DD218903A1 - Verfahren zur trocknung von gruenhopfen - Google Patents

Verfahren zur trocknung von gruenhopfen Download PDF

Info

Publication number
DD218903A1
DD218903A1 DD25512583A DD25512583A DD218903A1 DD 218903 A1 DD218903 A1 DD 218903A1 DD 25512583 A DD25512583 A DD 25512583A DD 25512583 A DD25512583 A DD 25512583A DD 218903 A1 DD218903 A1 DD 218903A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
hops
green
drying
hop
green hops
Prior art date
Application number
DD25512583A
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Berger
Original Assignee
Wtz Gaerung Getraenkeind
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wtz Gaerung Getraenkeind filed Critical Wtz Gaerung Getraenkeind
Priority to DD25512583A priority Critical patent/DD218903A1/de
Publication of DD218903A1 publication Critical patent/DD218903A1/de

Links

Landscapes

  • Freezing, Cooling And Drying Of Foods (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trocknung von Gruenhopfen. Die Erfindung bezieht sich auf ein spezielles Problem der Hopfentrocknung. Gruenhopfen soll energiesparend und mit weniger Bitterstoff- und Aromastoffverlusten Wasser entzogen werden, um es danach zu einem lagerfaehigen Hopfenprodukt verarbeiten zu koennen. Beim Verfahren nach der Erfindung wird der Gruenhopfen durch Zerstoerung des intrazellulaeren Verbandes der Hopfenzapfenblaetter mittels bekannter Verfahren wie Schneiden, Reiben, Zerschlagen und anschliessendes mechanisches Abpressen von etwa 60 bis 80 % der Ausgangsfeuchte getrocknet, und erfindungsgemaess wird die Haelfte der verbliebenen Feuchte dem Gruenhopfen durch Zugabe eines Adsorbens entzogen. Die Erfindung kann in hopfenerzeugenden landwirtschaftlichen Betrieben angewendet werden.

Description

Titel der Erfindung:
Verfahren zur Trocknung von Grünhopfen
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung kann in hopfenerzeugenden landwirtschaftlichen Betrieben angewendet werden·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Die Trocknung des Grünhopfens erfolgt hauptsächlich durch Warmlufttrocknung (60-70 0C). Meist wird in einem Konvektionstrockner, der einen kontinuierlich arbeitenden Flächentrockner darstellt, der Grünhopfen mittels Warmluft von ca. 80 % Feuchteanteil auf ca· 6 - .10 % Feuchteanteil getrocknet· Der so getrocknete Hopfen wird dann entweder konventionell zu Landballen und später zu Ballots gepreßt oder gemahlen / ungemahlen zu Hopfenpulverprodukten vorzugsweise zu Pellets gepreßt·
Es ist bekannt, daß bei der Hopfentrocknung im Warmluftstrom Verluste von 10...50 % an brauwertbestimmenden Inhaltsstoffen auftreten. Diese sind:
- Verluste an Aromastoffen (ätherische öle) durch Verdunstung und chemische Umwandlung
- , Verluste an Bitterstoffen (uo-Säuren), die infolge von Oxidationsund Polymerisationsreaktionen während der 5···7 stündigen Trocknung in z. T* unlöslich oder weniger stark bitternde Substanzen umgewandelt werden.
Weiterhin ist bekannt, daß der Trocknungsprozeß mittels Warmluft energieintensiv ist und Energieträger wie Heizöl oder Heizgas benötigt. .
Wesentlich schonender kann der Grünhopfen mittels kalter, trockner Luft bei -1 0C getrocknet werden (DRP 98888). Dieses Verfah-
ren ist sehr kostenaufwendig; der Bedarf an isolierten Räumen ist groß. Durch Sauerstoffzufuhr ist ein Verlust an bautech-> nischen wertvollen Bitterstoffen und Aromakomponenten nicht ausgeschlossen.
Bekannt sind weiterhin Verfahren, /bei denen Grünhopfen durch Kühlung im kalten Luftstrom von -18 0O und darunter tiefgekühlt wird und somit konserviert werden kann· Im 2. Verfahrensgang wird vorgeschlagen, die tiefgekühlten Zapfenhopfen zu pressen und tiefgekühlt zu lagern. Diese Verfahren führten zu technischen Schwierigkeiten bezüglich eines gleichmäßigen Einfrostens sowie beim Pressen. Desweiteren ist ein großer Bedarf an gekühlten Räumen erforderlich, so daß letztlich aus ökonomischen Gründen diese Verfahren nicht sinnvoll sind. (Brauwissensehaft , 17(1964)11, S. 423/432).
Es ist weiterhin bekannt, daß eine Konservierung von zerkleinertem Grünhopfen auch durch Anwendung von Wärme, Vakuum oder durch chemische Konservierungsmittel möglich ist (DB-OS 1442180, DB-OS 1442181). Diese Grünhopfen-Aufbereitungsverfahren sind sehr kostenaufwendig und führen zu Verlusten durch die Anwendung erhöhter Temperaturen bzw. zu negativen Beeinflussungen durch die chemischen Konservierungsmittel.
Im WP 218499 wird vorgeschlagen, frisch gepflückten Grünhopfen zu zerkleinern, zu tiefkühlgerechten Einheiten zu portionieren, zu kömpaktieren und dann einzufrosten. Der tiefgekühlte Hopfen wird bis zum Verbrauch in der Brauerei in diesem Zustand belassen. Dieses Verfahren ist technisch und energetisch aufwendig und erfordert Frostungs- bzw. Tiefkühllagerkapazitat im oder in der Nähe des Hopfenerzeugerbetriebes bzw» in der Brauerei.
Ziel der Erfindung%
'Die Erfindung hat zum Ziel$ Grünhopfen energiesparend und mit weniger Bitterstoff- und Aromastoffverlusten Wasser zu entziehen und danach zu einem lagerfähigen Hopfenprodukt zu verarbeiten.
Wesen der Erfindung;
Die Erfindung hat die Aufgabe, frisch gepflückten Zapfenhopfen
(Grünhopfen) mit geringem technischen und energetischem Aufwand und bei Senkung der Bitterstoff- und Aromaverluste zu einem lagerfähigen Hopfenprodukt zu verarbeiten. Dazu wird zuerst entsprechend WP 151182 der intrazelluläre Verbund der ungetrockneten Hopfenzapfen durch Zerreiben, Zerquetschen, Zerschneiden zerstört und der größte Teil des Wassers (60 80 %) mechanisch z. B. durch Pressen abgetrennt· Erfindungsgemäß kann danach auf schonende Weise durch Zugabe eines geeigneten Adsorbens (z. B· wasserfreies ÜTapSO^) dem Hopfen die Hälfte der verbliebenen Feuchte entzogen werden, so daß die Endfeuchte im Hopfen 6.,.12 % beträgt. Das Hopfen-Adsorbens-Gemisch wird zu einem Hopfenprodukt, vorzugsweise Pellets, weiterverarbeitet.
Bei diesem Verfahren ist der Verlust an brautechnisch wichtigen Inhaltsstoffen mit 1 - 2 % sehr gering. Der Entzug der Feuchte mittels Adsorbens ist einfach, da durch die Zerstörung des intrazellulören Verbundes der Übergang des Wassers nicht mehr durch die Zellwände erfolgen muß.
Ausführungsbeispiel:
Frisch gepflückte Hopfenzapfen (Grünhopfen) werden in einem Fleischwolf zerkleinert. Die zerkleinerte Hopfenmasse wird danach in einer Strangpresse bei einem Maximaldruck von 100 MPa (1000 kp/cm ) ausgepreßt. Hierbei werden 60 % bis 80 % des ursprünglichen Wassers abgetrennt. Der Preßstrang wird dann in einer Einrichtung zerrieben und mit einem Adsorbens vermischt. Dem Hopfen wird somit ein weiterer Wasseranteil, vorzugsweise bis auf 6 bis 12 % Restwassergehalt, entzogen« Das Hopfen-Adsorbens-Gemisch wird zuletzt pelletiert.
Feuchtebilanz:
Feuchte im Zapfen (% absolut)
80
24
% total 100
70 Entzug durch Pressen
15 Entzug durch Adsorption
15 Endfeuchte im Hopfen

Claims (2)

  1. Erf indungsanspruch :
    1. Verfahren zur Trocknung von Grünhopfen durch Zerstörung des intrazellulären Verbandes der Ropfenzapfenblätter mittels bekannter Verfahren wie Schneiden, Reiben, Zerschlagen und anschließendem mechanischen Abpressen von etwa 60 bis 80 % der Ausgangsfeuchte, gekennzeichnet dadurch, daß die Hälfte der verbliebenen Feuchte durch Zugabe eines Adsorbens dem Grünhopfen entzogen werden.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Grünhopfen zusammen mit dem Adsorbens zu einem kompaktierten Produkt gepreßt wird·
DD25512583A 1983-09-27 1983-09-27 Verfahren zur trocknung von gruenhopfen DD218903A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD25512583A DD218903A1 (de) 1983-09-27 1983-09-27 Verfahren zur trocknung von gruenhopfen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD25512583A DD218903A1 (de) 1983-09-27 1983-09-27 Verfahren zur trocknung von gruenhopfen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD218903A1 true DD218903A1 (de) 1985-02-20

Family

ID=5550664

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD25512583A DD218903A1 (de) 1983-09-27 1983-09-27 Verfahren zur trocknung von gruenhopfen

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD218903A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0252394B1 (de) Verfahren zum Trocknen von pflanzlichen oder tierischen Materialien
DE1692272C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Extrakts aus Tee oder Kaffee
CA2061773A1 (en) Enriched nutritious food product comprising powder of ginseng and method for producing poweder of ginseng
DE2323627A1 (de) Verfahren zur herstellung von kaffeearomaprodukten
DE3529229C1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur thermischen Konditionierung von Ölsaaten und Ölfrüchten, insbesondere Leguminosesamen
DE2147878A1 (de) Verfahren zum Herstellen von gefrier getrockneten Kaffee oder Tee Extrakten und Vorrichtung zur Durchfuhrung des Verfahrens
DE2549440A1 (de) Extrakte von pflanzlichen materialien und verfahren zur herstellung derselben
RU2154969C1 (ru) Способ получения порошкового продукта столовой свеклы
EP0004632A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines natürlichen Humusbildners und Düngers auf Rindenbasis
EP0906113B1 (de) Verfahren zum herstellen eines lagerfähigen präparats aus frischpflanzen und frischpflanzenpräparat
EP2501241B1 (de) Verfahren zur konservierung von nahrungsmitteln und verfahren zur herstellung von konservierten nahrungsmitteln
RU2152743C1 (ru) Способ переработки белокочанной капусты
DE2521318A1 (de) Verfahren zur herstellung eines kaffeearoma-materials
DE102022125113B3 (de) Verfahren zur Hopfenverarbeitung
DE3406370A1 (de) Verfahren zum behandeln von schalenfruechten
DE2808981C2 (de)
DE2000315A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines pulverfoermigen Extraktes aus vermahlenen,geroesteten Kaffeebohnen
DE469789C (de) Verfahren zur Herstellung eines Tabakersatzmittels mit therapeutischen Eigenschaften
DD151182A1 (de) Verfahren zur verarbeitung von gruenhopfen
DE19718210C2 (de) Würzpulver und Verfahren zu seiner Herstellung
WO2012155889A1 (de) Verfahren zur herstellung von löslichen aromakonzentraten
DE2928240C2 (de) Verfahren zum Verarbeiten und Haltbarmachen von eiweißhaltigen Grünpflanzen
DE102004040717B3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Trockenproduktes aus Pflanzenprossen und/oder Keimlingen
DE2153591A1 (de) Verfahren zur herstellung von hopfengranulat
DE589995C (de) Verfahren zur Gewinnung von tierischen oder pflanzlichen Stoffen in Pulverform

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee