DD224335A1 - Verfahren zum entfernen von sauerstoff aus wein - Google Patents

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DD224335A1
DD224335A1 DD25878883A DD25878883A DD224335A1 DD 224335 A1 DD224335 A1 DD 224335A1 DD 25878883 A DD25878883 A DD 25878883A DD 25878883 A DD25878883 A DD 25878883A DD 224335 A1 DD224335 A1 DD 224335A1
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oxygen
wine
beverage
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liquid
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DD25878883A
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Inventor
Lutz Lange
Original Assignee
Spirituosen Wein Sekt Komb
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  • Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Abstract

Die Erfindung beschreibt ein Verfahren zur Entfernung von Sauerstoff aus Wein. Sie ist vorzugsweise zur Anwendung in der Getraenkeindustrie geeignet, deren Erzeugnisse einen moeglichst geringen Sauerstoffgehalt aufweisen sollen. Durch die Erfindung wird der Sauerstoffgehalt der Fluessigkeit vermindert, wobei keinerlei andere stoffliche Veraenderungen im Getraenk vorgenommen werden. Dies wird dadurch geloest, dass das Getraenk eine, durch eine gasdurchlaessige Membran getrennte Doppelkammer durchstroemt, waehrend auf der anderen Seite der Kammer eine, den Sauerstoff chemisch bindende Fluessigkeit stroemt. Der Einsatz des Verfahrens verbessert insbesondere die lebensmittelhygienische Qualitaet der Getraenke, indem Zusaetze zur Bindung des Sauerstoffs weitestgehend vermieden werden.

Description

Titel der Erfindung .
Verfahren zum Entfernen von Sauerstoff aus Wein
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung kann vorrangig in Betrieben der Getränkeindustrie angewandt werden, deren Erzeugnisse einen möglichst geringen Sauerstoffgehalt aufweisen so-llen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei der Herstellung von Weinen ist es eine vorrangige Aufgabe, den Einfluß von Luft weitestgehend auszuschalten. Besonders der in der Luft enthaltene Sauerstoff verursacht erhebliche stoffliche Veränderungen, die sich in der Mehrzahl auf die organoleptischen Eigenschaften negativ auswirken .
Die älteste Methode in der Ksllerpraxis , um Schädigungen durch Lufteinwirkung weitestgehend auszuschalten ,ist das sogenannte 'Schwefeln der Weine. Hierbei wird der Wein mit Schwefeldioxid versetzt, das einen Teil des Sauerstoffs chemisch bindet bzw. oxydierte Inhaltsstoffe reduziert. Die Zugabe des Schwefeldioxids erfolgt entweder gasförmig oder als wässrige Lösung. Dia Menge der Zugabe richtet sich nach dem Bedarf, ist aber entsprechend den länderspezifischen Gesetzgebungen durch Maximalwerte begrenzt. Nachteilig bei dieser Behandlung ist, daß Schwefeldioxid
für den menschlichen Körper ein Fremdstoff ist und teilweise Nebenwirkungen wie Allerien u.a. verursacht. Eine weitere allgemein verbreitete Methode zur Reduzierung des Sauerstoffgehaltes ist die Behandlung mit Inertgas, wie zum Beispiel Kohlendioxid oder Stickstoff. Hierbei wird der Behälter, in dem der Wein lagert, mit dem Inertgas vorgespannt bzw. der Kopfraum des Behälters wird mit dem Inertgas ausgespült. Bei dieser Behandlung wird jedoch lediglich der erneute Sauerstoffzutritt verhindert. Sereits im Wein gelöster Sauerstoff kann so nicht^entfernt werden.
Inertgase werden bei einem anderen Verfahren zur Entfernung von Sauerstoff aus dem Wein derart angewandt, daß mittels einer speziellen Vorrichtung das Inertgas durch den Wein geleitet wird, wobei der Sauerstoff gewissermaßen ausgespült wird (DE 2.364.375). Nachteilig ist bei diesem Verfahren, daß ein Teil der Aromastoffe mit entfernt wird und daß die Anreicherung mit Kohlensäure bzw. Stickstoff nicht immer vorteilhaft für den Wein ist.
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, ein Verfahren zu entwickeln, daß es ermöglicht, Sauerstoff aus dem Wein zu entfernen, ohne jedoch irgendwelche Zusätze zuzugeben bzw. gleichzeitig andere Weininhaltsstoffe mit zu entfernen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, bei dem ausschließlich der gelöste Sauerstoff aus dem Wein entfernt wird, ohne jedoch weitere Veränderungen bzw. Zusätze vorzunehmen.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Wein an einer gaspermeablen Membran, zum Seispiel Polyethylen, vorbeigeleitet wird. Auf der entgegengesetzten Seite befindet
sich eine Flüssigkeit, die den Sauerstoff sofort chemisch bindet, zum Beispiel eine alkalische Natriumsulfitlösung. Sowohl der Wein als auch das Medium zur Bindung des Sauerstoffs werden ständig umgepumpt, um die sich an der Membranoberfläche ausbildende Diffusionsgrenzschicht so gering wie möglich zu halten. Der Wein kann dabei in Abhängigkeit von der Höhe des zu entferndenden Sauerstoffs einmalig durch die Vorrichtung bzw. im Kreislauf gepumpt werden. Die Flüssigkeit zur Bindung des Weines wird im Kreislauf gepumpt, wobei nach einer gewissen Sättigung die Flüssigkeit erneuert werden muß. Das Verhältnis der Membranoberfläche zum Volumen des Produktes sollte während des Durchlaufes vorzugsweise innerhalb'
3 2 eines. Bereiches von 0,5 bis 5 dm /m liegen.
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß der Vorgang der Sauerstoffbindung durch Schwefeldioxid nach der Diffusion räumlich getrennt abläuft, während der Wein keine weiteren stofflichen Veränderungen erfährt.
Ausführungsbeispiel·
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
Die Versuchsanordnung besteht aus einer Apparatur, bei der sich zwischen zwei pianparallelen Platten eine Polyethylenmembran mit einer Dicke von 0,015 mm befindet. Die Platten besitzen einander zugekehrt jeweils eine Spirale eingearbeitet, die durch die Membran in zwei Kammern geteilt ist. Das ier
3 Volumen jeder Kammer beträgt 3,1 cm , die Membranobsrflache
Während durch die eine Kammer der zur Reduzierung des Sauerstoffgehalts vorgesehene Wein gepumpt wurde, strömte durch die andere Kammer eine 10 ?oige IMatriumsulf itlösung. Der Durchfluß betrug 100 cm /min. Die Messung des Sauerstoffgehaltes erfolgte mittels einer Op-Elektrode, die unmittelbar in das System eingebunden war.
Der Sauerstoffgehalt des Weines betrug zu Beginn 6,4 mg 0^ Nach einer Versuchsdauer von 5 Minuten war der Wert auf 1,3 mg 0-/1 abgesunken. Eine längere Versuchsdauer bewirkte nur noch ein geringfügiges Absinken.
Eine negative Beeinflussung der sensorischen Eigenschaften wurde nicht festgestellt.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Verfahren zur Entfernung von Sauerstoff aus Wein, gekennzeichnet dadurch, daß der Wein auf der einen Seite einer gasdurchlässigen Membran entlang geführt wird, während auf der anderen Seite eine, den Sauerstoff chemisch bindende Flüssigkeit strömt.
DD25878883A 1983-12-29 1983-12-29 Verfahren zum entfernen von sauerstoff aus wein DD224335A1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2606027A1 (fr) * 1986-10-29 1988-05-06 Live Int Co Ltd Procede destine a ajuster la qualite des boissons alcoolisees et spiritueux
US4856680A (en) * 1985-10-09 1989-08-15 Sitton Robert E Method and apparatus for dispensing beverages
AT1081U1 (de) * 1995-11-20 1996-10-25 Hermeling Katharina Verfahren zur inertisierung von wein

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