DD215449A1 - Antriebsanordnung fuer die seitenschneidwerke eines getreideschneidwerkes - Google Patents
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Abstract
Die Antriebsanordnung fuer die Seitenschneidwerke eines Getreideschneidwerkes, insbesondere fuer Anbauschneidwerke zur Ernte von Sonderkulturen wie Raps und dgl. Es wird bezweckt, die Seitenschneidwerke auf kuerzestem Wege mit einer konstruktiv einfachen Loesung ohne zusaetzliche Antriebsquellen anzutreiben. Dies wird erreicht, indem auf beiden Enden einer Haspelwelle (16) Koppeln (15) gelagert und anderenendes an Messerbalken (13) angeordnet sind. Ueber kraftschluessige auf der Haspelwelle (16) befestigte Antriebsscheiben (19), sowie ueber auf den Koppeln (15) gelagerte Zwischentriebe (20) und an Kurbelscheiben (21) angelenkte Schubstangen (22), sind in den Messerbalken (13) gefuehrte Maehmesser (18) antreibbar. Die Messerbalken (13) sind in Halterungen (14) starr oder in Lagerungen (17) bewegbar an beiden Seitenteilen(11)des Schneidwerkes (2)angeordnet. Bei starren angeordneten Messerbalken (13) sind die Haspelarme (4) frei in ihren Horizontalfuehrungen (5) bewegbar. Bei bewegbar angeordneten Messerbalken (13) werden die Haspelarme (4) ueber Anschlaege (6) und einen Hubzylinder (7) gesteuert in den Horizontalfuehrungen (5) bewegt.
Description
Titel der Erfindung
Antriebs anordnung für die Seitenschneidwerke eines Getreideschneidwerkes ;
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Antriebsanordnung für die Seitenschneidwerke eines Getreidesclaneidwerkes, insbesondere für ein Anbauschneidwerk, welch.es für die Rapsernte vor dem Örginalschneidwerk anbringbar ist und an den Bestandsgrenzen eine saubere, verlustarme Trennung des Erntegutes ermöglicht,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Mit den allgemein bekannten .Getreideschneidwerken lassen sich die meisten Getreidearten mit einem vor den Seitenteilen des Schneidwerkes angeordneten Halmteiler einwand- frei und ohne Ernteverluste an der Bestandsgrenze trennen. Bei Sonderkulturen wie Raps, Erbsen und dgl. führt diese sogenannte positive Bestandstrennung durch den Halmteiler zu nicht vertretbaren Ernteverlusten. Zur Vermeidung dieser Ernteverluste werden für derartige Sonderkulturen spezielle Schneidwerke mit aktiven Trenneinrichtungen verwendet. Diese Trenneinrichtungen bestehen größtenteils aus vertikal an den Vorderkanten der Seitenteile des Schneidwerkes, oder des Schneidvorsatzes angeordneten Messerklingenscianeidwerken, von denen jedes mit "einem feststehenden und einem bewegbaren Mähmesser ausgestattet ist. Diese Vertikalschneidwerke werden
als Zusatzeinrichtung links und rechts an den Stirnseiten der Seitenteile angebaut. Auf Grund u.er beschriebenen funktionsbedingten stirnseitigen Anordnung, erfordert der Antrieb dieser Vertikalschneidwerke einen großen Bauaufwand und verursacht zusätzliche Kosten.
So sind Vertikalschneidwerke bekannt, bei denen ein mechanischer Mähmesserantrieb vorgesehen ist. (Zum Beispiel Mähdrescher M 132 Pa. Fiat - Someca oder Mähdrescher M 2385 Pa. Deutz - Pahr).
Hinter dem Schneidwerkstrog ist eine zusätzliche über Hülltriebe vom Grundgerät aus antreibbare Querwelle angeordnet. Zur Erzeugung der oszillierenden Messerbewegung sind an den beidseitigen Enden der Querwelle Taumelscheiben-, Schubkurbel-, Schwingkurbel oder Exenterantriebe angebracht.
Beidseitig von den Enden der Querwelle bis zu den Vertikalachneidwerken geführte Antriebsstangen oder -schienen übertragen über zwischengeschaltete Winkelhebel und dgl. die oszillierende Bewegung auf die in vertikaler Ebene bewegbaren Mähmesser. Alle diese beidseitig angeordneten sich ständig bewegenden Antriebs- und Übertragungselemente müssen wegen Versehmutzungs- und Unfallgefahren allseitig mit Schutzvorrichtungen verkleidet werden. Diese bekannten Lösungen besitzen den Nachteil, daß durch eine sehr materialintensive Bauweise eine wesentliche Masseerhöhung am Schneidwerk zu verzeichnen ist. Es sind viele bewegbare Bauteile erforderlich und somit viele Gelenk- und Lagerstellen vorhanden. Es muß ein separater Antrieb vom Grundgerät auf die hinter dem Schneidwerkstrog gelagerte Querwelle geführt werden. Die sich bewegenden Bauteile1 müssen abgedeckt werden, so daß sich die Schutzvorrichtungen auf beiden Seitenteilen von der Querwelle bis zu den Vertikalschneidwerken erstrecken.
Es sind auch Vertikalschneidwerke bekannt, bei denen der Antrieb der Mähmesser elektrisch oder hydraulisch erfolgt.
(Zum Beispiel Rapsernter Pa. Mörtl und Schneidwerksverlängerung Pa. Sperry - New Holland) Die Vertikalschneidwerke sind vorzugsweise mit Doppelmes-
serbalken bestückt. Der Antrieb der Doppelmeaaer erfolgt über direkt angeflanschte Elektro- oder Hydromotore. Bei hydrostatisch betriebenen'Bodenschneidwerk ist es bekannt, vom geschlossenen Ölbad-Taumelgetriebe, die senkrecht stehenden Mähmesser über Messerschwingen direkt anzutreiben. t . Bei Verwendung eines Messerantriebes mit Elektromotor entsteht der Nachteil, daß neben der Installation eine3 zu- - aätzlichen Generators und der Antriebselemente, entabrechende Elektromotore und dazu abgestimmte Untersetzungsgetriebe erforderlich sind. Die hydraulisch angetriebenen Vertikalschneidwerke besitzen den Hachteil, daß die Verwendung von Hydromotoren nur möglich ist, wenn das hydrostatisch betriebene Grundgerät die entsprechenden Reserven besitzt. In den meisten Fällen sind für zusätzliche Hydraulikantriebe keine An^chlußmöglichkeiten gegeben oder die Grundgeräte besitzen überhaupt keine Hydraulikanlage.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, eine Antriebsanordnung für die Seitenschneidwerke eines Getreideschneidwerkes zu schaffen, welche mit einer konstruktiv einfachen und materialsparenden Lösung einen gleichmäßigen, kontinuierlichen Mähmesserantrieb ermöglicht. ]
Darlegung des-Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Antriebsanordnung für die Seitenschneidwerke eines Getreideschneidwerkes ohne zusätzlicher vom Grundgerät abgeleiteter Antriebe so zu gestalten, daß der Antrieb unter Ausnutzung bereits vorhandener Antriebsmittel, insbesondere für die Ernte von Sonderkulturen wie Raps und dgl. verwendbar ist.
Erfindungagemäß wird diea dadurch, erreicht, daß auf beiden Enden einer Haspelwelle Koppeln gelagert und anderenendes an Measerbalken der Schneidwerke angelenkt sind, wobei aber 'kraftschlüssig .auf der Haspelwelle befestigte Antriebsscheiben, sowie über auf den Schwingannen gelagerte Zwischentriebe und an Kurbelscheiben angelenkte Schubatangen in den Messerbalken geführte Mähmesser antreibbar sind. Die Haspelarme sind einmal, bei in Halterungen starr an den beiden Seitenteilen des Schneidwerks befestigten Messerbalken, in
10, ihren Horizontalführungen frei bewegbar. Bei einer veränderten Ausführung sind die Haspelarme, bei in Lagerungen bewegbar an den beiden Seitenteilen des Schneidwerkes angelenkten Messerbalken, über Anschläge und einen Hubzylinder in ihren Horizontalführunge'n steuerbar bewegbar. Die auf beiden Enden der Haapelwelle angeordneten Antriebsscheiben, sowie die zu den Kurbelscheiben führenden Zwischentriebe sind als Riemen- bzw. Kettentrieb oder als Stirnradgetriebe ausgebildet
Die erfindungsgemäSe Lösung bringt den Vorteil, daß bei kürzestem Weg der Antriebsübertragung eine kompakte und trotzdem materialsparende Bauweise mit wenigen und relativ leicht abdeckbaren bewegbaren Bauteilen geschaffen wurde. Die Antriebsführung liegt oberhalb der Bestandsgrenze, ao daß kaum Schüttelverluste und Wichelerscheinungen auftreten.können. Die Verachmutzungagefahr ist geringer als bei den in Bodennähe angeordneten Antriebsanordnungen. Der An- und Abbau der beidseitig an der Haapelwelle angeordneten Antriebaeinheiten ist relativ einfach. Eine Umrüstung ist ohne körperlichen Aufwand in kurzer Zeit realisierbar. Es werden keine besonderen Antriebsquellen benötigt. Die Gesell windigkeit der Mähmesser ist über die Regulierung der Haapeldrehzahl vom Grundgerät aus einstellbar.
Auaführungsbeispiel
'. · -·. ' ' . . ;
Die Erfindung aoll nachstehend an einem Ausführangabeispiel näher erläutert werden.
In den dazugehörigen Zeichnungen zeigeni
Fig. 1: eine Seitenansicht der Antriebaordnung mit starr
angeordneten Messerbalken j Pig. 2: eine Ansicht nach Fig. 1 mit bewegbar angeordneten Messerbalken, Fig. 3:, eine Draufsicht nach. Pig. 1.
Ein am Grundgerät 1 angeordnetes Schneidwerk 2 ist mit einer vom Grundgerät 1 antreibbaren Haspel 3 ausgestattet. Die Haspel 3 ist an ihren Haspelarmen 4 in Horizontalführungen 5 aufgenommen und über Anschläge 6 von einen Hubzylinder 7 in horizontaler Ebene bewegbar. Die Horizontalführungen 5 sind auf Tragarmen 8 angebracht, in Drehgelenken 9 gelagert und mittels Hubzylinder 10 in vertikaler Ebene zu bewegen. An beiden Stirnseiten der Seitenteile 11 des Schneidwerkes 2 sind in vertikaler Ebene arbeitende Seitenschneidwerke 12, entweder starr oder bewegbar anbringbar. Einmal sind die Seitenschneidwerke 12, wie in Fig. 1 dargestellt, mit ihren Messerbalken 13 in vertikaler Ebene in Halterungen 14 starr mit den Seitenteilen 11 verbunden. ' Bei, dieser Ausführung sind die mit den Haspelarmen 4 verbundenen Anschläge 6 von diesen gelöst und der Hubzylinder 7 ist nicht mehr in Eingriff, so daß die Haspelarme 4 in den Horizontalführungen 5 frei bewegbar sind. An den Enden der vertikal nach oben weisenden Messerbalken 13 sind Koppeln 15 angelenkt, die anderenendes auf den beidseitigen Enden einer Haspelwelle 16 gelagert sind. Bei einer vom Hubzylinder 10 ausgelösten Vertika!U>ewegung des Tragarmes 8* können sich die Haspelarme 4 ungehindert in den Horizontalführungen 5 bewegen. Das heißt, bei einer Tertikalbewegung der Haspel 3 ändert sich die horizontale Lage geringfügig mit.
Bei einem weiteren in Fig. 2 dargestellten .Ausführungsbeispiel sind die Seitenschneidwerke 12 in an den Seitenteilen 11 angebrachten Lagerungen 17 bewegbar aufgenommen.
Bei dieser Ausführung bleiben die Haspelarme 4 mit den Anschlägen 6 und den Hubzylinder 7 verbunden. Eine horizontale - oder vertikale Bewegung der Haspelarme 4 wird über .
Claims (4)
- Er f indunga ana pr uch1. Antriebsanordnung für die Seitenachneidwerke eines Ge-.,treideschne~idwerk.es mit vertikal und horizontal verstellbarer-Haspel, insbesondere für Anbauschneidwerke mit an den Stirnseiten der Seitenteile in vertikaler. Ebene angeordneten Seitenachneidwerken, dadurch gekennzeichnet» daß -auf beiden Enden einer Haspelwelle (16) Koppeln (15) gelagert und anderenendea an Meaaerbalken (13) der Seitenschneidwerke (12) angelenkt sind, wobei über kraftschlüssig auf der Haspelwelle (16) befestigte Antriebsscheiben (19), sowie über auf den Schwingärmen (15) gelagerte Zwischentriebe (20) und an Kurbelscheiben (21) angelenkte Schubstangen (22) in den Messerbalken (13) geführte Mähmesser (18) antreibbar sind.
- 2. Antriebsanordnung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haspelarme (:4), bei iri Halterungen (14) starr an den beiden Seitenteilen (11) dea Schneidwerkea (12) befestigten Messerbalken (13), in ihren Horizontalführungen(5) frei bewegbar sind. ;
- 3. Antriebsanordnung'nach Punkt 1 und 2, dadurch gekenn-ν zeichnet, daß die Haspelarme (4), bei in Lagerungen (17) bewegbar an den beiden Seitenteilen (11) dea Schneid-Werkes (2) angelenkten Messerbalken (13), über Anschläge(6) und einen Hubzylinder (7) in ihren Horizontalführungen (5) steuerbar bewegbar sind.
- 4. Antriebsanordnung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf beiden Enden der Haspelwelle (16) angeordneten Antriebsacheiben (19), sowie die zu den Kurbelscheiben (21) führenden Zwischentriebe (20) als Riemenbzw. Kettentriebe oder ala Stirnradgetriebe ausgebildet sind.- Hierzu-3 Blatt Zeichnungen - :die Koppeln 15 und die im oberen Bereich, bewegbaren Seiten-achneidwerke 12 ausgeglichen, weil die Seitenachneidwerke.12 bei einer Verstellung der Haspel 3 um ihre an den Seitenteilen 11 befestigten Lagerungen 17 schwenkbar sind. Von der Haspelwelle 16, die in bekannter Weise von einem Antriebsmittel vom Grundgerät 1 aus antreibbar ist, werden die Antriebe für die in den Messerbalken 13 aufgenommenen Mähmesser 18 abgeleitet. Für diesen Zweck sind beidseitig auf der Haspelwelle 1b, außerhalb der Koppeln 15, Antriebsscheiben 19 befestigt. Von den Antriebsscheiben 19 sind, über auf Aen Koppeln 15 gelagerte Zwischentriebe 20, beidseitig angeordnete Kurbelscheiben 21 und von diesen über angelenkte Schubstangen 22, die in den Messerbalken 13 der Seitenschneidwerke 12 geführten Mähmesser 18 antreibbar.Im vorliegenden Ausführungsbeispiel und in den dazugehörigen Zeichnungen ist nur,eine Seite der Antriebsanordnung beschrieben und -dargestellt, weil sich die gegenüberliegende Antriebsanordnung spiegelbildlich deckt.
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2647276A1 (de) | 2012-04-05 | 2013-10-09 | Deere & Company | Kopf- und Halmteilermesser |
| DE102013003970A1 (de) * | 2013-03-08 | 2014-09-11 | Claas Saulgau Gmbh | Maisgebiss für einen Feldhäcksler und Feldhäcksler mit einem solchen Maisgebiss |
| DE202016100325U1 (de) * | 2016-01-25 | 2017-04-27 | Zürn Harvesting Gmbh & Co. Kg | Seitentrenner |
-
1983
- 1983-05-24 DD DD25118183A patent/DD215449A1/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP2647276A1 (de) | 2012-04-05 | 2013-10-09 | Deere & Company | Kopf- und Halmteilermesser |
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| DE102013003970B4 (de) * | 2013-03-08 | 2015-12-24 | Claas Saulgau Gmbh | Maisgebiss für einen Feldhäcksler und Feldhäcksler mit einem solchen Maisgebiss |
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