DD220604A5 - Verfahren zur herstellung von 3-hydroxy-5-methylisoxazole - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 3-hydroxy-5-methylisoxazole Download PDF

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DD220604A5
DD220604A5 DD84261870A DD26187084A DD220604A5 DD 220604 A5 DD220604 A5 DD 220604A5 DD 84261870 A DD84261870 A DD 84261870A DD 26187084 A DD26187084 A DD 26187084A DD 220604 A5 DD220604 A5 DD 220604A5
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diketene
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hydroxy
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Tadashi Murakami
Kazuo Tomita
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Sankyo Co
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Abstract

Die Herstellung von 3-Hydroxy-5-methylisoxazol erfolgt durch Reagieren von Diketen in einem kontinuierlichen Prozess mit Hydroxylamin zwecks Erbringung eines Acetoacetohydroxamsaeure enthaltenden Reaktionsgemisches sowie anschliessendes schnellstmoegliches Azidifizieren dieses Reaktionsgemisches zwecks Erzeugung des 3-Hydroxy-5-methylisoxazols.

Description

Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
1 Mischerreäktionsrohr
2 Eintragsrohr ·
3 Eintragsrohr ,
4 Begegnungsstelle
5 Kühlbad
6 Temperaturfühler
7 Temperaturanzeiger
8 Säureeintragrohr
9 Reaktionsbehälter
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von 3-Hydroxy-5-methylisoxazol, wobei dieses Verfahren kontinuierlich, teilweise oder im ganzen durchgeführt werden kann und eine Reihe von praktischen Vorteilen bietet.
3-Hydroxy-5-methylisoxazol hat die Formel (I):
OH
Es wird als landwirtschaftliches Fungizid eingesetzt und besitzt eine bemerkenswerte Wirksamkeit speziell gegenüber bodenübertragenen Krankheiten.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die JP-OS (zum Zwecke des Widerspruchs veröffentlicht) Nr.48953/74 und 9675/77 legen Verfahren zur Herstellung von 3-Hydroxy-5-methylisoxazol (!) aus Diketen (II) und einem O-Alkyl- oder 0-Aralkyl-substituierten Hydroxylamin (III) offen, wie dies im folgenden Reaktionsschema veranschaulicht ist: \ "
-'JL- £.Ό i O/U
+ NH2OR
(II)
HOR
OH
H3C O
Wie in diesem Reaktionsschema gezeigt wird, ergibt die Reaktion von Diketen mit dem substituierten Hydroxylamin (III) eine O-substituierte Acetoacetohydroxamsäure (IV). Diese Säure (IV) wird einer katalytischen Reduktion mit anschließender Azidifikation oder einfacher Azidifikation zwecks Beseitigung der durch R repräsentierten Alkyl- oder Arälkyl-Gruppe sowie zwecks Ringschließung der Verbindung unterzogen, woraus sich das gewünschte 3-Hydroxy-5-methylisoxazol ergibt. ;
Da das Q-Alkyl- oderö-Aralkyl-substituierte Hydroxylamin (III) normalerweise aus freiem Hydroxylamin hergestellt wird, müßte es aus dem obigen Reäktionsschema heraus logisch erscheinen, freies Hydroxylamin anstelle des substituierten Hydroxylamine zu nehmen und damit den Schritt des Beseitigens der durch R dargestellten Alkyl-oder Arälkyl-Gruppe wegzulassen; dies müßte dann Acetoacetohydroxamsäure (V) ergeben, die dann zum gewünschten 3-Hydroxy-5-methy!isoxazol zyklisieren würde. Es ist jedoch festgestellt worden (Zhur. Obschei Khim. 20,1858 [1950] und Chem. Pharm. Bull. 13, 248 [1965]), daß die Reaktion von Diketen mit freiem Hydroxylamin Azetessigsäureoxim (IX) und 3-Methyl-2-isoxazolin-5-on (X) erzeugt. Es wird angenommen, daß diese Produkte gebildet werden, weil die durch die Reaktion gebildete Acetoacetohydroxamsäure (V) sehr instabil ist und rasch mit weiterem Hydroxylamin oder mit irgendeinem anderen im Reaktionssystem vorhandenen nukleophilen Reagens reagiert, wie dies im folgenden Reaktionsschema dargestellt ist:
(II)
+NH2OH
OH
(VI)
NHOH
(V)
H3C
OH
O ' O
(VII)
NH2OH OH"
H,C
NHOH
N 0 (VIII)
Demzufolge hat es sich bislang als schwierig erwiesen, 3-Hydroxy-5-methylisoxazol industriell unter Verwendung von Diketen und freiem Hydroxylamin als Ausgangsmaterialien herzustellen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines verbesserten Verfahrens zur Herstellung von 3-Hydroxy-5-methylisoxazol, mit dem unter Vermeidung von Nebenreaktionen hohe Ausbeuten an dem gewünschten Produkt im industriellen Maßstab erzielt werden können.
Darlegung des Wesens der Erfindung ~
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei der Umsetzung von Diketen und freiem Hydroxylamin Bedingungen aufzufinden, bei denen keine Nebenreaktionen auftreten.
Erfindungsgemäß wurde nunmehr herausgefunden, daß beim gemeinsamen Reagieren von Diketen Und freiem Hydroxylamin in einem Durchlaufprozeß zwecks Gewinnung eines Reaktionsgemisches einschließlich von Acetoacetohydroxamsäure einx
-4- .£ΟΛ Ö/U |ö
kleiner, aber eindeutiger Intervall besteht (dessen Dauer selbstverständlich von den Reaktionsbedingungen abhängt), während dem das Gemisch azidifiziert werden kann, um das gewünschte 3-Hydroxy-5-methylisoxazol direkt zu erbringen. Die.voriiegende Erfindung vermittelt somit ein Verfahren zur Herstellung von S-Hydroxy-S-methylisoxazol, bei dem Diketen in einem kontinuierlichen Prozeß mit Hydroxylamin zur Reaktion gebracht wird und in dem das Acetoacetohydroxamsaure enthaltende Reaktionsgemisch anschließend rasch azidifiziert wird, um das genannte S-Hydroxy-ö-methylisoxazol zu produzieren. .' '' . '
Die im erfindungsgemäßen Verfahren enthaltenen Reaktionen können mit dem folgenden Reaktionsschema zusammengefaßt werden:
(VI)
In der ersten Reaktionsstufe dieses Verfahrens wird Diketen (II) mit Hydroxylamin (Vl) zur Reaktion gebracht, um in einem kontinuierlichen Prozeß die instabile Verbindung Acetoacetohydroxamsaure (V) zu erbringen. Um Nebenreaktionen zu minimieren, wird das Reaktionsgemisch azidifiziert, um die Ringschließung und Dehydratisierung dieser Acetoacetohydroxamsaure (V) zu bewirken und das gewünschte S-Hydroxy-S-fhethylisoxazol (I) zu erbringen. Das Verfahren ermöglicht die Minimierung von Nebenreaktionen und erzeugt das gewünschte Produkt in einer hohen Ausbeute, wobei beide Sachverhalte vom industriellen Standpunkt aus vorteilhaft sind. . · ' ;
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Diketen und Hydroxylamin vorzugsweise kontinuierlich in ein Mischer-Reaktionsrohr eingespeist. Sn typisches Beispiel für eine Anlage, wie sie im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens Anwendung finden kann, ist schematisch in der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Dabei werden Diketen und Hydroxylamin kontinuierlich durch die Eintragrohre 2 bzw 3 eines Mischer-Reaktionsrohres 1 in Y-Gestalt eingespeist. Die Reaktion findet statt, sobald sich die beiden Reagenten an der Begegnungsstelle 4 in einem vorbestimmten Verhältnis vermischen. Das Reaktionsgemisch bewegt sich dann auf das andere Ende des Rohres 1 zu, wobei es durch die kontinuierlich zugesetzten Reagenten vorangetrieben wird. Während dieser Zeit geht die Reaktion ihrer Vollendung entgegen. Da die Reaktion exothermisch verläuft, ist das gesamte Mischer-Reaktionsrohr 1 in ein Kühlbad 5 eingelegt, wobei die Reaktionstemperatur durch einen Temperaturfühler 6 sowie einen Temperaturanzeiger 7 überwacht wird.
Das auf diese Weise im Reaktionsrohr 1 kontinuierlich erzeugte Reaktionsgemisch enthält Acetoacetohydroxamsaure'und muß rasch unter azidische Bedingungen gebrächt werden, bevor es zu Nebenreaktionen kommen kann. Dies kann durch Vermischen des Reaktionsgernisches mit Säure erreicht werden, die von einer am Ende der Reaktionsröhre angebrachten Säureeintragröhre 8 kontinuierlich zugesetzt wird, worauf das gesamte Gemisch in einen Reaktionsbehälter 9 eingelassen wird, in welchem die Dehydratisierungs- und Zyklisierungsreaktionen stattfinden. Andererseits kann die Säure bereits zuvor dem Reaktionsgefäß 9 zugeführt worden sein, wodurch das Reaktionsgemisch aus Rohr 1 dann direkt in diesen Behälter 9 eingeleitet werden kann, um die Dehydratisierungs-und Zyklisierungsreaktionen stattfinden zu lassen. Freies Hydroxylamin hat einen Schmelzpunkt von 33°C und kann damit in Abwesenheit eines Lösungsmittels verwendet werden. Nichtsdestoweniger wird es vorzugsweise in Form einer Lösung eingesetzt. Geeignete Lösungsmittel für eine derartige Lösung sind beispielsweise: Alkohole wie etwa Methanol, Ethanol, Propanol, Isopropanol oder Butanol; Dimethylsulfoxid; Ethylen-glykoldimethylether; Wasser und Gemische zweier oder mehrerer dieser Lösungsmittel. Speziell bevorzugt sind Methanol und Wasser sowie e|n daraus hergestelltes Gemisch.
Freies Hydroxylamin kann durch Neutralisieren eines daraus abgeleiteten Säureadditionssalzes wie etwa des Hydrochloride oder Sulfats mit einer Base in einem Lösungsmittel gewonnen werden. Geeignete Basen sind beispielsweise ;
Alkalimetallaikoxide wie etwa Natriummethoxid, Natriumethoxid, Natriumbutoxid oder Kaliumtert-butoxid, Alkalimetallhydroxide wie etwa Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid, Erdalkalimetallhydroxide wie etwa Calciumhydroxid oder Bariumhydroxid, Alkalimetallkarbonate wie etwa Natriumkarbonat oder Kaliumkarbonat, Alkalimetallacetate wie etwa Natriumacetat oder Kaliumacetat, Ammoniumacetat sowie organische tertiäre Amine wie etwa Pyridin, Trimethylamin oder Triethylamin. Speziell bevorzugt werden Natriumhydroxid und Triethylamin. Vor der Verwendung kann das durch die Neutralisation des Säureadditionssalzes gebildete Salz eliminiert werden; alternativ hierzu kann die durch Reaktion eines Hydroxylamin-Salzes mit einer Base gewonnene und das durch die Reaktion entstandene Saiz noch enthaltende Lösung oder Aufschlämmung auch ohne Abscheidung des Salzes eingesetzt werden.
—Ο— £UI O/W O
Diketen kann gleicherweise als solches oder auch in Form einer Lösung in einem inerten Lösungsmittel eingesetzt werden.
Geeignete Lösungsmittel sind beispielsweise Alkohole wie etwa Methanol, Ethanol, Propanol oder Butanol; aliphatische oder zyklische Ether wie etwa Diethylether, Ethylenglykoldimethylether, Tetrahydrofuran oder Dioxan; Ketone wie etwa Aceton, Methylethylketon oder Methylisobutylketon; aromatische Kohlenwasserstoffe wie etwa Benzen oder Toluen; chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe wie etwa,Methylenchlorid, Chloroform,Tetrachlorkohlenstoff oder 1,2-Dichlorethan; Fettsäureamide wie etwa Dimethylformamid oder Dimethylacetamid; Dimethylsulfoxid; sowie Gemische dieser Lösungsmittel.
Von den genannten Lösungsmitteln werden Methanol, Ethanol sowie Ethylenglykoldimethylether bevorzugt. Speziell bevorzugt wird der Einsatz von Diketen als solchem oder als methanolische Lösung.
Es besteht keine spezielle Begrenzung hinsichtlich der Verhältnisse derartiger Lösungsmittel zu Diketen und Hydroxylamin, weshalb diese über einen weiten Bereich hinweg ausgewählt werden können. Vorzugsweise Werden in jedem Falle 5 bis 20ml — besser noch 12 bis 15ml — Lösungsmittel für jede 1OmMoI (0,01MoI) Reagens eingesetzt.
Desgleichen besteht keine spezielle Eingrenzung hinsichtlich des Verhältnisses von Hydroxylamin zu Diketen, und diese Reagenten können über einen weiten Bereich von Verhältnissen hinweg eingesetzt werden. Normalerweise werden jedoch äquimolare Mengen oder ein molarer Überschuß an Hydroxylamin bevorzugt; beispielsweise wird ein molares Verhältnis von Hydroxylamin zu Diketen von 1:1 bis 2r1, spezieller noch von 1:1 bis 1,2:1 bevorzugt.
Die Reaktion von Diketen mit Hydroxylamin ist exothermisch, somit wird die Reaktionstemperatur vorzugsweise innerhalb eines Bereiches von -78°C bis +78°C —besser noch von -30°C bis+3O0C und am besten von -150C bis +25°C —während der Reaktion gesteuert. Dies kann durch Kühlung der Innenseite oder der Außenseite der Reaktionsröhre erreicht werden.
Die für die Reaktion erforderliche Zeitspanne wird in Abhängigkeit von einer Reihe von Faktoren variieren, so etwa in Abhängigkeit vom verwendeten Lösungsmittel, der Reaktionstemperatur und dem Reagentenverhältnis. Im allgemeinen geht die Reaktion sehr schnell vonstatten, und die Verweildauer der Reagenten im Reaktionsrohr sollte durch Steuerung der Eintragsmenge der Reagenten im Bereich von einigen Sekunden bis zu einer Minute*— vorzugsweise aber von 10 bis 20 Sekunden — gehalten werden. Eine zu lange Verweilzeit im Reaktionsrohr wird die Erzeugung des unerwünschten Isomers 3-Methyl-2-isoxazolin-5-on[Verbindung (X) im zweiten der obigen Reaktionsschemata] steigern.
Anstelle des Umwandeins eines Säureadditionssalzes von Hydroxylamin zu freiem Hydroxylamin vor dem erfindungsgemäßen Prozeß kann diese Umwandlung auch in situ vorgenommen werden. Da eine gemischte Lösung von Diketen und einem Hydroxylamin-Säureadditionssaiz stabil ist und nicht reagieren wird, bevor sie erhitzt worden ist, ist es darüber hinaus möglich, eine derartige gemischte Lösung herzustellen und sie kontinuierlich einer Reaktionsröhre wie etwa in dem in der beiliegenden Zeichnung dargestellten Apparat gemeinsam mit einer alkalischen Lösung einzuspeisen, um freies Hydroxylamin in situ zu bilden, welches seinerseits kontinuierlich mit Diketen zur Reaktion gebracht wird. Für die gemischte Lösung kann jedwedes Lösungsmittel verwendet werden, vorausgesetzt, es löst sowohl Diketen als auch das ausgewählte Hydroxylamin-Säureadditionssalz; Beispiele hierfür beinhalten die obenerwähnten Alkohole, Dimethylsulfoxid sowie
Ethylenglykoldimethylether und vorzugsweise Methanol. - .
Es können jedwede der oben erwähnten Laugen eingesetzt werden, wenngleich Natriumhydroxid und Triethylamin bevorzugt
werden. /
Welche der oben beschriebenen Verkörperungen für den ersten Reaktionsschritt auch gewählt wird: die so gewonnene Reaktionsmischung enthält AcetoacetOhydroxarhsäure, welche instabil ist und welche erfindungsgemäß rasch einer Säurebehandlung zu unterziehen ist, um die Dehydratisierung und Zyklisierung zu bewirken.
Beispiele von Säuren, die für diese Azidifizierungsbehandlung verwendet Werden können, beinhalten beispielsweise:
anorganische Protonensäuren wie etwa Fluorwasserstoffsäure, Salzsäure, Bromwasserstoffsäure oder Schwefelsäure sowie deren Anhydride; Lewis-Säuren wie etwa Bortrifluorid, Bortribromid, Zinkchlorid oder Aluminiumchlorid; organische Säuren wie etwa Trifluoressigsäure^-Toluensulforisäure oder Trifluormethansulfonsäure; sowie stark azidische Ionenaustauscherharze wie etwa Amberlit (Handelsmarke)-Harze und Naphion-H. Speziell bevorzugt werden Salzsäure und Schwefelsäure.
Die Säuremenge beträgt vorzugsweise mindestens 0,5MoI pro MpI theoretisch erzeugter Acetoacetohydroxamsäure, bevorzugt wird sie in einer Menge von 1 bis 6MoI eingesetzt, um damit die Dehydratisierungs- und Zyklisierungsreaktionen zu sichern, die Erzeugung von Nebenprodukten zu minimieren und das gewünschte Produkt in einer hohen Reinheit zu gewinnen.
Die Dehydratisierungs- und Zyklisierungsreaktionen werden bei Umgebungstemperaturen stattfinden, wenngleich sie natürlich durch Erhitzen beschleunigt werden; andererseits ist es natürlich nicht wünschenswert, das Reaktionsgefäß in einem Solchen Maße aufzuheizen, daß die Reagenten der Zersetzung anheimfallen. Dementsprechend wird eine Reaktionstemperatur von nicht über 800C bevorzugt; müssen die Reagenten erhitzt werden, so werden Temperaturen zwischen 60 und 800C bevorzugt;
im übrigen Wird vorgezogen, die Reaktion bei Umgebungstemperatur ablaufen zu lassen.
Die zur Vollendung der Dehydratisierungs- und Zyklisierungsreaktionen erforderliche Zeitspanne wird ih Abhängigkeit von einer Reihe von Faktoren variieren, so etwa je nach der Natur der eingesetzten Säure bzw. des verwendeten Lösungsmittels, je nach der Konzentration der Säure, der Reaktionstemperatur usw.; gewöhnlich reicht die Zeitspanne von mehreren Minuten bis zu einer Stunde. -, '
Nach Vollendung der Reaktion kann das gewünschte Produkt ohne weiteres unter Anwendung herkömmlicher Maßnahmen vom Reaktionsgemisch abgeschieden werden, so beispielsweise durch Extraktion mit einem Lösungsmittel oder vermittels Rekristallisation/Erforderlichenfalls kann es durch Rekristallisation, Säulenchromatografie oder anderweitige im Fachgebiet bekannte Techniken weiter gereinigt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren Weist gegenüber den Verfahren nach dem bisherigen Stand der Technik eine Reihe von Vorteilen auf, von denen die wesentlichen darin bestehen, daß keine Notwendigkeit der Herstellung eines 0-substituierten Hydroxylamine, demzufolge keine Notwendigkeit für die Entschuldung der geschützten Acetoacetohydroxamsäure und mithin keine Notwendigkeit einer Abscheidung, Rückgewinnung und Entsorgung von Nebenprodukten besteht, die im Verlaufe dieser Schritte gebildet wurden. Das Verfahren hat einen weiteren Vorteil für die industrielle Produktion insofern, als es sich um ein kontinuierlich arbeitendes Verfahren im Gegensatz zu den Chargenverfahren des bisherigen Standes der Technik handelt und daß es das gewünschte Produkt in einer hohen Ausbeute mit einem hohen Reinheitsgrad erbringt.
-ö-
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird des weiteren durch die folgenden nicht eingrenzenden Ausführungsbeispiele illustriert, in denen die Reaktionsapparatur jene ist, die weiter oben in bezug auf die beiliegende Zeichnung beschrieben wurde. Bei dem Mischer-Reaktionsrohr handelte es sich um ein Rohr aus rostfreiem Stahl mit ejnem Innendurchmesser von 1 mm und einem Außendurchmesser von 1,6mm. Die Länge des Reaktionsrohres betrug 60cm, sein Innenvölumen betrug mithin 0,47ml.
Ausführungsbeispiel 1
Methanol wurde zu 0,84g (1OmMoI) Diketen zugesetzt, um 13ml einer Lösung zu ergeben. Zur gleichen Zeit wurden 0,84g (12mMol) Hydroxylamin-Hydrochlorid unter Erhitzung in Methanol aufgelöst und anschließend mit etwa 5ml einer 2,4N methanoiischen Lösung von Natriumhydroxid und Phenolphtalein versetzt, um den pH-Wert auf 8,2 einzustellen. Das so erzeugte Natriumchlorid wurde mittels Filtration abgeschieden und mit Methanol gewaschen. Das Filtrat und die Waschen wurden zusammengegeben, um 14ml einer freies Hydroxylamin enthaltenden Lösung zu erbringen. Das Mischer-Reaktionsrohr wurde in ein Kühlbad eingelegt und mit Eis auf -10C gehalten. Die in der oben beschriebenen Weise erzeugte Diketen-Lösüngsöwie die ebenfalls in der oben beschriebenen Weise erzeugte Hydroxylamin-Lösung wurden dann gleichzeitig mit den gleichen Durchflußmengen durch die Eintragröhren hindurchgepumpt, so daß die Verweilzeitspanne der Reagenten im Mischer-Reaktionsrohr etwa 10 Sekunden betrug. Die mittels eines Temperaturmeßfühlers ermittelte Temperatur in der Röhre betrug zu jener Zeit 2...30C. In der Röhre reagierten die Reagenten miteinander unter Bildung von Acetoacetohydroxamsäure. Das vom hinteren Ende des Mischer-Reaktionsrohres kommende Produkt wurde über eine Zeitspanne von 9min hinweg direkt in einen 5ml konzentrierte Salzsäure sowie 5 ml Methanol enthaltenden Reaktionsbehälter gesammelt und auf einem pH-Wert von nicht größer als 1 gehalten. Das Gemisch wurde sodann 30min lang rückflußerhitzt, und am Ende dieser Zeitspanne wurde das gemischte Lösungsmittel unter vermindertem Druck abdestilliert. Dem Rückstand wurden 5ml Wasser zugesetzt, worauf das Gemisch dreimal extrahiert wurde, wobei jedesmal 20ml Diethylether verwendet wurden. Die Extrakte wurden zusammengefaßt und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel würde durch Verdampfung unter verringertem Druck beseitigt, anschließend wurde der Rückstand vermittels Säulenchromatografie durch Kieselgel und Eluierung mit einem 1:1 Volumengemisch aus Diethylether und Hexan gereinigt, um 0,79g (80%ige Ausbeute) 3-Hydroxy-5-methylisoxazol in Gestalt von bei 83...840C schmelzenden farblosen Kristallen zu ergeben.
Ausführungsbeispiele 2 bis 5 ~
Die in Ausführungsbeispiel 1 beschriebenen Vorgehensweisen wurden wiederholt, wobei lediglich die Badtemperatur und die Reaktionstemperatur verändert wurden. Diese Temperaturen sowie die erzielten Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle angegeben. '
Tabelle
Äusführungs- Badtempera Reaktions- Prödukt- Ausbeute
beispiel Nr. tur (0C) temperatur menge(g) (%)
PC)
2 '- ' -15 .' — 14bis—12 0,77 78
3 10 12 bis 13 0,76 77
4 20 21bis22 0,75 76
5 in Luft 39bis40 0,71 72
(15)
Ausführungsbeispiele
Die in Ausführungsbeispiel 1 beschriebenen Vorgehensweisen wurden wiederholt, wobei allerdings die azidische Mischung im Dehydratisierung- und Zyklisierungs-Reaktionsgefäß 1 g konzentrierte Schwefelsäure sowie 10 ml Methanol enthielt und als Ergebnis 0,80g (Ausbeute 81 %) S-Hydroxy-ß-methylisoxazoi gewonnen wurden.
Ausführungsbeispiel 7
Die in Ausführungsbeispiel 1 beschriebenen Vorgehensweisen wurden wiederholt, wobei allerdings eine Hydroxylamin-Lösung durch Auflösen von 0,84g Hydroxylamin-Hydrochlorid in 6ml Methanol sowie Zusetzen von 1,22g Triethylamin und Methanol zu einem Gesamtvolumen von 14ml hergestellt wurde und wobei als Ergebnis 0,82g (Ausbeute 83%) 3-Hydroxy-5-methylisoxazol gewönnen wurden. * '
Ausführungsbeispiel 8 '... ','
0,84g Diketen wurden einer Lösung von 0,84g Hydroxylamin-Hydrochlorid in 8ml Methanol zugesetzt, worauf des weiteren Methanol zugegeben wurde, um 10ml einer gemischten methanolischen Lösung von Diketen und Hydroxylamin-Hydrochlorid zu ergeben. Zur gleichen Zeit wurde Methanol zu 1,2g Triethylamin zugesetzt, um eine 10-ml-Lösung herzustellen. Die in der obigen Weise zubereiteten jeweiligen Lösungen wurden zwecks Bewirkung der Reaktion kontinuierlich durch die Eintragrohre eingespeist, worauf sich eine Säurebehandlung gemäß Ausführungsbeispiel 1 anschloß und im Ergebnis 0,73g (Ausbeute , 74%) 3-Hydroxy-5-methylisoxazol gewonnen wurden.

Claims (7)

. . - I — £.W I O/U Erfindungsansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von 3-Hydroxy-5-methylisoxazol, gekennzeichnet dadurch, daß Diketen in einem kontinuierlichen Prozeß mit Hydroxylamin zur Reaktion gebracht wird und das Acetoacetohydroxämsäure enthaltende Reaktionsgemisch sodann rasch azidifiziert wird, um das genahnte 3-Hydroxy-5-methylisoxazol zu erzeugen.
2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Reaktion von Diketen und Hydroxylamin bei einer Temperatur von—15 bis 25CC vollzogen wird. . ,
3. Verfahren nach Punkt 1 oder Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Reaktion durch kontinuierliches Einspeisen von Diketen und Hydroxylamin in ein Mischer-Reaktionsrohr vollzogen wird.
-4. Verfahren nach irgendeinem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Reaktion unter Verwendung von Diketen oder einer methanolischen Diketen-Lösung sowie einer methanolischen oder wäßrigen Hydroxylamin-Lösung vorgenommen wird.
5. Verfahren nach irgendeinem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Reaktion von Diketen und Hydroxylamin durch kontinuierliches Reagieren einer alkalischen Lösung mit einer gemischten Lösung von Diketen und einem Hydroxylamin-Säureadditionssalz vorgenommen wird.
6. Verfahren nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß es sich bei der gemischten Lösung von Diketen und dem Säureadditionssalz um eine methanolische Lösung handelt.
7. Verfahren nach irgendeinem der vorstehenden Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß die Azidifizierung vorgenommen wird, bevor irgendein wesentlicher Teil der Acetoacetohydroxämsäure einer weiteren Reaktion zu Acetessigsäure oder Acetoacetohydroxamsäure-Oxim unterzogen wurde. .'- ''
DD84261870A 1983-04-12 1984-04-11 Verfahren zur herstellung von 3-hydroxy-5-methylisoxazole DD220604A5 (de)

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