DD220819A1 - Vorrichtung zur reduzierung des faserabfalls - Google Patents

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DD220819A1
DD220819A1 DD25964384A DD25964384A DD220819A1 DD 220819 A1 DD220819 A1 DD 220819A1 DD 25964384 A DD25964384 A DD 25964384A DD 25964384 A DD25964384 A DD 25964384A DD 220819 A1 DD220819 A1 DD 220819A1
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DD25964384A
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Karl-Heinz Wagner
Herbert Lojewski
Hans Anke
Karl-Heinz Dietrich
Joachim Erbs
Siegfried Ploch
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Fi F Textiltechnologie Karl Ma
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reduzierung des Faserabfalles bei der Herstellung von Pol- bzw. Florerzeugnissen. Das Ziel der Erfindung besteht darin, durch getrennte Anordnungen die Einstellbarkeit der Einrichtungen zur Faservorlage und zur Faserrueckfuehrung zu erleichtern. Die Erfindung wird bei der Herstellung von Plueschen oder textilen Pelzen bei vorzugsweisem Einsatz von Kettenwirk-, insbesondere Naehwirkmaschinen genutzt. Fig. 1

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen '.;;
Anwendungsgebiet der Erfindung ;
Die Erfindung wird bei der Herstellung von Polvlies-Nähgewirken verwendet und dient der Verringerung des Faserabfalls.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen °
Es sind bereits Verfahren bekannt, bei denen Fasermaterialien zu Florerzeugnissen verarbeitet werden. So werden bei einem Verfahren und einer Vorrichtung gemäß der DD-PS 39819 Fasern eines Faservlieses verdichtet, über Polplatinen gelegt, von den Nadeln erfaßt und in eine vorgefertigte Grundbahn eingebunden: In diesem Fäll werden die Fasern mehrfach eingebunden, und es entstehen geschlossene Polschlingen. Es wird ein separater, intensiver Arbeitsgang — nämlich der Rauhprozeß — benötigt, um diese Polschlingen zu öffnen und das Erzeugnis von schwimmenden Fasern zu befreien. Die Bildung von Polschlingen erfordert hohe Reibkräfte, die im Haken der Schiebernadeln und um die Polplatine auftreten. Das führt u.a. dazu, daß die erreichbare Faserdichte relativ gering bleibt. Das Verfahren ist Unter dem Namen „Voltex-Verfahren" bekannt geworden. ' . .\-.· ;
Bei einem nach diesem Verfahren und mittels der dazu gehörenden Vorrichtung hergestellten Textilstoff ist in der US- . Patentschrift 3442101 dargelegt worden, daß Faserbündel in der Grundbahn befestigt sind und jedes der Faserbündel Fasern umfaßt, die sich in wenigstens zwei nebeneinanderliegenden Reihen erstrecken, jedoch werden auch bei diesem textilstoff geschlossene Polschlingen gebildet, bei denen die Fasern in mindestens zwei Reihen dieser Polschlingen eingebunden sind. Ein Öffnen dieser Polschlingen durch Rauhen ist erforderlich, um bei dem textilstoff einen.offenen Flor zu erhalten. Bei den allgemein bekannten Faserband-Rundstrickmaschinen werden separat gebildete Faserbänder mit Hilfe von an diesen mehrsystemigen Maschinen angebrachten Minikarden wieder aufgelöst, und das Fasermaterial wird bei jedem System den an der Karde vorbeilaufenden Nadeln dargeboten. Die Nadeln erfassen Fasern und binden sie — gleichzeitig mit der Bildung des Grundgestricks aus Grundfäden — in Form von Maschen in das Gestrick ein. Dabei sind die Karden ortsfest angeordnet und die Nadeln wandern um den Umfang der Rundstrickmaschine, so daß das Fasermaterial aus dem von der jeweiligen Karde gebildeten Flor herausgezogen wird: Auf der Warenoberfläche entsteht eine hochstehende Faserschicht, bei der die erfaßten Fasern nur mit einem Ende bzw. einmal im Grundgestrick verankert sind.
Bei der Einbindung der Fasern zu Polschenkeln werden ein teil der Fasern nur sehr knapp gefaßt und eingebunden, ein anderer teil wird nur mitgerissen ohne in den Grund eingebunden zu werden und hängf lose in der Flordecke. Dadurch entsteht ein relativ hoher Faserverlust, weil dieses Fasermaterial erst in einem späteren separaten Arbeitsgang aus dem eingebundenen Material herausgekämmt werden kann. Eine Wiederverwendung des bei späteren Arbeitsgängen herausgekämmten Materials ist nicht möglich, da die Mischungsverhältnisse hinsichtlich Faserfeinheit, -art und -farben unterschiedlich seih können und nicht mehr bestimmbar sind. Die Folge wären nicht mustergetreue textile Flächengebilde.
Um das zu verhindern bzw. um den Verlust des wertvollen Polmaterials zu minimieren, wurde in der DDR-Patentanmeldung . WP D 04 B 237716 bereits ein Verfahren vorgeschlagen, nicht ausreichend eingebundenes Fasermaterial wieder zu entfernen und erneut der Verarbeitung zuzuführen. Auf diese Weise wird der Faserverlust auf ein nicht vermeidbares Maß zurückgeführt.
Die Ausführungen in der o.a. Anmeldung beziehen sich darauf, daß die Einrichtung zur Vorlage des Fasermaterials und die Einrichtung zur Reduzierung des Faserverlustes eine Einheit bilden. Dadurch wird die Einstellbarkeit beider teile eingeengt und ihre Wirksamkeit begrenzt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Einstellbarkeit der Einrichtungen zur Faservorlage und zur Faserrückführung zu erleichtern, genauere Einstellungen zuzulassen und so beide Effekte zu verbessern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, lose in der Flordecke hängendes oder zu schwach eingebundenes Fasermaterial aus der Flordecke zu entfernen und sofort der Verarbeitung wieder zuzuführen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem die Einrichtung zur Faserrückführung, bestehend aus Auskämmwalze, Übertragungswalzen und einer drehbaren Schwinge und und der Einrichtung zur Faservorlage voneinander getrennt werden, aber in bekannter Weise zusammenarbeiten. Auf diese Weise ist jede dieser Einrichtungen getrennt einstellbar und steuerbar und durch die Anpassung beider Teile aneinander wird eine zusätzliche Steuermöglichkeit gegeben. Ausführungsbeispiel :
In einem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher erläutert werden
In der Zeichnung zeigen: '
Fig. 1: eine erfindungsgemäße Einrichtung zur Faserrückführung im Querschnitt. Die Arbeitsstelle ist wie folgt aufgebaut:
Schiebernadel und Schließdraht 1 laufen in normalen Abschlagfassungen 2. Zwischen diesen und der Walze 4 sind die Stifte bzw. Platinen 3 angeordnet. Die Walze 4 wird von der Kardierwälze 5 gespeist. Λ
Zwischen Abschlagplatinen 2 und Stiften 3 wird die Grundbahn 6 zugeführt, in die Faserbüschel 7a und 7 b mit Hilfe des
Schiebernadel-Sehließdraht-Systems 1 eingezogen werden, so daß die Rohware 8 entsteht. Diese wird mit Hilfe des Warenabzugsbaumes 9 kontinuierlich abgezogen.
Gegenüberdem Warenabzugsbaum 9 ist eine Auskämmwalze 10 angeordnet. Diese, sowie eine, zwei oder mehr Übertragungswalzen 11,11'sind auf einer gemeinsamen Schwinge 12 befestigt, die bei Drehpunkt 13 drehbar gelagert ist.
Soll mit Faserrückführung gearbeitet werden, dann wird die Schwinge 12 soweit auf die Rohware 8 zu bewegt, bis die Auskämmwalze 10 in die Rohware 8 eingreift und die Walze 4 aus der Walze 11' zurückgeführtes Material entnehmen kann. Im anderen Fall werden sowohl die Auskämmwalze 10 als auch die Übertragungswalzen 1V außer Eingriff gebracht.
Per Antrieb der Walzen 4 und 10 kann sowohl abhängig, als auch unabhängig voneinander erfolgen, während die
Übertragungswalzen 11,11' mit der Auskämmwalze 10 gekoppelt sind. .
Es ist auch möglich, den Drehpunkt 13 in den Mittelpunkt der Auskämmwalze zu verlegen.
Anstelle einer starren Schwinge 12 kann zwischen der Auskämmwalze 10 und der Übertragungswalze 11 öder den
Übertragungswalzen 11 und 11'ein Gelenk eingebaut werden, um ein Knicken der Schwinge zu ermöglichen.
Auch die Walzenanordnung in anderen geometrischen Formen, wie z. B. Dreiecksfqrmen, ist möglich.

Claims (5)

  1. -2- 253 043 Ö
    Erfindungsansprüche:
    1. Verrichtung zur Reduzierung des Faserabfalls, bestehend aus einer Auskämmwalze und Rückführwalzen, gekennzeichnet dadurch, daß die Faserrückführungseinrichtung unabhängig von der Faserzuführungseinrichtung angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Auskämmwalze (10) und die Rückführwalzen (11,11') so angeordnet sind, daß sie um einen Drehpunkt kippbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Auskämmwalze (10) ortsfest gelagert ist und die Rückführwalzen (11,1V) iim .den Mittelpunkt der Auskämmwalze (10) schwenkbar sind. '
  4. 4. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Auskämmwalze (10) und die Rückführwalzen (11,11') in geometrischen Anordnungen, wie Gerade, Dreieck usw. angeordnet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß die geometrische Anordnung der Walzen zueinander mit Hilfe von Gelenken veränderbar ist.
DD25964384A 1984-01-26 1984-01-26 Vorrichtung zur reduzierung des faserabfalls DD220819A1 (de)

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