DD220281A1 - Verfahren zur pneumatischen foerderung staubfoermiger bis feinkoerniger schuettgueter mit einem druckgefaessfoerderer - Google Patents
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Abstract
DIE ERFINDUNG BEZIEHT SICH AUF DRUCKGEFAESSFOERDERER MIT EINEM POROESEN BODEN, BEI DENEN ZUNAECHST DAS DRUCKLOSE DRUCKGEFAESS VON OBEN MIT DEM ZU FOERDERNDEN SCHUETTGUT GEFUELLT UND ANSCHLIESSEND DURCH DRUCKLUFTBEAUFSCHLAGUNG DURCH DEN POROESEN BODEN UEBER EINE BIS ZUM BODEN EINTAUCHENDE FOERDERLEITUNG ENTLEERT WIRD, UND IST INSBESONDERE FUER DEN TRANSPORT VON FLUGASCHE AUS ELEKTROABSCHEIDERN VON KRAFTWERKEN ANZUWENDEN. ZIEL UND AUFGABE BESTEHEN IN DER SENKUNG VON FOERDERZEIT UND FOERDERLUFT BZW. IN DER OPTIMALEN BELADUNG DER FOERDERLUFT MIT SCHUETTGUT BEREITS VOM FOERDERBEGINN AB. DIE ERFINDUNGSGEMAESSE LOESUNG BESTEHT DARIN, DASS IN DER DRUCKAUFBAUPHASE DIE ZUFUEHRUNG DER FOERDERLUFT KURZZEITIG UNTERBROCHEN ODER REDUZIERT WIRD.
Description
Titel der Erfindung
Verfahren zur -pneumatischen Förderung staubförmiger bis feinkörniger Schüttgüter mit einem Druckgefäßförderer
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf pneumatische Druckgefäßforderanlagen, bei denen ein Druckgefäß mit einem porösen Boden ausgestattet ist und in dieses Druckgefäß von oben eine Förderleitung bis in die Nähe desJporösen Bodens eintaucht. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur pneumatischen Förderung mittels oben genannter Druckgefäßförderanlagen, bei dem das zunächst drucklose 'Druckgefäß mit Schüttgut gefüllt und anschließend infolge Druckbeaufschlagung über die Förderleitung entleert wird· Insbesondere ist das erfindungsgemäße Verfahren beim Transport von Flugasche aus Elektroabscheidern von Kraftwerken mit Staubfeuerung anzuwenden«
Bei der pneuniatischen Förderung staubförmiger bis feinkörniger Schuttgüter nach dervzuvor genannten Art tritt der Mangel auf, daß am Beginn des Fordervorganges das Beladungsverhältnis Fördergut zu FörderBiediuiB unzureichend ist und erst während der Förderung den für Fördergut und -anlage optima len Wert erreicht· Ursache des Mangels ist die hohei^Verdichtung des Schüttgutes im Druckgefäß, die einmal während der Füllphase durch das Fallen der Gutteilchen aus dem Nach-
füllgefäS und zum anderen durch das Eigengewicht der Schüttgutsäule entsteht. Beginnt der Fördervorgang, so strömt die Förderluft in das Druckgefäß, hebt die Schüttgutpartikel an und strömt dann in die noch drucklose Förderleitung, ohne " daß anfangs eine intensive Aufwirbelung erfolgt. Erst mit dem Druckaufbau in der Förderleitung setzt wechselwirkend die Durchströmung, der Schüttgutschicht ein und damit zugleich das Ansteigen des Beladungsverhältnisses»
Bekannt ist es, einen Förderluftanteil durch die Schüttgutschicht im Druckgefäß strömen zu lassen und dann aus dem Druckgefäßobei-teil in die Förderleitung zu führen (BRD-PS .974 570 in 81 e, 62)..Diese anteilige Luftabführung wirkt einerseits als Verdünnungsluft dem Verstopfen der Förder-, leitung entgegen und andererseits als Auflockerungsluft für 'die Schüttgutschicht. Eine vollständige .Durchströmung und damit Auflockerung»der Schüttgutschicht wird dabei aber erst, wie oben bereits beschrieben, verzögert wirksam. Es ergeben sich somit anfangs der Förderungen große Luftmengen und damit hohe Luftgeschwindigkeiten bei nur geringen Seladungsverhältnissen. ;
Weiterhin wurde vorgeschlagen, die Förderleitung im vor der Einmündung der Verdönnungsluft liegenden Bereich vor Beginn des Fördervorganges abzusperren und anschließend die Luftzuführung zum Druckgefäß zu öffnen (WP B 65 G/237 296 in B 65 G, 53/12). Dadurch strömt die gesamte Förderluft zwangsweise durch das im Druckgefäßg befindliche Schüttgut und lockert dieses auf. Ist ein bestimmter Fluidisierungsgrad des Schüttgutes erreicht,: wird die Absperrung der Förderleitung auf gehoben und die Förderung setzt ein. Nachteilig ist dabei, j^a^ insbesondere abrasive Schüttgüter einen hohen Verschleiß der Absperrarmatur in der Förderleitung be- - wirken». ' '-' - ' " '-". < · :- - ' ' > , .· ' . . ;' " ,. -
Bekannt ist weiterhin, einen bestimmten Teil der Gesamtförderluft unter Umgehung des Druckgefäßes als Ringschleier Λ in die Förderleitung einzuleiten (BRD-PS 12 83 147 in B 65 G, 53/22)· Damit wird einmal ein schnellerer Drupkaufbau in ; der Förderleitung möglich und zu anderen der Verstopfungsgefahr entgegengewirkt.
Im Zusammenhang mit der pneumatischen Förderung ist auch bekannt, als Austragshilfe in einem Silo Auflockerungsböden einzusetzen. Da in vielen Fällen eine pneumatische Förderung einer Siloanlage nachgeordnet ist, ka'nn mit nur einem Druck-, lufterzeuger gearbeitet werden, indem wechselseitig die Druckluft einmal zur Auflockerung und zu anderen zur Förderung genutzt wird (BRD-OS 26 55 576 in B 65 G, 53/04). Damit werden zugleich kontinuierlich arbeitende Förderer mit diskontinuierlichen umfunktioniert. Erfolgt diese Auflockerung im Silo
- wechselseitig mit der Abförderung, so besteht anfangs jeder Förderung ein druckloser Zustand in der Förderleitung. Damit strömt der leeren Förderanlage einmal ein gut aufgelockertes Fördergutzu und zu anderen erfolgt,während der Druckaufbäuphase ein relativ hoher Gutaustrag. Nachteilig ist dabei, daß mit diesem anfangs höheren Gutaustrag in die Förderleitung eine zunehmende Verstopfungsgefahr verbunden ist* Der obengenannte yndMri seiner Arbeitsweise bereits be-
.- schriebehe Bruckgefä&förderer stelle diesbezüglich konstruktiv bedingt eine Ausnahme unter den' übrigen Förderern dar·
ι ι · t · j. * '
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es» an pneumatischen DruckgefäEförderanlagen den Aufwand an Förderluftmenge und -zeit zu senken und gleichzeitig den Verschleiß der Förderleitung zu ver- Bindern*, v .; ^ VS ,V1 - , {
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Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, an pneumatischen Druckgefäßforderanlagen, bei denen das Druckgefäß im Wechsel aus einem Nachfüllgefäß gefüllt und über eine Förderleitung entleert wird, den Fördervorgang so zu beeinflussen, daß bereits vom Förderbeginn an die Förderluft optimal mit Schüttgut beladen ist, ohne daß zusätzliche Armaturen im Fördersystem erforderlich sind. .
Dies wird erfindungsgemäß dadurch'erreicht, daß die Zuführung der Förderluft in der Druckaufbauphase kurzzeitig unterbrochen oder reduziert wird.
Ausführungsbeispiel .·. .
Die erfindungegemäße Lösung wird am folgenden Ausführungsbeispiel erläutert. Die zugehörigen Zeichnungen stellen dar:
Fig. 1: Prinzipdarstellung eines Druckgefäßförderers,1
Fig. 2: Diagramm zur Darstellung des zeitlichen Verlaufes der Förderluft,
Fig. 3: Diagramm zur Darstellung des zeitlichen Verlaufes des Druckes im Druckgefäß» ,
Die Anlage gemäß Fig, 1 enthält eio Druckgefäß 1 mit einem porösenBoden 2. Oberhalbdes Druckgefäßes 1 befindet sich ein Nachfüllgefäß 3, welches über einen Füllschacht 4 und ein Ventil 5 mit dem Druckgefäß 1 verbunden ist * Unterhalb des Druckgefäßes 1 mündet eine Förderluftleitung 6 mit einem Absperrventil 7 ein, wodurch,die einströmende Förderluft den porösen Boden 2 passieren muß· Oberhalb des porösen Bodens 2 be-findet sich die Mündung 8 einer Förderleitung 9, welche nach oben aus dem Druckgefäß 1 herausgeführt ist. Vom oberen Teil -des Druckgefäßes 1 führt eine Verdünnungsluftleitung IO in die Förderleitung 9, ν
-D-
Nach der erfindungsgemäßen Verfahrensweise wird gemäß der Fig. 2 und 3 nach Füllung des Druckgefäßes 1 kurzzeitig das Absperrventil 7 geöffnet. Damit strömt in der ersten Druckaufbauphase 11 Förderluft durch den porösen Boden 2 in das" Druckgefäß 1 ein und bewirkt e;ine Aufwärtsbewegung der ' Schutt-gutpärtikel. Anschließend wird kurzzeitig das Absperrventil geschlossen. Dadurch wird in der Beruhigungsphase 12 der Förderluftstrom unterbrochen» Das führt zu einem Absinken der angehobenen Schüttgutpartikel, wodurch diese insbesondere im unteren Schüttbereich in einen losen Schüttungszustand versetzt werden. Mit der anschließenden erneuten öffnung des Absperrventils 7 beginnt die zweite Druckaufbauphase 13, Infolge des Vorhandenseins vielzähliger, mit Luft umspülter Schüttgutpartikel können diese sofort in die Mündung 8 der Förderleitung 9 strömen. Es erfolgt somit ein relativ schneller Druckaufbau im Druckgefäß 1 und folglich ein nahezu verzögerungsfreier Beginn der pneumatischen Förderung mit einer anfänglich bereits hohen Schüttgutbeladung. Der überwiegende Teil der in das Druckgefäß 1 eingedrückten Förderluft strömt dabei fördergutbeladen über die Mündung 8 und nur ein geringer Teil über die verhältnismäßig kleine Verdünnungsluftleitung IO in die Förderleitung 9. Nach ^Beendigung des Förderzyklusses erfolgt diö erneute Füllung des Druckgefäßes i· , Anhand der Fig, 2 und 3 lassen sich in Gegenüberstellung zur herkömmlichen Verfahrensweise die Vorteile der Erfindung ableiten. Bei der herkömmlichen Verfahrensweise ist anfangs, der Förderphase das Druckgefäß 1 drucklos, strömt folglich die Förderluft in das Druckgefäß1, durchströmt den porösen Boden 2, ,bewirkt ein Anheben der Schüttgutpartikel und strömt über die Mündung 8 in die noch drucklose Förderleitung 9. Erst mit dem Druckaufbau in der Förderleitung setzt in Wechselwirkung die Durchströmung der infolge Fallhöhe aus dem Nachfüllgefäß 3 verfestigten Schüttgutschicht ein» Damit strömen verzögert mit Luft umspülte Schüttgutpartikel der Mündung 8 zu, bildet sich in der Förderleitung 9 langsam eine spezifisch hohe Feststoffbeladung heraus. Im Vergleich beider Verfahren
zeigen damit Fig. 2 und 3 eine Verkürzung der Druckaufbauphase durch das erfindutigsgeraäße Verfahren 14 und mithin den Luftraengenverlauf 16 nach der Erfindung gegenüber den Luftmengenverlauf 15 nach herkömralichen Verfahren sowie den Druckverlauf 18 nach der Erfindung gegenüber dem herkömmlichen Druckve.rlauf 17,
Mit der Verkürzung der Druckaufbauphase sinkt zugleich die Förderluftmenge und reduziert sich die Förderzeit.
Claims (1)
- ErfindungsanspruchVerfahren zur pneumatischen Förderung stäubförmiger bis feinkörniger Schüttgüter mittels eines rait einem porösen Boden und einer nach oben wegführenden Förderleitung ausgestatteten .Druckgefäßes, wobei wechselseitig das Druckgefäß von oben mit Schüttgut gefüllt und unter Zuführung von Förderluft durch den porösen Boden über die Förderleitung entleert wird,, gekennzeichnet dadurch, daß die Zuführung von Förderluft in der Druckaufbauphase ein- oder mehrmals kurzzeitig unterbrochen oder reduziert wird.Hierzu 1 Blatt"Zeichnungenst?*''ΐΐ:
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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| DD220281A1 true DD220281A1 (de) | 1985-03-27 |
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Family Applications (1)
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| DD (1) | DD220281A1 (de) |
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1983
- 1983-10-13 DD DD25564383A patent/DD220281A1/de not_active IP Right Cessation
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