DD218589A5 - Kombinierte rotationsdruckmaschine - Google Patents

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DD218589A5
DD218589A5 DD84265647A DD26564784A DD218589A5 DD 218589 A5 DD218589 A5 DD 218589A5 DD 84265647 A DD84265647 A DD 84265647A DD 26564784 A DD26564784 A DD 26564784A DD 218589 A5 DD218589 A5 DD 218589A5
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DD84265647A
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Inventor
Gualtiero Giori
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De La Rue Giori Sa
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    • B41F11/02Rotary presses or machines having forme cylinders carrying a plurality of printing surfaces, or for performing letterpress, lithographic, or intaglio processes selectively or in combination for securities
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Abstract

Die kombinierte Rotationsdruckmaschine weist eine Vorrichtung (A) zum indirekten Druck, eine Trocknungsvorrichtung (B), eine nach Bedarf steuerbare Papierueberfuehrungs- und Wendevorrichtung (C) und eine Stahlstichdruckmaschine (D) auf. Sie erlaubt es, in einem einzigen Durchgang in der erstgenannten Vorrichtung (A) einen gleichzeitigen Schoen- und Widerdruck durchzufuehren, naemlich auf der einen Papierseite einen Farbsammeldruck, der ein Bild mit nebeneinanderliegenden Farben erzeugt, und auf der anderen Papierseite einen Offsetdruck, der ein Bild mit ueberlagerten Farben und Druckmustern erzeugt, insbesondere zur Herstellung eines beidseitigen Sicherheitsuntergrundes auf Banknoten. Nach der Trocknung und gegebenenfalls nach dem Wenden des Papiers wird in der Stahlstichdruckmaschine (D) auf der einen Seite ein Stichdruckbild erzeugt, bei dem es sich insbesondere bei Banknoten um ein Hauptmuster handelt. Die im Farbsammeldruck bedruckte Papierseite kann in der ersterwaehnten Vorrichtung (A) zusaetzlich einen einfarbigen Feuchtoffsetdruck erhalten. Ausserdem kann eine Vorrichtung (E) zur Kontrolle und Korrektur des Registers zwischen der Papierueberfuehrungs- und Wendevorrichtung (C) und der Stahlstichdruckmaschine (D) vorgesehen sein.

Description

Kombinierte Rotationsdruckmaschine Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine kombinierte Rotationsdruckmaschine, insbesondere zum Druck von Wertscheinen, mit einer Vorrichtung zum indirekten Mehrfarbendruck, mit einer Stahlstichdirucljcmaschine, welche; einen in mehreren Farben eingefärbten und mit einer Wischeinrichtung und einem Druckzylinder zusammenarbeitenden Plattenzylinder aufweist, und mit einem Transportsystem, welches das Papier von der indirekt druckenden Vorrichtung z'ur Stahlstichdruckmaschine überführt.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Eine kombinierte Rotationsdruckmaschine dieser Art ist durch die CH-PS 566 210 bekannt und weist eine Mehrfarbenoff setdruckmaschine als indirekt druckende Vorrichtung zur Bedruckung der einen Seite des Papiers auf, welches- anschliessend mittels eines Papiertransportsystems registerhaltig zu einer Stahlstichdruckmaschine transportiert wird, in welcher auf derselben .Papierseite ein Stichdruck aufgebracht wird. Diese kombinierte Druckmaschine dient insbesondere bei der Herstellung von Banknoten dazu, in einem einzigen Durchgang zunächst auf der einen P,apierseite einen
Sicherheitsuntergrund im Offsetdruck und dann, auf der gleichen Papierseite, ein Hauptmuster im Stichdruck aufzubringen; um den Druck der Banknote zu vervollständigen, muss man eine zweite Druckmaschine zur Bedruckung der anderen Seite verwenden.
Das Offsetdruckverfahren oder der indirekte Hochdruck erzeugt ein Druckbild mit überlagerten Farben und Druckmustern, welches häufig zum Druck des Sicherheitsuntergrundes verwendet wird. Nach diesem Verfahren wird das vollständige Druckmuster aus verschiedenfarbigen Teilmustern von Offsetdruckplatten zusammengesetzt, die auf Plattenzylindern so angeordnet sind, dass eine registerhaltige Ueberlagerung der Muster und Farben auf einem Gummizylinder stattfindet, gegen welchen das zu bedruckende Papier gedrückt wird. Die Anzahl der Offsetdruckplatten und infolgedessen der Plattenzylinder entspricht der Zahl der verschiedenen, das Mehrfarbenbild zusammensetzenden Farben und Muster.
Es sind auch Maschinen dieses Typs zum gleichzeitigen Schön- und Widerdruck bekannt, in denen das Papier zwischen zwei Gummizylindern verläuft, von denen jeder ein Mehrfarbenbild von den entsprechenden Plattenzylindern erhält. ·
Andererseits ist aus der DE-OS 31 09 964 bereits eine Druckmaschine bekannt, mit welcher auf einer Seite des Papiers ein Bild mit nebeneinanderliegenden Farben gedruckt werden kann. Dieses Bild wird mit Hilfe einer einzigen Hochdruckplatte gedruckt, die das vollständige Druckmuster aufweist und auf einem Plattenzylinder installiert ist. Diese Hochdruckplatte wird durch einen Farbsammelzylinder eingefärbt, der durch einen
Gummizylinder gebildet wird und seinerseits durch mehrere Farbselektionswalzen eingefärbt wird, deren Anzahl der Zahl der Farben des zu druckenden Bildes entspricht. Jede Farbselektionswalze trägt ausgeschnittene Reliefbqreiche, welche die mit jeweils einer bestimmten Farbe einzufärbenden Bildteile darstellen, und erhält die betreffende Farbe von einem eigenen, ihr zugeordneten Farbwerk. Man erhält durch dieses Verfahren, welches im allgemeinen "Orlof"-Verfahren oder Farbsammeldruck genannt wird, ein Mehrfarbenbild mit einem vollkommenen Register zwischen den verschiedenen Farben des Bildmusters; dieses Ergebnis lässt ' sich mit irgendwelchen anderen Druckverfahren nicht erzielen. Da sich die Farbselektionswalzen mit einer elastischen Oberfläche des Farbsammelzylinders in Kontakt befinden, können sie aus einem harten Material hergestellt werden, was das Ausschneiden sehr feiner Reliefzonen und damit sehr feiner Farbbereiche, beispielsweise in Form von Linien oder Punkten, erlaubt. Diese Druckmaschine dient auch zum Druck, des Sicherheitsuntergrundes auf Banknoten.
Beim derzeitigen Stand der Technik hat man Druckmaschinen entwickelt, welche jede getrennt das eine oder andere der vorstehend beschriebenen Offset- oder "Orlof"-Druckverfahren durchzuführen erlaubt.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, eine wirtschaftliche Druckmaschine für den Schön- und Widerdruck mit erhöhten Gebrauchswerteigenschaften zur Verfügung zu stellen, die insbesondere dazu geeignet ist, fäl-
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schungssichere Wertscheine in einem Durchgang beidseitig unter Anwendung dreier verschiedener Druckverfahren zu drucken.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kombinierte Rotationsdruckmaschine der. eingangs beschriebenen Art zu schaffen, mit welcher einerseits im gleichzeitigen Schön- und Widerdruck beide Papierseiten nach unterschiedlichen Druckverfahren, nämlich nach dem Offset- und dem "Orlof"-Verfahren, bedruckbar
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sind, insbesondere bei der Herstellung von Banknoten zur Erzeugung eines beidseitigen Sicherheitsuntergrundes, und die andererseits nach Wahl auf der einen oder anderen Seite zusätzlich ein Mehrfarbenbild im Stichdruck aufzubringen erlaubt, bei dem es sich insbesondere bei Banknoten um das Hauptmuster handelt. Ausserdem soll es die Rotationsdruckmaschine ohne Schwierigkeiten ermöglichen, verschiedene Varianten von Kombinationsdrucken herzustellen.
Ausgehend von einer kombinierten Rotationsdruckmaschine der eingangs beschriebenen Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die indirekt druckende Vorrichtung eine Maschine zum gleichzeitigen Schön- und Widerdruck ist und einen ersten Gummizylinder in Kontakt mit mehreren Offsetplattenzylindern aufweist, von denen jeder durch ein Farbwerk mit einer anderen Farbe einfärbbar ist, deren Anzahl der Zahl der Farben und Druckmuster des ersten, aus überlagerten Farben und Druckmustern bestehenden Bildes auf der einen Seite des Papiers entspricht, dass ein zweiter,
als Farbsammelzylinder fungierender Gummizylinder vorgesehen ist, der sich mit mehreren Färbselektionswalzen und mit einem Hochdruckplattenzylinder in Kontakt befindet, welcher das vollständige Druckmuster des zweiten, auf der anderen Seite des Papiers zu druckenden Bildes aufweist, dass die erwähnten Farbselektionswalzen, deren Anzahl gleich der Zahl der Farben des zweiten Bildes ist und deren Reliefbereiche den Teilen dieses in den verschiedenen Farben, einzufärbenden Bildes entsprechen, durch je ein Farbwerk in einer anderen Farbe einfärbbar sind und ein Bild mit nebeneinanderliegenden Farben auf den erwähnten Farbsammelzylinder übertragen, der seinerseits den erwähnten Hochdruckplattenzylinder einfärbt, und dass ein dritter Gummizylinder vorgesehen ist, der sich in Kontakt mit dem erwähnten Hochdruckplattenzylinder befindet, von diesem eingefärbt wird und gegen den ersten Gummizylinder gepresst ist, wobei das Papier zwischen dem ersten und dem dritten Gummizylinder hindurchläuft und dabei gleichzeitig auf seiner einen und seiner anderen Seite mit dem ersten bzw. dem zweiten Bild bedruckt wird, und dass im Papiertransportsystem eine Trocknungsvorrichtung und zwischen dieser Trocknungsvorrichtung und der Stahlstichdruckmaschine eine Papierüberführungs- und Wendevorrichtung vorgesehen sind, wobei diese Papierüberführungs- und Wendevorrichtung dazu eingerichtet ist, das Papier nach Bedarf zu wenden, je nachdem ob die das Bild mit überlagerten Farben und Druckmustern aufweisende Papierseite oder die das Bild mit nebeneinanderliegenden Farben aufweisenden Papierseite in der Stahlstichdruckmaschine mit einem Stichdruckbild bedruckt werden soll.
In einer zweckmassigen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass im Papiertransportsystem zwischen der Papierüberführungs- und Wendevorrichtung und der Stahlstichdruckmaschine eine Vorrichtung zur Kontrolle und Korrektur des Registers angeordnet ist. Im Falle einer Bogendruckmaschine besteht diese Vorrichtung vorzugsweise aus einem Registerlesekopf und einer Registertrommel, auf der die Bögen nach dem Passieren des Registerlesekopfes verlaufen und welche durch diesen zwecks eventueller Registerkorrektur steuerbar ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Stahlstichdruckmaschine mit einem System zur Sammeleinfärbung in mehreren Farben ausgerüstet, welches einen Farbsammelzylinder in Kontakt mit dem Plattenzylinder sowie mehrere, diesen Farbsammelzylihder einfärbende Farbselektionswalzen und diesen jeweils zugeordnete Farbwerke aufweist, und hat ferner wenigstens eine in Kontakt mit dem Plattenzylinder befindliche Schablonenwalze, welcner ein Farbwerk zugeordnet ist und die zur direkten Einfärbung der Stichdruckplatten dient, wobei alle Farbwerke und die Farbselektionswalzen auf einem abfahrbaren Farbwerkgestell installiert sind; das System zur Sammeleinfärbung kann gegen mehrere, die Stichdruckp.latten in mehreren Farben direkt einfärbende Schablonenwalzen. und ihnen zugeordnete, auf einem abfahrbaren Farbwerkgestell montierte Farbwerke ausgetauscht werden,
Zweckmässigerweise trägt wenigstens einer der erwähnten Offsetplattenzylinder der indirekt druckenden Vorrichtung eine Feuchtoffset-Druckplatte. der ein Feuchtwerk zugeordnet ist, während die anderen Offsetplattenzylinder Trockenoffset-Druckplatten tragen. Die
indirekt druckende Vorrichtung kann ausserdem eine Offsetdruckeinheit , vorzugsweise eine Feuchtoffset-Druckeinheit , aufweisen, deren Plattenzylinder sich in Kontakt mit dem dritten Gummizylinder befindet. Vorzugsweise ist für den Hochdruckplattenzylinder in der indirekt druckenden Vorrichtung eine doppelte Einfärbung mit Hilfe zweier BildCibertragungszylinder vorgesehen.
Der Vorteil der Rotationsdruckmaschine nach der Erfindung besteht darin, dass sie einerseits zwei vollkommen verschiedene Verfahren für den gleichzeitigen Schön- und Widerdruck nach dem Offset- und dem "Orlof"-Verfahren anzuwenden erlaubte wodurch Banknoten und andere Wertpapiere beidseitig je einen Sicherheits-
ί .
untergrund nach verschiedenen Druckverfahren erhalten können, und andererseits eine zu wählende Seite durch einen Stahlstichdruck vervollständigt werden kann, welcher bei Wertpapieren das Hauptmuster darstellt. Das steigert die Sicherheit gegen Fälschung und erhöht ausserdem die Wirtschaftlichkeit der Druckpperationen, weil Banknoten in einem einzigen Durchgang fertig gedruckt werden können. Ausserdem bietet diese Druckmaschine dem Benutzer die Möglichkeiten sehr interessanter, ausgeklügelter und bisher nicht realisierbarer Varianten von Druckkombinationen.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird nachstehend beispielsweise anhand
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einer Ausführungsform und mehrerer Varianten unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
Figuren 1a und 1b zeigen eine Bogendruckmaschine nach der Erfindung, wobei die rechte Hälfte mit der indirekt druckenden Vorrichtung auf Figur 1a, die andere Hälfte mit den Vorrichtungen zum Trocknen und zum Wenden der Bogen sowie mit der Stahlstichdruckmaschine auf Figur 1b dargestellt sind.
Figur 2 zeigt schematisch in einer Teiiansicht eine Erweiterung der in Figur 1a dargestellten, indirekt druckenden Vorrichtung, die durch eine weitere Feuchtoff set-Druckeinheit vervollständigt ist.
Figur 3 zeigt in einer Teilansicht eine Vorrichtung zur Kontrolle und Korrektur des Registers, die im P^piertransportsystem der Maschine zwischen der Bogenwendevorrichtung und der Stahlstichdruckmaschine installiert ist.
Figur 4 zeigt in einer Teilansicht eine andere Version der Stahlstichdruckmaschine.
Nach den Figuren 1a und Ib weist die Druckmaschine eine indirekt druckende Vorrichtung A auf, um gleichzeitig einen Offsetdruck auf der einen Seite eines Bogens 1 (das ist in der Darstellung nach Figur 1a die rechte Seite) und einen "Orlof"-Druck auf der anderen Seite dieses Bogens aufzubringen, welcher von einem bekannten Nonstop-Schuppenanleger längs der Bahn 2 herangeführt wird. Danach werden die Bögen durch ein Transportsystem über eine Trocknungsvorrichtung B (Figur 1b) und eine Papierüberführungs- und Wendevorrichtung C (Figur 1b) einer Stahlstichdruckmaschine D (Figur 1b) zugeführt, von welcher die bedruckten Bögen durch ein Kettengreif ersystem 38 auf Auslagestapel transportiert
werden, wobei diese Bögen auf der frisch bedruckten Seite mittels Blasdüsen 39 mit Luft beblasen werden.
Der Antriebsmotor 46 für die indirekt druckende Vorrichtung A, der Antriebsmotor 47 für die Stahlstichdruckmaschine D und die Antriebswelle mit einer bekannten Kupplung 48 (Figur 1b), die zum Ausgleich der Drehmomente beider Maschinen und, zu deren Trennung im Falle der Wartung dient, sind schematisch angedeutet.
Die indirekt druckende Vorrichtung A (Figur 1a) weist eine Eingangsvorrichtung für die längs der Bahn 2 kommenden Bögen auf, welche mit einer Stopptrommel 3, einer mit Greifern versehenen Ueberführungstrommel 5 und auf beiden Seiten der Bögen 1 mit Vorrichtungen 4 zur Papierentstaubung und Beseitigung statischer Elektrizität ausgerüstet ist. Die Bögen werden einem mit Greifern versehenen Gummizylinder 19 zugeführt und gegen einen weiteren, den gleichen Durchmesser aufweisenden Gummizylinder 12 gepresst. Die Bögen laufen zwischen den Gummizylindern 12 und 19 hindurch und werden gleichzeitig auf beiden Seiten bedruckt. Die Zylinder drehen sich in den durch Pfeile angedeuteten Richtungen. Nach dem Bedrucken werden die Bögen mittels eines Kettengrei.f ersystems 21 den anderen, später beschriebenen Vorrichtungen zugeführt.
Der Gummizylinder 12 arbeitet mit fünf Offsetplattenzylindern zusammen, von denen im betrachteten Beispiel vier Offsetplattenzylinder 8 mit je einer Trockenoff set-Druckplatte versehen sind, die jede von einem Farbwerk 7 mit Doppelfarbkasten 'eingefärbt wird; der fünfte Offsetplattenzylinder 11 trägt eine Feuchtoff set-Druckplatte . die von einem Farbwerk 9 mit ein-
fachem Farbkasten eingefärbt wird und welcher ein Feuchtwerk 10 zugeordnet ist. Alle Farbwerke 7 und 9 sind auf einem abfahrbaren Offset-Farbwerkgestell 6 installiert.
Die Trockenoffset-Druckplatten sind an sich bekannte Hochdruckplatten, und die Feuchtoffset-Druckplatte ist eine ebenfalls an sich bekannte Tiefdruckplatte. Diese fünf Offsetdruckplatten weisen Teilmüster auf, welche in den verschiedenen Farben eingefärbt werden und deren Anzahl der Zahl der Farben und Muster des ersten, auf der einen Seite der Bögen 1 zu druckenden Bildes entspricht. Dieses Bild ist im Falle von Wertscheinen, insbesondere Banknoten, ein Sicherheitsuntergrund.
Diese verschiedenfarbigen Teilmuster werden auf dem Gummizylinder 12 vereinigt, der als Offsetgummizylinder, also als Sammelzylinder für die das Mehrfarbenbild zusammensetzenden Teilmuster, fungiert. Dieses Bild wird auf eine der Bogenseiten, im betrachteten Beispiel auf die Rückseite, übertragen, wo man auf diese Weise einen vierfarbigen Trockenoffsetdruck, vervollständigt durch einen einfarbigen Feuchtoffsetdruck, erhält.
Im Falle von Wertscheinen kann man auch die vier Offsetplattenzylinder 8, welche Trockenoffset-Druckplatten tragen, dazu benutzen, um einen vierfarbigen Sicherheitsuntergrund zu erzeugen, während der die Feuchtoffset-Druckplatte tragenden Offsetplattenzylinder 11 ein Hauptmuster oder ein Teil davon liefert.
Natürlich können für den Offsetdruck alle dem Farbwerkgestell 6 zugeordneten Offsetplattenzylinder, im be-
trachteten Beispiel also alle fünf Offsetplattenzylinder, auch mit Trockenoffset-Druckplatten ausgerüstet sein.
Auf der anderen Seite der Vorrichtung A befinden sich die Elemente zur Erzeugung eines "Orlof"-Bildes. Diese Elemente umfassen einen Gummizylinder 16, der denselben Durchmesser wie die Gummizylinder 12 und 19 hat. Dieser Gummizylinder 16 arbeitet im betrachteten Beispiel mit vier Farbselektionswalzen 15 zusammen, welche ausgeschnittene Reliefs gemäss der Kontur der in der betreffenden Farbe zu druckenden Bereiche aufweisen und von denen jede in dieser Farbe mit Hilfe eines Farbwerks 14 mit Doppelfarbkasten eingefärbt wird. Diese Farbwerke 14 sind auf einem abfahrbaren "Orlof"-Farbwerkgestell 13 installiert, dessen zurückgezogene Stellung 13' strichpunktiert angedeutet ist. Die Farbselektionswalzen 15 sind vorzugsweise aus hartem Material hergestellt, welches nicht Gefahr läuft, sich zu verformen, selbst wenn das Relief sehr fein ist, so dass auf diese Meise ein aus sehr feinen Farbbereichen zusammengesetzter Sicherheitsuntergrund erhalten werden
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Die Bereiche der vier Farben werden auf den Gummizylinder 16 übertragen, welcher als Farbsammelzylinder fungiert, auf dem sie gesammelt werden und der sie auf einen Hochdruckplattenzylinder 17 überträgt, der eine Hochdruckplatte in Kontakt mit dem erwähnten Sammelzylinder und mit dem Gummizylinder 19- trägt. Diese Hochdrückplatte weist das vollständige Druckmuster des zweiten, in vier Farben auf der anderen Seite des Papiers zu druckenden Bildes auf. Das vollständige, in den verschiedenen Farben eingefärbte Bild wird
seinerseits auf den Gummizylinder 19 übertragen, um das vollständige Bild, insbesondere einen Sicherheitsuntergrund, auf die andere Seite der Bögen, also nach Figur 1a auf die linke Seite, zu drucken, während die rechte Seite gleichzeitig das Offset-Bild erhält. Während des gleichzeitigen Drucks dienen die beiden Gummizylinder 12 und 19 wechselseitig als Gegendruckzylinder.
Die Vorrichtung A weist ferner zwei Bildübertragungszylinder 18 auf, welche dieselben farbigen Bildbereiche des Gummizylinders 16 in vollkommenem Register auf den Hochdruckplattenzylinder 17 übertragen, was es erlaubt, die Einfärbung der Hochdruckplatte in den gewünschten Farben zu verstärken, so dass diese Bereiche besser mit der gewünschten Farbe gedeckt werden. In der Tat wird. in Drehrichtung des Gummizylinders 16 gesehen, ein Teil der Farbe durch die Bildübertragungszylinder 1B auf den Hochdruckplattenzylinder 17 übertragen, während der Rest der Farbe registerhaltig direkt auf diesen Hochdruckplattenzylinder 17 übertragen wird. Die Anordnung der betreffenden Zylinder zur Erzielung dieser doppelten Einfärbung ist bekannt (DE-OS 3 109 964); die zweite Einfärbung ist um die Länge des Umfangs des Hochdruckplattenzylinders 17 oder im betrachteten Beispiel um ein Drittel des Umfangs des Gummizylinders 16 versetzt, weil dieser einen Durchmesser hat, der dreimal so gross wie der Durchmesser des Hochdruckplattenzylinders 17 ist, und drei Gummitücher trägt.
Damit diese Registerbedingung erfüllt wird, sind die Zylinder 16, 17 und 18 so angeordnet, dass die Summe der Umfangsbogenlängen der Zylinder 17 und 18 zwischen den betreffenden Berührungspunkten, in Drehrichtung dieser Zylinder gesehen, gleich der Umfangsbogenlänge
des Gummizylinders 16 zwischen dessen Berührungspunkten mit dem ersten Bildübertragungszylinder 18 und dem Hochdruckplattenzylinder 17 plus ein Drittel des Umfangs dieses Gummizylinders 16 ist. *
Wenn das Druckmuster der Hochdruckplatte für den "Orlof-Druck nur aus Linien, also sehr schmalen eingefärbten Bereichen, zusammengesetzt ist, dann kann man auf die Bildübertragungszylinder 18 verzichten und sich mit einer einfachen Einfärbung der "Orlof"-Hochdruckplatte begnügen.
Im betrachteten Beispiel beträgt . das Verhältnis der Durchmesser der Zylinder 8, 11, 15, 17 und 18 einerseits und der Zylinder 12, 16, 19 andererseits 1:3; der Umfang dieser Zylinder 12, 16 und 19, die jeder drei Gummitücher tragen, entspricht also drei Papierbögen.
Im Beispiel nach Figur 2 wird der Druck nach dem "Orlof "-Verfahren durch einen Feuchtoffsetdruck vervollständigt, der ebenfalls während des Durchlaufs des Papiers zwischen den Gummizylindern 12 und 19 stattfindet und der insbesondere dazu dient, ein einfarbiges Wertschein-Hauptmuster zu drucken. Die Feuchtoffset-Druckeinheit weist in an sich bekannter Weise einen eine Tiefdruckplatte tragenden Plattenzylinder 4b, ein Farbwerk 44 und ein Feuchtwerk 45 auf, wobei dieser Plattenzylinder 43 mit dem Gummizylinder 19 zusammenarbeitet, welcher das Bild auf die Bögen überträgt. In diesem Falle erhält man also bei einem einzigen Durchlauf auf der nach Figur 2 linken Seite einen kombinierten Druck, beispielsweise einen vierfarbigen Sicherheitsuntergrund durch einen Druck nach den "Orlof"-Verfahren und ein einfarbiges
Hauptmuster durch einen Feuchtöffsetdruck.
Die auf diese Weise bedruckten Bogen, welche die indirekt druckende Vorrichtung A verlassen, werden durch eine Ueberführungstrommel 20 einem Kettengreifersystem 21 übergeben, das zu dem Transportsystem gehört, welches die Bogen registerhaltig über die Vorrichtungen B und C zur Stahlstichdruckmaschine D transportiert.
Die Trocknungsvorrichtung B umfasst einerseits den letzten, geradlinig verlaufenden und vertikal orientierten Abschnitt des Kettengreifersystems 21 und andererseits einen Trocknungs- und Ueberführungszylinder 23; längs des erwähnten Abschnittes des Kettengreifersystems 21 sind Ultraviolettlampen 22 zum Trocknen der im Offsetdruck bedruckten Seite der Bögen angeordnet, und längs eines Teils des Umfangs des Trockungs- und Ueberführungszylinders 23 sind Ultraviolettlampen 24 zum Trocknen der im "Orlof"-Druck bedruckten Seite der Bögen vorgesehen.
Danach gelangen die Bögen über eine Ueberführungstrommel 25 zur Papierüberführungs- und Wendevorrichtung C, die an sich bekannt ist und aus einem grossen Zylinder 26 und aus einem kleinen Zylinder 26a besteht. Diese Vorrichtung kann nach Wunsch eingestellt werden. Im Falle, dass die Bögen nicht gewendet werden sollen, werden sie in normaler Weise auf dem Zylinder 26 durch Greifer des Zylinders 26a übernommen, welche ihren vorderen Rand ergreifen. In diesem Falle erfolgt der Stahlstichdruck auf der den Offsetdruck aufweisenden Seite. Im andern Falle, wenn die Bögen gewendet werden sollen, wenn sie also auf der den "Orlof"-Druck aufweisenden Seite im Stahlstichdruck bedruckt werden
sollen, werden der Zylinder 26a und seine Greifer derart gesteuert, dass nunmehr der rückwärtige Rand eines Bogens durch die Greifer des Zylinders 26a in demjenigen Augenblick ergriffen wird, an welchem der Bogen vollständig den Berührungspunkt zwischen den beiden Zylindern 26 und 26a passiert hat, sich jedoch noch auf ,dem im Sinne des gekrümmten Pfeils drehenden Zylinder 26 befindet, dessen Greifer seinen Vorderrand halten. Zu diesem Zwecke sind die Greifer des Zylinders 26a um eine zur Zylinderachse 'parallele Achse schwenkbar montiert, und ihre Stellung kann gesteuert werden. Im Augenblick, an dem der rückwärtige Rand eines Bogens von diesen Greifern ergriffen wird, sind diese Greifer nach vorn gerichtet, und während der folgenden Drehung des Zylinders 26a werden sie in ihre nach hinten weisende Stellung gedreht, damit der Bogenrand, welcher auf dem Zylinder 26 der rückwärtige Rand war, nunmehr zum Vorderrand wird; in dem Augenblick, an welchem der Bogen die in Figur 1b gestrichelt angedeutete Zwischenlage einnimmt, lassen die Greifer des Zylinders 26 den Bogenrand los, derart, dass der Bogen, der sich im Sinne des geraden Pfeils bewegt, während der weiteren Drehung des Zylinders 26a vollständig von diesem Zylinder übernommen wird.
Danach werden die gewendeten oder nicht gewendeten Bögen mittels einer Ueberführungstrommel 27 auf den Druckzylinder 37 der Stahlstichdruckmaschine D transportiert. Gegebenenfalls kann eine Dampfsprühvorrichtung 28 vorgesehen sein, um d,ie zu bedruckende Bogenseite mit Wasserdampf zu besprphen.
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Die dargestellte Stahlstichdruckmaschine D weist einen Plattenzylinder 36 auf, der in bekannter Weise mit dem
Druckzylinder 37 zusammenwirkt. Die Drehrichtung der verschiedenen Zylinder ist durch Pfeile in Figur 1b angedeutet. Der Plattenzylinder 36 trägt drei gravierte Platten, auf deren Oberfläche beispielsweise das Hauptmuster des zu bedruckenden Papiers eingraviert ist, wobei dieses Hauptmuster aus zwei Gruppen von Stichgruben gebildet wird, von denen die eine Gruppe verhältnismässig tiefe Stichgruben veränderlicher Abmessungen und die andere Gruppe sehr feine Stichgruben aufweist, die vor allem aus sehr feinen Linien oder selbst Punkten bestehen und weniger tief sind als die der ersten Gruppe.
Am Umfang des Plattenzylinders 36 ist, in Drehrichtung desselben betrachtet, hinter dem Druckzylinder 37 ein Farbsammelzylinder 32 mit einer glatten, elastischen Oberfläche angeordnet, welcher die Farbbereiche des zu druckenden Bildes auf die feinen Stichgruben der zweiten Gruppe überträgt und dessen Funktion später noch genauer beschrieben wird. Hinter dem Farbsammelzylinder 32 befindet sich, in Drehrichtung des Plattenzylinders 36, eine übliche Schablonenwalze 40 mit einer elastischen Oberfläche, der ein übliches Farbwerk 33 zum Einfärben mit einer bestimmten Farbe zugeordnet ist und welche die tiefen Stichgruben der ersten Gruppe einfärbt; diese Schablohenwalze 40 hat durch Ausschneiden erzeugte Reliefzonen, deren Konturen genau den Umrissen der einzufärbenden Flächen entsprechen.
Der Schablonenwalze 40 folgt eine an sich bekannte Vorwisch- und Farbrückgewinnungseinrichtung 34 und eine ebenfalls an sich bekannte Wischeinrichtung 35; diese Einrichtungen dienen dazu, das Planium der Stichdruck-
platten, also die Oberfläche der Druckplatten ausserhalb der Stichgruben, von Farbe zu säubern und die Farbe in die Stichgruben einzudrücken.
Der Farbsammelzylinder 32, dessen Oberfläche, wie bereits erwähnt, glatt ist, besteht aus Gummi oder ist mit Gummi, beispielsweise mit aufgespannten Gummitüchern, oder einem anderen elastischen. Material verkleidet. Er wirkt im betrachteten Beispiel mit drei, mit jeweils unterschiedlichen Farben eingefärbten Färb-
f
selektionswalzen 31 zusammen, deren Oberfläche aus einem harten Material, beispielsweise aus Hartgummi, aus hartem Kunststoff oder auch aus Metall, besteht. Jede Farbselektionswalze 31 hat durch Ausschneiden erzeugte Reliefbereiche, deren Konturen genau den Umrissen der mit der betreffenden Farbe zu druckenden Flächen entsprechen. Diese Reliefbereiche können nach bekannten Verfahren hergestellt werden, beispielsweise durch chemische Aetzung, Bearbeitung mittels Laserstrahlen oder dergleichen. Da die Oberfläche der Farbselektionswalzen 32 hart ist, gibt es praktisch keine Begrenzung für die - Feinheit der einzufärbenden Bereiche, die man zu erhalten wünscht. So ist es möglich, Farbbereiche herzustellen, die nicht nur sehr feine Linien, sondern selbst Punkte aufweisen, was bis jetzt nicht verwirklicht werden konnte.
Jeder Farbselektionswalze 31 ist ein Farbwerk 30 zugeordnet , welches den eigentlichen Farbkasten sowie Farbübertragungs- und Farbverteilungswalzen aufweist*. Die drei Farbselektionswalzen 31 mit ihren Farbwerken 30, das Farbwerk 33, welches die Schablonenwalze 40 einfärbt , und der äussere, nicht mit dem Plattenzylinder 36 in Kontakt befindliche Zylinder der Vorwisch- und
Farbrückgewinnungseinrichtung 34 sind auf einem abfahrbaren Farbwerkgestell 29 montiert.
Im betrachteten Beispiel nach Figur 1b haben die Durchmesser der Schablonenwalze 40 bzw. der Farbselektionswalzen 31, des Farbsammelzylihders 32 und des Plattenzylinders 36 das Verhältnis 1:2:3. und es sind in diesem Falle drei regelmässig über den , Umfang des Plattenzylinders 36 verteilte Druckplatten vorgesehen.
Da die vom Farbsammelzylinder 32 eingefärbten Stichgruben nicht tief sind, kann der Druck, mit dem der Farbsammelzylinder 32 gegen die Druckplatten gepresst wird, schwächer sein als derjenige, mit dem die übliche Schablonenwalze 40 zwecks Einfärbung der tiefen Stichgruben gegen die Druckplatten gepresst wird; daher findet, obwohl die Oberfläche des Farbsammelzylinders 32 ein wenig elastisch ist, praktisch keine Verformung seiner glatten Oberfläche statt, so dass die farbigen Bildbereiche mit vollkommenem Register übertragen werden können. Ebenso ist zwischen den Farbselektionswalzen 31 und dem Farbsammelzylinder 32 nur ein geringer Druck erforderlich, welcher praktisch auf eine einfache Berührung reduziert ist, so dass eine Verformung der sehr feinen ausgeschnittenen Bereiche dieser Farbselektionswalzen 31 vermieden wird.
Der Hauptvorteil dieser Stahlstichdruckmaschine D besteht darin, dass sie ein vollkommenes Register zwischen den verschiedenen Farbbereichen, die den auf den Farbselektionswalzen 31 aus hartem Material ausgeschnittenen Reliefs entsprechen, zu erzielen erlaubt und dass sich diese Farbselektionswalzen 31 in vollkommenem Register mit der betreffenden Stichdruckplatte
befinden. Ausserdem besteht wegen des harten Materials der Farbselektionswalzen 31 praktisch keine Begrenzung in der Feinheit der Druckmusterelemente. Der Farbsammelzylinder erlaubt übrigens eine leichte, einwandfreie und absolut registerhaltige Ueberlagerung von Farben. Man erhält auf diese Meise Banknoten oder andere Wertscheine, die ein mit pilfe einer Konfiguration und Kombination aus sehr komplizierten Stichgruben erzeugtes Hauptmuster haben, und zwar aufgrund der aus serordentlich feinen Stichgruben, die dank der Sammeleinfärbung vorgesehen werden können. :
Andererseits ist es auch möglich, dass die zweite Gruppe von sehr feinen Stichgruben, die über den Farbsammelzylinder 32 eingefärbt werden, einen weiteren Sicherheitsuntergrund im Stichdruck darstellt. welcher den bereits nach dem Offset- oder nach dem "Orlof"-Verfahren gedruckten Untergrund vervollständigt und/oder diesen überlagert! In diesem Falle dient nur die Schablonenwalze 40 dazu, ein einfarbiges Hauptmuster im Stichdruck zu erzeugen.
Wegen der Feinheit des durch Sammeleinfärbung erzeugten Druckmusters des Sicherheitsuntergrundes oder des Hauptmusters ist es möglich, Banknoten oder andere Wertscheine zu erhalten, deren Fälschung sehr schwierig ist.
Figur 3 zeigt eine Erweiterung der beschriebenen Maschine, die durch eine Vorrichtung E zur Kontrolle und Korrektur des Registers ergänzt wurde, welche zwischen der Papierüberführungs- und Wendevorrichtung C und der Stahlstichdruckmaschine D eingefügt ist. Diese Vorrichtung E hat einen Registerlesekopf 41, der den Bögen
gegenüberliegt, welche nach dem Verlassen des Zylinders 26a der Trocknungsvorrichtung C die erste der Ueberführungstrommeln 27 passieren, und eine Registertrommel 42, die zwischen der zweiten der Ueberführungstrommeln 27 und dem Druckzylinder 37 der Stahlstichdruckmaschine D angeordnet ist. Der Registerlesekopf 41 liest das Register bzw. eine Registermarke, und wenn eine Abweichung festgestellt wird I dann wird die Registertrommel 42 mit Hilfe einer elektronischen Schaltung als
Funktion der Ablesung dieses Registerlesekopfes 41 derart gesteuert, dass der gleichförmigen Ueberführungs-Drehzahl der Registertrommel 42 kurzzeitig eine Drehung im einen oder anderen Sinne überlagert wird. Wohlgemerkt ist diese Vorrichtung E zur Kontrolle und Korrektur des Registers keineswegs erforderlich, sondern stellt lediglich eine Option dar.
Anstelle des Farbsammelzylinders 32 und des abfahrbaren Farbwerkgestells 29 können auch vier Schablonenwalzen 40a (Figur 4) und diesen zugeordnete, auf einem abfahrbaren Farbwerkgestell 29a installierte Farbwerke 33a vorgesehen sein, um in herkömmlicher Weise die Stichdruckplatten direkt einzufärben, deren Stichgruben in diesem Falle dieser direkten Einfärbung angepasst sind. In dieser Ausführungsform wird nur die Wischeinrichtung 35 verwendet, ohne dass eine Vorwischeinrichtung vorgesehen werden müsste.
Die kombinierte Maschine erlaubt es also, Wertscheine, insbesondere Banknoten, in einem einzigen Durchlauf mit den folgenden Hauptkombinationen zu bedrucken:
Ohne Wendung der Bögen:
Vorderseite: - Sicherheitsuntergrund im Fünffarben-Offsetdruck, mit der Möglichkeit, nach dem Trockenoffset- und/oder Feuchtoffset-Verfahren zu drucken;
Hauptmuster im Vierfarben-Stahlstichdruck, mit der Möglichkeit der direkten und/oder Sammeleinfärbung, oder
ι
als Variante: ein weiterer Dreifarben-Sicherheitsuntergrund im Stahlstichdruck mit Sammeleinfärbung und ein
einfarbiges Hauptmuster im Stahlstichdruck
mit direkter Einfärbung.
Rückseite: - Sicherheitsuntergrund im Vierfarben-"Orlof"-Druck, mit der Möglichkeit eines zusätzlichen Feuchtoffsetdrucks, der entweder den Sicherheitsuntergrund durch eine fünfte Farbe vervollständigt oder ein einfarbiges Hauptmuster erzeugt,
Mit Wendung der Bögen:
Vorderseite: - Sicherheitsuntergrund im Vierfarben-"Orlof"-Druck, mit der Möglichkeit eines zusätzlichen Feuchtoffsetdrucks,
- Hauptmuster im Stahlstichdruck, (wie oben erwähnt, mit der erwähnten Varianten).
Rückseite: - Sicherheitsuntergrund im Fünffarben-0ff-
setdruck,. mit der Möglichkeit, nach dem Trockenoffset- und/oder Feuchtoffsetverfahren zu drucken, oder
- als Variante: Sicherheitsuntergrund im Vierfarben-Offsetdruck und Hauptmuster im einfarbigen Feuchtoffsetdruck.
Ausserdem kann man bei Banknoten mit hohen Werten vorsehen, dass der Stichdruck durch die Stahlstichdruckmaschine D das mehrfarbige Hauptmuster auf der ,Rückseite erzeugt und dass die Bögen arischliessend in einem zweiten Arbeitsgang eine andere Stahlstichdruckmaschine durchlaufen, die auf der Vorderseite ein mehrfarbiges Hauptmuster druckt, so dass auf diese Weise beide Seiten im Stichdruck hergestellte Hayptmuster erhalten .
Was die Trocknungsvorrichtung B anbelangt, so kann man gegebenenfalls auf eine Trocknung der Seite, die den Stichdruck erhält, verzichten, wenn man in der indirekt druckenden Vorrichtung A für diese Seite eine Spezialfarbe verwendet.
Die beschriebene Maschine kann auch als Rollendruckmaschine verwendet werden, indem die Bogentransportmittel durch Einrichtungen zum Transport einer Papierbahn ersetzt werden und indem die Einrichtungen C und E an eine Papierbahn angepasst werden. Diese Einrichtungen sind bekannt. Die Einrichtungen zum Wenden einer Papierbahn drehen die Papierbahn um eine Längsachse, wobei die Seitenränder umgekehrt werden. Die Einrichtungen zur Registerkontrolle für Papierbahnen arbeiten mit Spannrollen und korrigieren das Register durch eine Aenderung der Papierbahnspannung.

Claims (7)

  1. ERF INDUNGSANSPRUECHE
    1. Kombinierte Rotationsdruckmaschine, insbesondere zum Druck von Wertscheinen, mit einer Vorrichtung zum indirekten Mehrfarbendruck. mit einer Stahlstichdruckmaschine, welche einen in mehreren Farben eingefärbten und mit einer Wischeinrichtung und einem Druckzylinder zusammenarbeitenden Plattenzylinder aufweist, und mit einem Transportsystem, welches das Papier von der indirekt druckenden Vorrichtung zur Stahlstichdruckmaschine überführt, dadurch gekennzeichnet, dass die indirekt druckende Vorrichtung (A) eine Maschine zum gleichzeitigen Schön- und Widerdruck ist und einen ersten Gummizylinder (12) in Kontakt mit mehreren Offsetplattenzylindern (8, 11) aufweist , von denen jeder durch ein Farbwerk (7, 9) mit einer anderen Farbe einfärbbar ist. deren Anzahl der Zahl der Farben und Druckmuster des ersten, aus überlagerten Farben und Druckmustern bestehenden Bildes auf der einen Seite des Papiers entspricht, dass ein zweiter, als Farbsammelzylinder fungierender Gummizylinder (16) vorgesehen ist, der sich mit mehreren Farbselektionswalzen (15) und mit einem Hochdruckplattenzylinder (17) in Kontakt befindet, welcher das vollständige Druckmuster des zweiten, auf der anderen Seite des Papiers zu druckenden Bildes aufweist, dass die erwähnten Farbselektionswalzen (15), deren Anzahl gleich der Zahl der Farben des zweiten Bildes ist und deren Reliefbereiche den Teilen dieses in den verschiedenen Farben einzufärbenden Bildes entsprechen, durch je ein Farbwerk (14) in ,einer anderen Farbe einfärbbar sind und ein Bild mit nebeneinanderliegenden Farben auf den erwähnten Farbsammelzylinder übertragen, der
    V/
    seinerseits den erwähnten Hochdruckplattenzylinder (17) einfärbt, und dass ein dritter Gummizylinder (19) vorgesehen ist, der sich in Kontakt mit dem erwähnten Hochdruckplattenzylinder (17) befindet, von diesem eingefärbt wird und gegen den ersten Gummizylinder (12) gepresst ist, wobei das Papier (1) zwischen dem ersten und dem dritten Gummizylinder (12, 19) hindurchläuft und dabei gleichzeitig auf seiner einen und seiner anderen Seite mit dem ersten bzw. dem zweiten Bild bedruckt wird, und dass im Papiertransportsystem eine Tro'cknungsvorrichtung (B) und zwischen dieser Trocknungsvorrichtung (B) und der Stahlstichdruckmaschine (D) eine Papierüberführungs- und Wendevorrichtung (C) vorgesehen sind, wobei diese Papierüberführungs- und Wendevorrichtung (C) dazu eingerichtet ist, das Papier nach Bedarf zu wenden, je nachdem ob die das Bild mit überlagerten Farben und Druckmustern aufweisende Papierseite oder die das Bild mit nebeneinanderliegenden Farben aufweisenden Papierseite in der Stahlstichdruckmaschine (D) mit einem Stichdruckbild bedruckt werden soll. .
  2. 2. Maschine nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Papiertransportsystem zwischen der Papierüberführungs- und Wendevorrichtung (C) und der StahlstichcSruckmaschine (D) eine Vorrichtung zur Kontrolle und Korrektur des Registers (E) angeordnet ist.
  3. 3. Maschine nach Punkt 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle einer Bogendruckmaschine die Vorrichtung zur Kontrolle und Korrektur des Registers (E) einen Registerlesekopf (41) und eine Registertrommel (42) aufweist, auf der die Bögen nach dem Passieren des Registerlesekopfes (42) verlaufen und welche durch diesen
    XfT
    zwecks eventueller Registerkorrektur steuerbar ist.
  4. 4. Maschine nach einem der Punkte 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahlstichdruckmaschine (D) mit einem System zur Sammeleinfärbung in mehreren Farben ausgerüstet ist, welches einen Farbsammelzylinder (32) in Kontakt mit dem Plattenzylinder (36) sowie mehrere, diesen Farbsammelzylinder (32) einfärbende. Farbselektionswalzen (31) und diesen jeweils zugeordnete Farbwerke (30) aufweist, dass ferner wenigstens eine in Kontakt mit dem Plattenzylinder (36) befindliche Schablonenwalze (40) vorgesehen ist, welcher ein Farbwerk (33) zugeordnet ist und die zur direkten Einfärbung der Stichdruckplatten dient, wobei alle Farbwerke (30, 33) und die Farbselektionswalzen (31) auf einem abfahrbaren Farbwerkgestell (29) installiert sind, und dass das System zur Sammeleinfärbung gegen mehrere, die Stichdruckplatten in mehreren Farben direkt einfärbende Schablonenwalzen (40a) und ihnen zugeordnete, auf einem abfahrbaren Farbwerkgestell (29a) montierte Farbwerke (33a) austauschbar ist.
  5. 5. Maschine nach einem der Punkte 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , dass wenigstens einer (11) der erwähnten Offsetplattenzylinder der indirekt druckenden Vorrichtung (A) eine Feuchtoffset-Druckplatte trägt, der ein Feuchtwerk (10) zugeordnet ist, während die anderen Offsetplattenzylinder (8) Trockenoffset-Druckplatten tragen.
  6. 6. Maschine nach einem der Punkte 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die indirekt druckende Vorrichtung (A) ausserdem eine Offsetdruckeinheit, vorzugsweise eine Feuchtoffset-Druckeinheit (43, 44, 4 5), aufweist,
    deren Plattenzylinder (43) sich in Kontakt mit dem dritten Gummizylinder (19) befindet.
  7. 7. Maschine nach einem der Punkte 1 bis 6. dadurch gekennzeichnet, dass für den Hochdruckplattenzylinder (17) in der indirekt druckenden Vorrichtung (A) eine doppelte Einfärbung mit Hilfe zweier Bildübertragungszylinder (18) vorgesehen ist.
    Hierzu JLSeiteri Zeichnungen
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