DD224323A1 - Abloeseverfahren fuer leuchtstoffkomponenten aus leuchtstoffbeschichteten koerpern - Google Patents
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Abstract
Durch das Verfahren wird ermoeglicht, Beschichtungen von Schrottbildroehren und beschichteten Lampen abzuloesen. Damit wird eine optimale Rueckgewinnung der seltenen Erden und/oder anderer Leuchtstoffe bzw. deren Gemische ermoeglicht, und es entsteht ein sauberer Glasbruch. Die getrennten Ausgangsmaterialien sind dadurch fuer eine Aufbereitung vorbereitet bzw. sind die Grundvoraussetzung fuer eine Aufbereitung erfuellt.
Description
Das in der EB dargestellte Verfahren findet Anwendung im Bereich der Aufbereitung von Schrottbildröhren, Schrottlampen sowie des produktionsbedingten Ausschusses der betreffenden Industriezweige. Durch das Verfahren wird es ermöglicht, die Beschichtungsleuchtstoffe zurückzugewinnen und einer Aufbereitung zuzuführen mit dem Ziel des Einsatzes dieser Stoffe im Produktionsprozeß.
Die bisher bekannte technische Lösung beinhaltet das manuelle Abtrennen von seltenen Erden aus geöffneten Bildröhren.
Aus Schrottlampen erfolgt bisher keine Rückführung von Beschichtungsstoffen, da der Anfall in Scherbenform nicht manuell bearbeitet werden kann.
Die Verwendung des Uitraschalleffektes zur Ablösung der Beschichtungsstoffe findet bisher Verwendung bei der Reinigung optischer Gläser.
Dabei werden Schleifkörper- und Fettbestandteile von Linsen und Gläsern entfernt und somit gereinigt.
Ziel der Erfindung ist die Ablösung von Beschichtungsstoffen aus Bildröhren und beschichteten Lampen. Dieses Ablösungsverfahren soll entsprechende manuelle Arbeiten ablösen und eine entsprechende Qualitätssteigerung des Trennungsprozesses bewirken. Gleichzeitig erfolgt eine Reinigung der Glaskomponenten, so daß diese einer Wiederverwendung durch Einsatz in der Glasschmelze zugeführt werden können. Durch Einsatz des dargestellten Verfahrens ergeben sich folgende ökonomische Fifekte:
— Rückgewinnung von seltenen Erdenbeschichtungen aus Bildröhren und Lampen, so daß diese bei entsprechender Aufbereitung in den Produktionsprozeß zurückgeführt werden können und somit zur Verringerung von NSW-lmporten beitragen.
— Reinigung der Beschichtungsträger, welche aus Bleiglas und Borosilikaten bestehen. Durch einen hohen Reinigungseffekt wird ermöglicht, daß ein Einsatz der Beschichtungsträger im Produktionsprozeß von Bildröhren bzw. Lampen ermöglicht wird. Es werden also die Anforderungen an das Primärmateriai durch das gereinigte Beschichtungsträgerglas erreicht.
Die bisherige manuelle Aufbereitung von Schrottbildröhren soll durch das Trennverfahren abgelöst werden. Gleichzeitig wird es ermöglicht, Lampen mit Beschichtungen einer Rückgewinnung zuzuführen. Im Ergebnis der Behandlung mit dem Trennverfahren werden Beschichtungsstoff und Trägermaterial (Glas) einer hochwertigen Wiederverwendung zugeführt. Das Trennverfahren beruhtauf dem Effekt der Ablösung der Beschichtungsstoffe sowie Verunreinigungen vom Glas durch die Anwendung des Ultraschalls. Dazu werden die zu behandelnden Teile über ein kontinuierlich laufendes Förderband durch ein Ultraschallbad gezogen. Als Lösungsmittel findet Wasser Verwendung zur Erhöhung des Trenneffektes bzw. in Abhängigkeit der Beschichtungsstoffe.kann das Wasser mit oberflächenentspannenden Substanzen gemischt werden. Druck und Temperatur sind zur Sicherung des Trenneffektes von untergeordneter Rolle und entsprechend den Umgebungsparametern (Raumtemperatur) anzugleichen.
Die Realisierung der Erfindung kann durch Kopplung von vorhandenen Anlagen erfolgen. Dazu werden die leuchtstoffbeschichteten Körper in der aufgeführten Reihenfolge aufgearbeitet:
1. Zerkleinerung durch geeignete Aggregatein Abhängigkeit vom Trägermaterial des Leuchtstoffes (Prallbrecher, Hammermühlen usw.).
2. Durchlauf des zerkleinerten Trägermaterials durch ein ultraschallaktiviertes Tauchbad. Das Trägermaterial wird mit einem kontinuierlich laufenden Förderband durch das 3ad gezogen. Nach entsprechender Verweilzeit von ca. 30s ist der haftende Leuchtstoff in der Flüssigkeit verteilt, so daß die gereinigten Trägermaterialien wieder entnommen werden können.
3. Durch Zwangsströmungen, welche durch Umwälzpumpen am Tauchbad erzeugt werden, wird der Reinigungseffekt erhöht. Gleichzeitig erfolgt durch entsprechende Abscheideorgane, wie Hydrozyklone und Schälzentrifugen, der Austrag der Leuchtstoffbeschichtung aus dem Tauchbad mit entsprechender Rückführung der Reinigungsflüssigkeit in das Bad.
Der Vorteil der Anwendung dieser Reinigung besteht in folgenden Punkten:
1. Das Verfahren kann durch entsprechende Beschickung und Form des Tauchbades sowie in Abhängigkeit von der anfallenden Menge als kontinuierlicher bzw. diskontinuierlicher Prozeß gestaltet werden.
2. Es wird durch dieses Reinigungsverfahren ein Reinigungsgrad von ca. 98% erreicht.
3. Da ausschließlich physikalische Vorgänge ablaufen, ist sine kostspielige Stcffumwandlung nicht vorhanden, d. h. es ist eine energiesparende Reinigung.
4. Die Arbeitsplätze an der Reinigungsanlage, entsprechend der Erfindung, sind arbeitsschutztechnisch ohne besondere Aufwendungen.
5. Auf der dargestellten Anlage lassen sich leuchtstoffbeschichtete Körper unterschiedlichster geometrischer Abmessungen gleichzeitig reinigen.
Claims (6)
- -1- 256 986Erfindungsansprüche:1. Ablöseverfahren für Leuchtstoffkomponenten aus leuchtstoffbeschichteten Körpern, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablösung der Beschichtungsstoffe sowie Verunreinigungen vom Glas durch die Anwendung des ultraschallaktivierten Waschmitteis in einem Bad erfolgt.
- 2. Ablöseverfahren nach Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß es für alle Lampen- und Biidröhrenarten sowie für Scherben einsetzbar ist.
- 3. Ablöseverfahren nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß seltene Erden und/oder andere Leuchtstoffe bzw. deren Gemische vollständig von Bildröhren und beschichteten Lampen gelöst werden und einer Aufbereitung zugeführt werden können.
- 4. Ablöseverfahren nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß Glasbruch von Verunreinigungen getrennt wird und in diesem gereinigten Zustand einer Aufbereitung zugeführt werden kann.
- 5. Ablöseverfahren nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß die entstandene Suspension von Lösungsmitteln und seltenen Erden und/oder anderen Leuchtstoffen bzw. deren Gemischen kontinuierlich bei konstanten Konzentrationen abgenommen und aufbereitet werden kann.
- 6. Ablöseverfahren nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß eine physikalische Abtrennung ohne Stoffumwandlung erfolgt.
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