DD224911B1 - Verfahren zur zufuehrung von zusatzspeisewasser - Google Patents
Verfahren zur zufuehrung von zusatzspeisewasserInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zuführung von Zusatzspeisewasser zu Kondensatoren in Kraftwerks- oder anderen energetischen Prozessen.
Für die Zuführung von Zusatzspeisewasser zu wassergekühlten Oberflächenkondensatoren sind verschiedene Verfahren bekannt. Es ist ein Verfahren bekannt, bei dem den Kühlkreislauf ständig kaltes Wasser zugesetzt wird, um es nach dem Kondensator erwärmt aus den Kreislauf auszubinden.
Es ist bekannt, vollentsalzenes Zusatzwasser direkt dem kondensierenden Dampf zuzumischen. Weiterhin ist ein Verfahren nach WP 116888 bekannt, bei dem Zusatzspeisewasser zum Zwecke der Vorwärmung separat durch die vorhandenen Kühlflächen eines Oberflächenkondensators geleitet wird.
Das zuerst dargestellte Verfahren hat den Nachteil, daß das Kühlkreislaufwasser die gleichen qualitativen Anforderungen wie das Zusatzspeisewasser erfüllen muß. Die beiden anderen Verfahren haben den Nachteil, daß das Zusatzspeisewasser nur dem Kondensator direkt, in seinen Parametern und Massestrom von anderen Prozeßgrößen abhängig, zugeleitet werden kann.
Ziel der Erfindung ist es, mit hoher Wirtschaftlichkeit zu einer anlageschonenden Fahrweise und Einsparungen von Wärmeenergie zu kommen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Zuführung von Zusatzspeisewasser zu entwickeln, bei dem das durch einen Oberflächenkondensator zu führende Prozeß-Zusatzspeisewasser seinen Parametern und Massestrom, von anderen Prozeßgrößen unabhängig, zugeführt werden kann.
Die erfindungsgemäße Lösung wird dadurch erreicht, daß ein Schichtenspeicher mit einer Einrichtung zur separaten Kondensationswärmerückgewinnung aus einen Oberflächenkondensator verbunden wird. Dabei wird dem Schichtenspeicher in seinem unteren Bereich kaltes Zusatzspeisewasser zugeführt und wieder entnommen. Das entnommene Zusatzspeisewasser wird in einen Oberflächenkondensator vorgewärmt, um dort durch den oberen Teil des Schichtenspeichers, der auch als Direktverbindung zwischen Zusatzspeisewasserzuführung und Dampferzeuger fungieren kann, dem Prozeß zugeführt zu werden. Die Vorwärmung und Speicherung laufen konti luierlich. Dabei richtet sich der Zusatzspeisewasserstrom nach dem jeweiligen Prozeßbedarf. Der Zusatzspeisewassermassestrom, der über den Kondensator geleitet wird, kann nach unterschiedlichen Kriterien geregelt und den Erfordernissen angepaßt werden. Grundsätzlich sind folgende Fahrweisen möglich:
1. Direkte Zuführung von Zusatzspeisewasser zum Prozeß ohne Vorwärmung. Dabei ist der Massestrom über den Oberflächenkondensator gleich Null.
2. Der gesamte Zusatzspeisewassermassestrom wird durch den Kondensator geleitet (maximale Wärmegewinnung). Dabei ist der Massestrom zwischen Unter- und Oberteil des Schichtenspeichers gleich Null.
3. Das Zusatzspeisewasser bzw. das Zusatzwasser wird zwischen Schichtenspeicher und Oberflächenkondensator im Kreislauf gepumpt. Dem Dampferzeuger wird kein erwärmtes Zusatzwasser zugeführt, es wird kein Rohwasser entnommen und das Wasser im Schichtenspeicher wird maximal erwärmt.
Diese Fahrvarianten sind dadurch gekennzeichnet, daß der Kreislaufwassermassestrom zwischen Schichtenspeicher und Kondensator entweder größer (zum Zwecke der Wärmeaufspeicherung) oder kleiner (zum Zwecke der Wärmeabspeicherung) als der dem Prozeß zugeführte Zusatzspeisewassermassestrom ist. Mit genannten Fahrvarianten lassen sich zeitliche Temperaturdifferenzen des Zusatzspeisewassers vergleichmäßigen (Temperaturkonstanthaltung), Temperaturen und Masseströme den Erfordernissen einer optimalen mittleren logarithmischen Temperaturdifferenz im Kondensator anpassen und/oder maximale Wärmegewinne aus dem Kondensationsvorgang erzielen.
Zusätzlich kann bei Ausfall des Zusatzspeisewassermassestromes der Kondensator zeitweilig mit dem Kältepotential des Schichtenspeichers weitergekühlt und/oder der Prozeß zeitweise mit Zusatzspeisewasser aus dem Schichtenspeicher versorgt werden.
Die Figur 1 zeigt einen Dampferzeuger mit Turbine 1, dessen Betrieb durch Wasser- und Wasserdampfverluste 2 gekennzeichnet ist. Im Dampferzeuger mit Turbine 1 entsteht Abdampf 3 der im Oberflächenkondensator 4 zu Kondensat 10 niedergeschlagen wird. Zum Ausgleich der Verluste 2 wird dem Kondensat 10 Zusatzwasser 7 zugeführt. Die Menge des zuzuführenden Zusatzwassers 7 wird durch die Regelarmatur 11 eingestellt.
Das mit dem Kondensat 10 vermischte Zusatzwasser 7 wird dem Dampferzeuger der Turbine 1 mit Hilfe der Pumpe 9 zugeführt. Rohwasser wird mit der Pumpe 13 einer chemischen Wasseraufbereitungsanlage 12 zugeführt, welche dieses entsprechend der für den Dampferzeuger mit Turbine 1 verlangten Qualität als kaltes Zusatzspeisewasser 6 dem Schichtenspeicher 14 zugeführt. Von dort gelangt das Zusatzspeisewasser 6 über die Pumpe 8 zum Oberflächenkondensator 4 und wird dort in einem kühlwasserseitig separaten Kühlregister des Kondensators 4 je nach Zustand des Abdampfes 3 und der Temperatur des Zusatzspeisewassers 6 erwärmt. Um den Betrieb des Oberflächenkondensators 4 nicht durch Unzulänglichkeiten des Wärmestromes des Zusatzspeisewassers 6 zu stören, sorgt der Schichtenspeicher 14 über die Pumpe 8, unabhängig vom ungleichmäßigen Massestrom durch die Regelarmatur 11, für einen konstanten Zusatzspeisewasserstrom 6 zum Oberflächenkondensator 4. Das Zusatzspeisewasser 6 läuft völlig getrennt vom Wasser des Rückkühlkreislaufes 5 durch den Kondensator 4.
Claims (1)
- Verfahren zur Zuführung von Zusatzspeisewasser, unter Nutzung separater Heizflächen im Oberflächenkondensator für Kraftwerks- oder andere energetische Prozesse, dadurch gekennzeichnet, daß das kalte Zusatzspeisewasser (6) und das erwärmte Zusatzwasser (7) über einen gemeinsamen Schichtenspeicher (14) direkt miteinander verbunden sind, wobei entweder kaltes Zusatzspeisewasser (6) über den Schichtenspeicher (14) in bekannter Weise vollständig mittels Pumpe (8) über separate Heizflächen des Oberflächenkondensators (4) geleitet wird oder einesteils bzw. vollständig über den Schichtenspeicher (14) direkt mittels Pumpe (9) «n den Dampferzeuger (1) geleitet wird oder das kalte Zusatzspeisewasser (6) und das Zusatzwasser (7) im Kreislauf über den Schienenspeicher (14) und den Oberflächenkondensator (4) mittels Pumpe (8) gepumpt werden.Hierzu 1 Seite Zeichnung
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1984
- 1984-04-09 DD DD26175784A patent/DD224911B1/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
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