DD218132A1 - Verfahren zur herstellung einer zweilagigen bituminoesen dachhaut - Google Patents

Verfahren zur herstellung einer zweilagigen bituminoesen dachhaut Download PDF

Info

Publication number
DD218132A1
DD218132A1 DD25390683A DD25390683A DD218132A1 DD 218132 A1 DD218132 A1 DD 218132A1 DD 25390683 A DD25390683 A DD 25390683A DD 25390683 A DD25390683 A DD 25390683A DD 218132 A1 DD218132 A1 DD 218132A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
item
bitumendachbahn
roofing
roof skin
substrate
Prior art date
Application number
DD25390683A
Other languages
English (en)
Inventor
Klaus Gruenert
Johannes Haehle
Guenter Franik
Gerhard Brockmeier
Ernst-Wilhelm Weber
Original Assignee
Inst F Bauelemente U Faserbaus
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Inst F Bauelemente U Faserbaus filed Critical Inst F Bauelemente U Faserbaus
Priority to DD25390683A priority Critical patent/DD218132A1/de
Publication of DD218132A1 publication Critical patent/DD218132A1/de

Links

Landscapes

  • Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer zweilagigen bituminoesen Dachhaut. Die Erfindung wird angewendet bei der Dachdeckung von Flachdaechern mit einer Neigung bis 15 %, vorzugsweise auf Waermedaemmstoff, im Industrie-, Wohnungs- und Gesellschaftsbau. Die Erfindung verfolgt das Ziel, in einem rationellen Verfahren der Dachdeckung unter Einsparung von Bitumen die wartungsfreie Standzeit einer Dachhaut zu verlaengern, insbesondere durch die Reduzierung der Uebertragung der die Rissbildung verursachenden Heissdehnungskraefte. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die Herstellung der bituminoesen Dachhaut aus zwei speziellen Lagen bituminoeser Dachbahnen erfolgt, wobei eine Vollflaechigkeit der Verklebung der Dachhaut mit dem Untergrund besonders im Bereich von Stossfugen vermieden wird. Dadurch wird gegenueber herkoemmlichen Verfahren zur Ausbildung einer vollflaechig verklebten und relativ starren Dachhaut die Uebertragung von Reiss- und Dehnungskraeften aus dem Untergrund, welche die Rissbildung verursachen, reduziert.

Description

a) Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung einer zweilagigen bituminösen Dachhaut
b) Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung wird angewendet bei der Dachdeckung von Flachdächern mit einer Neigung bis 15 %» vorzugsweise auf Wärmedämmstoff, im Industrie-, Wohnungs- und Gesellschaftsbau«
c) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt sind drei- oder vierlagige Dachdeckungen auf Wärmedämmstoff, bestehend aus herkömmliehen bituminösen Bahnen (Dachpappe) und/oder Textildachbelag bzw. Glasvliesdachbelag.
Diese Bahnen werden im Bürstenstreich- oder Gießverfahren mittels Heißklebebitumen vollflächig mit dem Wärmedämmstoff und untereinander verklebt.
Die Schrumpferecheinungen im Wärmedämmstoff und die relativ starre vollflächige Klebeverbindung mit den darüberliegenden herkömmlichen und wenig flexiblen
bituminösen Bahnen haben zur Folge, daß beim Bitumendämmdach schon innerhalb einer Standzeit von 1 bis 3 Jahren die Fugenzonen zwischen den Dämmstoffplatten deutlich durch Risse in der Dachhaut markiert werden.
Doch bereits Haarrisse bewirken bei Verwendung von Dachpappe eine Beeinträchtigung der Funktionssicherheit der gesamten Dämmdeckung. Bei feuchter Witterung oder beim Wechsel zwischen Frost- und Tauwetter kann dann zu diesen Schadstellen, verstärkt durch kapilare Kräfte, über die Fasern der Pappeinlagen die Feuchtigkeit in die Dachhaut eindringen und die zerstörenden Quellenerscheinungen und Verrottungsprozesse auslösen.
d) Ziel der Erfindung
Die Erfindung verfolgt das Ziel, in einem rationellen Verfahren der Dachdeckung unter Einsparung von Bitumen die wartungsfreie Standzeit einer Dachhaut zu verlängern, insbesondere durch die Reduzierung der Übertragung der die Rißbildung verursachenden Reißdehnungskräfte.
e) Darlegung des Wesens der Erfindung
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Herstellung einer bituminösen Dachhaut im Flachdachbereich bis zu 15 % Dachneigung, vorzugsweise auf Wärmedämmstoffen, aus zwei speziellen Lagen bituminöser Dachbahnen erfolgt, wobei eine Vo11flächigkeit der Verklebung der Dachhaut mit dem Untergrund besonders im Bereich von Stoßfugen vermieden wird. Dadurch wird gegenüber'herkömmlichen Verfahren zur Ausbildung einer vollflä'chig verklebten und relativ starren Dachhaut die Übertragung von Reiß- und Dehnungskräften aus dem
Untergrund, welche die Rißbildung verursachen, reduziert. ;
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß nacheinander oder in einem Arbeitsechritt eine zweilagige bituminöse Dachhaut hergestellt wird, wobei
- die erste untere Lage eine punktweise zu verklebende Bituraendaohbahn, unterseitig möglichst grob beetreut, oberseitig fein besandet oder mit anderen geeigneten Stoffen gegen vorzeitiges und unbeabsichtigtes Verkleben der Oberflächen geschützt, auf der Basis von vorzugsweise Lochglasvlies darstellt,
-die zweite obere Lage eine schwere aufschmelzbare Bitumendachbahn, oberflächenfertig mit mineralischer oder anderer geeigneter Schutzschicht gegen Witterungseinflüsse, auf der Basis einer hochreißfesten, verrottungsfesten Trägereinlage, z. B. Glasseidenmischgewebe, Kunststoffvliea o. ä. geeignete. Materialien, sein soll, welche getrennt oder gemeinsam mit der punktweise zu verklebenden Bitumendachbahn aufgebracht wird.
f) Ausführungsbeispiele
Nachfolgend soll die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Figur 1 zeigt eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte bituminöse Dachhaut für einen Dachneigungsbereich zwischen 5 und 10 %,
Danach wird als erste Lage eine Lochglasvlies-Bitumendachbahn (2) lose auf eine Wärmedämmstoffschicht (1)
verlegt. Diese ist gekennzeichnet durch eine Glasvlieseinlage mit Löchern von etwa 18 mm Durchmesser, welche im'Abstand von etwa 60 mm versetzt angeordnet über die gesamte Bahn verteilt sind. Ale zweite Lage wird (mittels Propanbrenneraggregat) eine schwere Bitumendachbahn (3) aufgeschmolzen. Diese ist gekennzeichnet durch eine Trägereinlage aus Glasseidenmischgewebe (4) mit einer Plächenmasge von 200 g/m und einer mittleren Reißkraft in Kett- und Schußrichtung von 1000 U/5 cm, eine Gesamtdicke von 5 mm und eine fest haftende mineralische Schutzschicht (5) auf der Oberseite.
Die Überdeckung der Ba-hnen in einer Lage beträgt längs oder quer mindestens 100 mm. Oer Versatz der zweiten gegenüber der ersten Lage beträgt mindestens 500 mm. Parallel zu den Dachrändern wird ein streifenförraiger Bereich von etwa 100 mm vollflächig verklebt. Die beim Aufschmelzen an den Bahnrändern hervorquellende Bitumenwulst wird an den nicht überdeckten Nahtstellen zur Vervollkommnung einer nahtlosen Bahnendeckung nachträglich mit einer mineralischen Schutzschicht versehen.
Nachfolgend soll noch ein Ausführungsbeispiel für den Aufbau einer bituminösen Dachhaut auf einem Betonuntergrund im Dachneigungsbereich bis 2,5 % beschrieben werden:
Als erste Lage wird eine mit Klebpunkten bzw. -streifen versehene Bitumendachbahn auf den mit lösungsrnittelhaltigera Kaltanstrich versehenen Betonuntergrund mittels Propanbrenneraggregat aufgeschmolzen.
Als Trägereinlage dient dabei Glasvlies mit einer Flä-
2 chenmasse von 50 g/m . Als zweite Lage wird eine schwere
Bitumendachbahn analog aufgeschmolzen. Diese ist gekennzeichnet durch eine Trägereinlage aus Glasseidenmischgewebe mit einer Flächenmasse von 200 g/m und einer mittleren Reißkraft in Kett- und Schußrichtung von 1000 N/5 cm, einer Ge3aratdicke von. 5 mm und einer feat haftenden mineralischen Schutzschicht auf der Oberseite. Die Bahnüberdeckung bzw. die Handhabung dea Randbereiches erfolgt analog Ausführungsbeispiel 1;

Claims (11)

  1. Erfindungsansprüche:
    1. Verfahren zur Herstellung einer zweilagigen bituminösen Dachhaut, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kombination von zwei Lagen bituminöser Bahnen auf den Untergrund, vorzugsweise eine Wärmedämmstoffschicht, aufgebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren»zur Herstellung der bituminösen Dachhaut im Flachdachbereich bis 15 % Dachneigung Anwendung findet·
  3. 3. Verfahren nach Punki 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Lage eine punktförmig zu verklebende Bitumendachbahn und die zweite eine hochwertige schwere aufschmelzbare Bitumendachbahn darstellt.
  4. 4. Verfahren nach Punkt 3» dadurch gekennzeichnet, daß die punktförmig zu verklebende Bitumendachbahn eine Trägereinlage aus vorzugsweise Glasvlies oder anderen geeigneten Materialien wie Matten, Filzen, Gelegen, Geweben, Vliesen auf Basis von anorganischen, organischen oder synthetischen Fasern oder Me'tallfolien besitzt. * · ' -
  5. 5. Verfahren nach Punkt 3, dadurch gekennzeichnet, daß die punktförmige Verklebung mit dem Untergrund durch die Anwendung einer perforierten Bitumendachbahn erreicht wird.
  6. 6. Verfahren nach Punkt 3» dadurch gekennzeichnet, daß die punktfb'rmige Verklebung mit dem Untergrund durch die Anwendung einer mit Klebepunkten bzw. -streifen versehenen Bitumendachbahn erreicht wird.
  7. 7. Verfahren nach Punkt 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlegung der punktförmig zu verklebenden Bitumendachbahn in maximal 0,5 m Breite nur über den Fugenzonen des Untergrundes erfolgt.
  8. 8. Verfahren nach Punkt 3f dadurch gekennzeichnet, daß die schwere aufachmelzbare Bitumendachbahn oberflächenfertig mit einer fest haftenden mineralischen Schutzschicht oder mit anderen geeigneten Materialien, zum Beispiel Folien zum Schutz gegen Witierungseinflüsse, ausgestattet ist.
  9. 9. Verfahren nach Punkt 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schwere aufschmelzbare Bitumendachbahn eine '.trägere inlage aus vorzugsweise Glasseidenmischgewebe oder anderen hochreißfesten, verrottungsfesten Materialien, wie Chemiefasermatten auf Basis von ζ. Β. ΡΞΤΡ, oder eine Kombination von verschiedenen Trägereinlagen unter Beteiligung von z. B. Glasvlies und/oder Metallfolie besitzt, .
  10. 10. Verfahren nach Punkt 9» dadurch gekennzeichnet, daß die aufschmelzbare Bitumendachbahn eine Dicke von mindestens 5 mm aufweist. -
  11. 11. Verfahren nach Punkt 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dachhaut mit oder ohne zusätzliche Maßnahmen zur Verstärkung des Witterungeschutzes, wie Bekiesungsanstriche mit mineralischer Schutzschicht, volle Funktionssicherheit besitzt.
    - Hierzu 1 Seite Zeichnung - .
DD25390683A 1983-08-12 1983-08-12 Verfahren zur herstellung einer zweilagigen bituminoesen dachhaut DD218132A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD25390683A DD218132A1 (de) 1983-08-12 1983-08-12 Verfahren zur herstellung einer zweilagigen bituminoesen dachhaut

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD25390683A DD218132A1 (de) 1983-08-12 1983-08-12 Verfahren zur herstellung einer zweilagigen bituminoesen dachhaut

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD218132A1 true DD218132A1 (de) 1985-01-30

Family

ID=5549741

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD25390683A DD218132A1 (de) 1983-08-12 1983-08-12 Verfahren zur herstellung einer zweilagigen bituminoesen dachhaut

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD218132A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0183266B1 (de) Unterspannbahn für geneigte Dächer
CH646638A5 (de) Waermeisolierende und wasserdichte schichtstoffplatte und verfahren zur herstellung einer wasserdichten abdeckung unter verwendung dieser schichtstoffplatten.
DE60004462T2 (de) Isolationselement aus mineralwolle und dachkonstruktion die dieses aufweist
DE10201867B4 (de) Wand- oder Bodenbelag
DD300115A5 (de) Wasserdichter schichtpressstoff
DE8226114U1 (de) Daemmplatte zur herstellung einer waermedaemmschicht
DE1704909C3 (de) Abdichtungsbahn aus faserverstärkten Elastomeren
DE2910876C2 (de) Belagplatte aus Mineralfasern zum Herstellen der Wärmedämmung eines umgekehrten Dachs
EP1335080B1 (de) Dämmstoffplatte zur Wärme- und/oder Schalldämmung sowie Dämmschicht
DD218132A1 (de) Verfahren zur herstellung einer zweilagigen bituminoesen dachhaut
DE19532405C1 (de) Wasserdampfabführende Dachunterspannbahn
DE3444669A1 (de) Deckung fuer daecher, gebaeudefassaden u.a.
EP1186726A2 (de) Plastisch verformbare Materialbahn
DE102008005536B4 (de) Dämmelement für die Isolierung eines geneigten Daches
DE19851808B4 (de) Bitumenschweißbahn
EP0990081B1 (de) Diffusionsoffene schalungs- bzw. unterspannbahn bzw. windsperrbahn
DE69204931T2 (de) Isolierendes Dachpaneel und Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung.
DE29704528U1 (de) Zweilagige Dachabdichtung
DE202023104515U1 (de) Feuchtesperre zur Abdichtung eines Bauwerks
DE4423154A1 (de) Lichtdurchlässiges Bauteil für die harte Bedachung
DE3509121A1 (de) Gebaeudedecke mit waermedaemmschicht fuer ein flachdach
WO2025043265A1 (de) Baufolie
DE1784660C3 (de) Dachunterspannbahn
DE3017387A1 (de) Bituminoese abdichtung, insbesondere dachabdichtung, und verfahren zur herstellung derselben
DD284499A5 (de) Mehrschichtiger dachbelag in bahnen- oder schindelform mit hohem bewegungsausgleich

Legal Events

Date Code Title Description
PV Patent disclaimer (addendum to changes before extension act)