DD219375A1 - Verfahren und vorrichtung zum entschuppen von fischen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren mit Vorrichtung zum Entschuppen von Fischen. Das Verfahren ist fuer bearbeitete als auch fuer unbearbeitete Fische anwendbar. Ziel der Erfindung ist die Erhoehung des Entschuppungseffektes beim Entschuppen von Fischen und die Verringerung der mechanischen Belastung des Fischfleisches. Ausgehend von der gestellten Aufgabe, ein Verfahren mit Vorrichtung zum Entschuppen zu entwickeln, das einen hohen Entschuppungseffekt bei geringer mechanischer Belastung aufweist, erfolgt das Entschuppen erfindungsgemaess mit einem unter einem Druck von mehr als 5 MPa stehenden Wasserstrahl entgegengesetzt zur Schuppenrichtung des in Laengsrichtung den Entschuppungsduesen zugefuehrten Fisches. Der aus den Duesen austretende Wasserstrahl wirkt auf die Schuppen ein, indem er zwischen die Fischhaut und die anliegenden Schuppen eindringt, diese anhebt und ueber ihre Befestigungsstelle in der Dermatasche dreht und anschliessend aus dieser herausbricht. Das ausstroemende Wasser spuelt die herausgebrochenen Schuppen von der Haut und hinterlaesst eine vollstaendig entschuppte Oberflaeche. Die Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens besteht aus mit der Duesenoeffnung entgegengesetzt zur Schuppenrichtung angeordneten, einzeln entsprechend der Fischkontur gesteuerten vertikal schwenkbaren Duesen, die mit einer Anlaufflaeche versehen sind und selbstaendig beim Fischdurchlauf die Druckwasserzufuhr oeffnen und schliessen. Das Anwendungsgebiet sind Fischbearbeitungsanlagen. Fig. 1 zeigt eine vereinfachte Seitenansicht. Fig. 1
Description
Verfahren und Vorrichtung zum Entschuppen von Fischen
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entschuppen von Fischen in Fischbeärbeitungsanlagen für den Land- und Bordbetrieb.
Charakteristik der bekannten technischen ''Lösungen: Mechanische Verfahren und Vorrichtungen zum Entschuppen von Fischen sind bekannt. Die mechanischen Verfahren und Vorrichtungen haben den Nachteil, daß das Fischfleisch einer starken Beanspruchung unterliegt und häufig Verletzungen der Haut und des Fleisches auftreten. Im Urheberschein SU-Nr. 824- 936, internationale Klasse A22C25/02, mit dem Titel "Verfahren zur Fisehentschuppung und Vorrichtung zu dessen Durchführung" wurde ein Verfahren bekannt gemacht, daß mittels Luftstrahlen und deren Unterdruckwirkung auf die Schuppen einen Entschuppungseffekt erzielt. Der Luftstrahl wirkt direkt auf. die Dermataschen der Schuppen, die sich dabei unter der Druckeinwirkung nicht aufrichten dürfen, um einen Entschuppungseffekt zu erreichen. Die bekannte Vorrichtung dazu ist so ausgebildet, daß die Düsen direkt an der Haut anliegen und mit einem Schirm versehen sind, der das Aufrichten und Drehen der Schuppen verhindert. Nachteilig ist der geringe Entschuppungseffekt bei Fischarten mit festsitzenden Schuppen und bei kleinen Schuppen.
Ziel der Erfindung?
Ziel der Erfindung ist die Erhöhung der Entsehuppungsleistung und des Entschuppungseffektes.
Darlegung des Wesens der Erfindungs Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entschuppen zu entwickeln, das einen hohen Entschuppungseffekt bei allen Schuppenarten mit einer geringen mechanischen Belastung des Fischfleisches aufweist.
Erfindungsgemäß erfolgt das Entschuppen mit einem unter erhöhtem Druck im Bereich über 5 MPa stehenden Wässerstrahles entgegen der Schuppenrichtung. Ein oder mehrere aus Düsen austretende Wasserstrahlen wirken auf die Schuppen ein, indem sie zwischen die Fischhaut und die anliegenden Schuppen eindringen, diese anheben und über ihre Befestigungsstelle in der Dermatasche drehen und anschließend aus dieser herausbrechen. Das ausströmende Wasser spült die herausgebrochenen Schuppen von der Haut und hinterläßt eine vollständig entschuppte Oberfläche. Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht aus mit der Düsenöffnung entgegengesetzt zur Schuppenrichtung angeordneten, einzeln entsprechend der Fischkontur gesteuerten, vertikal beweglich ausgebildeten Düsen, die mit Andruckblechen versehen sind und selbständig beim Fischdurchlauf die Druckwasserzufuhr öffnen und schließen. Es ist vorteilhaft, die Transport- und Andruckrollen als Formrollen auszubilden und so anzuordnen, daß beim Durchlauf des Fisches durch die Vorrichtung dieser so gebogen wird, daß sich die Schuppenplatten von der Haut abheben und für die Wasserstrahlen eine vergrößerte Angriffsfläche bieten. Weiterhin ist es vorteilhaft, entsprechend der Festigkeit der Schuppen in der Haut, bei den unterschiedlichen Fischarten den Wasserdruck zu regeln.
Ausführungsbeispielj
Die Erfindung wird durch ein Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigens
Fig. 1 eine vereinfachte Seitenansicht mit Fisch Fig. 2 einen vereinfachten Schnitt A-A der Fig. 1
Wesentliche Bestandteile der Vorrichtung sind mehrere, nebeneinander angeordnete Düsen 9 mit den Andruckblechen sowie mehrere, auf der gegenüberliegenden Seite des Transportweges befestigte Düsen 13 mit den Andruckblechen 14. Die Durchbiegung des Fisches 17 in 2 Richtungen erfolgt durch die Transportrollen 3; 4> den Andruckrollen 5; 15 und der Leitrolle 10» Zum Ausrichten des Fisches 17 in der Längsachse sind seitliche Richtrollen 2; 2' an der Zuführung 1 befestigt. Die Transportrolle 3 ist am Ende der Zuführung 1 angeordnet. Oberhalb der Transportebene und in Transportrichtung und zur profilierten und angetriebenen Transportrolle 3 versetzt angeordnet, befindet sich die angetriebene und federnd gelagerte Andruckrolle 5» Senkrecht darunter sind die Düsen 9 mit den Andruckblechen 8 befestigt, die zum öffnen lind Schließen der Wasserzuführung 6 mit dem Ventil 7 verbunden sind. Zum Entschuppen der 2. Seite des Fisches 17 ist eine weitere profilierte und angetriebene Leitrolle 10 und eine gefedert befestigte, profilierte und angetriebene Andruckrolle 15 vorgesehen. Zwischen den Andruckrollen 5 und 15 sind weitere Düsen 13 tnit Andruckblechen 14-, Ventilen 12 und eine Wasserzuführung 11 vorhanden. Quer zur Transportrichtung sind die Düsen 9 und 13 bogenförmig so angeordnet, daß sich ihre Wirkungsbereiche überdecken und der gesamte Fisch bei einem Durchlauf durch die Vorrichtung entschuppt wird. .
Wirkungsweises .
Ein auf der Zuführung Λ befindlicher geköpfter oder ungeköpfter Fisch 17 wird durch die seitliche Anordnung der
Richtrollen 2;. 2f in seiner Längsachse auf die Arbeitsbreite der Vorrichtung ausgerichtet und anschließend der Transportrolle 3 zugeführt« Die profilierte und angetriebene Transportrolle 3 erfaßt den Fisch 17 und drückt ihn gegen die elastisch gelagerte und angetriebene Andruckrolle 5· Diese leitet den FischΊ7 gegen die Leitrolle Durch.den Anpreßdruck der Andruckrolle 5 wird der Fisch durchgebogen und die Schuppen heben sich in diesem Bereich, der sich zwischen der Transportrolle 3 und der Leitrolle 10 befindet, von der Fischhaut ab· Beim Durchlauf des Fisches 17 durch diesen Bereich drückt der Fisch 17 die Andruckbleche 8 aus seinem Transportweg
Durch die direkte Verbindung der Andruckbleche 8 mit dem Ventil 7 wird beim Schwenken des Andruckbleches 8 und der damit verbundenen Düse 9 die Wasserzuführung 6 geöffnet und der Wasserstrahl wirkt mit mehr als 5 MPa auf die von der Haut abgehobenen Schuppen ein. Der Druck des Wasserstrahls aus der Düse 9 trifft auf die Schuppen-" platten, hebt diese weiter von der Haut ab, kippt sie um ihren Drehpunkt in der Dermatasche und bricht dabei die Schuppen aus der Haut. Durch den Wasserstrahl werden die gelösten Schuppen entfernt. Die Andruckbleche 8} 14 sind so im Transportweg angeordnet, daß sie der Fisch 17 beim Transport zur Seite drückt und dabei die Ventile 7; 12 der Wasserzuführung 6 und 11 öffnet. Die mit den Andruckblechen 8; 14 verbundenen Düsen 9» 13 gleiten entsprechend der Bewegung der an die Kontur des Fisches angepreßten Andruckblechen 8; 14 in einem Abstand von 1 - 2 cm von der Hautoberfläche entlang der Fischkontur. Der Wasserstrahl wirkt direkt auf die durch die Fischbiegung von der Fischhaut abgehobenen Schuppen ein. Nach .dem Entschuppen der beiden Fischseiten wird der Fisch 17 durch das Abführband 16 aus dem Arbeitsbereich der Vor- . richtung transportiert.
Claims (9)
- Erfindungsanspruch:1. Verfahren zum Entschuppen von Fischen, dadurch gekennzeichnet, daß der Fisch (17) mit seinen Schuppentaschen in Wirkungsrichtung des Entschuppungsmediums orientiert, in den Wirkungsbereich von unter einem Druck von mehr als 5 MPa ausströmenden Wasserstrahlen gelangt, die die Schuppen von der Haut abheben, danach die Schuppen über ihren Drehpunkt in den Darmataschen drehen, anschließend aus den Darmataschen abknicken und abschließend von der Haut entfernen»
- 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fisch (17) im Wirkungsbereich der Wasserstrahlen so gebogen wird, daß sich die Schuppen von der Haut abheben und die Wasserstrahlen an die bereits von der .Fischhaut abgehobenen Schuppen angreifen·
- 3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserstrahlen zur Fischoberfläche einen Winkel von weniger als 90°, vorzugsweise weniger als 30?ι aufweisen.4·. Verfahren nach Punkt 1 bis 3> dadurch gekennzeichnet,.·. daß sich die Wasserstrahlen in ihrer Lageausrichtung zur Fischoberfläche dem Verlauf der Fischkontur anpassen und eine automatische Regelung der Wasserzufuhr erfolgt.
- 5. Verfahren nach Punkt 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf die zu entschuppende Fischoberfläche ein oder mehrere Wasserstrahlen so gleichzeitig oder nacheinander wirken,' daß deren Arbeitsbereiche sich überlappen·6β -Verfahren nach Punkt 1 bis 51 dadurch gekennzeichnet, daß zur Vergrößerung des Arbeitsbereiches über die gesamte Fischbreite die Wasserstrahlen Schwenkbewegungen quer zur Transportrichtung ausführen.
- 7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (9; 1.3) so im Transportbereich des Fisches (17) angeordnet 3ind, daß sie sich dem Verlauf der Fischkontur anpassen.
- 8. Vorrichtung nach Punkt 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (9; 13) so angeordnet sind, daß die austretenden Wasserstrahlen entgegen der Schuppenrichtung geführt werden9· Vorrichtung nach Punkt 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (9; 13) direkt mit separaten Andruckblechen (8; 14) versehen sind, die in den Transportbereich hineinragen und zusammen mit den Düsen (9? 13) einzeln vertikal schwenkbar ausgebildet und mit einer Rückzugfeder (18) ausgestattet sind.
- 10. Vorrichtung nach Punkt 7 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß entlang des Transportweges und in den Transportraum hineinragende, den Fisch (17) durchbiegende Transportrollen (3; 4) eine Leitrolle (10) sowie federbelastete Andruckrollen (5; 15) befestigt sind. .. Vorrichtung nach Punkt 7 bis 1.0, dadurch gekennzeichnet, daß die AndruckrοIlen (5; 15) und die Transportrollen (3; 4) angetrieben und profiliert ausgebildet sind.
- 12. Vorrichtung nach Punkt 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (9; 13) vertikal und horizontal schwenkbar ausgebildet sind.13· Vorrichtung nach Punkt 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die konkaven Andruckrollen (5; 15) einen Mantel aus elastischem Material aufweisen.
- 14. Vorrichtung nach Punkt 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserzufuhr durch die aus- und einschwenkenden Andruckbleche (8; 14) der Düsen (9; 13) geregelt wird.Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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| EP1246537A4 (de) * | 2000-01-13 | 2003-04-02 | Jersey Global Internat S A | Verfahren zum abschuppen von frischfischen und zum entfernen von inneren organen und vorrichtung zur durchführung des verfahrens |
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1983
- 1983-11-24 DD DD25704483A patent/DD219375A1/de not_active IP Right Cessation
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