DD225634A1 - Aufgabevorrichtung fuer rollenmuehlen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufgabe von Rohmaterialien mit einer Koernung von vorzugsweise kleiner als 0,3 mm auf die horizontale, um ihre vertikale Achse umlaufende Mahlbahn einer Rollenmuehle mit dem Ziel, das Aufgabematerial mit hohem Zerkleinerungsergebnis und geringen Aufwand zu zerkleinern. Aufgabe der Erfindung ist es, die Materialzufuehrung so zu gestalten, dass sich auf der Mahlbahn ein gleichmaessiges Mahlbett ausbildet. Die Aufgabe wird geloest, indem mittig und dicht ueber den Mahlteller 1 ein Aufgabebehaelter 8 angeordnet ist, in den die Materialaufgabeschurre 6 muendet. Der Boden 11 des Aufgabebehaelters 8 ist waagerecht und/oder geneigt ausgefuehrt und mit ein oder mehreren Auflockerungselementen 10; 13 ausgelegt. Zwischen der Behaelterwand 14 und dem Behaelterboden 11 ist ein durchgehender oder durch Stege mehrmals unterbrochener Ringschlitz 18 angeordnet, der in seiner Weite verstellbar gestaltet ist. Fig. 1
Description
-3- 263 865 6
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem mittig und dicht über dem Mahlteller ein Aufgabebehälter angeordnet ist, in den die Materialausgabeschurre mündet. Der Boden des Aufgabebehälters ist waagerecht und/oder geneigt ausgeführt und zur Fluidisierung des Aufgabegutes mit ein oder mehreren Auflockerungselementen bestückt. Zwischen Behälterwand und Behälterboden ist ein durchgehender bzw. mehrmals durch Stege unterbrochender ringförmiger Schlitz bzw. Spalt angeordnet, der in seiner Weite verstellbar ist.
Durch die Bemessung der Schlitze staut sich das zugeführte Gut bei gleichzeitigem Austritt durch die Schlitze im Behälter bis zum oberen Behälterrand auf und läuft hier strähnenfrei über.
Ein am oberen Behälterrand außen befestigtes Ableitblech verhindert eine ständige Reibung des herabrieselndes Materials an der Behälterwand.
Ein zwischen Aufgabebehälter und Mahlteller angeordneter Ableitsammelkonus nimmt das aus dem Aufgabebehälter aus- bzw. überlaufende Gut auf und leitet es entgegen der durch die Rotation des Mahltellers wirkenden Fliehkraft auf den inneren Rand der Mahlbahn. Von hier wandert es der Fliehkraft folgend über die Mahlbahn, wird von den darauf abrollenden Mahlkörpern überrollt und zerkleinert und staut sich am Stauring des Mahlbahnrandes soweit auf, daß die gesamte Mahlbahn von einem gleichmäßigen Mahlbett bedeckt ist. Über den Stauring hinweg erfolgt der Austrag des zerkleinerten Materials.
Eine Variante der Erfindung sieht vor, in der Behälterwand gleichmäßig über den gesamten Umfang Öffnungen anzubringen, die vorzugsweise aus Schlitzen bestehen. Diese Schlitze reichen bis an den Behälterboden heran oder enden im geringen Abstand darüber.
Zur Beeinflussung der Materialaufgabe in Abhängigkeit von den Fiießeigenschaften des zugeführten Gutes können die Schlitze in Höhe und Breite, sowie deren Abstände über den Behälterboden, ein- bzw. verstellbar gestaltet sein.
Die zur Fluidisierung des Aufgabegutes am Behälterboden installierten Auflockerungselemente sind an ein Druckluftsystem angeschlossen. Dies erfolgt so, daß ein sich unmittelbar unter der Materialaufgabeschurre befindliches Auflockerungselement separat von den übrigen Auflockerungselementen belüftet wird. Um das Zustandekommen einer Wirbelschicht nicht zu stören, sind unter der Materialaufgabeschurre Prallbleche bzw. Ableitelemente angeordnet.
Eine andere Variante der Erfindung beinhaltet eine veränderte Form des Aufgabebehälters, bei dem, entsprechend der Anzahl der Mahlkörper, belüftete Auslaufrinnen bis dicht vor die Mahlwerkzeuge geführt werden, so daß ein großer Teil des Aufgabegutes direkt in den Mahlspalt gefördert wird.
Ei.ie Weiterentwicklung des Erfindungsgedankens zielt daraufhin, daß durch veränderte Gestaltung des Aufgabebehälters (8) dieser gleichzeitig für eine Durchsatzmessung des Materialstromes genutzt werden kann.
Die Erfindung wird an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen schematisch:
Fig. 1: den Mahl raumeiner Rollenmühle für zwei Mahlwalzen im Schnitt mit Mahlteller, Materialzuführung und Aufgabebehälter
mit Bodenschlitz; Fig.2: den Mahl raum einer Rollenmühle für zwei Mahlwalzen im Schnitt mit Mahlteller, Materialzuführung und Aufgabebehälter mit Wandschlitzen.
In Fig. 1 ist eine Mahlschüssei 1 einer Rollenmühle mit Mahlbahn 2, Klemmring 3 und Stauring 4 dargestellt. Angedeutet ist eine Mahlwalze 5, die auf der Mahlbahn 2 abrollt. Senkrecht von oben erfolgt bei diesem Beispiel die Materialzuführung über eine Schurre 6 mit anschließendem Ableitelement (Sattel. Kegel) 7 in den Aufgabebehälter 8. Der Aufgabebehälter 8 besteht aus dem Behälterboden 11 mit den Auflockerungselementen 10 und 13 und den Lufteintrittsstutzen 12 und 15, der Behälterwand 14, dem am oberen Rand der Behälterwand 14 angeordneten kegelstumpfartig nach außen und unten gerichteten Ableitblech 16 und dem Ringspalt 18 zwischen Behälterwand 14 und Behälterboden 11. Zwischen dem Aufgabebehälter 8 und dem Mahlteller 1 befindet sich ein Ableitsammelkonus 17
Das über die Aufgabeschurre 6 in die Mühle einlaufende Material wird durch das Ableitelement 7 verteilt in den Aufgabebehälter
8 aufgegeben. Der Behälterboden 11 ist waagerecht oder insbesondere nach außen geneigt ausgeführt. Zur besseren Gutverteilung im Anfahrzustand ist vorzugsweise unterhalb der Zuführschurre 6 ein separates Auflockerungselement 10 mit Luftzuführstutzen 12 angeordnet. Die gleichmäßige Belüftung des gesamten Behälterbodens 11 durch die Auflockerungselemente 13 mit Luftzuführstutzen 15 bewirkt die Fluidisierung des zu geführten Gutes und die Ausbildung einer Wirbelschicht über dem Querschnitt des Aufgabebehälters 8. Der zwischen Behälterwand 14 und Behälterboden 11 bestehende Ringspalt 19 ist in seinem Querschnitt derart bemessen bzw. wird so eingestellt, daß sich bei gleichzeitigem Gutdurchtritt durch diesen Ringschlitz ein vorgegebener Füllstand (Wirbelschichthöhe) im Aufgabebehälter 8 einstellt bzw. sich bis zum gleichmäßigen Überlaufen erhöht. Der überlaufende Gutstrom wird durch ein kegelstumpfartiges Ableitblech 16 von der Behälterwand 14 abgelenkt und gelangt in den Ableitsammelkonus 17, der das Material in Richtung Zentrum leitet. Der Ringschlitz 18 ist so eingestellt, daß gröbere Partikel (Grieße) bzw. auch Fremdkörper, die sich auf dem Behälterboden 11 sammeln und damit die Fluidisierung beeinträchtigen könnten, ebenfalls mit dem Gutstrom durch diesen ausgetragen werden. Das durch den Ringschlitz 18 auslaufende Gut rieselt anschließend gemeinsam mit dem Überlaufgut vorzugsweise in den Ableitsammelkonus 17, wobei das Material gleichmäßig verteilt diesen Konus in Richtung Zentrum verläßt.
In Fig. 2 ist der Aufgabebehälter 8 mit gleichmäßig über den gesamten Umfang der Behälterwand 14 verteilte Wandöffnungen
9 dargestellt. In dieser Ausführung läuft das Gut nicht durch einen Ringspalt zwischen der Behälterwano und dem Behälterboden, sondern durch diese Wandöffnungen aus. Die Wandöffnungen 9 sind auch so bemessen, daß sich bei gleichzeitigem Gutdurchtritt durch die Wandöffnungen 9 ein vorgegebener Füllstand (Wirbelschichthöhe) im Aufgabebehälter 8 einstellt bzw. sich bis zum gleichmäßigen Überlaufen erhöht.
Wie in Fig. 1 wird auch bei dieser Ausführung das durch die Wandöffnungen 9 hindurchtretende bzw. über die Behälterwand 14 überlaufende Gut vom Ableitsammelkonus 17 aufgenommen und in Richtung Mahltellermitte abgeleitet.
Die Vorteile der Erfindung beruhen darin, daß durch die Unterbrechung des freien Falls des Materialstromes auf den Mahlteller dessen stochastisch e Verteilung auf der Mahlbahn unterbunden und ein gleichmäßiges Mahl bett aufgebaut wird. Die Umlenkung der Aufgaberichtung unterstützt diese Wirkung und erhöht die Verweilzeit auf der Mahlbahn. Durch das gleichmäßige Mahlbett und die höhere Verweilzeit wird das Zerkleinerungsergebnis verbessert, was sich insgesamt auch positiv auf die spezifischen Parameter der Rollenmühle auswirkt.
Das gleichmäßige Mahlbett bewirkt gleichzeitig eine Verminderung des Verschleißes und senkt damit den Aufwand für die Wartung und die Instandhaltung der Mühle.
Claims (9)
- -2- 263 865Erfindungsansprüche:1. Aufgabevorrichtung für Rollenmühlen mit horizontal umlaufenden Mahlteller mit einer Mahlbahn auf der unter Anpreßdruck stehende Mahlkörper bzw. Mahlwalzen abrollen, wobei die Materialaufgabe auf den Mahlteller über Schurren senkrecht oder schräg von oben erfolgt, gekennzeichnet dadurch, daß mittig und dicht über den Mahlteller (1) ein vorzugsweise zylindrischer Aufgabebehälter (8) angeordnet ist, dessen Boden (11) waagerecht und/oder geneigt ausgeführt und mit einem oder mehreren Auflockerungselemente (10; 13) belegt ist und in den die Materialaufgabeschurre (6) mündet.
- 2. Aufgabevorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen Behälterwand (14) und Behälterboden (11) ein durch Stege unterbrochener oder vollkommen geschlossener kreisringförmiger Schlitz bzw. Spalt (18) besteht.
- 3. Aufgabevorrichtung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß in der Behälterwand (14) gleichmäßig am Umfang verteilte Öffnungen (9), vorzugsweise senkrecht verlaufende Schlitzöffnungen, angeordnet sind, die bis an den Behälterboden (11) heranreichen oder dicht darüber enden.
- 4. Aufgabevorrichtung nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die vorzugsweise schlitzförmigen Öffnungen (9; 18) in Behälterwand (14) und/oder zwischen Behälterwand (14) und Behälterboden (11) in ihrer Länge bzw. Höhe und/oder Breite verstellbar sind.
- 5. Aufgabevorrichtung nach den Punkten 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß am oberen Rand der Behälterwand (14) außen ein Ableitblech (16) angeordnet ist.
- 6. Aufgabevorrichtung nach den Punkten 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß die Auflockerungselemente (10; 13) unabhängig voneinander an ein Druckluftversorgungssystem angeschlossen sind.
- 7. Aufgabevorrichtung nach den Punkten 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen Aufgabebehälter (8) und Mahlteller (1) ein sich in Richtung Mahlteller verjüngender Ableitsammelkonus (17) angeordnet ist.
- 8. Aufgabevorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Aufgabebehälter (8) mit belüfteten Auslaufrinnen versehen ist, die bis vor die Mahlwerkzeuge (5) führen.
- 9. Aufgabevorrichtung nach Punkt 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß der Aufgabebehälter (8) auf Druckmeßdosen gelagert ist und gleichzeitig als Durchsatzmeßgerät dient.Hierzu 1 Seite ZeichnungenAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufgabe von Rohmaterialien mit einer Körnung von vorzugsweise kleiner als 0,3mm auf die horizontale, um ihre vertikale Achse umlaufende Mahlbahn einer Rollenmühle, auf der unter Anpreßdruck stehende Mahlkörper bzw. Mahlwalzen abrollen.Charakteristik der bekannten technischen LösungenDas Prinzip der schnei I auf enden RoI lenmühlen beruht darauf, daß auf einer horizontal rotierenden M ah I platte oder Mahlschüssel zwei bis vier unter Anpreßdruck stehende Mahlwalzen abrollen, unter denen das Material zerkleinert wird. Die Zuführung des Materials auf den Mahlteller erfolgt zentrisch auf den Mahiteller oder auf die Mahlbahn durch eine schräg oder senkrecht von oben herabführende Schurre.Bei zentrischer Materialzuführung erfolgt die gleichmäßige Verteilung des Rohmaterialstromes durch einen Verteilerkegel.Durch die Rotation des Mahltellers wandert das Rohmaterial über die Mahlbahn hinweg zum Mahltellerrand und wird auf seinem Weg von den auf der Mahibahn ablaufenden Mahlkörpern überrollt und zerkleinert. Das zerkleinerte Material verläßt den Mahlraum über den Mahlteilerrand und wird einem Sichter zugeführt.Ungenügend zerkleinertes Material gelangt vom Sichter gemeinsam mit Frischgut wieder auf den Mahlteiler. Ein am Mahltellerrand angeordneter Stauring verzögert den Abwurf des Materials und bewirkt dadurch den Aufbau eines Mahlbettes auf der Mahlbahn. Dieses Ma hl bett muß, um einen optimalen Zerkleinerungseffekt und einen ruhigen Mühlen lauf zu erzielen, möglichst gleichmäßig sein.Dies wird ohne Hilfsmittel nicht erreicht, weil der aus der Aufgabevorrichtung austretende Materialstrom mit Strömungsträhnen behaftet ist und/oder leicht pulsiert.Eine Vergleichmäßigung dieses Aufgabestromes erfolgt beispielsweise durch eine zentrisch auf dem Mahlteller angeordnete Verteilervorrichtung nach DD-WP 149027. Diese besteht aus mehreren auf den Mahlteller aufliegenden konzentrisch angeordneten Ringen, die durch radiale Streben gehalten werden. Während der innere Ring als Stauring ausgebildet ist, dienen die äußeren Ringe als Führungsringe.Für grobkörniges Aufgabegut, wie es Zementrohmaterial und Zementklinker ist, funktioniert diese Verteilervorrichtung. Für Materialien, mit maximaler Körnungsgröße von 0,3mm ist diese Verteilervorrichtung ungeeignet. Durch die hohe Einlaufgeschwindigkeit des Aufgabegutes prallt das Material auf den Mahlteller auf und springt von dort stochastisch verteilt auf die Mahlbahn. Es kommt also im Bereich des Stau- bzw. Führungsringes nicht zum Aufbau einer Materialschicht. Und wenn dies geschieht, prallen die MateriaJteilchen auch von dieser Schicht ab. Gleiches passiert auch bei der Aufgabe auf die Mahlbahn. Durch die Rotation des Mahltellers wandert das Aufgabegut über die Mahl bahn und sammelt sich vor dem Stauring.Erst hier wird es von dem Mahlkörper erfaßt und mit geringem Mahleffekt über den Stauring gedrückt. Dies führt neben dem schlechten Zerkleinerungsergebnis zu hohen Umlaufmengen des Materials im Mahlkreislauf und zu einem hohen spezifischen Energiebedarf. Zu beachten ist auch der entsprechend erhöhte Verschleiß mit seinen Folgen für das Reparatur- und Wartungsregime.Ziel der ErfindungZiel der Erfindung ist es, die Feinstzerkleinerung von Material mit einer Körnung kleiner 0,3mm in einer Rollenmühle mit hohem Zerkleinerungsgrad, geringem Engergiebedarf und niedrigem Reparatur- und Wartungsaufwand zu ermöglichen.Darlegung des Wesens der ErfindungDie Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Zuführung eines feinkörnigen Materials mit einer Körnung von vorzugsweise kleiner 0,3mm auf den Mahlteller einer Rollenmühle mittels einer Vorrichtung so zu gestalten, daß sich auf der Mahlbahn ein gleichmäßiges Mahlbett ausbildet.
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1984
- 1984-06-06 DD DD26386584A patent/DD225634A1/de not_active IP Right Cessation
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| DE102012106553A1 (de) * | 2012-07-19 | 2014-01-23 | Thyssenkrupp Resource Technologies Gmbh | Zerkleinerung von Mahlgut in einer Vertikalrollenmühle |
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