preßbacken 3,4 verbleiben alsdann in ihrer Preßstellung, woraufhin die vertikalen Preßbacken 5, 6 erneut auf den Profil-Rohling 2 einwirken, bis dieser die in Fig. 2 dargestellte Form erreicht hat. Möglicherweise kann bei dieser Stellung eine nochmalige Nachverforraung über die Preßbacken 3, 4 erfolgen.
Dieses mehrstufige Preßverfahren kann durchaus in verschiedener Weise variiert werden.
Dieser Preßvorgang kann im Rahmen einer sogenannten Kaltpresse erfolgen. Dies bedeutet, daß die Preßbacken 3 bis 6 nicht besonders aufgeheizt zu werden brauchen« Unter Bezugnahme auf die späteren Ausführungen ergibt sich jedoch, daß es zweckmäßig ist, die Preßbacken 3 bis 6 in einer angewärmten Beschaffenheit einzusetzen, so daß beim Pressen auf den Profil-Rohling 2 bereits Wärme einwirken kann, die aber nicht ohne weiteres zur Abbindung des Bindemittels führen soll.
Das in Fig. 2 dargestellte fertige Profil 15 soll nun entlang seiner Längsachse aus dem Preßraum 1 herausbewegt werden, wobei es im Sinne der Erfindung darauf ankommt, daß die Preßbacken 3 bis 6 dieser Bewegung folgen sollen. Zu diesem Zweck sind die Preßbacken 3 bis 6 an Rollgängen 17 abgestützt, die ihrerseits an Preßstempeln 16 anliegen
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Die Preßstempel 16 werden durch Huberzeuger 18 bewegt. Danach ergibt sich zwischen den Preßbacken 3 bis 6 einerseits und den ihnen zugeordneten Preßstempeln 16 eine Trenhungsebene, die parallel zur Längsachse des Profils 15 sich erstreckt. Dadurch werden die Preßbacken 3 bis 6 in die Lage versetzt, mit dem fertiggepreßten Profil 15 in Richtung dessen Längsachse aus dem Preßraum 1 herausbewegt zu werden. Wie sich spater zeigt, müssen die Preßbacken 3 bis 6 mit den ihnen zugeordneten Preßstempeln 16 in Preßrxchtung formschlüssig und in Längsachsenrichtung des Profiles 15 führend verbunden sein, zu welchem Zwecke das Ausführungsbeispiel der Figur 1 hintergreifende Stege 19 in verschiedener Form zeigt. Bei den Preßbacken 3, 4 sind diese hintergreifenden Stege 19 in Form von Schwalbenschwanzführungen und im Falle der Preßbacken 5, 6 in Form vom hammerkopfförmigen Nutenführungen dargestellt. Damit soll erreicht werden, daß der einzelne Preßstempel 16 in der Lage sein soll, die ihm zugeordnete Preßbacke 3 bis 6 aus der Preßendstellung in die in Figur 1 dargestellte Lage zurück zu fördern. Es liegt auf der Hand, daß derartige hintergreifende Stege 19 in verschiedener Weise ausgestaltet werden können.
Im Ausführungsbeispiel der Figur 3 ist nun gezeigt, wie das im Preßraum 1 in seiner Querschnittsform fertiggestellte Profil 15 entlang seiner Längsachse aus dem Preßraum 1 verschoben und in eine Aushärteanordnung gebracht wird. Diese Aushärfkeanordnung hat den Sinn, das fertige Profil 15 in verspannter Lage aufzunehmen und es auszuhärten, währenddessen in der Presse ein nächster Profil-Rohling 2 zum fertigen Profil.15 verformt wird. Hierzu muß bedacht werden, daß der Takt der Verpressung des Profiles 15 wesentlich kurzer als die Aushärtezeit dieses Profiles dauert. Zu diesem Zweck ist die Aus-
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härtevorrichtung so ausgebildet, daß sie eine Vielzahl von fertiggepreßten Profilen 15 aufnehmen kann.
Wie die Figur 3 zeigt, wird das fertiggepreßte Profil 15 mit seinen Preßbacken 3 bis 6 im Rahmen der Preßendstellung durch einen Huberzeuger 21 entlang seiner Längsachse bewegt, wobei eine Abdrückscheibe 22 des Huberzeugers 21 nicht nur das fertige Profil 15 sondern auch die zugeordneten Preßbacken 3 bis 6 abschiebt. Diese abgeschobene Einheit 3 bis 6, 15 wird nun vom Rollgang 17 dem Rollgang 24 übergeben, der in einer Spannvorrichtung 23 angeordnet ist. Beide Rollgänge 17, 24 fluchten zueinander. Mit dem Begriff "Spannvorrichtung 23" ist ganz allgemein eine Anordnung bezeichnet, welche in der Lage ist, die Preßbacken 3 bis 6 mit dem zwischen ihnen eingespannten fertigen Profil 15 in gespannter Stellung aufzunehmen und der Aushärtung zuzuführen.
Beim Ausführungsbeispiel der Figur 3 befinden sich die Spannvorrichtungen 23 in einem in Figur 8 dargestellten Fahrgestell 50, das entlang von Schienen 25 bewegbar ist, welche sich quer zur Bewegungsrichtung der Huberzeuger 21 erstrecken. Wie später gezeigt wird, läßt sich diese Maßnahme in verschiedener Weise variieren.
Wenn aber, wie in Figur 3 dargestellt, der Preßbackenansatz 3 bis 6 mit dem fertigen Profil 15 durch Huberzeuger 21 vorangeschoben wird, entstehen durch Reibung Reaktionskräfte, die im Falle des Ausführungsbeispieles der Figur 3 durch die Schieber 26, 27 aufgenommen werden. Diese Schieber 26, 27 sind in Stützschienen 28, 29 geführt, die ortsfest angeordnet sind und doppeltem Zweck dienen. Wenn nämlich der Profil-Rohling 2 innerhalb des Preßraumes 1 durch Pressung geformt wird, muß auch dafür Sorge getragen werden/daß die zu verpressende Masse stirnseitig nicht
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auseichen kann. Zu diesem Zwecke dient der Schieber 26, der nach einer Seite den Preßraum 1 stirnseitig abschließt. Andererseits soll dieser Schieber 26 die Bewegung des fertigen Profiles 15 entlang seiner Längsachse gestatten. Aus diesem Grunde weist der Schieber 26 eine Aussparung auf. Durch vertikales Verstellen des Schiebers 26 wird entweder der Preßraum 1 stirnseitig abgeschlossen oder stirnseitig freigegeben. Indem aber das fertiggepreßte Profil 15 mit seinen Preßbacken 3 bis 6 entlang seiner Längsachse verschoben wird, entsteht über den Rollgängen 24 ein axialer Schub, der vom Schieber 27 aufgefangen wird, welcher seinerseits in den Stützschienen 29 geführt ist. Auch dieser Schieber weist eine Aussparung 30 auf, durch welche ein Huberzeuger 31 greifen kann. Dieser Huberzeuger 31 dient mit Hilfe seiner Abdrückscheibe 32 dazu, ein fertig ausgehärtetes Profil 15 mit seinen Preßbacken 3 bis 6 wieder in den Preßraum 1 zurückzuführen, was aber nur eines von mehreren Möglichkeiten darstellt.
Wenn nun die Spannvorrichtung 23 das fertig gepreßte Profil 15 mit seinen Preßbacken 3 bis 6 in Preßendstellung aufgenommen hat, wird sie beim Ausführungsbeispiel der Figur 3 quer zur Längsachse des fertigen Profiles 15 bewegt, um das fertige Profil 15 seiner Aushärtung zuzuführen. Zu diesem Zweck kann innerhalb deijspannvorrichtung 23 Wärme erzeugt oder die Spannvorrichtung 23 durch einen Aushärtekanal geführt werden. Hierzu wird auf die Beschreibung zu Figur 8 hingewiesen.
In den Figuren 4 bis 6 sind beispielsweise Details zur Ausbildung des einzelnen Rollganges 17 (vergleiche Figur 1) gezeigt. Dieser Rollgang besteht aus einzelnen Walzen 34, die untereinander durch Umlaufschuhe 35 distanziert sind. Diese Umlaufschuhe 35 sind in ihrer Raumform bekannt. Beim
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Gegenstand der Erfindung empfihelt es sich, diese aus Stahl zu bilden, weil sie wegen der Aushärtetemperatur widerstandsfähig sein müssen. Innenseitig stützen sich die Walzen 34 an den Preßstempel 16 (vergleiche Figur 1) ab. Außenseitig wirken die Walzen 34 auf die Preßbacken 3 bis 6 ein und erlauben diesen folglich eine rollende Reibung mit geringem Reibungswiderstand. Es erweist sich als zweckmäßig, die Rollgänge 17 als Umlaufrollgänge (vergleiche Figur 1) auszubilden. Zu diesem Zwecke müssen die Umlaufschuhe 35 zueinander gelenkig ausgebildet werden. Im Beispiel der Figur 4 ist das Gelenk 36 symbolisch dargestellt.
Die Beispiele der Figuren 5 und 6 zeigen, daß stirnseitig über die Walzen 34 hinausstehende Ränder der Umlaufschuhe 35 an Führungsleisten 37 des Preßstempels 16 geführt sind, so daß sie nicht in Richtung der Preßbacken 3 bis 6 entweichen können. Die Bildung der Gelenke 36 kann durch entsprechende Formgebungen im Bereiche der Ansätze 38 erfolgen» wie sie beispielsweise bei Armbändern üblich sind. Die Gestaltung solcher Rollgänge 17 ist an sich bekannt, weshalb es keiner näheren Erläuterung bedarf. Wesentlich ist, daß die Walzen 34 untereinander distanzkonstant verbunden , aber ihre Verbindungsmittel gelenkig gestaltet sind. Dadurch ist es möglich, die Rollgänge 17 formschlüssig zu führen und umlaufend zu gestalten.
Das gleiche gilt für die Rollgänge 24, die im Bereiche der Spannstationen 23 angeordnet sind (Figur 3).
Aus Figur 3 ist ferner erkennbar, daß entlang der Schieber 26, 27 sich Führungswände 33 erstrecken, welche den Sinn haben, die Stirnflächen der fertig gepreßten Profile 15 abzudecken, während diese mit Hilfe derjspannvorrichtungen 23 entlang derjschienen 25 bewegt werden. Auf diese Weise
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wird eine stirnseitige Ausdehnung oder Ausbröckelung der fertigen Profile 15 vermieden. Da aber die Profile 15 im Zuge der fortschreitenden Aushärtung schrumpfen, besteht beim seitlichen Versetzen der Spannvorrichtungen 23 nur eine geringfügige Reibung.
Im Beispiel der Figur 7 ist nun eine der Figur 1 vergleichbare Situation der Presse dargestellt, wobei davon ausgegangen wird, daß die fertig ausgehärteten Profile 15 wieder in die in Figur 3 gezeigte Stellung zurückbewegt und über den Huberzeuger 31 mit der Abdrückscheibe 32 rückwärts in den Preßraum 1 zurückgeführt werden.
Sobald die Preßbacken 3 bis 6 den Preßraum 1 wieder erreicht haben, werden die seitlichen Preßbacken 3, 4 in die Ausgangsstellung gemäß Figur 7 zurückbewegt, wodurch das fertig gepreßte Profil 15 den erforderlichen Freiheitsgrad erhält, mit Hilfe der unteren Preßbacke 5 und des zugeordneten Preßstempels 16, 18 in die in Figur 7 dargestellte Lage angehoben zu werden. Dabei gelangt das fertig gepreßte Profil 15 in den Schacht 40, der sich zwischen der Gegenpreßleiste 13 und der Schlußwand 39 befindet. Das Vorpreßwerkzeug 9 ist dabei in die in der Zeichnung nach links verrückte Stellung verschoben. Während nun das Vorpreßwerkzeug 9 in der Zeichnung nach rechts verschoben wird, gelangt einerseits ein vorgepreßter Profil-Rohling 2 in die Stellung des Schachtes 20 oberhalb des Preßraumes 1. Andererseits wird durch die gleiche Bewegung das nach oben angehobene fertige Profil 15 nach der Seite in die in Figur 7 gezeigte Stellung verschoben. In dieser Stellung greift ein Kolben 43 mit einer stirnseitigen Platte 44 (oder mehrere) durch entsprechende Bohrungen 42 des Schiebers 41 hindurch und stoßen das fertig gepreßte Profil aus dem Schacht 40 in Richtung des Pfeiles 46 aus. Der Kolben 43 ist hierbei mit einem Huberzeuger 45 verbunden, der beispielsweise an der Führung 7 angeflanscht sein kann.
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Die Bohrungen 42 sind entsprechend dem Hub des Schiebers 41 größer als die Kolben 43 ausgebildet. Bei dem Ausstoßen des fertigen Profiles 15 mit seinen Preßbacken 3 bis 6 gemäß Figur 3 muß erwartet werden, daß die Spannvorrichtung 23 nicht genau fluchtet. Zu diesem Zwecke ist die Spannvorrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figur 8 allseitig federnd ausgebildet. Hierzu wird ein Spannrahmen 47 verwendet (vergleiche Figur 8}, der die stirnseitig abgeschobene Einheit 3 bis 6, 15 aufnimmt, Um aber diesen Spannrahmen 47 fluchtend zur Längsachse des ausgestoßenen Profiles 15 zu machen, ist dieser über Federn 51 an einem Fahrgestell 50 abgestützt, wobei zwischen dem Spannrahmen 47 und dem Fahrgestell 50 sich eine Isolierung 48 und eine umlaufende Außenwand 49 befindet. Innerhalb des Spannrahmens 47 sind Heizungskörper 52 angeordnet« welche die Aufgabe haben« die Aushärtung des im Spannrahmen 47 aufgenommenen Profiles 15 auszuführen, Auch die Spannvorrichtung 23 weist Rollgänge 24 (vergleiche Figur 3) auf.
Wenn nun eine Spannvorrichtung 23 ein fertig gepreßtes Profil 15 mit seinen Preßbacken 3 bis 6 aufgenommen hat, wird das Fahrgestell 50 querbewegt, so daß eine neue Spannvorrichtung 23 stirnseitig vor dem Preßraum 1 zu liegen kommt. Demnach können eine Mehrzahl derartiger Spannvorrichtungen 23 solche fertig gepreßten Profile 15 aufnhemen und sie derJAushärtung zuführen. Sobald aber ein Profil 15 ausgehärtet ist, wird dessen Spannvorrichtung 23 wieder vor den Preßraum 1 gemäß Figur 3 bewegt, so daß der Huberzeuger 31 mit seiner Abdrückscheibe 32 die Einheit 2 bis 6 und 15 wieder in den Preßraum 1 zurückschieben kann. Von dort erfolgt die Ausstoßbewegung des fertigen Profiles 15 im Sinne der Darstellung gemäß Figur 7.
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Es liegt auf der Hand, daß das Fahrgestell 50 gemäß Figur 8 auch in mehrere Fahrgestelle unterteilt werden kann, wobei es möglich ist, diese einzelnen Fahrgestelle in Aushärteöfen zu fördern und diese nach erfolgter Aushärtung der Profile 15 zurückzuholen.
Eine Variante zu den Figuren 3 und 8 ergibt sich aus den Figuren 9 und 10. Danach wird die aus den Preßbacken 3 bis 6 und dem fertig gepreßten Profil 15 bestehende Einheit in einen umlaufenden Rollgang 53 abgeschoben, der an Rollgangsbetten 54 abgestützt ist. Dieser Rollgang 53 kann sich beispielsweise innerhalb eines Aushärtekanales 55 befinden.
Um die Reibung zwischen den Rollgängen 53 und dem ausgestoßenen Komplex 3 bis 6, 15 zu vermindern, können gemäß Figur 10 die Preßbacken 3 bis 6 mit Zahnkränzen 56 versehen sein, auf welche Zahnräder 57 einwirken, wovon mehrere innerhalb des Aushärtekanals 55 angeordnet seih können.
Bei dieser Ausführungsvariante besteht das Problem, die Preßbacken 3 bis 6 wieder in den Preßraum 1 zurückzuführen. Dies kann durch an sich bekannte Fördergänge erfolgen. Es ist aber auch möglich, das fertig gepreßte Profil 15 ohne Verschiebung der Preßbacken 3 bis 6 in den Rollgang 53 abzuschieben, wobei die Rollgänge 53 durch passend ausgebildete Preßbacken gestaltet sind, die sich endlos im Kreis bewegen und gemeinsam eine Arbeitsstecke bilden, in der das ausgestoßene fertige Profil 15 eingespannt ausgehärtet wird. Derartige Anlagen sind aus der Fertigung von Kunststoff-Wellrohren bekannt.
Die Festigkeit des im Rahmen der Ausführungsbeispiele hergestellten Profiles 15 hängt wesentlich davon ab, wie die Kleinteile in ihrer Struktur im Bereiche des Preß-
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raumes 1 gerichtet sind. Diese Ausrichtung der Kleinteile wird bereits innerhalb der Übergabe von der Dosiervorrichtung 8 gemäß Figur 1 in den Schacht 20 herbeigeführt. Die Erfindung geht davon aus, daß bevorzugt parallel zur Längsachse des Profiles 15 ausgerichtete Kleinteile gepreßt werden sollen. Wie dies erreicht werden kann, ist Gegenstand einer anderen Erfindung.
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Claims (17)

  1. Erfindungsanspruch
    1. Verfahren zum Formpressen von Profilen, Riegeln, Formkörpern o. dgl, aus mit Bindemitteln vermischten pflanzlichen Kleinteilen, insbesondere Holzkleinteilen, die im gepreßten Zustand durch Wärmeeinwirkung ausgehärtet werden, gekennzeichnet dadurch, daß das in seine endgültige Form gepreßte Profil o. dgl. mit seinen das Profil umhüllenden Preßbacken entlang seiner Längsachse unter Beibehaltung der Preßendstellung in mindestens eine bewegliche Spannvorrichtung abgeschoben wird, woraufhin die verspannten Profile unter Wärmeeinwirkung ausgehärtet, während Preßbacken eines anderen Preßbackensatzes in die Preßstellung der Presse geführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Zuführung des anderen Preßbackensatzes entgegengesetzt zur Ausstoßrichtung für das fertig gepreßte, aber noch nicht ausgehärtete Profil aus der Presse erfolgt,.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Preßbackensatz mit dem ausgehärteten Profil unter Aufrechterhaltung der Preßendstellung wieder in die Presse zurückgeführt wird und erst dort die Preßbacken vom Profil gelöst werden, woraufhin das fertige Profil ausgestoßen wird, bevor ein neuer Profilrohling in den Preßraum gelangt.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder einem der folgende, bestehend aus einer mit mehreren Preßbacken ausgerüsteten Presse, die aus verschiedenen Richtungen gleichzeitig oder nacheinander und gegebenenfalls wiederholt auf einen im Preßraum befind-
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    lichen Rohling zur Erzeugung eines Profils, Riegels, Formkörpers oder dgl. aus mit Bindemitteln vermischten pflanzlichen Kleinteilen einwirken, gekennzeichnet dadurch, daß die einzelne Preßbacke (3, 4, 5, 6) parallel zur Profillängsachse geteilt ausgebildet ist, wobei der dem Profil (2, 15) zugekehrte Teil (3, 4, 5, 6) mit dem anderen, den Preßhub und Preßdruck erzeugenden Teil (16) in Preßrichtung forschtüssig (19), aber entlang der Teilungsebene beweglich (17) geführt verbunden ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Führung zwischen den beiden Teilen (3, 4, 5, 6 und 16) der Preßbacke durch einen an den Preßhub und Preßdruck erzeugenden Teil (16) gelagerten Rollgang (17), vorzugsweise Rollumlaufgang gebildet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch, daß der Rollgang (17) parallel und distanziert zueinander angeordnete Walzen (34) aufweist, zwischen denen Umlaufschuhe (35) aus Metall sich befinden, deren über die Walzenstirnflächen hinausragende Ansätze (38) untereinander gelenkig verbunden sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder folgenden, gekennzeichnet dadurch, daß die formschlüssige Verbindung beider Preßbackenteile (3, 4, 5, 6 und 16) durch einander in Preßrichtung hintergreifender Stege (19), beispielsweise Schwalbenschwanzführung, gebildet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder folgenden, gekennzeichnet dadurch, daß die Preßbacken (3, 4, 5, 6) über Magnete an den sie führenden Teilen (16) in und entgegengesetzt zur Preßrichtung gehalten sind.
    - 20 -
  9. 9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, bestehend aus einer mit mehreren Preßbacken ausgerüsteten Presse, die aus verschiedenen Richtungen gleichzeitig oder nacheinander und gegebenenfalls wiederholt auf einen im Preßraum befindlichen Rohling zur Erzeugung eines Profils, Riegels, Formkörpers o. dgl. aus mit Bindemitteln vermischten pflanzlichen Kleinteilen einwirken, gekennzeichnet dadurch, daß im Anschluß an eine Presse vorzugsweise quer zur Ausstoßrichtung der Presse bewegliche Spannvorrichtungen (23) für die Aufnahme des gepreßten Profils (15) o. dgl. und der dieses Profil in Preßendstellung umgreifenden Preßbacken (3, 4, 5, 6) vorgesehen sind, die Rollgänge (24) insbesondere Rollumlaufgänge zur Übernahme der Preßbacken (3, 4, 5, 6) unter Aufrechterhaltung der Preßendstellung aufweisen.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet dadurch, daß die Spannvorrichtung (23) mit Heizelementen (52) versehen
    Sind. ' ΐν..;;;:;;,.,-
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet dadurch, daß die Spannvorrichtung (23) in einem beweglichen Rahmen, z.B. Fahrgestell (50), allseitig abgefedert (51) angeordnet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder folgenden, gekennzeichnet dadurch, daß mehrere Spannvorrichtungen (23) vorgesehen und in eine Aushärteeinrichtung gesteuert bewegbar und rückführbar sind.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder folgenden, gekennzeichnet dadurch, daß der Presse in Ausstoßrichtung distanziert gegenüberliegend ein Hubeleraent (31) angeordnet ist, das ausgehärtete Profile (15) mit ihren Preßbacken (3, 4, 5, 6) aus der Spannvorrichtung (23) in den Preßraum (1) der Presse zurückschiebt.
    - 21 -
  14. 14. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, bestehend aus einer mit mehreren Preßbacken ausgerüsteten Presse, die aus verschiedenen Richtungen gleichzeitig oder nacheinander und gegebenenfalls wiederholt auf einen ira Preßraum befindlichen Rohling zur Erzeugung eines Profils, Riegels, Formkörpers o. dgl. aus mit Bindemitteln vermischten pflanzlichen Kleinteilen einwirken, gekennzeichnet dadurch, daß oberhalb des Preßraumes (1) der Presse ein Einführ- und Ausstoßschacht (20, 40) vorgesehen ist, durch den ein vorgepreßter Profil-Rohling (2) abwärts und ein fertig gepreßtes Profil (15) o. dgl. aufwärts bewegbar ist. ·
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet dadurch, daß der Schacht (20, 40) Bestandteil einer als Rahmen (10) ausgebildeten Vorrichtung zum Vorpressen des Profilrohlings (2) ist, die seitlich bewegbar sowie als Abschiebevorrichtung (13) für fertig gepreßte Profile (15) o. dgl. vorgesehen ist.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß im Anschluß an die Presse ein beheizter umlaufender Rollgang (53) vorgesehen ist, durch den die fertig gepreßten Profile (15) mit ihren in Preßendstellung verbleibenden Preßbacken (3, 4, 5, 6) geführt sind.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, gekennzeichnet dadurch, daß die Preßbacken (3, 4, 5, 6) Zahnkränze (56) aufweisen, auf die im Rollgangbereich (53, 54) gelagerte angetriebene Zahnräder (57) einwirken.
    - Hierzu 7 Blatt Zeichnungen -
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