DD224019A1 - Verfahren zur herstellung von schwefelarmen bariumcarbonat - Google Patents

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DD224019A1
DD224019A1 DD26340084A DD26340084A DD224019A1 DD 224019 A1 DD224019 A1 DD 224019A1 DD 26340084 A DD26340084 A DD 26340084A DD 26340084 A DD26340084 A DD 26340084A DD 224019 A1 DD224019 A1 DD 224019A1
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DD
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barium
barium carbonate
sulfur
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carbon dioxide
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DD26340084A
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Inventor
Peter Heinemann
Horst Bergmann
Sigrid Heinze
Walter Appel
Siegmar Lindner
Reiner Ziegler
Original Assignee
Dessau Gaerungschemie
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/18Carbonates
    • C01F11/186Strontium or barium carbonate
    • C01F11/188Barium carbonate

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von schwefelarmem Bariumcarbonat, vorzugsweise fuer den Einsatz in der Glas- und Keramikindustrie. Der Erfindung liegt das Ziel zugrunde, schwefelarmes Bariumcarbonat kostenguenstiger herzustellen, wobei die Umweltbelastung durch das Abwasser vermindert wird. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass die Ablauge, die nach der Abtrennung des Bariumcarbonates aus der Umsetzung von Bariumsulfid-Loesung mit Kohlendioxid entsteht und Ammoniak in Form von Ammoniumhydroxid, Ammoniumsulfid und -polysulfid enthaelt, wieder zum Loesen von Rohschwefelbarium verwendet und im Kreislauf gefuehrt wird. Die erhaltene Bariumsulfid-Loesung wird erneut mit Kohlendioxid zu Bariumcarbonat umgesetzt.

Description

Titel': Verfahren zur Herstellung von schv/efeiarmem Bariumcarbonat
Anwendungsgebiet:
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von schwefelarmem Bariumcarbonat vorzugsweise für den Einsatz . in der Glas- und keramischen Industrie.
Charakteristik der bekannten technischen Lösung:
Es ist bereits bekannt, schwefelarmes Bariumcarbonat durch Umsetzung von Bariumsulfid-Lösung mit Kohlendioxid kontinuierlich in einer Rührwerkskolonne herzustellen (DD-WP 58501 und DD-WP 79472). Ungünstig ist bei dem genannten Verfahren der Anfall von heißer sulfidhaltiger Ablauge. In der JP-AS 51-29517 wird ein Verfahren zur Herstellung von Bariumsulfid-Lösung 'in Gegenwart von Kohlendioxid und Ammoniak oder/un-d Ammoniumsulfid beschrieben, wobei eine, Ammoniakhaltige Mutterlauge anfällt, welche durch Erhitzen zersetzt und als Kondensat (Ammoniumsulfid) zurückgewonnen und wiederverwendet wird. Nachteilig ist bei dem genannten Verfahren, daß Bariumsulfid-Lösungen mit einem Konzentrationsgehalt von 120 - 160 g BaS/1 verwendet werden und daß ein zusätzlicher Energieaufwand durch die Verfahrensstufe Destillation'notwendig wird. .
. .' " ' -'-2-
Ziel der Erfindung: ' .
Der Erfindung liegt das Ziel zugrunde, schwefelarmes Bariumcarbonat kostengünstiger herzustellen, wobei gleichzeitig die, Umweltbelastung vermindert werden soll.
Wesen der Erfindung: . :
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, das einen geringen Sulfidgehalt im Endprodukt hat und eine Verwertung der anfallenden sulfidbaltigen Ablauge ohne zusätzliche Arbeitsgänge ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe 'dadurch gelöst, daß die Ablauge, die nach der Abtrennung des Bariumcarbonates aus der Umsetzung von Bariumsulfid-Lösung mit Kohlendioxid entsteht und Ammoniak in Form von Ammoniumhydroxid, Ammoniumsulfid und -polysulf.id enthält, wieder zum Lösen von Rohschwef el'barium verwendet und im Kreislauf geführt , wird. Nach der Fällung des Bariumcarbonates wird zur Entschwefelung Ammoniaklösung entsprechend den Verlusten'.zugesetzt, so daß ein konstanter Ammoniakgehalt -in der erzeugten 'Bariumsulfid-Lösung erhalten wird. Diese Bariumsulfid-Lösung wird erneut mit Kohlendioxid zu Bariumcarbonat umgesetzt.
ι
Ausführungsbeispiel: . '
1.1 technische Bariumsulfid-Lösung mit 180 g~ BaS/1 wird bei 343,15 K((70 0C) so lange mit Kohlendioxid versetzt, bis alle Barium-Ionen als Bariumcarbonat ausgefällt sind. Die aussaturierte Bariumcarbonat-Maische wird mit 10'ml 25 %iger Ammoniaklösung versetzt und 20 Minuten.bei 333,15 K (60 0C)'entschwefelt. Nach dem Filtrieren, Waschen und Trocknen erhält man ein Bariumcarbonat mit einem Gesamtschwefelgehalt, ausgedrückt als SO.-., von 0,46 %.
—3—
Die Ablauge ist sulfatfrei und schwermetallarm mit einem Gehalt an Ammoniakverbindungen, ausgedrückt als NH.,,. von 0,8 g/l. 1,5 1 der vorher angefallenen Ablauge wird zum Lösen von Rohschwefelbarium verwendet,- so daß eine Lösung mit einer Konzentration von 180 g BaS/1 entsteht. 1 1 dieser Bariumsulfid-Lösung wird mit Kohlendioxid zu Bariumcarbonat umgesetzt. Die aussaturierte Bariumcarbonat-Maische wird mit 5 ml 25 %igev Ammoniaklösung versetzt und, 20 Minuten bei 333,15 K (60 0C) entschwefelt. Nach dem Filtrieren, Waschen und Trocknen erhält man ein Barium-. carbonat mit einem Gesamtschwefelgehalt von 0,22 %, berechnet als SOo.
Die, sulfatfreie und schwermetallarme Ablauge kann.erneut zum Lösen von Rohschwefelbarium verwendet werden.

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren, zur Herstellung von schwefelarmem Bariumcarbonat, gekennzeichnet dadurch,· daß die Ablauge, die
    ' nach der Abtrennung von Bariumcarbonat aus der Umsetzung von Bariumsulfid-Lösung mit Kohlendioxid anfällt und
    ^.Ammoniak in Form von Ammoniumhydroxid, Ammoniumsulfid und -polysulfid enthält, zum Auslaugen von Rohschwefelbarium verwendet wird und erneut zur Herstellung von ; Bariumcarbonat"dient.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1·, gekennzeichnet dadurch, daß die verwendete BäriumsuTfid-Lösung einen Konzentrationsgehalt von 170 - 200 g BaS/1 vorzugsweise 180 g BaS/1 hat *
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0433886A1 (de) * 1989-12-21 1991-06-26 Kali-Chemie Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung einer anorganischen Barium-haltigen Feststoffzusammensetzung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0433886A1 (de) * 1989-12-21 1991-06-26 Kali-Chemie Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung einer anorganischen Barium-haltigen Feststoffzusammensetzung
TR26213A (tr) * 1989-12-21 1995-02-15 Kali Chemie Ag BARYUM IHTIVA EDEN INORGANIK BIR KATI MADDE BILESIMININ üRETILMESINE MAHSUS USUL

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