DD218922A1 - Kernrohrverschluss fuer die lockergesteinserkundung - Google Patents

Kernrohrverschluss fuer die lockergesteinserkundung Download PDF

Info

Publication number
DD218922A1
DD218922A1 DD25583983A DD25583983A DD218922A1 DD 218922 A1 DD218922 A1 DD 218922A1 DD 25583983 A DD25583983 A DD 25583983A DD 25583983 A DD25583983 A DD 25583983A DD 218922 A1 DD218922 A1 DD 218922A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
closure
core
core tube
tube
spring
Prior art date
Application number
DD25583983A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Gloth
Ingo Noack
Klaus Wazlawik
Original Assignee
Freiberg Bergakademie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Freiberg Bergakademie filed Critical Freiberg Bergakademie
Priority to DD25583983A priority Critical patent/DD218922A1/de
Publication of DD218922A1 publication Critical patent/DD218922A1/de

Links

Landscapes

  • Earth Drilling (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft einen Kernrohrverschluss fuer die Lockergesteinserkundung und ist besonders fuer die Bodenprobenentnahme aus kohaesionslosen und wasserfuehrenden Schichten geeignet. Das Ziel der Erfindung ist es, mit einfachen Mitteln einen vollstaendigen und moeglichst ungestoerten Kerngewinn zu ermoeglichen. Die technische Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kernrohrverschluss fuer die Lockergesteinserkundung zu entwickeln, der dem Eintritt des Bohrkerns in das Kernrohr keinerlei zusaetzlichen Widerstand entgegensetzt, einfach handhabbar ist, sicher und dicht schliesst und in unterschiedlichen Kernrohrsystemen einsetzbar ist. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass in einem Kernrohr ein Federfuehrungsrohr angeordnet ist, in dem sich ueber den gesamten Umfang Verschlussfedern befinden, die in den Innenquerschnitt des Kernrohres einschiebbar sind und einen halbkugelfoermigen Verschluss bilden.

Description

Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die Schnittdarstellung eines niit einer Hohlschnecke eingesetzten Seilkernrohres, das mit dem der Erfindung zugrunde liegenden Kernrohrverschluß ausgerüstet ist, ist zur Verdeutlichung in Figur 1 dargestellt. ! r '
Ein Seilkerninnenrohr, das aus einem Übergangsstück 1 mit daran angebrachten Aüßenrohr 2 und .Innenrohr 3 besteht, wird in bekannter Weise mit einem Overshot an einem Seil in das mit einer Bohrkrone 21 ausgerüstete untere Hohlschneckensegment 22 eingehängt und am oberen Ende mit einer gewöhlichen Verriegelung (nicht dargestellt) im unteren Hohlschneckensegment 22 arretiert.
Eine weitere Zentrierung des Seilkerninnenrohres erfolgt durch die in der Bohrkrone 21 angeordneten Arretierungsbolzen 17, die beim Einhängen des Seilkerninnenrohres in die Rille des Führungsringes 16 einrasten. Die federbelasteten Arretierungsbolzen 17, die in einer Führung 18 geführt sind und deren Druck mittels der Stellschrauben 20 und der Druckfedern 19 einstellbar ist, haben weiterhin die Aufgabe, beim Ziehen des mit dem Bohrkern 23 gefüllten Seilkerninnenrohres den Kernrohrverschluß auszulösen. Die Auslösung erfolgt durch die Verschiebung des Führungsringes 16 mit der Verschlußhülse 14 gegenüber dem Federführungsrohr 10 gegen die Kraft der Druckfedern 15, die zwischen Verschlußhülse 14 und Anschlußhülse 13 angeordnet sind. DieVerschlußfedern 9 können durch den entstehenden Spalt zwischen der Verschlußhülse 14 und dem Federführungsrohr 10 in den Innenquerschnitt des Seilkerninnenrohres eintreten und den Querschnitt hermetisch abschließen. Die Verschlußfedern 9 durchtrennen den Bohrkern 23 an dieser Stelle. Das Ausschieben der durch das Federführungsrohr 10 und das Außenrohr 2 geführten Verschlußfedern 9 erfolgt mit Hilfe der vorgespannten Druckfeder 5, die auf den mit dem Distanzring 8 in Verbindung stehenden Federanschlußring 6 wirkt. Die Vorspannung der Druckfeder 5 kann mittels des Distanzringes 4 eingestellt werden.
Die Einstellung der Ausschublänge der Verschlußfedern 9 erfolgt durch den Distanzring 8. Die Verschlußfedern 9 sind durch Zylinderschauben 7 am Federanschlußring 6 befestigt. Zwischen Außenrohr 2 und Innenrohr 3 ist ein Stoßring 24 angebracht, der als Anschlag für das Federführungsrohr 10 dient. Am Außenrohr 2 ist ein Stoßring 12 als Anschlag für die Anschlußhülse 13 angeordnet. Zur Aufnahme des eintretenden Bohrkernes 23 kann zwischen dem Innenrohr 3 und dem Federführungsrohr 10 ein Folienschlauch 11 untergebracht sein, der durch den Bohrkern 23 herausgezogen wird und den Bohrkern 23 einschließt.

Claims (1)

  1. -1- 255 839 1
    Erfindungsanspruch:
    Kernrohrverschluß für die Lockergesteinserkundung, der in einem in einer Bohrvorrichtung eingesetzten Kernrohr angeordnet ist, gekennzeichnet dadurch, daß der Kernrohrverschluß aus einem Federführungsrohr (10), in dem über den gesamten Umfang gleichmäßig über einen Federanschlußring (6) verteilt angeordnete Verschlußfedern (9) vorgesehen sind, der Federanschlußring (6) mit einer Druckfeder (5) in Verbindung steht, das Federführungsröhr (10) einseitig mit einer in einer Anschlußhülse (13) befindlichen Verschlußhülse (14) verschließbar ausgebildet ist, zwischen der Anschlußhülse (13) und der Verschlußhülse (14) über den gesamten Umfang gleichmäßig verteilt Druckfedern (15) angeordnet sind, die Verschlußhülse (1Ί) mit einem Führungsring (16) und die Anschlußhülse (13) mit dem Kernrohr verbunden sind und der Führungsring (16) mittels Arretierungsbolzen (17) in der Bohrvorrichtung angeordnet ist.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
    Kernrohrverschluß für die Lockergesteinserkundung
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft einen Kernrohrverschluß für die Lockergesteinserkundung, der bei der Entnahme von Bodenproben aus dem Lockergestein, vorzugsweise aus kohäsionslosen und wasserführenden Schichten, Anwendung findet.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Bekannt sind Kernrohrverschlüsse und Kernfänger unterschiedlicher Konstruktion, deren Einsatz in Abhängigkeit von der Kohäsion der zu durchbohrenden Schichten erfolgt. In bindigen Schichten kommen Kernfangringe mit Erfolg zum Einsatz. In wasserführenden, kohäsionslosen Schichten werden z.B. Federkörbe, die beim Eintritt des Kernes nach oben aufgeschoben werden, Gummilamellen oder auch Klappenfänger mit mehr oder weniger Erfolg eingesetzt. Wasserführende, kohäsionslose Materialien erfordern einen dichten Kernrohrverschluß, wenn ein Auslaufen verhindert werden soll. Für diese Fälle sind Lösungen bekannt mit Klappensystemen, mit einem Federkorb, der durch das eintretende Material nach oben aufgedrückt wird oder hydraulisch arbeitende Verschlüsse, bei denen ein Schlauch, in den die Probe eingetragen ist, am unteren Ende hydraulisch verschlossen wird.
    Die genannten Lösungen bis auf den hydraulischen Abschluß ausnahmslos den Nachteil, daß sie dem in das Kernrohr eintretenden Probematerial einen mehr oder weniger großen Widerstand entgegensetzen. In diesen Fällen macht das einen ι weiteren Eintritt unmöglich, wodurch der Kerngewinn reduziert wird und es zu Fehlern kommen kann. In der Mehrzahl der Fälle kann mit diesen Systemen auch kein ausreichend dichter Abschluß erzielt werden. Hinzu kommt, daß z. B. Klappensysteme sehr kompliziert aufgebaut sind. Der Einsatz eines hydraulischen Verschlusses erfordert entweder den Einsatz von Spülung, was in vielen Fällen nicht möglich ist, oder man muß eine zusätzliche Leitung, die zusätzlichen Aufwand und komplizierte Technologien erfordert, bis zur Bohrlochsohle führen.
    Ziel der Erfindung
    1 Das Ziel der Erfindung ist es, mit einfachen Mitteln einen vollständigen und möglichst ungestörten Kerngewinn bei der Entnahme von Bodenproben aus dem Lockergestein, vorzugsweise aus kohäsionslosen und wasserführenden Schichten, zu ermöglichen. .·.·..,
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Die technische Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kernrohrverschluß für die Lockergesteinserkundung zu entwickeln, der dem Eintritt des Bohrkerns in das Kernrohr keinerlei zusätzlichen Widerstand entgegensetzt, einfach aufgebaut und handhabbar ist, sicher und dicht schließt und in unterschiedlichen Kernrohrsystemen einsetzbar ist.
    Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in einem in einer Bohrvorrichtung angeordneten Kernrohr ein Federführungsrohr vorgesehen ist, in dem sich über den gesamten Umfang gleichmäßig über einen Federanschlußring verteilt angeordnete Verschlußfedern befinden. An der der Bohrkrone abgewandten Seite des Federführungsrohres ist der Federanschlußring, mit den daran angebrachten Verschlußfedern, die im Federführungsrohr geführt werden, und eine auf den Federanschlußring wirkende Druckfeder vorgesehen. Die der Bohrkrone zugewandte Seite des Federführungsrohres ist durchs eine in einer Anschlußhülse befindlichen Verschlußhülse verschließbar ausgebildet. Innerhalb der Anschlußhülse sind über den gesamten Umfang verteilte auf die Verschlußhülse wirkende Druckfedern eingebaut. Das Kernrohr mit dem darin angeordneten Kernrohrverschluß wird durch in der Bohrkrone angeordnete Arretierungsbolzen über einen mit der Verschlußhülse in Verbindung stehenden Führungsring in der Bohrvorrichtung arretiert und zentriert. Die im Federführungsrohr geführten Verschlußfedern sind vorgespannt und an ihrem dem Federanschlußring gegenüberliegenden Ende derart ausgebildet, daß sie im geschlossenen Zustand des Kernrohrverschlusses einen halbkugelförmigen Verschluß bilden. Die Ausschublänge der Verschlußfedern ist durch einen zwischen Federführungsrohr und Führungsring angeordneten Distanzring -einstellbar. , .
    Im offenen Zustand befinden sich die Verschlußfedern vorgespannt in dem durch die Verschlußhülse verschlossenen Federführungsrohr. Im geschlossenen Zustand ist das Federführungsrohr offen und die Verschiußfedern sind durch die auf den Federanschlußring wirkende Kraft der Druckfeder in den Innenquerschnitt des Kernrohres eingeschoben. Die Auslösung des KernroHrverschlusses erfolgt beim Ziehen des Kernrohres. Dabei wird die Verschlußhülse gegen die Kraft der zwischen Verschlußhülse und Anschlußhülse befindlichen Druckfedern verschoben und das Federführungsrohr für den Eintritt der Verschlußfedern in den Innenquerschnitt des Kernrohres freigegeben. Die Verschlußfedern durchdringen dabei den im Kernrohr befindlichen Bohrkern und verschließen das Kernrohr. ' '
    Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich gegenüber den bekannten Lösungen dadurch aus, daß im zurückgezogenen Zustand des Kernrohrverschlusses eine glatte Innenwand des Kernrohres gewährleistet und damit dem Bohrkern ein ungehinderter Eintritt in das Kernrohr ermöglicht wird. Der erfindungsgemäße Kernrohrverschluß ist sicher und dicht schließend ausgebildet, relativ einfach im Aufbau und unkompliziert in Handhabung und Wartung. Er ist in unterschiedlichen Kernrohrsystemen einsetzbar und mit einem für die Aufnahme des Bohrkernes vorgesehenen Schlauch, der innerhalb des Kernrohres angeordnet ist und durch den eintretenden Bohrkern abgezogen wird und diesen einschließt, kombinierbar.
DD25583983A 1983-10-21 1983-10-21 Kernrohrverschluss fuer die lockergesteinserkundung DD218922A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD25583983A DD218922A1 (de) 1983-10-21 1983-10-21 Kernrohrverschluss fuer die lockergesteinserkundung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD25583983A DD218922A1 (de) 1983-10-21 1983-10-21 Kernrohrverschluss fuer die lockergesteinserkundung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD218922A1 true DD218922A1 (de) 1985-02-20

Family

ID=5551230

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD25583983A DD218922A1 (de) 1983-10-21 1983-10-21 Kernrohrverschluss fuer die lockergesteinserkundung

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD218922A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1997046789A1 (de) * 1996-06-04 1997-12-11 Ufz Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle Gmbh Säulenverschlusskappe und verfahren zur vorbereitung und durchführung von säulenuntersuchungen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1997046789A1 (de) * 1996-06-04 1997-12-11 Ufz Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle Gmbh Säulenverschlusskappe und verfahren zur vorbereitung und durchführung von säulenuntersuchungen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2856138C2 (de)
DE3025435C2 (de) Druckkernrohr-Baugruppe und Verfahren zu deren Verwendung
DE2545090C3 (de) Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines Objekts an einem rohrförmigen Gehäuse
DE3115467A1 (de) Zirkulationsventil
DE2118815A1 (de) Zementiervorrichtung für Futterrohrstränge von Bohrlöchern
DE2005539A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entnahme einer ungestörten Bodenprobe
DE1921960A1 (de) Kernbohrvorrichtung
DE3123630C2 (de)
DE2357744A1 (de) Packervorrichtung fuer ein bohrloch
DE3229151A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur bohrlochvorbereitung und zum testen
DE2611677A1 (de) Vorrichtung zum einbringen von erdbohrungen
DE2352085C3 (de) Vorrichtung zur Betätigung einer Bohrlochpackung
DE2935605A1 (de) Stopfen, insbesondere fuer leitungsrohre bei offshore-bohrinseln
DE3145963A1 (de) Unterirdisch betaetigbares absperrventil
DD218922A1 (de) Kernrohrverschluss fuer die lockergesteinserkundung
DE2917141A1 (de) Einsetzgeraet
DE3612762A1 (de) Teleskopierbares bohrgeraet
DE2903936A1 (de) Vorrichtung zur gewinnung von kernen
DE60037820T2 (de) Verriegelungsvorrichtung für kernbohrsysteme am seil, seilvorrichtung mit verriegelung und verfahren zum kernbohren
DE19504720A1 (de) Sicherheitsvorrichtung für Fenster oder Türen zum Verhindern von Einbrüchen
AT398002B (de) Probensammler zur ziehung von wasserproben aus gewässern, brunnen, bohrlöchern und dergleichen
DE2231642A1 (de) Vorrichtung zum absenken und rueckholen eines kernrohres
DE3228106C2 (de) Vorrichtung für das Erdbohren mit Hilfe des Lufthebeverfahrens
DE3200911A1 (de) Wiederverwendbarer bohrlochverschluss
DE2923262C2 (de) Bodenprobenentnahmesonde für Rammkernsondierungen

Legal Events

Date Code Title Description
RPI Change in the person, name or address of the patentee (searches according to art. 11 and 12 extension act)
RPV Change in the person, the name or the address of the representative (searches according to art. 11 and 12 extension act)
UW Conversion of economic patent into exclusive patent
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee