DD21870A5 - Verfahren zum Galvanisieren von eisenhaltigen pulvermetallurgischen Körpern - Google Patents

Verfahren zum Galvanisieren von eisenhaltigen pulvermetallurgischen Körpern

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DD21870A5
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DEUTSCHE
DEMOKRATISCHE
REPUBLIK
AMT FÜR ERFINDUNGSUND PATENTWESEN
21870 Kl. 48a 14/04
PATENTSCHRIFT 21870
P 48a/55 821
Patentart: Deutsches Ausschließungspatent Anmeldetag: 8. Juli 1958
Tag der Ausgabe der Patentschrift: 6. September 1961 Die Priorität der Anmeldung in Ungarn vom 12. Juli 1957 wird in Anspruch genommen Erfinder: Palma Szeki, Budapest
Terez Eöllös, Budapest
Izidor Nemenyi, Budapest Inhaber: Altalanos Geptervezo Iroda, Budapest
Verfahren zum Galvanisieren von eisenhaltigen pulvermetallurgischen Körpern
Es ist oft erwünscht, die durch. Pressen und Sintern hergestellten pulvermetallurgischen Körper mit einem galvanischen Überzug zu versehen. So erhalten z. B. eisenhaltige pulvermetallurgische Formlinge einen Nickel- oder einen Nickel- und Chrom-Überzug. Da aber diese pulvermetallurgischen Körper porös sind, dringt im. Laufe der Galvanisierung die dazu verwendete Flüssigkeit in die Poren hinein und verursacht unter dem galvanischen Überzug Korrosion, wodurch die pulvermetallurgischen Formkörper ίο zerstört werden. Dieser Vorgang macht es unmöglich, diese porösen Körper unmittelbar mit einem galvanischen Überzug zu versehen. Es wurde gefunden, daß an eisenhaltigen pulvermetallurgischen Formkörpern ohne das Auftreten der obenerwähnten Korrosionserscheinungen gut haftende galvanische Überzüge erzeugt werden können, wenn der galvanische Überzug an einer auf der Oberfläche des eisenhaltigen Formkörpers durch Behandlung mit überhitztem Wasserdampf erzeugten blauen Oxydschicht herge^ stellt wird.
Die Oberflächen der eisenhaltigen pulvermetallurgischen Formlinge wurden mit blauen Oxydschichten versehen, um die Porösität derselben zu vermindern und um die Fließgrenze, Härte und Korrosionsfestigkeit zu erhöhen. Solche blauen Oxydschichten werden bei Temperaturen von 550 bis 600 0C mit überhitztem Dampf erzeugt und sichern einen mittleren Korrosionsschutz. Auf solchen Schichten wurden galvanische Überzüge noch nicht erzeugt, es ist auch nicht zu erwarten, daß auf einer solchen Oxydschicht der galvanische Überzug gut haftet. Im Laufe unserer Versuche ergab es sich nicht nur, daß diese blaue Oxydschicht an den pulvermetallurgischen, eisenhaltigen Formkörpern in entsprechendem Maße haftet, sondern daß auf derselben sehr gut haftende, z.B. aus Kupfer, Nickel oder Chrom bestehende galvanische Metallüberzüge erzeugt werden können, was nicht vorauszusehen war. Überraschenderweise haftet z, B. der Nickelüberzug so stark an der bläuen Oxydschicht, daß die allgemeingebräuchliche Kupferzwischenschicht nicht nötig ist.
Gemäß unseren Untersuchungen ist die Porosität der auf einer solchen blauen Oxydschicht aufgebrachten Nickelsehicht geringer, als die des in üblicher Weise auf eine galvanische Kupferschicht erzeugten Nickels.
Das Verfahren gemäß der Erfindung soll an Hand folgender Beispiele näher erörtert werden.
Beispiel 1:
Aus mit Kupferüberzug versehenen Eisenabfällen hergestelltes Eisenpulver, welches 7 % Cu und 0,2 % C enthält, wird mit 1 % Graphitpulver vermischt und es werden auf /die in der Pulvermetallurgie übliche Weise Zahnräder hergestellt. Diese Zahnräder werden bei einer Temperatur zwischen 550 und 600 "C mit überhitztem Wasserdampf behandelt, wodurch sich auf der Oberfläche derselben eine blaue Oxydschicht bildet. Nach Abkühlen werden die aus dem Ofen herausgenommenen Zahnräder in einem bereits bekannten, z. B. Wattschen Nickelbad, durch
eine 50 Minuten dauernde Behandlung mit einer 8 bis 10 Mikron starken Nickelschicht versehen. Die mit dem Nickelüberzug versehenen Zahnräder werden in üblicher Weise mit Tuchscheiben poliert. Auf dieser Nickelschicht kann in üblicher Weise noch ein galvanischer Chromüberzug erzeugt werden.
Beispiel 2:
Aus 30 % Cu und 70 % Fe enthaltendem Eisenpulver werden Zahnräder hergestellt und gemäß Beispiel 1 mit einem Nickelüberzug versehen
Die erzeugte Nickelschicht haftet in beiden Fällen vorzüglich an den pulvermetallurgischen Erzeugnissen und eine durch das galvanische Bad hervorgerufene Korrosion unter der Nickelschicht kann nachträglich nicht festgestellt werden.
Beispiel 3:
Aus einem nach einem bekannten Verfahren hergestellten Eisenpulver mit einer maximalen Korngröße von 400 Mikron werden mit einem l%igen Graphit- und 2 % Cu-Pulver Formkörper hergestellt, deren Gesamtporosität etwa 30 % beträgt. Die Formkörper werden bei einer Temperatur zwischen 550 und 6000C V2 Stunde lang mit überhitztem Wasserdampf und danach unmittelbar in einem Nickelbad, wie in Beispiel 1, behandelt. In Anbetracht der hohen Porosität werden nicht sämtliche Poren auf der Oberfläche durch die blaue Oxydschieht verschlossen, so daß etwas Elektrolyt in die Poren eindringt, aber die Menge des Elektrolyts ist so gering, daß eine nachträgliche Korrosion praktisch nicht feststellbar ist. Falls die Gesamtporosität des auf pulvermetallurgischem Wege hergestellten Körpers 20 % nicht überschreitet, werden die Poren durch die blaue Oxydschieht auf der Oberfläche gänzlich verschlossen, so daß bei einer nachträglichen Galvanisierung der Elektrolyt in den Körper nicht eindringt und auch Korrosionsspuren nicht festgestellt werden können.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    1. Verfahren zur Erzeugung einer galvanischen Schicht auf eisenhaltigen pulvermetallurgischen Formkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß man den galvanischen Metallüberzug auf eine auf den pulvermetallurgischen Formkörpern durch Behandlung mit überhitztem Wasserdampf bei 550 bis 600 °C erzeugte blaue Oxydschieht abscheidet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß man eine Niekelschicht unmittelbar auf die blaue Oxydschieht abscheidet.
    VEB Vordruck-Leitverlag Berlin, Berlin-Hohenschönhausen Druck: Ag 300/61/DDR 300 8/61 99 ΠΙ/18/20

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